Die Gießener Kongresshalle wurde nach einem Entwurf des schwedischen Architekten Sven Markelius in den Jahren 1962-64 gebaut. Der Bestand wurde seither gut gepflegt und in Teilen umgebaut, entspricht aber strukturell nicht mehr den Anforderungen eines modernen Kongressbetriebs. Im Rahmen eines nicht offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbs im Jahr 2018 wurde ein Lösungsvorschlag für die Neustrukturierung der Kongresshalle sowie den daraus folgenden Umbau und einer baulichen Erweiterung gefunden. Aktuell befindet sich das Projekt im zweiten von derzeit elf geplanten Bauabschnitten. Seit 2023 sind die Bauarbeiten unterbrochen, da bei den Grabungsarbeiten zur Foyererweiterung Fundamente der historischen Synagoge gefunden wurden. Das daraufhin erarbeitete Konzept zur Errichtung eines Gedenkortes und das Ausscheiden der bislang planenden Architekten erfordern die Neubewertung und Anpassung der bestehenden Planung sowie auch eine teilweise Neuaufstellung des Projektteams. Ausgeschrieben sind die Leistungen der Projektsteuerung nach AHO Nr.9 mit den Projektstufen 1-5 in den Handlungsbereichen A teilweise, C teilweise, D, und E teilweise mit Einstufung in Honorarzone IV. Die Baukosten sind budgetiert mit ca. 8.820.000 EUR (brutto, KG300+400); die vorläufig anrechenbaren Baukosten der KG200-700 (ohne 710 und 760) betragen 9.240.000 Euro (netto) für die Bauabschnitte 3-11. Angesprochen sind Projektsteuerer mit Erfahrung in der Organisation von Bauvorhaben im laufenden Betrieb und mehreren Bauabschnitten, einer ausgeprägten Fähigkeit zur Koordination von komplexen Prozessen und einer nachgewiesenen Kompetenz für Belange des Denkmalschutzes.
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