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3626S32273 - Ionisierende Strahlung und ihre Auswirkungen auf Neurodegeneration: Analyse der zellulären Proteinfehlfaltung und Proteinabbauwege

Auftraggeber
Veröffentlicht
02.07.2026
Angebotsfrist
11.08.2026
Ionisierende Strahlung und ihre Auswirkungen auf Neurodegeneration: Analyse der zellulären Proteinfehlfaltung und Proteinabbauwege Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson sind gemeinhin als alterungsbedingte Krankheiten bekannt, mit weltweit deutlich wachsenden Inzidenzen. Mehrere aktuelle epidemiologische Metastudien weisen nun auf ein zusätzlich erhöhtes Demenzrisiko nach niedrigen akuten oder chronischen Dosen ionisierender Strahlung hin. Die biologischen Grundlagen für die langfristige Entstehung neurodegenerativer Krankheiten durch Strahlung sind dabei noch weitgehend ungeklärt. Vermehrte Ansammlungen denaturierter Proteine im zentralen Nervensystem gelten als zellulärer Indikator für Demenzerkrankungen, welche vermutlich über Jahrzehnte entstehen und schrittweise für das Absterben großer Zahlen an Neuronen im Gehirn verantwortlich gemacht werden. Ob und inwieweit ionisierende Strahlung auch zur vermehrten Denaturierung und möglicherweise Aggregation von Proteinen beitragen kann, soll auf zellbiologischer und molekularer Ebene in diesem Vorhaben untersucht werden. Dafür werden menschliche neuronale Zellen unterschiedlichen Dosen ionisierender Strahlung ausgesetzt, um Veränderungen in der Löslichkeit des gesamten Proteoms zu quantifizieren. Folglich werden krankheitsrelevante Proteinmutanten in den Zellen exprimiert, um den Einfluss ionisierender Strahlung auf den Aggregationsprozess zu analysieren. Darüber hinaus soll die Funktion der strahleninduzierbaren DNA-Reparatur- und Proteasom-Shuttelingfaktoren HR23A/B auf das Proteingleichgewicht und den -abbau massenspektrometrisch untersucht werden, mit einem Fokus auf Veränderungen des Gesamt-Proteoms nach Einwirkung ionisierender Strahlung in neuronalen Zelllinien, sowie in Knockout Zelllen von HR23A/B. Schließlich soll der Einfluss ionisierender Strahlung auf den Durchtritt von toxischen Protein-Oligomeren des Aβ-Peptides in einem Modell der Blut-Hirn-Schranke untersucht werden. Die Untersuchungsergebnisse tragen zu einem besseren grundlegenden Verständnis einer möglicherweise strahleninduzierten neuronalen Degeneration bei, sowie zu einer Verbesserung der Risikoabschätzung und zur Prävention.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
02.07.26
Fragenfrist
11.08.26
Abgabefrist
11.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
de-open
Erfüllungsort
Bonn, Deutschland
E-Mail
ticket@bescha.bund.de
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Telefon
0228 99 610 1234
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • Bewerber*innen zur Durchführung des Projekts verfügen über ein Studium mit Promotion der Biochemie, Biologie, Medizin, oder verwandten Bereichen, und über relevante berufliche und praktische Erfahrung in den Bereichen der Molekularbiologie, der humanen Zellkultur und der Herstellung von stabilen Zelllinien, insbesondere auch der Expression, Reinigung und Analyse fehlfaltender und aggregierender Proteine, der massenspektrometrischen Proteomanalyse, sowie in experimentellen Modellen der Blut-Hirn-Schranke. Die beschriebenen Erfahrungen sind insbesondere auch durch eine aussagekräftige Liste an wissenschaftlichen Veröffentlichungen nachzuweisen. Sie verfügen über für die geplanten, in der Leistungsbeschreibung detailliert beschriebenen Arbeiten notwendige Laborausstattung (Zellkulturlabor mit entsprechender Sicherheitsstufe, Ultrazentrifuge). Zur Exposition der Zellen gegenüber definierten Dosen ionischer Bestrahlung und den massenspektrometrischen Proteomanalysen steht die notwendige Ausrüstung und entsprechende Kompetenzen entweder direkt oder über zu nennende Projektpartner zur Verfügung.
    • Darüber hinaus sind die Fachkräfte und deren Ausbildung zu benennen, die zur Durchführung des Forschungsprojektes eingesetzt werden sollen. Die erforderlichen Labortätigkeiten setzen ein Studium der Biologie/Biochemie, der Medizin oder Ähnliches, idealerweise mit Promotion und praktischer Erfahrung in den beschriebenen Bereichen voraus. Sofern der/die Bieter*innen zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist noch nicht alle für die Ausführung der Leistung vorgesehenen Fachkräfte benennen kann, hat er im Rahmen der Angebotserstellung er zu versichern, dass geeignete Fachkräfte zum Zwecke der Auftragsausführung angestellt werden, sowie Ausbildung und Berufserfahrung der einzusetzenden Fachkräfte zu beschreiben.
    • Alle in der Leistungsbeschreibung detaillierten Angaben zu wissenschaftlicher Expertise, zur Berufserfahrung und Ausbildung der/der Bewerber*innen sowie der (geplanten) durchführenden Fachkräfte, zur (notwendigen) Ausstattung des Labors und den einzusetzenden Zelllinien und Methoden, sowie zu Kooperationspartnern, sind im Rahmen der Angebotserstellung nachvollziehbar und glaubhaft zu beschreiben. Eine nach Relevanz zusammengestellte und sortierte wissenschaftliche Publikationsliste ist dem Angebot beizufügen, inklusive Angaben von Autoren, Titel, Journal, Publikationsjahr, und DOI.
    • ]

Zuschlagskriterien

  • siehe Bewertungsmatrix (Anlage zur Leistungsbeschreibung)

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