Bei dem Projekt handelt es sich um eine Grundsanierung und Nutzungserweiterung des Dorfgemeinschaftshauses im Gemeindebezirk Walhausen der Gemeinde Nohfelden. Nohfelden im nördlichen Saarland gelegen, ist eine ländliche Gemeinde im Landkreis St. Wendel, mit 12 Gemeindebezirken und ca. 10 T Einwohnern, wobei ca. 680 Einwohner dem Ortsteil Walhausen zugeordnet werden. Die Gemeinde verfügt über eine überörtliche Verkehrsanbindung durch die A62, B41 und der Bahnlinie mit Streckennetz von Mainz bis Saarbrücken, mit einer Haltestelle im Ortsteil Walhausen. Durch die örtliche Nähe zum Bostalsee, dem größten Freizeitsee im Südwesten Deutschlands, zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald, sowie zum Golfplatz in Eisen und mit dem im Bau befindenden Bahnradweg Sankt Wendeler Land wird der Gegend und somit auch der Gemeinde Nohfelden eine Tourismus- und Naherholungsfunktion zuteil. Die Stärkung der Infrastruktur der ländlichen Gemeinde und ihrer Gemeindebezirke ist daher von besonderer Bedeutung. Für den Gemeindebezirk Walhausen wurde im Jahr 2017 ein "Integriertes Dorfentwicklungskonzept" erarbeitet. Das Dorfgemeinschaftshaus mit Umfeld wird als "Visitenkarte" des Dorfes bezeichnet und ist unter der Bezeichnung "Köhlerhalle" überregional bekannt. Die Lage in der Ortsmitte, angrenzend zum Feuerwehrgerätehaus, zum Dorfplatz und zum Bahnhof ist eine zentrale Anlaufstelle und wird stark frequentiert. Neben aktiven Vereinen, der ortsansässigen Freien Waldorfschule und dörflichen Festivitäten werden die Räumlichkeiten der "Köhlerhalle" regelmäßig für private und öffentliche Veranstaltungen gebucht. Aufgrund der Kleinteiligkeit des Gemeindebezirkes Walhausen gibt es nur wenige Einrichtungen für die Dorfgemeinschaft. Die Köhlerhalle ist ein nicht unterkellertes eingeschossiges Gebäude mit L-förmigem Grundriss in ortstypischem Erscheinungsbild des Baujahres 1990. Es wurde mit Steildach parallel zum örtlichen Gleiskörper errichtet und mit roten Dachziegeln eingedeckt. Das für dörfliche Zwecke errichtete Haus umfasst ca. 1.800 m3 umbauten Raum auf ca. 330 m2 Nutzfläche, wobei 180 m2 der eigentlichen Halle zugeordnet werden. Aus einer Bestands- und Bedarfsanalyse resultieren fehlende Nebennutzflächen. Derzeit werden Räume, wie Umkleide, Duschen und das Behinderten WC für Lager zum Teil zweckentfremdet. Um die Nebenräume wieder besser nutzbar zu machen werden Lagerflächen, Garderobe und eine Kühlzelle benötigt. Das vorhandene Behinderten WC entspricht nicht mehr den aktuellen Richtlinien und wird im Anbau neu dimensioniert, so dass durch die Erweiterung die Köhlerhalle, als Haus für dörfliche Zwecke, wieder vielseitiger genutzt werden kann. Bei der Planung wurde die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung integriert. Neben den fehlenden Nutzflächen weist die Bausubstanz erheblichen Sanierungsstau im Bereich der Baukonstruktion und der Gebäudetechnik auf. Die Fenster- und Türanlagen sind seit Nutzungsbeginn nicht erneuert worden. Neben wärmetechnischen Defiziten kommt es bei Feierlichkeiten des Öfteren zu Lärmbelästigungen im nahegelegenen Umfeld. Bis heute wurden keine großen Investitionen zur Sanierung des Bestandes getätigt. Lediglich der Eingang und die zum Dorfplatz angrenzende Terrasse wurden zur Herstellung der Barrierefreiheit für Besucher mit einer Rampe versehen. Eine weitere Ausnahme bildet die vor ein paar Jahren installierte Heizungsanlage. Sie entspricht den heutigen Standards. Zwecks Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Grundsanierung mit Erweiterung wurde eine Kostenschätzung zum Neubauwert, in Höhe von brutto 1.342.614,63 EUR ermittelt. Dabei wurden der umbaute Raum und die Flächen des Bestandes inklusive Erweiterung zu Grunde gelegt. Zur Qualitäts- und Strukturverbesserung soll eine Grundsanierung und eine Erweiterung erfolgen. 3.1. Die bauliche Erweiterung von ca. 56 m² Bruttogrundfläche soll folgende Nebennutzflächen erhalten: Lager für Stühle, Tische, Bühnenteile und Technik etc., Garderobe, Behinderten WC und eine Kühlzelle. Auf das Flachdach der Erweiterung soll die Lüftungsanlage gestellt werden. In diesem Zuge wird der Eingangsbereich barrierefrei hergestellt und neu gestaltet. Für die bauliche Erweiterung ist eine Leichtbauweise geplant. Der eingeschossige Anbau wird als Querriegel vor die Fassade des Nord-West Flügels gebracht. Hierzu ist der Haupteingang und das vorgelagerte nachträglich installierte, zu kleine Stuhllager zurückzubauen. 3.2. Die Sanierungsmaßnahmen der KG 300 betreffen im Wesentlichen energetische Sanierungen sowie Modernisierungen der Innenräume, wie: - Neue Fensteranlagen mit Schall- und Sonnenschutzverglasungen und Rollläden - Innenraumgestaltung durch neue Oberflächen der Decken, Wände und Böden - Neue Sanitärbereiche - Neue Küche - schallabsorbierende Akustikmaßnahmen im Bereich der Hallendecken und -wände. 3.3. Weiterhin werden die energetischen Maßnahmen verstärkt durch die Erneuerung der Gebäudetechnik KG 400, wie: - stromsparende Beleuchtungen - Installation von Sicherheitsbeleuchtungen + Fluchtwegebeschilderung und sonstige elektrotechnische Anlagen - stromsparende Elektrogeräte - Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung - Neue sanitäre Anlagen, inkl. Leitungsführung mit wassersparenden Armaturen / Sensortechnik und Einrichtung von Hygienestationen. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Architektenleistungen Objektplanung (Leistungsphasen 5-9 des § 34 HOAI; die Leistungsphasen 1-4 sind bereits erbracht).
Lose (1)
Interessiert an dieser Ausschreibung?
Melden Sie sich kostenlos an und erhalten Sie automatische Benachrichtigungen für ähnliche Ausschreibungen mit KI-gestützter Analyse.