Aufgrund der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstand zwischen
Gablenberg, Gaisburg und Berg mit „Ostheim“ eine neue Siedlung. Der „Verein zum
Wohl der arbeitenden Klasse“, setzte sich unter anderem für die Wohnungsfürsorge
einer rasch wachsenden Bevölkerung ein, was zum Bau von über 380 „Arbeitervillen“
im Stuttgarter Osten führte. Bis heute ist ein Großteil dieser Siedlung rund um den
Eduard Pfeiffer Platz erhalten geblieben und steht unter Denkmalschutz. Mit dem
Ostendplatz beherbergt Ostheim auch das Stadtteilzentrum, wo sich der Wochenmarkt,
zahlreiche Nahversorgungsmöglichkeiten, Gewerbeeinrichtungen, das Bürgerzentrum,
die Stadtteilbibliothek sowie das Leo-Vetter-Bad befinden. Der Stadtbezirk Stuttgart Ost
bietet ein abwechslungsreiches Stadtbild. Stadtteile mit dörflichem Charakter reihen sich
an planmäßig angelegte Arbeitersiedlungen und weitläufige Industrieflächen Richtung
Neckartal. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) planen die Umgestaltung und
Verbesserung des Ostendareals, im Bereich zwischen Landhaus-, Ostend- und
Schönbühlstraße bis zum Leo-Vetter-Bad. Der Abschluss der Quartiersentwicklung soll
mit der Bebauung der beiden letzten Baufelder und der Neugestaltung der dazu
gehörenden Freiflächen vollzogen werden. Im März 2022 sind die Vorbereitungen für
den Architekturwettbewerb gestartet, in dem die beste Lösung für das Areal gefunden
werden soll. Eine wichtige Grundlage für die Auslobung waren die Ergebnisse der
Bürgerbeteiligung vom Juni 2022, in welcher die Anlieger zahlreiche Ideen und
Wünsche eingebracht haben. Seit August 2022 sind die Auslobungsunterlagen
vollständig erstellt. Im September startete das Auslobungsverfahren. Die 30 Mitglieder
starke Jury begutachtete in ihrer ersten Sitzung am 22. Februar 2023 15 anonym
eingereichte Architekturentwürfe. Die drei besten Entwürfe wurden ausgewählt und
deren Planer anonym aufgefordert, konkrete Aspekte ihrer eingereichten Vorschläge zu
überarbeiten. Am 15. Juni 2023 tagte die Jury zum zweiten Mal. Sie diskutierte in dieser
Sitzung die drei überarbeiten Entwürfe und kürte den Entwurf des Architekturbüros Fink
+ Jocher zum Sieger. Dieser Entwurf wird Grundlage eines neuen Bebauungsplans
sowie Grundlage für die nachfolgende bauliche Realisierung des SSB-Ostendareals.
Weitere Informationen unter: https://www.ssbag.
de/unternehmen/projekte/architekturwettbewerbe/architekturwettbewerbentwicklung-
ostendareal/
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