Die Einrichtungen des DLR in Bremen sind derzeit auf 7 Gebäude im
Technologiepark
verteilt. Hiervon sind lediglich zwei im Eigentum des DLR. Somit ist weder eine
einheitliche
Zugangskontrolle, noch eine ausreichende Sicherheits-Überwachung möglich. Darüber
hinaus fehlen seit einigen Jahren Laborkapazitäten und Lagerräume. Die Aufstellung
von Containern im Außenbereich und die Anmietung von externen Räumen lösen das
Problem
nur unzulänglich. Das leerstehende Nachbargebäude unmittelbar neben dem DLR-Institutsgebäude,
bietet sich als Lösung für die fehlenden Flächen an.
Da der Vorbesitzer das Gebäude seit über 30 Jahren belegt hatte, sind alle Oberflächen
und die technische Ausstattung zu erneuern. Die Brandschutzvorgaben werden baulich
nicht mehr eingehalten. Hinzu kommen Anpassungsarbeiten für die Einrichtung von
Laboren
und Desk-Sharing-Arbeitsplätzen, sowie der barrierefreien Zugänglichkeit.
Folgende Institute sind geplante Nutzer:
1. Institut für Raumfahrtsysteme - Abteilungen: Planetare Explorationssysteme,
Planetare
Infrastrukturen, Digital Clean Rooms
2. Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik – Abteilung: Relativistische
Modellierung
3. Leitungsbereich LS Bremen
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NF gem. DIN 277 = NUF 1-6 ca. 1.723m2; BGF ca. 2.602m2
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Planungsaufgabe: Das 1991 genehmigte, errichtete, sowie dreimal erweiterte
dreigeschossige
Gebäude Robert-Hooke-Str. 5 wurde in den letzten 30 Jahren vom „Deutschen
Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz“ genutzt. Das Gebäude wurde in Massivbauweise mit einer
Ziegelfassade errichtet, wobei das 2.OG hinter dem Kopfbau zurückgesetzt und mit einer
Fassade aus Zinkblech verkleidet wurde. Die Außenwände bestehen aus tragendem
Mauerwerk,
die Geschossdecken werden als horizontale Platten durch Stahlbeton-Innenstützen
unterstützt.
Tragende Innenwände sind nur im Bereich des Treppenhauses vorhanden.
Der Sanitärkern besteht aus massiven, nichttragenden Wänden. Der weitere Innenausbau
erfolgte im Trockenbau. Das Dach des 1. BA besteht aus einer flach geneigten,
gedämmten
Konstruktion mit einer Zinkblecheindeckung. Der Kopfbau besteht aus einem
Flachdach.
1994 erste Erweiterung in Form einer Aufstockung des Bürobereichs. 2001 Ergänzung
des Haupteingangs um eine offene, verglaste Eingangsüberdachung. 2008 Anbau einer
eingeschossigen, ca. zehn Meter hohen Explorationshalle als Werkhalle im rückwärtigen
Bereich des Grundstücks. Diese besteht aus einer Stahlkonstruktion mit
Metallsandwichelementen
und einem flach geneigten Dach.
Alle Oberflächen im Innenbereich des Gebäudes sind aufgrund der langen Nutzungszeit
zu erneuern und die technische Ausstattung auf den Stand der Technik zu ertüchtigen.
Die Anforderungen des baulichen Brandschutzes werden nicht mehr erfüllt. Hinzu
kommen
Umbaumaßnahmen für die Einrichtung von Laboren und Desk-Sharing-Arbeitsplätzen,
sowie
der barrierefreien Zugänglichkeit und Nutzung. Für die Umsetzung der neuen Grundrisse
sind Trockenbauwände zurückzubauen und zum Teil zu erneuern.
Nachhaltigkeit / energetische Sanierung der Gebäudehülle: In seiner 599.
Vorstandssitzung
hat der Vorstand beschlossen, dass DLR-Gebäude bis 2035 klimaneutral betrieben
werden
sollen. Des Weiteren sind auch Gebäude, die saniert werden, gemäß des
Bewertungssystems
Nachhaltiges Bauen (BNB) mit dem Qualitätsstandard „Silber“ zu zertifizieren. Der
Vorstand des DLR hatte jedoch den Kauf und die Sanierung des Gebäudes RHS5 in
seiner
597. Vorstandssitzung beschlossen - also zwei Sitzungen zuvor. Das vorliegende PJK
berücksichtigt daher keine energetische Sanierung nach GEG, da sich die Fassade und
das Dach noch in einem sehr guten und nicht sanierungsbedürftigen Zustand befinden
und demnach nicht verändert werden sollten. Daher sind die Kosten für eine
energetische
Ertüchtigung nicht im vorliegenden Kostenrahmen des PJK enthalten. Aufgrund der
Entscheidung
des Vorstands wird das Gebäude RHS5 nun auch energetisch saniert. Parallel zur
Planungsphase
der eigentlichen Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen, wird die sinnvolle
energetische
Ertüchtigung der Fassaden und das Dach, die Umsetzung einer PV-Anlage, sowie die
Sanierung
aller Haustechnik-Komponenten entsprechend den Erfordernissen, die aus der
Anwendung
des GEG und der BNB-Zertifizierung resultieren würden, geprüft. Für diese Prüfung
wurde bereits ein Fachplaner beauftragt. Eine erste bauphysikalische Bewertung ist
bereits erstellt worden. Wesentlich ist dabei jedoch, dass die Sanierung und
Inbetriebnahme
des Gebäudes RHS5 durch diese Maßnahmen nicht verzögert werden darf, da aufgrund
bereits
gekündigter Mietverträge anderer Liegenschaften die geplante Inbetriebnahme im Jahr
2029 erfolgen muss.
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Entwurfsplanung: 08/2026-04/2027,
Ausschreibung: ab Q1 2028, Ausführung: Q3 2028-Q4 2029
Start Gebäudebetrieb Q4 2029/ Abschluss Maßnahme Q1 2030
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Die Gesamtkosten gliedern sich in folgende Aufteilung: (Kostenrahmen netto)
KG 300: 963.712 €; KG 400: 816.880 € (KG410: 42.750,00 €
KG 420: 10.000 €, KG 430: 177.000 € KG 440: 224.800 €, KG 450: 250.000 €, KG 460:
50.000 €, KG 470: 13.000 €, KG 480: 30.000 €)
KG 490: 19.330,00 €, KG 500: 99.870 €; KG 600: 8.000 €
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Es ist beabsichtigt folgende Leistungen zu beauftragen:
Leistungen der TGA - ELT, ALG 4, 5, 6, 8; LPH 2-3, 5-8 gem §§ 53 ff. HOAI
Zunächst werden in der Stufe 1 die LPH 2+3 gem. § 53 HOAI beauftragt. Die LPH 5-8
werden stufenweise abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung besteht
nicht.
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