Sanierung / Umbau Büro- und Wirtschaftsgebäude am Standort Ilmwerk (ehem. Porzellanwerk) für Verwaltungszentrale + Trinkwassermeisterbereich in 98693 Ilmenau / Unterpörlitz
Der Wasser- und Abwasserverband Ilmenau ist der kommunale Aufgabenträger für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung im Bereich des südlichen Ilm-Kreises des westlichen Teil des Landkreis Saalfeld, sowie des Ortsteiles Schmiedefeld der Stadt Suhl. Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungseinrichtungen des Zweckverbandes werden als Eigenbetrieb nach § 36 ThürKGG i. V. m. § 1 ThürEBV geführt. Der Eigenbetrieb dient zur Erfüllung der Aufgaben des Verbandes. Am bestehenden Standort wurden dauerhaft erhöhte Radonkonzentrationen in Innenräumen gemessen, die deutlich über den geltenden Referenz- bzw. Grenzwerten liegen. Radon stellt ein anerkanntes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere durch das erhöhte Lungenkrebsrisiko bei langfristiger Exposition. Angesichts der nachgewiesenen Belastung besteht akuter Handlungsbedarf, um die Gesundheit der Beschäftigten nicht weiter zu gefährden und gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Die erforderlichen Sanierungen und Erweiterungen am Altstandort wären technisch komplex, kostenintensiv, nur eingeschränkt wirksam und würden den laufenden Betrieb über einen längeren Zeitraum massiv beeinträchtigen. Ein Ersatzbau an einem geeigneten, radonarmen Standort ist daher die nachhaltigste und zugleich dringend notwendige Lösung, um den Gesundheitsschutz sicherzustellen, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und ausreichend Kapazität für aktuelle sowie zukünftige Aufgaben zu schaffen Es ist Rahmen einer Verlegung des Standortes geplant, künftig die Verwaltung, die Meisterbereiche Trinkwasser und EMSR zusammzuführen. Im Vorfeld des geplanten VgV Verfahrens und der anschließenden Umsetzung wurden verschiedene Standorte geprüft. Im Ergebnis dieser Prüfung wurde durch den Wasser- und Abwasserverband eine Entscheidung für den Standort am Ilmwerk (ehemals Porzellanwerk) in lmenau entschieden und einige Grundstücke mit Gebäuden erworben (Gesamtfläche: ca. 9.536 m2, davon bebaut: ca. 1.840 m2, Freifläche: ca. 7.696 m2). Ziel ist die Schaffung moderner, energieeffizienter und zukunftsfähiger Verwaltungs- und Betriebsgebäudes für die 70 bis 90 Mitarbeiter, das die Anforderungen an Funktionalität, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen (Gebäude 1, BGF 4.368 m2; Gebäude 2, BGF 174 m2; Gebäude 3, BGF 1.329 m2). Die ausgeschriebenen Planungsleistungen sollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage schaffen, ob am Standort des Ilmwerkes ein Umbau vorhandener Strukturen oder ein Teilneubau die wirtschaftlich und echnisch bessere Lösung darstellt. Durch den Planer / die Arbeitsgemeinschaft sind sämtliche vertraglich geschuldeten Planungsleistungen bis einschließlich der Leistungsphase 3 (HOAI 2021) spätestens innerhalb von 120 Kalendertagen nach Zuschlagserteilung vollständig, prüffähig und abgestimmt mit allen Fachplanungen vorzulegen. Durch den Auftraggeber wurde folgender Kostenrahmen ermittelt: Anrechenbare Kosten (KG 300 + 400): ca. 6,500 Mio. EUR brutto davon KG 300: ca. 4,804 Mio. EUR brutto KG 400: ca. 1,696 Mio. EUR brutto davon KG 410: 0,170 Mio. EUR KG 420: 0,339 Mio. EUR KG 430: 0,119 Mio. EUR KG 440: 0,712 Mio. EUR KG 450: 0,238 Mio. EUR KG 460: 0,118 Mio. EUR Anrechenbare Kosten KG 500: ca. 0,360 Mio. EUR brutto
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