Ausschreibung: Erstellung einer Datenbasis und Entwicklung von Zukunftskonzepten für die mineralölverarbeitende Industrie im Rahmen des TransHyDE-Sys-Projekts
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts TransHyDE-Sys wird die Transformation der bestehenden Energie- und Rohstoffinfrastrukturen hin zu einer klimaneutralen Industrie untersucht. Ziel ist es, verlässliche Modellierungen und Szenarien für die Entwicklung von Infrastrukturen – insbesondere im Bereich grüner Wasserstoff – zu erarbeiten.
Im Arbeitspaket 2 (AP2) des Projekts steht die Integration der Wasserstoffwirtschaft in bestehende Energieinfrastrukturen im Fokus. Hierzu werden zukünftige Bedarfe und Entwicklungspfade der energieintensiven Industrien, insbesondere der mineralölverarbeitenden Industrie, untersucht.
Zur Unterstützung dieser Arbeiten wird im Unterarbeitspaket 2.2 ein qualifizierter externer Dienstleister gesucht.
Gegenstand der Ausschreibung
Gegenstand der Ausschreibung ist die Erhebung, Aufbereitung und Analyse von Daten zur europäischen mineralölverarbeitenden Industrie sowie die Entwicklung von Zukunftskonzepten für deren Transformation bis 2050.
Leistungsumfang
Der Auftrag umfasst folgende Hauptbestandteile:
1. Aufbau und Pflege einer Standortdatenbank
Erhebung und Dokumentation von Daten zu Raffinerien (Deutschland und Europa), insbesondere:
Produktionskapazitäten und Produktspektrum (idealerweise absolute Mengen)
Prozessschemata inkl. Prozessliste mit Kapazitäten
Angaben zu Rohstoffzufuhr (Feed), Energie- und Wasserstoffbedarf
CO₂-Emissionen sowie Wasserbedarf und -aufbereitung
Erfassung von Koppel- und Nebenprodukten (z. B. Schwefel, Bitumen)
Synergieeffekte mit benachbarter Industrieund Eigendeckung des Energiebedarfs
Bestehende Infrastruktur (Pipelines, Bahn, Straße, Stromleitungen, Wasserstraßen)
Erhebung von Geodaten der Standorte
2. Erarbeitung von Zukunftskonzepten bis 2050
Analyse der Potenziale zur Umstellung von Raffinerieprozessen unter Nutzung von:
Erneuerbaren Energien
Grünem Wasserstoff
Alternativen Rohstoffen (z. B. Fischer-Tropsch, Methanol, biogene Stoffe)
Bewertung technischer Umrüstungen (Elektrifizierung, neue Verfahren)
Entwicklung eines zeitlichen Transformationspfades zur Zielerreichung bis 2050
Analyse zukünftiger Logistikoptionen
Untersuchung von CO₂-Managementstrategien (Abscheidung, Verwertung, Speicherung)
Einbindung vorhandener Standortpläne zur Defossilisierung(sofern verfügbar)
Erwartete Ergebnisse
Strukturierte Datenbank mit Standortsteckbriefen der europäischen Raffinerien
Technisch und zeitlich fundierte Transformationsszenarien für die Branche
Empfehlungen zur infrastrukturellen Einbindung in die Wasserstoffwirtschaft
Übersicht bestehender und potenzieller CO₂-Managementoptionen
Anforderungen an den Auftragnehmer
Fachliche Expertise im Bereich Raffinerietechnologie (evtl. Wasserstoffwirtschaft und CO₂-Management)
Erfahrung in der Erstellung und Pflege technischer Datenbanken
Fähigkeit zur Datenrecherche und -verifikation bei Industrieunternehmen
Kenntnisse in der Bewertung industrieller Infrastruktur und logistischer Ketten
Projektbezogene Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber (DECHEMA e. V.) und regelmäßige Abstimmungen
Zeitrahmen
Die Arbeiten sollen zeitnah beginnen und in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber umgesetzt werden. Der genaue Zeitplan wird im Vergabeverfahren festgelegt.
Vergabeunterlagen und Fristen
Interessierte Auftragnehmer werden gebeten, ihr Angebot mit einem Nachweis über entsprechende Fachkenntnisse, Referenzprojekten und einem Vorschlag zum methodischen Vorgehen einzureichen.
Mineralölindustrie, Raffinerie, Studie, Energie, Klima, Wasserstoff, Forschung, Analyse
Zeitplan
Abgabefrist
20.06.26
Ausschreibung
Reichweite
EU-weit
Vergabeart
de-comp-w-call
Lose (1)
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