Transport und Verwertung bzw. Entsorgung von stark kontaminiertem Schlamm aus einer Wasserbehandlungsanlage
Die MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH betreibt am Standort der ehemaligen Rohhütte Helbra eine Wasserbehandlungsanlage (Neutralisationsanlage „Neutra Neu“), in der Sickerwässer und Oberflächenwässer aus dem Bereich des Rohhüttenstandortes Helbra behandelt werden.
In der Anlage wird zur Abtrennung der Schwermetalle eine Kalkfällung mit anschließender Sedimentationsstufe, Eindickung und Entwässerung betrieben. Als wesentlicher Behandlungsparameter ist Zink zu benennen.
Gegenstand der Leistung ist der Transport und die Verwertung bzw. Entsorgung von ca. 310 t/Jahr entwässertem, hoch kontaminiertem Kalkschlamm aus der Wasserbehandlungsanlage (Abfallschlüsselnummer 19 13 05*) einschließlich der zugehörigen Nebenleistungen, insbesondere Wägung, Nachweisführung und erforderlicher Transportleistungen.
Der Auftrag umfasst eine Abrufleistung für den Zeitraum 08/2026 bis 07/2028. Die Abfuhr hat grundsätzlich innerhalb von 5 Werktagen nach Abruf während der Öffnungszeiten der Betriebsstätte zu erfolgen. Der Turnus ist abhängig vom tatsächlichen Schlamm- und Niederschlagsanfall; eine Mindestabnahmemenge wird nicht zugesichert.
Für den Transport sind die in der Leistungsbeschreibung beschriebenen Container- und Abholszenarien zu berücksichtigen. Die Container werden durch den Auftraggeber bereitgestellt. Der Auftragnehmer hat die Leistung so zu organisieren, dass ein unterbrechungsfreier Anlagenbetrieb gewährleistet bleibt.
Eine Verwertung ist der Beseitigung vorzuziehen. Im Falle einer vorgesehenen Deponierung ist die Unverwertbarkeit nach Maßgabe der Vergabeunterlagen nachzuweisen.