Einleitung und Hintergrund
Die Deutsche Sportjugend im DOSB e.V. (dsj) ist der größte freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland und zugleich der Geschäftsbereich Jugendsport im Deutschen Olympischen Sportbund. Sie umfasst 90 Mitgliedsorganisationen – 16 Landessportjugenden, 64 Jugendorganisationen der Spitzenverbände sowie 10 Jugendorganisationen der Sportverbände mit besonderen Aufgaben – und gestaltet gemeinsam mit ihnen bundesweit vielfältige Angebote zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen durch Sport. Auf internationaler Ebene konzipiert und fördert die dsj Austausch- und Qualifizierungsprogramme für Jugend- und Fachkräfte sowie die Weiterentwicklung bestehender Formate.
Hintergrund des Vorhabens
Sportvereine sind Orte der Gemeinschaft, Begegnung und Integration und leisten einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung demokratischer Werte sowie von Kinder- und Menschenrechten. Gleichzeitig spiegeln sie die Vielfalt und Dynamik der postmigrantischen Gesellschaft wider. In diesem Kontext zeigen sich zunehmend auch Herausforderungen im Umgang mit rechtsextremen (RE) und ultranationalistischen (UNA) Einstellungen und Akteur*innen – sowohl innerhalb migrantischer als auch mehrheitsgesellschaftlicher Strukturen. Bislang fehlen jedoch fundierte Erkenntnisse und zielgerichtete Strategien im organisierten Sport, um diesen Phänomenen vorzubeugen und angemessen zu begegnen. Hierzu sollen pädagogische Formate und Materialien entwickelt werden, um die Handlungssicherheit im Sport zu erhöhen, bestehende Strukturen auf Zugangsgerechtigkeit zu prüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.
Gegenstand der Ausschreibung
Im Rahmen des durch das BundesprogrammDemokratie leben!geförderten Innovationsprojektes„kontakt. - ultranationalistische und rechtsextreme Bewegungen im Sportumfeld“schreibt die dsj ein Forschungsvorhaben mit dem Arbeitstitel„Forschung - Mappingthe Field: Schwerpunkt auf kroatischen Rechtsextremismus und Ultranationalismus im (organisierten) Sport“aus.
Der Forschungsschwerpunkt liegt im Jahr 2026 auf der Analyse kroatischer Communities im organisierten und außersportlichen Bereich (z. B. migrantische Sportvereine, allgemeine Sportvereine, Kulturzentren, kommerzielle Gyms). Ziel ist es, Einflussfaktoren auf Selbstethnisierung und ultranationalistische Orientierungen zu identifizieren sowie Handlungspotenziale von Sportvereinen für die Förderung demokratischer, inklusiver und wertebasierter Gemeinschaften herauszuarbeiten.
Zur Durchführung des Forschungsvorhabens sollen relevante Akteur*innen aus Sportverbänden, Vereinen und angrenzenden Strukturen einbezogen werden. Die Ergebnisse sollen sowohl Grundlagenwissen schaffen als auch praxisorientierte Empfehlungen für Prävention, Aufklärung und demokratische Vereinsentwicklung liefern.
Die Ausschreibungsunterlagen beinhalten die
Aufforderung zur Angebotsabgabe
Anlage A: Angebotsblatt
Anlage B: Leistungsbeschreibung
Anlage C: Eigenerklärung zur Eignung
und sind über den nachfolgenden Link abzurufen:https://dosb.sharepoint.com/:b:/s/pj-demokratieleben-ultranationalistischeundrechtsextremebewegungen/IQCnJV3uKO5uTYQhvlgjRweZAUQRUVfFk1_mPH5oDZObfCA?e=y12tdd
Bewerbungsfrist ist der 13. März 2026.
Projektinfos:https://www.dsj.de/themen/demokratiestaerkung-antidiskriminierung/kontakt-rechtsextremismus-im-sport
Forschung, Mapping, kroatischer Rechtsextremismus, Sport, Ultranationalismus, Monitoring, Demokratiestärkung
Lose (1)
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