Gegenstand des Bauvorhabens ist die Strangsanierung der Wohngebäude Paul-Junius-Straße 36–42 und Alfred-Jung-Straße 16–22 in Berlin-Lichtenberg im bewohnten Bestand, einschließlich der vollständigen Erneuerung der Trinkwasser-, Warmwasser-, Zirkulations- und Abwasserleitungen sowie der Sammelleitungen im Kellergeschoss. Parallel hierzu sind die baulichen und technischen Voraussetzungen für die Umsetzung eines integrierten Systems zur Grauwassernutzung und Abwasserwärmerückgewinnung (IWIQ – Integrierte Wasser- und Wärmerückgewinnung im Quartier) zu planen. Das Bauvorhaben wird als Reallabor im Rahmen des Forschungsprojekts IWIQ umgesetzt.Im Rahmen der Maßnahme sollen sämtliche Trinkwasser-, Warmwasser-, Zirkulations- und Abwasserstränge einschließlich der Sammelleitungen erneuert werden. Parallel dazu werden die baulichen und technischen Voraussetzungen für die Einführung eines getrennten Grau-/Schwarzwassersystems sowie eines Betriebswassernetzes geschaffen.
Die Maßnahme ist Bestandteil des Pilot- und Forschungsprojekts IWIQ (Integrierte Wasser- und Wärmerückgewinnung im Quartier), in dessen Rahmen zusätzlich die Nutzung von Grauwasser sowie die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser vorgesehen ist. Der Leistungsumfang umfasst darüber hinaus die konzeptionelle Vorbereitung, Integration und Berücksichtigung eines Monitorings nach Fertigstellung der Anlage über einen projektspezifisch definierten Monitoringzeitraum im Rahmen des Reallabors IWIQ.
Im Zuge der Strangsanierung sind zudem Sanierungsmaßnahmen in den Bädern vorgesehen. Innenliegende Bäder ohne Fenster werden als vollständige Badsanierung ausgeführt. Für Bäder mit Fenster sind Sanierungsvarianten in einer frühen Projektphase zu untersuchen.
Die Vergabe erfolgt als Generalplanerverfahren. Ziel ist es, einen leistungsfähigen Generalplaner frühzeitig einzubinden, um eine technisch, wirtschaftlich und förderfähig optimierte Gesamtlösung zu entwickeln.
Die fachtechnische Konzeption, Dimensionierung sowie Anlagenplanung des IWIQ-Systems (Grauwasserrecyclinganlage mit Wärmerückgewinnung) erfolgt durch ein vom Auftraggeber gesondert beauftragtes Fachplanungsbüro (Nolde) und ist nicht Bestandteil der ausgeschriebenen Planungsleistungen. Die Planung des zweiten Leitungsnetzes sowie sämtliche hierfür erforderlichen TGA-Planungsleistungen sind durch den Generalplaner zu erbringen.
Der Generalplaner ist verpflichtet, die Ergebnisse der Fachplanung vollständig in seine Gesamtplanung, Koordination sowie in die Genehmigungsprozesse zu integrieren und sämtliche hierfür erforderlichen planerischen Leistungen einschließlich der Schnittstellenkoordination zu erbringen.
Alle Leistungen sind unter besonderer Berücksichtigung der Durchführung im bewohnten Bestand, einer mieterfreundlichen Bauabwicklung sowie der Anforderungen des Forschungs- und Reallaborcharakters des Projekts zu erbringen.
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