Frist abgelaufen

Projektsteuerung für die Errichtung einer Interimsspielstätte bei den Wagenhallen in Stuttgart-Nord (Los 1) und den Neubau eines Werkstattgebäudes an der Zuckerfabrik (Los 2)

Der Auftraggeber beabsichtigt die Sanierung und Erweiterung der Württembergischen Staatstheater Stuttgart. Die Württembergischen Staatstheater Stuttgart, das größte Dreispartenhaus der Welt, zählen zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen Baden-Württembergs und der Landeshauptstadt Stuttgart. Mit der Staatsoper Stuttgart, einem der führenden Opernhäuser Europas, und dem international renommierten Stuttgarter Ballett hat das Theater eine herausragende kulturelle Stellung. Die Sanierung und Erweiterung des Opernhauses ist von großer kultur-, gesellschaftspolitischer und städtebaulicher Bedeutung. Das Projekt besteht aus mehreren Bauvorhaben, insbesondere der Errichtung einer Interimsspielstätte bei den Wagenhallen in Stuttgart-Nord sowie dem Neubau eines Werkstattgebäudes an der Zuckerfabrik in Stuttgart-Bad Cannstatt. Weitere Informationen sind der Projektbeschreibung zu entnehmen. Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe von Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an § 2 AHO (Heft Nr. 9, Stand: 03-2020) für die Errichtung einer Interimsspielstätte bei den Wagenhallen in Stuttgart-Nord (Los 1) sowie für den Neubau eines Werkstattgebäudes an der Zuckerfabrik in Stuttgart-Bad Cannstatt (Los 2). Bewerber dürfen sich nach § 30 Abs. 1 VgV nur für ein Los bewerben. Die zu vergebenden Leistungen orientieren sich an der AHO, Projektstufen 1-5 und betreffen folgende Handlungsbereiche: - Organisation, Information, Koordination und Dokumentation; - Qualitäten und Quantitäten; - Kosten und Finanzierung; - Termine, Kapazitäten und Logistik; - Verträge und Versicherungen. Folgende weitere besondere Leistungen sind insbesondere zu erbringen: - Risikomanagement mit besonderen Anforderungen - Auftraggeberseitig vorgegebene EDV-Programme - Förderprogramme ermitteln/beantragen sowie ggf. Kontrolle der Förderprogramme - Inbetriebnahmemanagement vorbereiten/abstimmen/durchführen - Versicherungsrelevante Schadensabwicklung - Einarbeitungsphase mit abschließendem Ergebnisbericht und Empfehlungen - Überwachung des Mängelmanagements - Baustellenlogistik. Beabsichtigt ist eine stufenweise und gegebenenfalls abschnittsweise Beauftragung. Ein Anspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht. Dem Auftraggeber steht ein jederzeitiges ordentliches Kündigungsrecht zu.
2 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
05.07.24
Fragenfrist
31.07.24
Teilnahmefrist
06.08.24
Vertragsbeginn
04.11.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Stuttgart, Deutschland
E-Mail
kontakt@prowst.de
Telefon
0711-826508-0

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Eignung zur Berufsausübung: Mit dem Teilnahmeantrag sollen möglichst folgende Unterlagen vorgelegt werden (bei Bewerbergemeinschaften von jedem Mitglied): a) Formlose Eigenerklärung, aus der hervorgeht, - dass keine Ausschlussgründe im Sinne des §§ 123, 124 GWB vorliegen beziehungsweise erfolgreiche Selbstreinigungsmaßnahmen im Sinne des § 125 GWB durchgeführt worden sind, - der Bewerber in das einschlägige Berufsregister (Handelsregister oder Handwerksrolle) oder ein vergleichbares Register (Standeskammern et cetera) des Herkunftslandes eingetragen ist sowie seinen Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur Sozialversicherung nachgekommen ist. b) Bewerbergemeinschaften sollen zusätzlich eine Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass kein Verstoß gegen Kartellrecht vorliegt (z. B. durch Angabe der Gründe, die zur Bildung der Bewerbergemeinschaft geführt haben), und dass keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Absprachen getroffen wurden. Die Bildung von Bewerbergemeinschaften ist bis zur Abgabe des Teilnahmeantrages möglich. Die Abgabe von Angeboten durch Bietergemeinschaften ist nur bei gesamtschuldnerischer Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter zulässig. Hierzu ist eine von allen Mitgliedern unterschriebene Vollmacht mittels einer Bewerbergemeinschaftserklärung vorzulegen. Außerdem haben sämtliche Mitglieder der Bewerbergemeinschaft namentlich mit Anschrift einen bevollmächtigten Vertreter für das Vergabeverfahren sowie Abschluss und Durchführung des Vertrages zu bezeichnen. Bei der Eignungsprüfung wird die Bewerbergemeinschaft als Ganzes beurteilt. Bewerbergemeinschaften müssen eine(n) einzige(n) Ansprechpartner(in) benennen. c) Eigenerklärung Russland-Sanktionen (nach Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 20 der Verordnung (EU) 2023/2878 des Rates vom 18. Dezember 2023 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren. Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen im Rahmen des § 56 VgV nachzufordern. Hierauf besteht kein Rechtsanspruch. Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden. d) Hinweis, auf welches Los sich der Teilnahmeantrag bezieht (Bewerber dürfen sich nach § 30 Abs. 1 VgV nur für ein Los bewerben).

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

    • Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber möglichst folgende Unterlagen vorlegen (bei Bietergemeinschaften von jedem Mitglied). Um formale Fehler zu vermeiden, wird die Nutzung der vom AG zur Verfügung gestellten Formblätter empfohlen. a) Gesamtumsätze der letzten 3 Geschäftsjahre sowie Angabe der Umsätze, die mit den hier ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind
    • daraus sollte sich ergeben, dass der Bewerber in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2021, 2022, 2023) jeweils einen durchschnittlichen Jahresumsatz von mind. 3 Mio. EUR (Los 1) bzw. mind. 2 Mio. EUR (Los 2) mit Projektsteuerungsleistungen erwirtschaftet hat. Bewerbergemeinschaften werden als Ganzes betrachtet. b) Bestätigung, dass der Bewerber eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 3 Mio. EUR pro Schadensfall, 2fach maximiert, unterhält, bzw. im Auftragsfall abschließt. Bewerbergemeinschaften werden bei der Eignungsprüfung als Ganzes betrachtet. Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen im Rahmen des § 56 VgV nachzufordern. Hierauf besteht kein Rechtsanspruch. Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden.
  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

    • Mit dem Teilnahmeantrag sollen die Bewerber möglichst folgende Unterlagen vorlegen (bei Bewerbergemeinschaft von mindestens einem Mitglied). Um formale Fehler zu vermeiden, wird die Nutzung der vom AG zur Verfügung gestellten Formblätter empfohlen: a) Anzahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (eigenes Personal, nicht Verwaltungskräfte)
    • daraus sollte sich ergeben, dass in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2021, 2022, 2023) mindestens 15 operativ und hauptsächlich als Projektsteuerer/Projektleiter tätige Mitarbeiter beschäftigt wurden. b) Referenzen über ausgeführte Projekte der letzten bis zu 10 Jahre, die mit dem Projekt und den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind, möglichst unter Angabe des genauen Auftrags, der Auftragssumme, des Auftraggebers, der Leistungsart und der Leistungszeiträume sowie ggf. einer Erläuterung, warum die Referenzen aus Sicht des Bewerbers mit diesem Projekt und den hier abgefragten Leistungen vergleichbar sind. Der Auftraggeber wird insbesondere die 5 aus seiner Sicht am besten geeigneten Referenzen berücksichtigen. In Summe sollten die Referenzen für Los 1 folgenden Anforderungen genügen: - Bei mind. zwei Projekten sollten Projektsteuerungsleistungen für eine Spiel-und/oder Versammlungsstätte sowie vergleichbare Einrichtungen mit komplexer technischer Gebäudeausrüstung erbracht worden sein. - Bei mind. drei Projekten sollte es sich um eine kulturelle Einrichtung handeln. - Bei mind. drei Projekten sollte die Bauleistung an einen Generalunternehmer aufgrund einer funktionalen Leistungsbeschreibung vergeben worden sein. - Bei mind. drei Projekten sollte die Bausumme jeweils über 150 Mio. EUR liegen. In Summe sollten die Referenzen für Los 2 folgenden Anforderungen genügen: - Bei mind. zwei Projekten sollten Projektsteuerungsleistungen für Werkstätten oder vergleichbare Produktionsstätten mit spezieller technischer Gebäudeausrüstung erbracht worden sein, die insbes. für die Herstellung und Lagerung von Bühnenbildern, Requisiten oder vergleichbaren kulturellen Produktionen vorgesehen sind. - Bei mind. drei Projekten sollte die Bauleistung an einen Generalunternehmer aufgrund einer funktionalen Leistungsbeschreibung vergeben worden sein. - Bei mind. drei Projekten sollte die Bausumme jeweils über 50 Mio. EUR liegen. Die Bewerber sollten für jede Referenz eine Referenzbeschreibung einreichen, anhand derer der Auftraggeber erkennt, ob und welche der genannten Kriterien erfüllt sind. Es werden ausschließlichen Referenzen berücksichtigt, bei denen die LPH 8 HOAI abgeschlossen ist. Sofern erforderlich, um einen ausreichenden Wettbewerb sicherzustellen, wird der Auftraggeber auch einschlägige Referenzen berücksichtigen, die mehr als 10 Jahre zurückliegen. Für den Fall, dass ein Bewerber einzelne Unternehmen als Nachunternehmer einsetzen möchte, wird auf die Möglichkeit der Eignungsleihe und die in § 47 VgV genannten Voraussetzungen hingewiesen. Wenn und soweit sich der Bieter auf die Eignung des Nachunternehmers beruft, ist mit dem Teilnahmeantrag insbesondere eine Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers einzureichen, dass dieser seine Ressourcen und Kapazitäten dem Bewerber im Auftragsfall zur Verfügung stellt. Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden. Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen im Rahmen des § 56 VgV nachzufordern. Hierauf besteht kein Rechtsanspruch. Bewerber sollten die auf der in Ziffer 5.1.11 genannten Website hinterlegten Vordrucke verwenden.

Zuschlagskriterien

  • Erfahrung des Projektteams: Erfahrung des Projektteams - vorläufiges Kriterium (auch bezüglich Gewichtung). Details werden nach dem Teilnahmewettbewerb bekanntgegeben.

  • Konzept zur Vorgehensweise: Qualität des Konzepts zur Vorgehensweise (insb. Aufgabenverständnis, Herangehensweise an die Aufgabenstellung, Meilensteinplan, Darstellung der Kommunikations- und Arbeitsabläufe zwischen den Projektverantwortlichen, Angabe zu Kapazitäten etc.) - vorläufiges Kriterium (auch bezüglich Gewichtung). Details werden nach dem Teilnahmewettbewerb bekanntgegeben.

  • Preis: Vorläufiges Kriterium (auch bezüglich Gewichtung). Details werden nach dem Teilnahmewettbewerb bekanntgegeben.

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Lose (2)

Vergabeunterlagen

Eigenerklärung42 KB16 Seiten
Eignungskriterien287 KB32 Seiten
Preisblatt124 KB2 Tabellen
Projektplan56 KB12 Seiten
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