Die Mittelspannungs- und Niederspannungsschaltanlagen wurden seit Eröffnung der
JVA Pöschwies im Jahr 1995 nie gesamtheitlich instandgesetzt. Eine letzte Wartung
wurde im Jahr 2020 durchgeführt.
Die MS- und NS-Schalt- und Schutzapparate haben das Ende ihrer Lebensdauer
erreicht. Zudem sind keine Ersatzteile mehr verfügbar. Die Anlagen entsprechen
nicht mehr den Regeln der Technik, womit die Betriebssicherheit sowie der
Personen- und Sachenschutz nicht mehr gewährleistet werden kann.
Im Zuge der Projektierung wurde deshalb der Komplettersatz und die Erweiterung
sämtlicher Schaltgerätekombinationen geprüft. Die Anlagen sollen wieder den
aktuellen Vorschriften und Sicherheitsstandards entsprechen sowie die künftigen
Anforderungen bedienen können.
Im Zuge der Umsetzung sollen alle entsprechenden Datenpunkte und Funktionen
des Energieleitsystems geprüft werden. Für den Notstrombetrieb sind die
Auslastungen der einzelnen Verteilungen zu ermitteln, um im Notfall einen optimalen
Lastabwurf zu gewährleisten.
Für die notwendigen Schalthandlungen und Notfall-Szenarien werden die
organisatorischen Massnahmen und Betriebsanleitungen bedarfsspezifisch erstellt
und aktualisiert.
Die Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb. Es werden Massnahmen getroffen,
welche, während den Umbauarbeiten allfällige Versorgungsunterbrüche auf ein
vertretbares Mass reduzieren.