Im Rahmen des Projekts „Ersatzbau Klärschlammverwertung“ wird die bisherige
Klärschlammverbrennung auf dem Gelände der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) durch eine neue
Trocknungsanlage ersetzt. Diese Anlage soll jährlich 34’000 t Klärschlamm von durchschnittlich 28.5%
auf rund 90% Trockensubstanz (TS) trocknen. Der Klärschlamm besteht aus ARA eigenem und von
anderen ARA aus der Schweiz angeliefertem Schlamm mit einer durchschnittlichen Dichte von 1.2 t/m3.
Die Anlage besteht aus mehreren Komponenten: einer Annahmehalle für den Schlamm, einem
Logistiksystem mit Bunker, Kran- und Förderanlagen, Trocknern mit Abluftreinigung und einer
Trockengutlagerung mit Verladestelle für den Abtransport.
Der entwässerte Klärschlamm wird in der Annahmehalle per LKW angeliefert und in den
Annahmebunker gekippt. Von dort wird er über eine Krananlage in den Stapelbunker oder direkt in die
Schlammaufgabe befördert. Von der Schlammaufgabe wird der entwässerte Schlamm mit einem
Pumpensystem in die Vorlage der Trocknung gepumpt. Die Trockner trocknen den Klärschlamm, die
dabei entstehende Abluft wird über eine Abluftreinigung geführt. Der Getrocknete Klärschlamm
(Trockengut genannt) wird über Hydraulische Fördersysteme in die Trockengutsilos befördert. Unter den
Trockengutsilos liegt die Verladestelle für die Abholung des Trockenguts. Das Trockengut wird als
Ersatzbrennstoff in der Zementindustrie verwendet.
Die Krananlage bestehend aus 2 redundanten Schlammgreiferkräne und deren vollautomatische
Steuerung. Die Krananlage ist Gegenstand dieser Ausschreibung. Die Energieversorgung wird bis zur
Schnittstelle Mitte Kranbahn bauseitig erstellt. Der aktive Kran muss aus dem Annahmebunker eine
Förderleistung von 32 m3/h erreichen.
Auf dem Gelände der erzo ARA befinden sich bereits eine Abwasserreinigungsanlage (ARA) und eine
Kehrichtverwertungsanlage (KVA). Die KVA wird in naher Zukunft durch einen Neubau ersetzt. Die
daraus resultierenden Logistikströme müssen im Projekt berücksichtigt werden.