Frist abgelaufen

2025-0557 Deichsanierung Homberg - Leistungen zu den Fachgebieten Geotechnik, Umwelt und Bodenschutz

Das Projektgebiet der "Deichsanierung Homberg" (DS Homberg) befindet sich linksrheinisch zwi-schen Rhein-km 781,00 (südliches Ende) und Rhein-km 784,2 (nördliches Ende). Er wird am südlichen Ende durch den "Rheinpreußenhafen" begrenzt und schließt im Norden etwa in Höhe des "Gerdtwegs" an einen Hochuferbereich an, der in der Zuständigkeit des Deichverbands Friemersheim liegt. Die Gesamtlänge des Projekts beträgt ca. 2,74 km. Für die DS Homberg liegt bereits seit dem Jahr 2024 ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss vor. Unmittelbar nach Erlangung der Rechtskraft wurde in einem Teilbereich bereits im Jahr 2024 eine Teil-sanierung zur Reduzierung der gravierendsten Standsicherheitsdefizite baulich umgesetzt (1. Bauabschnitt, BA1). Die Leistungen für die Objektplanung und die örtliche Bauüberwachung wurden bereits für alle Leistungsphasen vergeben. Ebenso beauftragt wurden die Leistungen für die prüfgutachterlichen Tätigkeiten des Sachverständigen für Erd- und Grundbau. Sämtliche anderen Leistungen wurden hingegen nur bis zur Planfeststellung bzw. bis zum Abschluss des BA 1 vergeben und werden neu ausgeschrieben. Die hier vorliegende Ausschreibung umfasst die Leistungen im Fachgebiet Geotechnik inkl. Altlasten / Umwelt, die im Zuge der noch ausstehenden Planungs- und Bauaufgaben zu erbringen sind. Dar-über hinaus sind die Leistungen zur Bodenkunde (insbes. Bodenschutzkonzept (BSK) und Boden-kundliche Baubegleitung (BBB)) Bestandteil der hier vorliegenden Ausschreibung. Übergeordnetes Projektziel ist die Sanierung der vorhandenen Hochwasserschutzanlagen entspre-chend den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Ziel der hier ausgeschriebenen Leistungen ist die Ermöglichung einer entsprechenden Planung inkl. einer VOB-konformen Ausschreibung sowie einer möglichst reibungslosen Bauausführung. Grundsätzlich sei angemerkt, dass nach jetzigem Sachstand davon ausgegangen wird, dass Änderungen an der derzeit planfestgestellten Lösung erforderlich werden (siehe hierzu auch Anlage 5026). Die hier ausgeschriebenen Leistungen beziehen sich auf die jeweils aktuell geplante Lösung.

Zeitplan

Veröffentlichung
19.08.25
Fragenfrist
15.09.25
Teilnahmefrist
23.09.25
Vertragsbeginn
01.03.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Duisburg, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
t.schwend@wb-duisburg.de
Telefon
+492032834390
Website
https://www.wb-duisburg.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung - Der Bewerber hat je nach den Rechtsvorschriften des Staates, in dem Sie niedergelassen ist, entweder die Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister dieses Staates oder auf andere Weise die erlaubte Berufsausübung nachzuweisen (§ 44 Abs. 1 VgV). - Nachweis

    • Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 1
    • Sofern das Angebot in die engere Wahl kommt, ist diese durch den Nachweis der Eintragung in
    • das Berufs- oder Handelsregister oder einen anderen Nachweis der Erlaubnis zur Berufsausübung (z.B. Gewerbeanmeldung) zu ersetzen.
  • Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit - - Eigenerklärung "Durchschnittlicher Jahresumsatz (Gesamtumsatz)" (Ausschlusskriterium) Der Bewerber hat nachzuweisen, dass er bezogen auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre insgesamt einen durchschnittlichen Mindestjahresumsatz (gemittelt über die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre) in Höhe von 1.500.000,00 Euro (netto) erzielt hat (§ 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 VgV i. V. m. § 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV). Hinweis

    • Bei einer Bewerbergemeinschaft können die Umsatzzahlen addiert werden. Bei Un-
    • terauftragnehmern (Eignungsleihe) erfolgt eine Addition der Umsätze nur nach Vorlage ent-
    • sprechender Verpflichtungserklärungen der Unterauftragnehmer gemäß Formblatt 3006,
    • "Verpflichtungserklärung Eignungsleihe".
    • - Nachweis: Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 2
    • - Eigenerklärung "Durchschnittlicher Jahresumsatz (für Leistungen im Tätigkeitsbereich des
    • Auftrags)" (Ausschlusskriterium)
    • Der Bewerber hat nachzuweisen, dass sie in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags, bezogen auf
    • die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, durchschnittlich folgende Mindestjahres-
    • umsätze (gemittelt über die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre) erzielt hat (§ 45
    • Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 VgV i. V. m. § 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV):
    • Beratungsleistungen Geotechnik für
    • Hochwasserschutzanlagen, Staudämme,
    • Uferwände und vergleichbare Bauwerke: 50.000,00 Euro (netto)
    • - Nachweis: Formblatt 3002, Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 3.1
    • - Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV i. V. m. § 45 Abs. 4
    • Nr. 2 VgV ) (Ausschlusskriterium)
    • Der Bewerber hat nachzuweisen, dass im Auftragsfall durch eine Haftpflichtversicherung eine
    • Deckungssumme für Personenschäden in Höhe von (mindestens) 5,00 Mio Euro (brutto) und
    • für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) in Höhe von (mindestens) 3,00 Mio
    • Euro (brutto) gegeben ist. Es ist ferner der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der
    • Ersatzleistungen mindestens das Zweifache der Versicherungssummen beträgt, d.h. die
    • Versicherung muss bestätigen, dass für den Fall, dass bei dem Bewerber mehrere
    • Versicherungsfälle in einem Jahr eintreten (z.B. aus Verträgen mit anderen Auftraggebern),
    • die Obergrenze für die Zahlungsverpflichtung der Versicherung bei mindestens dem
    • Zweifachen der obenstehenden Versicherungssummen liegt.
    • - Nachweis: Dies ist durch die Kopie der Versicherungspolice oder Bestätigung der
    • Versicherungsgesellschaft, dass für den Fall der Auftragserteilung eine sol-
    • che abgeschlossen wird, nachzuweisen (vgl. Formblatt 3002 "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 4.1). Falls der Nachweis durch Vorlage einer Bestätigung
    • der Versicherungsgesellschaft, dass für den Fall der Auftragserteilung die
    • geforderte Versicherung abgeschlossen wird, erfolgt, behält sich die AG vor,
    • im Falle der Erteilung des Auftrags, eine Kopie der Versicherungspolice
    • nachzufordern.
  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit - - Eigenerklärung zur durchschnittlichen Beschäftigtenanzahl und Zahl der Führungskräfte (Ausschlusskriterium) Der Bewerber hat eine Erklärung abzugeben, aus der die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Bewerbers und die Zahl der Führungskräfte des Bewerbers ersichtlich ist (§ 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV). Mindestanforderung ist, dass der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft (inklusive Inhaber/Geschäftsführer) innerhalb der letzten drei Jahre durchschnittlich mindestens 12 Beschäftigte beschäftigt hat, wobei die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von 10 Beschäftigten in jedem der letzten drei Jahre erreicht sein muss. ? Nachweis

    • Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 5
    • - Eigenerklärung zu technischen Fachkräfte/Stellen (Ausschlusskriterium)
    • Der Bewerber hat die technischen Fachkräfte oder technischen Stellen, die im
    • Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, anzugeben (§ 46 Abs.
    • 3 Nr. 2 VgV).
    • Mindestanforderung ist, dass der Bewerber mindestens 4 technische Fachkräfte mit der
    • Berufsbezeichnung Dipl.-Ing./ Dipl.-Ing. (FH)/ Dipl.-Ing. (BA)/ M. Sc. /M. Eng. oder
    • vergleichbar benennt und erklärt, dass die für die zu bearbeitenden Teilaufgaben
    • (Geotechnischer Bericht Deich, Geotechnischer Bericht Schlitzwand, Bodenschutzkonzept,
    • Altlasten-/ umweltrechtliche Fachbauleitung) namentlich aufgeführten Personen die
    • geforderte Kompetenz aufweisen (siehe Leistungsbeschreibung: FB 2002, Kap. 0.2), für die
    • Zeit der Leistungserbringung zur Verfügung stehen und eingesetzt werden sollen.
    • Mehrfachfunktionen sind möglich.
    • Von den zu nennenden Fachkräften muss/müssen der/die "Sachverständige/n Geotechnik"
    • auf den jeweils zu bearbeitenden Teilgebieten der Geotechnik (hier: Fachgebiet Deichbau,
    • Fachgebiet Dichtwandbau) über vertiefte Erfahrungen verfügen, um Projekte der
    • Geotechnischen Kategorie 3 gem. EC 7 / DIN 4020 bearbeiten zu dürfen. Der / die
    • "Sachverständige Altlasten" muss seine fachliche Kompetenz im Sinne von § 18 Bundes-
    • Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und § 17 Landesbodenschutzgesetz NRW (LBodSchG)
    • nachweisen können. Der/die "Sachverständige Bodenschutz" muss nachweisen können, dass
    • sie/er über die "notwendigen Fachkenntnisse für den baubegleitenden Bodenschutz" gem.
    • DIN 19639, Anhang C verfügt.
    • ? Nachweis: Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 6
    • - Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufs-
    • ausübung für die Führungskräfte (Ausschlusskriterium)
    • Der Bewerber hat Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die
    • Erlaubnis zur Berufsausübung für die Führungskräfte des Bewerbers vorzulegen.
    • Mindestanforderung ist hierbei, dass der Bewerber durch Vorlage von Bescheinigungen
    • nachweist, dass folgende Führungskräfte berechtigt sind, die Berufsbezeichung Dipl.-Ing./
    • Dipl.-Ing. (FH)/ Dipl.-Ing. (BA)/ M. Sc. /M. Eng. oder vergleichbar zu führen (§§ 46 Abs. 3 Nr.
    • 6, 75 Abs. 1, 2 VgV).
    • - Projektleiter
    • - stellvertretender Projektleiter
    • ? Nachweis: Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 7
    • - Referenzen von vergleichbaren Leistungen (Ausschlusskriterium)
    • Der Bewerber hat geeignete Referenzen über früher ausgeführte Aufträge mit Angabe der
    • erbrachten Leistungen, des Auftragswertes, des Leistungszeitraum sowie des Empfängers
    • der Leistung (Auftraggeber) inkl. eines Ansprechpartners mit Telefonnummer, E-Mail-
    • Adresse und Funktionsbezeichnung und sonstiger Angaben, zur Überprüfung der
    • Vergleichbarkeit vorzulegen.
    • Geeignete Referenzen sind vorzulegen für die folgenden Aufgabenbereiche:
    • a. Geotechnischer Bericht für Deiche
    • b. Geotechnischer Bericht für Dichtwand in Schlitzwandbauweise
    • c. Bodenschutzkonzept
    • d. Altlasten- / umweltrechtliche Fachbauleitung
    • e. Geotechnische Fachbauleitung für Deich- oder Dammbau
    • Mindestanforderung ist hierbei, dass für die unter a. bis e. genannten Leistungsteile jeweils
    • mindestens 1 Referenz vorgelegt wird, deren Anforderungen mit denen der zu vergebenden
    • Leistungen vergleichbar sind, also diesem nach Art und Umfang/ Größe nachkommen (§§ 46
    • Abs. 3 Nr. 1 Hs. 1, 75 Abs. 5 S. 2 VgV). Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der mit
    • der gegenständlichen Leistung vergleichbaren Referenzprojekte unter den nachstehend
    • genannten Kriterien auch einschlägige Leistungen aus den letzten 8 Jahren berücksichtigt.
    • Eine Pflicht zur Vorlage von Referenzen, die länger als 3 Jahre zurückliegen, wird hiermit
    • jedoch nicht begründet.
    • Die Leistungen bzw. Aufträge sind jedenfalls vergleichbar, wenn es sich bezogen auf die ein-
    • zelnen Leistungsteile a) bis e) um Leistungen
    • a. der Erstellung eines Geotechnischen Berichts gem. DIN 4020 für eine Deichsanie-
    • rung oder einen Deichneubau von Deichen der Klasse 1 gem. DIN 19712, b. der Erstellung eines Geotechnischen Berichts gem. DIN 4020 für den Bau einer
    • Dichtwand in Schlitzwandbauweise bzw. der den Bau einer Dichtwand in Schlitz-
    • wandbauweise inkludiert hat,
    • c. der Erstellung eines Bodenschutzkonzepts für eine Infrastrukturmaßnahme,
    • d. einer altlasten-/ umweltrechtlichen Fachbauleitung mit großen Erdmassen
    • (? 2.000 m3),
    • e. der Geotechnischen Fachbauleitung inkl. Durchführung der Fremdüberwa-
    • chungsversuche bei Deichen der Klasse 1 gem. DIN 19712 oder vergleichbaren
    • Erdbauwerken
    • handelt.
    • Hinweise:
    • - Eine Referenz kann auch die Anforderungen mehrerer Leistungsteile erfüllen und ent-
    • sprechend angegeben/verwendet werden. Nur die mehrfache Verwendung der glei-
    • chen Referenz innerhalb eines Leistungsteils ist nicht zulässig.
    • - Die in die Wertung eingehenden Referenzen sind je Leistungsteil a) bis e) auf maximal
    • 3 Referenzen beschränkt.
    • ? Nachweis: Formblatt 3002, "Eigenerklärung zur Eignung", Ziff. 8 und Formblatt 3002a,
    • "Eigenerklärung zur Eignung/Zusatz Referenzen"
    • - Ausstattung, Geräte und technische Ausrüstung, über die das Unternehmen für die Aus-
    • führung des Auftrags verfügt (Ausschlusskriter...
  • siehe Vergabebedingungen

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