Beschreibung
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ist gemäß § 2 Abs. 2 des Gesetz über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImAG) Eigentümerin der Bundesliegenschaften im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen und unterstützt nach § 1 Abs. 1a BImAG die Umsetzung ökologischer Ziele des Bundes. Vor diesem Hintergrund plant die BImA die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf bundesweit identifizierten, potenziell geeigneten Gebäuden sowie optional die Integration von Batteriespeichersystemen. Bis zum 01.10.2024 wurden rund 1.087 Gebäude als grundsätzlich geeignet identifiziert. Ziel ist die Planung, Realisierung und Inbetriebnahme geeigneter Anlagen bis Ende 2030 einschließlich technischer Betriebsführung und Wartung.
Gegenstand der Leistung ist die technische Begleitung in zwei Arbeitspaketen. Im ersten Arbeitspaket erstellt der spätere Errichter gebäudebezogene Detailanalysen zur technischen und wirtschaftlichen Eignung. Diese umfassen die Prüfung der Statik und Lastreserven, der Dachhaut, der elektrischen Infrastruktur sowie die Berücksichtigung denkmalrechtlicher oder gestalterischer Anforderungen. Ergänzend erfolgen eine Grobplanung der PV-Anlage mit optionalem Speicher, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf Basis einer vorgegebenen Excel-Vorlage sowie die Netzanschlussanfrage. Der Auftragnehmer prüft die vorgelegten Berichte digital auf Vollständigkeit, Plausibilität und sachgerechte Anwendung der Vorgaben und legt je Gebäude einen Prüfbericht mit eindeutiger Handlungsempfehlung vor.
Im zweiten Arbeitspaket überprüft der Auftragnehmer die vom Errichter vorgelegten Fachplanungen digital hinsichtlich Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Einhaltung relevanter Normen und gesetzlicher Vorgaben sowie der Berücksichtigung von Brand- und Blitzschutz. Optional erfolgen stichprobenhafte Baufortschrittskontrollen vor Ort mit Dokumentation des Bauzustands, Erfassung erkennbarer Mängel und Unterstützung bei der Rechnungsprüfung. Zudem unterstützt der Auftragnehmer die Auftraggeberin im Nachtragsmanagement durch Prüfung und Bewertung von Nachträgen sowie Erstellung fachlicher Stellungnahmen und Entscheidungsvorlagen.
Abschließend begleitet der Auftragnehmer die Abnahme der Anlagen gemäß VOB/B einschließlich Prüfung der Revisionsunterlagen, Teilnahme an Begehungen, Dokumentation von Mängeln und Unterstützung bei der finalen Freigabe. Die Leistungserbringung erfolgt bundesweit voraussichtlich von Q2/2026 bis zum 31.12.2030, mit der Option auf zweimalige Verlängerung um jeweils ein Jahr.
Die Ausschreibung ist in sieben Lose aufgeteilt:
Los 1: Berlin/Brandenburg (BEFM, BEFN, PDFM)
Los 2: Nordrhein-Westfalen (DOFB, DOFM)
Los 3: Sachsen/Thüringen (EFFM)
Los 4: Baden-Württemberg (FRFM)
Los 5: Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen (KOFM)
Los 6: Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt (MDFM)
Los 7: Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern (ROFM)
Die Lose 2 (Nordrhein-Westfalen – DOFB, DOFM) und 4 (Baden-Württemberg – FRFM) werden jedoch zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben.