Straßenbauaufträge kommen von der Autobahn GmbH, den Landesbetrieben Straßenbau und den Kommunen. Ausgeschrieben werden Neubau und Ausbau von Straßen, Erd- und Oberbauarbeiten, Entwässerung sowie Rad- und Gehwege. Für Bauunternehmen bedeuten diese Vergaben umfangreiche Lose mit oft mehrjährigem Auftragsvolumen.
Öffentliche Auftraggeber, die zuletzt am häufigsten Straßenbau-Vergaben veröffentlicht haben.
Herstellung neuer Trassen und Verbreiterung bestehender Straßen einschließlich Oberbau.
Erdbewegung, Frostschutz- und Tragschichten als Grundlage der Fahrbahn.
Bau von Rinnen, Schächten und Kanälen zur Ableitung des Oberflächenwassers.
Anlage und Sanierung von Geh- und Radwegen einschließlich Querungshilfen.
Der Straßenbau umfasst den Neubau, Ausbau und die Erneuerung von Verkehrswegen mit allen Schichten des Oberbaus, dazu Erdarbeiten, Entwässerung, Bordsteine, Pflaster, Markierung, Beschilderung und Schutzeinrichtungen. Auftraggeber sind die Kommunen für Gemeinde- und Kreisstraßen, die Landesbetriebe und Landesstraßenbauverwaltungen für Landes- und Bundesstraßen sowie die Autobahn GmbH des Bundes für die Autobahnen. Umfangreiche Projekte werden in Lose nach Bauabschnitten und Gewerken gegliedert, etwa Erdbau, Kanalbau und Fahrbahnbefestigung. Die Vergabe erfolgt je nach Auftragswert als öffentliche oder beschränkte Ausschreibung, oberhalb der EU-Schwellenwerte im offenen Verfahren. Nach der Bekanntmachung kalkulieren die Bieter auf Basis eines detaillierten Leistungsverzeichnisses mit Massen und Bodenklassen, danach folgen Angebotsprüfung, Wertung und der Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot.
Straßenbauarbeiten werden als Bauleistung nach der VOB/A vergeben, technisch gelten die ATV der VOB/C für Erd- und Verkehrswegebauarbeiten. Maßgeblich sind die Technischen Regelwerke der FGSV, darunter die RStO für die Dimensionierung des Oberbaus sowie die ZTV und TL für Baustoffe und Ausführung. Auftraggeber verlangen die entsprechenden Güte- und Eignungsnachweise für Baustoffe und Verdichtung. Ihre Eignung belegen Unternehmen über die PQ-VOB-Präqualifikation oder Einzelnachweise mit Referenzen vergleichbarer Straßenbaumaßnahmen, Angaben zum Maschinenpark, zum Fachpersonal und zur Betriebshaftpflicht. Für Arbeiten unter Verkehr werden Qualifikationen zur Verkehrssicherung nach den einschlägigen Richtlinien gefordert. Der Zuschlag richtet sich überwiegend nach dem Preis, bei komplexen Vorhaben unter laufendem Verkehr zusätzlich nach dem Bauablauf- und Verkehrsführungskonzept.
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Zentral ist die Autobahn GmbH des Bundes für das Autobahnnetz, ergänzt durch die Landesbetriebe Straßenbau für Bundes- und Landesstraßen. Auf kommunaler Ebene vergeben Städte und Landkreise Straßenbau über ihre Tiefbauämter.
Größere Vorhaben werden in Fach- und Teillose zerlegt, etwa Erdbau, Oberbau, Entwässerung und Markierung. Die losweise Vergabe ist im Vergaberecht vorgesehen, damit sich auch mittelständische Betriebe beteiligen können.
Üblich sind Referenzen vergleichbarer Verkehrsanlagen, Angaben zu Geräteausstattung und Personal sowie die Präqualifikation nach PQ-VOB. Bei Bundesmaßnahmen kommen Nachweise zu qualifiziertem Fachpersonal und zu Umweltauflagen hinzu.
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