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Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus - Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8

Der Ortsteil Blumenthal gehört zu den am stärksten benachteiligten Stadtteilen in Bremen. In seinem Zentrum steht das denkmalgeschützte, jedoch seit Jahren weitestgehend ungenutzte ehemalige Rathaus. Es bildet das Herzstück des 2022 nach BauGB ausgewiesenen Sanierungsgebietes Blumenthal. Die Zugänglichkeit und Aufteilung des Gebäudes entsprechen nicht mehr den Anforderungen für öffentliche Nutzungen. Der Standort des Objektes, seine historische Bedeutung und stadtbildprägende Gestaltung prädestiniert es jedoch für eine öffentliche Nutzung. Mit dem Projekt "Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus" soll das historische Rathaus Blumenthal zu einem Ort der Demokratieförderung und des Gemeinwesens umgebaut werden. Das Gesamtvorhaben besteht aus zwei zeitlich dicht aufeinanderfolgenden bzw. in der Planung parallel ausgeführten Bauabschnitten: Der Umbau des Bestandsgebäudes (historisches Rathaus) (1. Bauabschnitt) sowie die Ergänzung durch einen Anbau südlich des Bestandsgebäudes (2. Bauabschnitt). Die Aktivierung des Rathauses gehört zu den wichtigsten Schlüsselmaßnahmen des 2023 beschlossenen integrierten Entwicklungskonzepts (IEK): Das Gebäude prägt den Stadtraum erheblich, stellt durch seine Lage eine zentrale Schnittstelle dar und ist ein "Scharnier" zwischen dem Stadtteilzentrum und dem sich entwickelnden Kämmerei-Quartier auf dem etwa 40 ha großen Areal der ehemaligen Bremer Wollkämmerei. Das neue Quartiershaus soll als Ensemble bestehend aus dem wieder zu belebenden Rathaus und einem unmittelbar anschließenden Neubau entstehen. Der zu erstellende Anbau muss sich denkmalgerecht an den Bestandsbau anfügen. Trotz eines vergleichbar großen Bauvolumens soll sich der Erweiterungsbau dem Hauptgebäude unterordnen. Die Planung des Bestandsgebäudes und des Erweiterungsneubaus wird derzeit durch ein nicht offenen, einphasigen, hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV durchgeführt. Die Beauftragung dieser Leistungen ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Projekt wird als Maßnahme im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. In diesem werden national und international wahrnehmbare Projekte gefördert, von denen deutliche Impulse für die Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik ausgehen. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch ("Premiumqualität") hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und Beteiligungsprozesse aus. Die Wärmeversorgung des Projekts ist über einen Anschluss an das vorhandene Fernwärmenetz vorgesehen. Die Neuverlegung der Abwasserleitungen innerhalb des Gebäudes sowie in den Außenanlagen hat unabhängig von der Ausführung des öffentlichen Entwässerungssystems als Mischsystem grundsätzlich im Trennsystem zu erfolgen, getrennt nach Schmutz- und Regenwasser. Niederschlagswasser ist nach Möglichkeit auf dem Grundstück zurückzuhalten und über geeignete Maßnahmen wie Mulden-, Rigolen- oder Schachtversickerung zu versickern. Auf raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) ist soweit technisch möglich zu verzichten. Die vorgesehenen Projektkosten belaufen sich auf ca. 8,85 Mio. EUR (netto) für die KG 300 - 500. Davon entfallen ca. 2,76 Mio. EUR (netto) auf die KG 400. Meilensteine des Projekts: - Leistungsphase 1-3: bis April 2027 - Leistungsphase 4: bis Mai 2027 - Baubeginn: 04.09.2028 - Geplante Fertigstellung Bestandsumbau: 01.09.2029 - Geplante Fertigstellung Erweiterungsneubau: 01.05.2030

Zeitplan

Veröffentlichung
24.07.26
Fragenfrist
19.08.26
Teilnahmefrist
24.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
440.000 €
Erfüllungsort
Bremen, Deutschland
Vertragslaufzeit
41 Tage
E-Mail
jan.frers@immobilien.bremen.de
Telefon
+49 (0421) 361 14753

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 3A: Erklärung über die Beschäftigtenanzahl: Jährliches Mittel der fachlich geeigneten festangestellten, operativ tätigen Mitarbeiter für die letzten 3 zusammenhängenden Geschäftsjahre inkl. Büroinhaber, Geschäftsführer etc. im Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI ALG 1-3 (HLS) mind. 2 festangestellte geprüfte Techniker oder Ingenieure bzw. Absolventen für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung und im Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI ALG 4-5 (ELT) mind. 2 festangestellte geprüfte Techniker oder Ingenieure bzw. Absolventen für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung.

  • 3B: Berufliche Qualifikation für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, Ingenieur für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung (Nachweis durch Abschlusszeugnis)

  • 2A

    • Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung über die geforderten Deckungssummen und über die Bereitschaft zur Erhöhung im Auftragsfall liegt vor. - Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mind. 1,5 Mio. Euro für Personenschäden und mind. 0,25 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert)
    • - Eigenerklärung über die Bereitschaft zur Erhöhung der Deckungssummen im Auftragsfall auf mind. 3,0 Mio. Euro für Personenschäden und mind. 1,5 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert).
  • 2B: Eigenerklärung über den Umsatz des Bewerbers im Durchschnitt der letzten drei zusammenhängenden Geschäftsjahre den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-3 (HLS) mit mind. 200.000 Euro (netto) und Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 4-5 (ELT) mit mind. 200.000 Euro (netto).

  • Bewertungsmerkmale: Vergleichbare Größe (0-2 Punkte) Ab mind. 1,0 Mio. Euro KG 400 (ALG 1-4) (netto) (1 Punkt) oder Ab mind. 1,0 Mio. Euro KG 400 (ALG 4-5) (netto) (1 Punkt) Vergleichbares Leistungsbild (0-4 Punkte) Die Leistungsphasen 2-4 der Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, ALG 1-3 wurden bearbeitet. (1 Punkt) oder Die Leistungsphasen 2-8 der Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, ALG 1-3 wurden bearbeitet. (2 Punkte) und Die Leistungsphasen 2-4 der Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, ALG 4-5 wurden bearbeitet. (1 Punkt) oder Die Leistungsphasen 2-8 der Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, ALG 4-5 wurden bearbeitet. (2 Punkte) Vergleichbare Bauaufgabe (0-4 Punkte) eine Neubaumaßnahme. (1 Punkt) eine Neuinstallation der technischen Anlagen (ALG 1-3) in einem historischen oder denkmalgeschützten Gebäude. (1 Punkt) eine Neuinstallation der elektrotechnischen Anlagen (ALG 4+5) in einem historischen oder denkmalgeschützten Gebäude. (1 Punkt) die Erweiterung an einem vorhandenen Standort mit technischer Anbindung an die vorhandene Bausubstanz. (1 Punkt) Präsentation von vergleichbaren Referenzprojekten für den Leistungsbereich Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI im Bewerbungsbogen und als Anlage auf max. einer DIN A3 Seite (einseitig, Querformat) pro Projekt unter Angabe der Projektbeschreibung, Leistungsumfang gem. HOAI und Leistungszeitraum, Baukosten (KG 400), maßgeblich beteiligten verantwortlichen Person, Projektbeteiligten, Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer. Es steht Ihnen frei, die Kontaktdaten des Bauherrn als Eigenerklärung mit Ansprechpartner, Anschrift, Telefonnummer, Faxnummer und E-Mailadresse oder ein Referenzschreiben oder Referenzbestätigung des Auftraggebers einzureichen. Bewertet werden je Bewerber die beiden besten eingereichten Referenzen für das Leistungsbild der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI. Die Projekte müssen innerhalb der vergangenen 10 Jahre (Stichtag 01.01.2016) mit der Leistungsphase 8 (Objektplanung gem. §§ 33 HOAI) abgeschlossen worden sein. Es werden werden nur Projekte in die Wertung einbezogen, für die die entsprechenden Tabellen im Bewerbungsbogen ausgefüllt und die im angegebenen Wertungszeitraum abgeschlossen wurden. Bitte beachten Sie auch die unten aufgeführten Hinweise. Um einen größeren Bewerberkreis ansprechen zu können und damit einen ausreichenden Wettbewerb zu gewährleisten, wird der in § 46 Abs. 3 VgV vorgegebene Zeitraum von 3 Jahren auf einen Betrachtungszeitraum von 10 Jahren erhöht.

Zuschlagskriterien

  • Fachlicher Wert

    • Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) unter Berücksichtigung der Fachbereiche HLS und ELT
    • Projekterfahrung des Projektteams insbesondere der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) in Bezug auf vergleichbare Projekte
    • Personaleinsatzplanung, Einbindung der operativen sowie stellvertretenden Projektleitung wie auch der Fachbauleitung in andere parallel laufende Projekte.
  • Qualität

    • Auseinandersetzung mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen
    • Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und der zu bewertenden Potentiale/Risiken
    • Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität
    • Umgang mit Schwierigkeiten bei einem Schlüsselgewerk (z.B. im Fall eines Ausfalls eines Subunternehmers oder qualitativ unzureichender Leistungserbringung eines Subunternehmers)
    • Schnittstellenverständnis zur Objektplanung, insbesondere in Bezug auf zeitliche Abhängigkeiten im Planungsprozess
    • Maßnahme zur Einhaltung der Termine und Kosten
    • Umgang mit Nachtragsmanagement in Bezug auf a) Frühzeitiges Erkennen notwendiger Nachträge und b) Verhindern von Nachträgen.
  • Kommunikation und Verfügbarkeit

    • Vorgesehene Besprechungskultur innerhalb des Projekts
    • Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber und den weiteren Beteiligten während der Leistungsdurchführung. Präsenz auf der Baustelle
    • Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung gestellten Rahmenterminplan inkl. Prüfen auf Plausibilität des vorgegebenen Zeitrahmens von Planungsbeginn bis zur Fertigstellung.
  • Preis/Honorar: Honorarangebot: Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt. Abstufungen erfolgen bis auf zwei Nachkommastellen.

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Eigenerklärung24 KB12 Seiten
Eignungskriterien156 KB24 Seiten
Preisblatt78 KB2 Tabellen
Projektplan37 KB8 Seiten
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