Inhalt des Auftrags ist die Einrichtung und der Betrieb eines Rote-Liste-Zentrums mit den begleitenden Gremien "Steuerungsgruppe" und "Rote-Liste-Beirat". Das Rote-Liste-Zentrum soll an erster Stelle dazu dienen, die Zukunft Roter Listen durch bedarfsgerechte fachliche, logistische und finanzielle Unterstützung der Expertenkreise zu sichern. Die Tätigkeit der Koordinatorinnen und Koordinatoren wird dabei angemessen honoriert. Die ehrenamtlich tätigen Fachleute werden beraten und fachlich begleitet, finanzielle Mittel für Vorbereitung, Begleitung und Abwicklung von Unterstützungsvereinbarungen werden bereitgestellt, die Qualität der Roten Listen wird während ihres Erstellungsprozesses qualitätsgesichert und die Roten Listen werden redaktionell bis zur Druckreife vorbereitet. Die fachlich neutrale auftragnehmende Seite stellt für diese Aufgaben das Personal zur Verfügung und übernimmt das Personal- und Finanzmanagement sowohl für den Betrieb des Rote-Liste-Zentrums als auch für die eigenverantwortliche Betreuung und Abwicklung der Unterstützungs- und Koordinationsvereinbarungen mit den Rote-Liste-Fachleuten.
Da die Roten Liste für insgesamt ca. 60 Artengruppen von Tieren, Pflanzen und Pilzen zeitlich versetzt vorbereitet und erstellt werden, ist zu jedem Zeitpunkt mit etwa 20 bis 35 Verträgen zu rechnen, die fachlich zu betreuen und zu verwalten sind. Pro Kalenderjahr sind für Unterstützungsleistungen insgesamt bis zu 1,095 Millionen Euro inkl. Sach- und Nebenkosten sowie ggf. anfallender Umsatzsteuer vorgesehen. Neben den Koordinationsleistungen geht es um Unterstützungsvereinbarungen für folgende Aufgabenbereiche mit Rote-Liste- Bezug: Datenerfassung; Datenzusammenstellung und -aufbereitung; Erarbeitung und Aktualisierung taxonomischer Checklisten; methodische Voruntersuchungen; Kommunikation (v.a. Arbeitsgruppen-Treffen); wissenschaftliche Qualifikation bzw. Nachwuchsförderung.
Die Aufgaben des Rote-Liste-Zentrums sind in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz wahrzunehmen. Der zentrumsinternen Kommunikation, aber auch dem kontinuierlichen Austausch mit dem Bundesamt für Naturschutz und den zu betreuenden Rote-Liste-Fachleuten kommt eine besondere Bedeutung zu.
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