Frist abgelaufen

Bauherrenhaftpflichtversicherung für die vorgezogene Schadstoffsanierung des Gasteig – Teil 1: Grunddeckung Führungsversicherung

Auftraggeber
Veröffentlicht
02.06.2026
Angebotsfrist
Der Gasteig ist das große, zentral gelegene Kultur- und Bildungszentrum Münchens. Mit ca. 1,8 Millionen Besuchern und mehr als 1.800 Veranstaltungen pro Jahr ist er das größte Kulturzentrum Deutschlands. Nach einer über 30-jährigen, intensiven Nutzungsphase steht die Generalsanierung des Gebäudes an. Vorgelagert wird in den Jahren 2027-2028 die Schadstoffsanierung des Gebäudes erfolgen.Die Münchner Raumordnungsgesellschaft mbH (MRG) als Auftraggeberin (AG) beabsichtigt die bedarfsgerechte Versicherung während der vorgezogenen Schadstoffsanierung / des Rückbaus des Gasteigs im Rahmen einer Bauherrenhaftpflichtversicherung. Die Beschaffung der Bauherrenhaftpflichtversicherung erfolgt in vier Teilen:In dem hier ausgeschriebenen ersten Teil wird zunächst der Führungsversicherer für die Grunddeckung der Bauherrenhaftpflichtversicherung ermittelt und beauftragt. In diesem Verfahren wird der Vertrag für die Grunddeckung verhandelt. Es wird ein sog. Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gem. §§ 14 Abs. 3 Nr. 3 VgV, 17 VgV durchgeführt. (2) In einem zweiten Verfahren folgt daraufhin die Ermittlung des/der Beteiligungsversicherer/s für die Grunddeckung. In einem dritten Teil wird dann zunächst der Führungsversicherer für die Exzedenten-Versicherung ermittelt und beauftragt. Zuletzt erfolgt in einem vierten Verfahren die Ermittlung des/der Beteiligungsversicherer/s für die Exzedenten-Versicherung. Die Verfahren 2-4 werden zeitlich versetzt gestartet.Gegenstand des vorliegenden ersten Verfahrens ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung für die vorgezogene Schadstoffsanierung – hier hinsichtlich des Führungsversicherers für die Grunddeckung (Beschaffungsteil 1).Die vorläufige Kontraktsumme beträgt 59 Mio. EUR.Der genaue Leistungsgegenstand ergibt sich aus den gesamten Vergabeunterlagen, insbesondere dem Muster-Vertrag/der Muster-Police – Vergabeunterlage D.01 nebst Anlagen sowie den Unterlagen zum Projekt – Vergabeunterlagen E_01.

Zeitplan

Veröffentlichung
02.06.26
Fragenfrist
23.06.26
Teilnahmefrist
02.07.26
Vertragsbeginn
01.01.27

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
München, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
vergabe@mrg-gmbh.de
Telefon
+49 8994550067
Website
https://www.mrg-gmbh.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen:A)Eigenerklärung zu den Basisinformation des Bewerbers (Name, Sitz, Rechtsform, Gründungsjahr, Kontaktdaten, Unternehmensgröße, Nationalität des wirtschaftlichen Eigentümers) bzw. zu den an der Bewerbergemeinschaft beteiligten Unternehmen (Name, Sitz, Rechtsform, Gründungsjahr, Kontaktdaten, Leistungsanteil, Unternehmensgröße, Nationalität des wirtschaftlichen Eigentümers) (Formblatt B.1).

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen: B)Eigenerklärung des Bewerbers, dass die in §§ 123, 124 GWB bzw. die in § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG und § 22 LkSG genannten Ausschlussgründe nicht vorliegen bzw. Eigenerklärung für ausländische Bewerber, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, die nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes mit §§ 123, 124 GWB bzw. § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG und § 22 LkSG vergleichbar sind. Soweit Ausschlussgründe vorliegen, ist dies vom Bewerber anzuzeigen. Auf Anforderung sind vom Bewerber die Unterlagen hinsichtlich der Maßnahmen vorzulegen, die der Bewerber zur Herstellung seiner Zuverlässigkeit vorgenommen hat (z. B. Unterlagen zur Selbstreinigung) (Formblatt B.2.).

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen:C)Eigenerklärung (soweit erforderlich) der Bewerbergemeinschaftsmitglieder zur gesamtschuldnerischen Haftung und Benennung desjenigen, der die Bewerbergemeinschaft vertritt einschließlich Nachweis der Vertretungsmacht (Formblatt B.3.). Bei Bewerbergemeinschaften sind die gem. Ziffer 5.1.9 lit. B, sowie E bis H geforderten Erklärungen und Nachweise von jedem Mitglied gesondert zu erbringen. Der Name der erklärenden Person des Bewerbergemeinschaftsmitglieds ist auf dem Formblatt anzugeben.

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen:D)Im Fall einer Eignungsleihe (soweit zutreffend): Eigenerklärung zur Eignungsleihe, einschließlich Verpflichtungserklärung des Unterauftragnehmers/sonstigen Dritten. Im Falle der Eignungsleihe (= Inanspruchnahme der Fachkunde oder Leistungsfähigkeit eines Unterauftragnehmers oder sonstigen Dritten) hat der Bewerber eine verbindliche Verpflichtungserklärung des jeweiligen Unternehmens vorzulegen, dass ihm die Mittel zur Verfügung stehen werden bzw. dass der Dritte die Leistung ausführen wird (§ 47 Abs. 1 VgV). Dabei ist der Name der erklärenden Person des Unterauftragnehmers/sonstigen Dritten ist im Rahmen der Eignungsleiheerklärung anzugeben (Formblatt B.4.). Jedes Unternehmen, dessen Kapazitäten der Bewerber für die Erfüllung eines oder mehrerer Eignungskriterien in Anspruch nehmen will, muss folgende Erklärungen vorlegen: a) Eigenerklärung des Unternehmens, dass die in §§ 123, 124 GWB bzw. die in § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG und § 22 LkSG genannten Ausschlussgründe nicht vorliegen bzw. Eigenerklärung für ausländische Bewerber, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, die nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes mit §§ 123, 124 GWB bzw. § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG und § 22 LkSG vergleichbar sind. Soweit Ausschlussgründe vorliegen, ist dies vom Unternehmen, dessen Kapazität in Anspruch genommen werden soll anzuzeigen. Auf Anforderung sind vom Unternehmen, dessen Kapazität in Anspruch genommen werden soll, die Unterlagen hinsichtlich der Maßnahmen vorzulegen, die der Bewerber zur Herstellung seiner Zuverlässigkeit vorgenommen hat (z. B. Unterlagen zur Selbstreinigung) (Formblatt B.2.) b) Nachweis der Eignung des Unternehmens, dessen Kapazitäten der Bewerber oder Bieter für die Erfüllung eines oder mehrerer Eignungskriterien in Anspruch nehmen will, in Bezug auf die Eignungskriterien entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe. (Verwendung des entsprechenden Formblatts (soweit vorhanden) je nachdem, welche Eignung in Anspruch genommen werden soll). Auf § 47 Abs. 1 Satz 3 VgV wird ausdrücklich hingewiesen. Erfüllt ein Unternehmen diejenigen Eignungskriterien nicht, dessen Kapazitäten der Bewerber oder Bieter für die Erfüllung eines oder mehrerer Eignungskriterien in Anspruch nehmen will, kann der Auftraggeber vorschreiben, dass der Bewerber oder Bieter das entsprechende Unternehmen ersetzen muss (§ 47 Abs. 2 VgV). c) Nimmt der Bewerber die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die wirtschaftliche oder finanzielle Leistungsfähigkeit in Anspruch, kann der Auftraggeber eine gemeinsame Haftung des Bewerbers oder Bieters und des (jeweils) anderen Unternehmens entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe verlangen (§ 47 Abs. 3 VgV). Eine entsprechende Erklärung wird gefordert (vgl. Formblatt B.4.).

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen:E)Im Fall einer Vertretung eines Bewerbers oder einer Bewerbergemeinschaft durch einen Makler/Vermittler bzw. Agenten (soweit zutreffend): Nachweis der Vertretungsmacht des Maklers/Vermittlers, einschließlich Vollmacht zur Vertretung im Verfahren (Formblatt B.5). Es wird darauf hingewiesen, dass wesentliches Kennzeichen einer Auftragsvergabe im Wettbewerb die Gewährleistung eines Geheimwettbewerbs zwischen den teilnehmenden Bietern ist (siehe auch Ziffer IV. der Vergabeunterlage A – Verfahrensbedingungen).

  • Mit dem Teilnahmeantrag sind die folgenden Unterlagen zum Nachweis der Eignung vorzulegen: F)Eigenerklärung über das Vorliegen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherungsdeckung mit einer Deckungssumme von mindestens 5,0 Mio. EUR je Versicherungsfall (Formblatt B.6.)Der Auftraggeber behält sich die Nachforderung eines Nachweises gem. § 45 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 VgV (Versicherungsbestätigung) bzw. einer schriftlichen Erklärung des Versicherers zur Erhöhung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung im Auftragsfall vor.Im Fall von Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis für die Bewerbergemeinschaft insgesamt oder für alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft beizubringen.

Zuschlagskriterien

  • Fiktive Gesamtwertungsprämien: Die Wertung der Prämien erfolgt auf Basis der Angaben des Bieters auf dem Angebotsblatt (Formblatt C.3.). Dabei hat der Bieter alle geforderten Angaben zu machen. Gewertet werden die fiktiv ermittelte Wertungsprämien für die Grundprämie und für die Verlängerungsprämie. Gewertet wird jeweils ein fiktive Gesamtwertungsprämie (ggf. korrigiert aufgrund abweichender Selbstbehalte bzw. aufgrund zeitlicher Limitierung der Verlängerungsprämie). Hinsichtlich der genauen Wertungssystematik wird auf die Kalkulationshinweise in Ziffer 6.3.3 sowie auf die genaue Wertungssystematik in Ziffer 6.5.2 der Verfahrensbedingungen (Vergabeunterlage A) verwiesen.

  • Fachliche Qualifikation und Erfahrung des mit dem Auftrag betrauten Personals: Die Entscheidung über den Bestbieter erfolgt zudem auf Grundlage der fachlichen Qualifikation und Erfahrung (Qualität) des eingesetzten Personals und damit auf Basis der Berufserfahrung und der persönlichen Referenzen für die folgenden Personen: Ansprechpartner Baupraxis Vertragsbereich und Ansprechpartner Baupraxis Schadenbereich. Zu Grunde gelegt werden die Angaben des Bieters in den Formblättern C.4 und C.5. Hinsichtlich der Anforderungen an die Referenzen sowie der genauen Wertungssystematik wird auf die Ziffern 6.3.4 und 6.5.3. der Verfahrensbedingungen (Vergabeunterlage A) verwiesen.

  • Angebotene Reaktionszeiten (Qualität der Dienstleistung): Die Entscheidung über den Bestbieter erfolgt zudem auf Grundlage der angebotenen Reaktionszeiten (Qualität der Dienstleistung) im Vertrags- und Schadenbereich. Zu Grunde gelegt werden die Angaben des Bieters in Formblatt C.6. Hinsichtlich der Kategorien für die angebotenen Reaktionszeiten sowie der genauen Wertungssystematik wird auf die Ziffern 6.3.4 und 6.5.4 der Verfahrensbedingungen (Vergabeunterlage A) verwiesen.

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Vertragsentwurf56 KB16 Seiten
Kalkulation24 KB2 Tabellen
Konzeptvorlage156 KB6 Seiten
Vertragsbedingungen78 KB12 Seiten
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