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Abbruch- und Rückbauarbeiten, HB4-Abbruch- und Schadstoffmaßnahmen

Der Auftrag umfasst die Abbruch-, Rückbau- und Schadstoffsanierungsmaßnahmen einschließlich Aufbau, Vorhaltung, Unterhaltung und Rückbau der hierfür erforderlichen Einrichtungen, Geräte, Maschinen, Schutzvorrichtungen, Abschottungen und Schleusenanlagen im Zuge der umfassenden Grundinstandsetzung des denkmalgeschützten Büro- und Verwaltungsgebäudes Industriehaus Rosenthaler Tor in der Brunnenstraße 188190 in Berlin-Mitte. Bestandteil der Leistung sind selektive Rückbauarbeiten, der teilweise Abbruch tragender Bauteile, Schadstoffsanierungen u. a. von Asbest, KMF und PAK, Demontagen technischer Anlagen sowie die fachgerechte Entsorgung sämtlicher Abbruchmaterialien. Die Arbeiten erfolgen unter Berücksichtigung von Denkmalschutz, Brandschutz, BNB-Zertifizierung, innerstädtischer Baustellenlogistik, eingeschränkten Zufahrten, BVG-Tunnelanlagen und beengten Hofsituationen. Zudem sind hohe Anforderungen an Arbeitsschutz, Staub- und Emissionsminderung, Abfalltrennung sowie die Koordination mit weiteren Gewerken einzuhalten. Dabei sind insbesondere die beengte innerstädtische Hof- und Zufahrtssituation mit dem Abtransport, der Lagerung sowie der sonstigen Logistik der Abbruch- und Schadstoffmaterialien betraut und stimmt sich hierbei eng mit der Baulogistik, dem Wachschutz sowie der Bauüberwachung ab. Auszuführen sind vorbereitende Arbeiten, Sicherungsmaßnahmen sowie selektive Rückbau- und Abbrucharbeiten in den Gebäudeteilen A bis E und im Kellergeschoss. Hierzu gehören insbesondere der Rückbau von Türen, Fenstern, Wand-, Boden- und Deckenbelägen, nicht tragenden Wänden und sonstigen Ausbauteilen sowie, soweit vorgesehen, der Abbruch teilweise tragender Bauteile, Wände und Decken. Zusätzlich umfasst der Auftrag die fachgerechte Schadstoffsanierung, insbesondere von Asbest-, KMF- und PAK-belasteten Materialien, einschließlich Abschottung, Einrichtung und Betrieb von Schleusenanlagen, Reinigung sowie Mitwirkung bei Sichtabnahmen und Freimessungen. Für die Ausführung der Sanierungsarbeiten hat der Auftragnehmer geeignete Nachweise der Fachkunde, Sachkunde bzw. Qualifikation für Tätigkeiten mit Asbest-, KMF- und PAK-belasteten Materialien vorzulegen. Die Arbeiten sind unter Beachtung der GefStoffV sowie der einschlägigen TRGS auszuführen. Die fachkundige Erstellung der Gefährdungsbeurteilung, des Arbeits- und Schutzmaßnahmenkonzepts sowie die Unterweisung der Beschäftigten sind sicherzustellen. Weiterhin sind Elektroeinbauten, Rohrleitungen sowie Lüftungsleitungen und Lüftungsanlagen zurück zu bauen und fachgerecht zu entsorgen. Der Auftragnehmer organisiert zudem die sortenreine Trennung, den innerbetrieblichen Transport sowie die ordnungsgemäße Entsorgung aller Abbruch- und Schadstoffmaterialien einschließlich der erforderlichen Nachweisführung. Ergänzend sind sämtliche erforderlichen Schutz-, Sicherungs-, Reinigungs-, Dokumentations- und Nebenleistungen Bestandteil des Leistungsumfangs.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
10.06.26
Fragenfrist
06.07.26
Abgabefrist
14.07.26
Öffnung
14.07.26
Vertragsbeginn
06.11.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
Einkauf@bim-berlin.de
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Telefon
+4930901661478
Freischalten
Website
https://www.bim-berlin.de
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • -Es sind Eintragungen im Berufs- oder Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer erforderlich, soweit der Bewerber/Bieter eintragungspflichtig ist. Der Nachweis erfolgt durch einen Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V., einen Eintrag in ein gleichwertiges Verzeichnis anderer Mitgliedsstaaten, eine Eintragung im ULV oder in den Verzeichnissen anderer vergleichbarer zertifizierter Stellen, eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) oder durch die ausgefüllte Selbstauskunft (Eigenerklärung) gem. den Vergabeunterlagen. Bei fehlender Präqualifizierung ist zusätzlich die Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen einzureichen. Auf Verlangen des Auftraggebers sind die Eigenerklärungen durch Vorlage von Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.

  • A. Nachweis fachlicher Eignung des Unternehmens

    • A.1) der Bieter erklärt, dass mindestens folgende Nachweise vorliegen (die Qualifikation liegt im eigenen Unternehmen vor und wird durch Vorlage entsprechender Zertifikate, Nachweise, Teilnahmebescheinigungen, Aus-Weiterbildungsnachweise nachgewiesen):
    • - mindestens 1 gültiger Sachkundenachweis TRGS 519 ( Asbest ),
    • - mindestens 1 gültiger Fachkundenachweis TRGS 521 ( KMF),
    • - mindestens 1 gültiger Fachkundenachweis TRGS 524 (Sanierung u. Arbeiten in kontaminierten Bereichen),
    • - mindestens 1 gültiger Fachkundenachweis TRGS 551 (PAK),
    • - mindestens 1 gültiger Sachkundenachweis gemäß DGUV Regel 101-004
  • A. Nachweis fachlicher Eignung des Unternehmens

    • A.2) Der Bieter erklärt, dass er die folgenden Leistungen im eigenen Unternehmen mit eigenem Personal bereits ausgeführt hat und in der Lage ist, diese auch hier in der anzubietenden Maßnahme ausführen kann. Entsprechende Qualifikations- und Sachkundenachweise liegen im Unternehmen vor und werden mit Angebotsabgabe nachgewiesen. Leistungen im Einzelnen:
    • - Durchführung erforderlicher Anzeigeverfahren bei den zuständigen Behörden (z. B. bei Asbestarbeiten),
    • - Die Leistungen müssen unter Einsatz geeigneter technischer Ausstattung (z. B. Schleusenanlagen, Messtechnik, Dekontaminationseinrichtungen, staubdichte Abschottungen usw.) ausgeführt worden sein und werden.
    • - Entsprechende Entsorgungsnachweise sind erbracht worden.
    • - es wurden Abbrucharbeiten im selektiven Rückbau unter Berücksichtigung der Anforderungen des BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen) erbracht. Hierzu zählen insbesondere: Nachweise zu Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit (z. B. sortenreine Trennung, Dokumentation der Stoffströme, Ressourcenschonung, Einsatz emissionsarmer Maschinen), Nachweis geeigneter Maschinen und technischer Ausstattung, Vorliegen von Rückbau- und Entsorgungskonzepten, getrennte Erfassung der Abfallfraktionen.
    • - Abbruch- und Schadstoffsanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden wurden durchgeführt.
    • Nachzuweisen sind hierbei insbesondere: substanzschonender Rückbau (z. B. erschütterungsarme und staubarme Verfahren, Dokumentation des Bestands vor Eingriff), Anwendung manueller Abbruchtechniken, Erhalt schützenswerter Bauteile, Zusammenarbeit mit den zuständigen Denkmalbehörden
    • A.3) Nachweis der fachlichen Eignung anhand mind. ZWEI projektvergleichen Referenzen:
    • Eine Referenz gilt als projektvergleichbar, wenn es sich um Bauleistungen hier: Abbruch- u. Schadstoffsanierungsarbeiten handelt, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind und wenn jede einzelne Referenz alle nachfolgend aufgeführten Mindestkriterien a) bis c) erfüllt.
    • a) die Referenz umfasst vergleichbare Leistungen hier: Abbruchleistungen einschließlich Schadstoffsanierung die als Fachbetrieb nach Gefahrstoffrecht (Asbest, KMF, PAK)
    • b) Die Referenz umfasst einen Auftragswert von mindestens: 1.000.000 Euro netto
    • c) die Referenz ist abgeschlossen
    • die Abnahme der Bauleistung gem. §12 VOB/B ist innerhalb der letzten 5 Jahre erfolgt, maßgeblich ist der Tag der Angebotsöffnung (einschließlich)
    • - Referenzen der ausschreibenden Stelle sind ausdrücklich zugelassen.
    • -Der Nachweis erfolgt durch einen Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V., einen Eintrag in ein gleichwertiges Verzeichnis anderer Mitgliedsstaaten, eine Eintragung im ULV oder in den Verzeichnissen anderer vergleichbarer zertifizierter Stellen, eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) oder durch die ausgefüllte Eigenerklärung (Eignungsbogen VOB) gem. den Vergabeunterlagen. Zusätzlich ist die vollständig ausgefüllte Selbstauskunft gem. den Vergabeunterlagen vorzulegen. Auf Verlangen des Auftraggebers sind die Eigenerklärungen durch Vorlage von Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.
    • Bitte die Eigenerklärung im beigefügten Eignungsbogen ausfüllen.
  • B. Nachweis fachlicher Eignung des technischen Personals für Leitung und Aufsicht und des ausführenden Personals

    • B.1) Fachliche Eignung des für die Leistungserbringung vorgesehenen Bauleiters (gültiger Nachweis DGUV Unterlage per Kopie):
    • - Erklärung u. Angabe: Vorname u. Name, ist der deutschen Sprache in Wort und Schrift mit guten d.h. konversationssicheren Kenntnissen mächtig, hat mindestens 5 Jahre Berufserfahrung,
    • - gültiger personengebundener Nachweis der Sachkunde gem. DGUV-Regel 101-004 (Nachweis Kopie)
    • Bitte die Eigenerklärung im beigefügten Eignungsbogen ausfüllen.
  • B. Nachweis fachlicher Eignung anhand von EINER projektvergleichbaren Referenz

    • B.1.a) Referenz Bauleiter:
    • Eine Referenz gilt als projektvergleichbar, wenn es sich um Bauleistungen hier: Abbruch- u. Schadstoffsanierungsarbeiten handelt, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind und wenn jede einzelne Referenz alle nachfolgend aufgeführten Mindestkriterien a), b) d) erfüllt:
    • a) Bauleitungsaufgaben in Persona bei Abbruchleistungen einschließlich Schadstoffsanierung als Fachbetrieb nach Gefahrstoffrecht (Asbest, KMF, PAK) ausgeführt
    • b) Auftragswert mind. 550.000 EUR netto
    • d) die Referenz wurde innerhalb der letzten 5 Jahre erbracht, die Referenz ist abgeschlossen und wurde innerhalb der letzten 5 Jahre fertiggestellt (maßgeblich ist das Datum der Angebotsöffnung (einschließlich))
    • Bitte die Eigenerklärung im beigefügten Eignungsbogen ausfüllen
    • -- Auf Verlangen des Auftraggebers sind die Eigenerklärungen durch Vorlage von Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.
  • C. Bestätigung der erforderlichen Leistungsfähigkeit für die anzubietende Maßnahme C.1 Eigenerklärung zur Durchführung von mind. 2 zeitgleich auszuführenden Schwarzbereichen sowie parallele Arbeiten wie folgt

    • C.1.a) Der Bieter bestätigt, dass er in der Lage ist, zeitgleich 2 Schwarzbereiche einzurichten und diese voll funktional zu betreiben und mehrere Leistungen im Objekt zeitgleich und parallell auszuführen
    • C.1.b) dabei, ist der Bieter in der Lage, entsprechende und erforderliche Geräte, Technik und Werkzeuge bereitzustellen und zu betreiben
    • C.1.c) dabei, ist der Bieter in der Lage, je Schwarzbereich, nebst überwachendem und sachkundigem Fachpersonal (Qualifikation derer: Sachkunde TRGS 519 und Sachkunde gem. DGUV-Regel 101-004), auch qualifiziertes, geschultes und sach- bzw. fachkundiges gewerbliches Personal einzusetzen. Je Schwarzbereich, sind zudem mind. 2 sachkundige gewerbliche Arbeitskräfte (TRGS 519 Sachkundenachweis, 2 TRGS 521) usw. gem. Punkt A und B des Eignungsbogens einzusetzen.
    • C.1.d) dabei, ist der Bieter in der Lage, in der Anzahl ausreichendes und auch entsprechend qualifiziertes Personal und Anzahl und Güte der erforderlichen Arbeitsgeräte, Hilfsmittel usw. sowie Gerätschaften für die vorgesehene Baudauer gem. Punkt A und B einzusetzen.
    • Bitte die Eigenerklärung im beigefügten Eignungsbogen ausfüllen

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