Vor dem Hintergrund des erheblichen Erhaltungsaufwandes für Bestandsbauwerke im deutschen Bundesfernstraßennetz und den damit einhergehenden hohen Anforderungen an die Brückenprüfungen und -prüfenden werden verschiedene Optimierungsmöglichkeiten des standardisierten Prüfprozesses durch den Einsatz neuer digitaler Technologien untersucht.
Im vorliegenden Forschungsprojekt „AR- und KI-gestützte Analyse von Schadensentwicklungen“ soll aufbauend auf vorausgegangenen Untersuchungen eine Lösung entwickelt werden, inwiefern die chronologische Entwicklung von Bauwerksschäden KI-gestützt erfasst, vorgehalten und in den systematischen Prüf- und Bewertungsprozess einbezogen werden kann. Dabei soll der Fokus auf einer Verknüpfung einzelner oder kombinierter Schadensveränderungen mittels KI und auf Basis neu generierter sowie bestehender Datensätze liegen. Gleichzeitig soll die Datenkompatibilität zum Digitalen Zwilling Brücke gewährleistet sein und die Bauwerksprüfenden aktiv und in nahezu Echtzeit während des Prüfprozesses eingebunden werden. Zur Visualisierung der Projektergebnisse soll ein prototypischer Demonstrator entwickelt werden.
Die intelligente Verknüpfung chronologischer Veränderungen am Objekt Brücke dient neben deren Nachvollziehbarkeit den Bauwerksprüfenden dazu, die Zukunftfähigkeit des Bauwerks einzuschätzen und geeignete Erhaltungsmaßnahmen abzuleiten. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sollen ebenso auf weitere zeitlich veränderliche Komponenten im Digitalen Zwilling sowie auf Bauwerksprüfungen anderer Ingenieurbauwerke (z.B. Tunnel, Stütz- oder Trogbauwerke, Lärmschutzwände, Schleusen etc.) übertragen werden können.
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