Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, SEFM, Hochbauservice plant den Abbruch und
Neubau eines Umkleidegebäudes auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld, Onkel-Tom-Str. 40,
14169 Berlin. Die Baustelle befindet sich am nordwestlichen Ende des Sportfeldes und
grenzt an die Zinnowwald-Schule.
Das eingeschossige, schadstoffbelastete Bestandsgebäude wird zurückgebaut und es
entsteht ein zweigeschossiger Neubau der Gebäudeklasse 3 auf ca. 800m² BGF in
nachhaltiger Bauweise (Modulbauweise, Verwendung überwiegend nachhaltiger
Baustoffe). Die Ausführung des Flachdachs als Gründach ist möglich.
Der Neubau muss in Abhängigkeit vom Energieerzeuger ggf. die Mindestanforderungen
nach GEG an die thermische Gebäudehülle übertreffen. Durch den TGA-Planer sind die
Varianten wie nachfolgend zu untersuchen:
Die Warmwasserbereitung (Trinkwasser- und Heizwärmebedarf) soll vorzugsweise über
regenerative Energieträger erfolgen. Hierzu wird von der Fachplanung TGA eine
Variantenuntersuchung zwischen Luft-Wasser-Wärmepumpe mit und ohne
Unterstützung durch PV, Solarthermie bzw. PVT sowie die ausschließlich saisonale
Nutzung (April bis Oktober) des Gebäudes untersucht werden.
Durch die Nutzungsart wird von einem hohen Warmwasserverbrauch ausgegangen. Die
Beheizung soll überwiegend über Flächenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen
hergestellt werden. Für die Dusch- und Umkleidebereiche soll eine Lüftungsanlage
vorgesehen werden. Flächen für die Energieerzeugung sollen dem Gebäude
gegenüberliegend zwischen zwei Sportfeldern auf einer mit zu errichtenden
Tribünenüberdachung angeordnet werden, sofern die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Die
regenerativen Erträge sind dann im Energieausweis entsprechend zu berücksichtigen.
Planungsziel ist es, ein integratives Gesamtkonzept aus baukonstruktiven
Planungsinhalten (Nachhaltigkeit und Rezyklierbarkeit der Baukonstruktion, des Ausbaus
und der Fassade, Glasflächenanteil, außen liegende Sonnenschutzkonstruktionen,
Ausrichtung des Gebäudes in Bezug auf die Sonneneinstrahlung, Lüftungsmöglichkeiten,
…) und Fachplanungsinhalten der technischen Ausrüstung (Lüftungstechnik,
Raumluftkonditionierung, Elektrotechnik und Steuerung, Heizungstechnik mit
regenerativen Energieträgern, …) zu erhalten. Technische Anlagen und Baukonstruktion
werden so optimal aufeinander abgestimmt. Die Belange des Naturschutzes sind zu berücksichtigen. Der Auftragnehmer hat im Leistungsbild Tragwerksplanung sämtliche Grundleistungen
der HOAI zu erbringen. Grundlage der Planungen ist die Ausführung eines modularen
Holzbaus mit Tragwerksteilen im konstruktiven Holzbau. Geplant ist ein hoher
Vorfertigungsgrad, um die Bauzeit auf dem Baufeld möglichst kurz zu halten.
Als Schwerpunkte in der Tragwerksplanung werden AG-seitig die Erfüllung der
Anforderungen an den Brandschutz in Zusammenarbeit mit dem beauftragten
Brandschutzplaner sowie die Planung der offenen Verkehrsflächen im 1. OG
(Laubengang) sowie die Einbindung der Treppen im konstruktiven Holzbau angesehen.
Die optional vorgesehen besonderen Leistungen betreffen die Heißbemessung sowie die
Mitbearbeitung der Anschlussstatik.
Lose (1)
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