Im Zuge des Hochwasserereignisses vom 14./15. Juli 2021 wurde der Hang östlich der Ortslage Müsch im Bereich des Ahrufers am Böschungsfuß erheblich erodiert. In der Folge kam es zur Reaktivierung einer bereits vorhandenen Rutschmasse. Seitdem befindet sich der Hang in einer anhaltenden Kriech- bzw. Rutschbewegung und weist ein labiles Gleichgewicht auf. Der betroffene Hangbereich umfasst eine Fläche von ca. 2 ha entlang der Ahr. Geotechnische Untersuchungen zeigen, dass die Standsicherheit maßgeblich durch Wasserzutritte in die Rutschmasse sowie durch den fortschreitenden erosiven Abtrag am Böschungsfuß beeinflusst wird. Ohne Sicherungsmaßnahmen ist mit einer weiteren Verschlechterung der Situation zu rechnen. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines umsetzungsreifen, genehmigungsfähigen Sicherungskonzepts zur nachhaltigen Stabilisierung des Hanges. Dabei sind insbesondere Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserzutritts, zur Sicherung des Böschungsfußes sowie ggf. wasserbauliche Anpassungen zu untersuchen und planerisch auszuarbeiten. Grundlage der Planung bildet das beigefügte geotechnische Gutachten, auf das im Rahmen der Bearbeitung Bezug zu nehmen ist. Die Planungsleistungen sind interdisziplinär unter Berücksichtigung geotechnischer, wasserbaulicher sowie naturschutz- und genehmigungsrechtlicher Anforderungen zu erbringen. Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf die beigefügte Leistungsbeschreibung Bezug genommen, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen/Vertragsunterlagen ist.
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