Öffentliche Ausschreibung

Generalunternehmer, Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik

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Auftraggeber

Bezirk Oberbayern

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Beschreibung

Ein ehemaliges Krankenhaus, Wirtschaftsgebäude und Altenheim werden saniert und umgebaut zum ZeMuLi – dem Zentrum für Volksmusik, Literatur und Popularmusik. Den Nukleus der Anlage bildete das Krankenhaus, das 1913 mit einem Altersheim und einem Nebengebäude in nahezu freier Landschaft errichtet wurde. Das Ensemble wurde mehrfach umstrukturiert und erweitert. Das Ensemble wurde 2017 vom Bezirk Oberbayern erworben und wird nun im Zuge der anstehenden Generalsanierung zu einem Bildungs- und Kulturzentrum umgestaltet. Das Ensemble besteht aus den Bauteilen A (Volksmusikarchiv), B und C (ehemals Altenheim) und D (zuletzt Moschee). Im Zuge der Maßnahme wird zusätzlich ein Carport mit Müllstation errichtet und eine Garage zu einem Technikgebäude umgebaut. Der Umbau erfolgt in zwei Bauabschnitten. Bauabschnitt 1 umfasst den Umbau und die Generalsanierung der Bauteile Bauteil B, C, D, und dem Technikgebäude, den Neubau des Carports sowie die Herstellung der Freianlagen. In den Bauteilen von Bauabschnitt 1 findet im Vorfeld der Ausschreibung eine Schadstoffsanierung und Entkernung statt. In Bauabschnitt 2 wird Bauteil A saniert, der wie die Freianlagen separat ausgeschrieben wird. Das Bauteil B besteht aus 3 Geschossen und 2 Dachgeschossen: UG, EG, 1 OG, DG 1 und DG 2. Das Bauteil C besteht aus 2 Geschossen und 1 Dachgeschoss: EG, 1 OG, DG 1 Das Bauteil D besteht aus EG und Dachgeschoss. Wenngleich die gestalterischen Qualitäten der Ursprungsbauten aufgrund der gelaufenen Umbauten Großteils verloren gingen, wird an dem in sich stimmigen Städtebau und dem tradierten äußeren Erscheinungsbild von verputzten Mauerwerksbauten und ziegelgedeckten Walmdächern generell festgehalten. Die in die Jahre gekommenen Bauteile erfahren mit der Umnutzung jedoch eine gestalterische und funktionelle Neuformatierung. Es soll die Erinnerung an den Ort bewahrt und gleichzeitig ein neuer architektonischer Auftritt für das Ensembles geschaffen werden. Es wird ein modernes, offenes Erscheinungsbild angestrebt, das die Tradition des Ortes fortschreibt und in die oberbayerische Kulturlandschaft einen positiven Impuls sendet. Der massiven Bauweise, der Putzoptik, den Holzfenstern und der Dachlandschaft kommen dabei eine besondere Bedeutung zu. Alle Bauteile erhalten gemäß den Anforderungen der Nachhaltigkeit und der Energieeinsparung eine hocheffiziente Gebäudehülle in Putzoptik, dessen Oberflächen teils glatt, teils rau ausgeführt werden. Die Walmdächer werden ins Projekt übernommen und die sonnenzugewandten Seiten der Bauteile B und C mit Solardachziegeln ausgestattet. Im Innenbereich kommen ausschließlich natürliche, ökologisch nachhaltige Produkte zur Anwendung, die durch ihre haptischen Qualitäten überzeugen.

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