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Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus - Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI

Der Ortsteil Blumenthal gehört zu den am stärksten benachteiligten Stadtteilen in Bremen. In seinem Zentrum steht das denkmalgeschützte, jedoch seit Jahren weitestgehend ungenutzte ehemalige Rathaus. Es bildet das Herzstück des 2022 nach BauGB ausgewiesenen Sanierungsgebietes Blumenthal. Die Zugänglichkeit und Aufteilung des Gebäudes entsprechen nicht mehr den Anforderungen für öffentliche Nutzungen. Der Standort des Objektes, seine historische Bedeutung und stadtbildprägende Gestaltung prädestiniert es jedoch für eine öffentliche Nutzung. Mit dem Projekt "Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus" soll das historische Rathaus Blumenthal zu einem Ort der Demokratieförderung und des Gemeinwesens umgebaut werden. Das Gesamtvorhaben besteht aus zwei zeitlich dicht aufeinanderfolgenden bzw. in der Planung parallel ausgeführten Bauabschnitten: Der Umbau des Bestandsgebäudes (historisches Rathaus) (1. Bauabschnitt) sowie die Ergänzung durch einen Anbau südlich des Bestandsgebäudes (2. Bauabschnitt). Die Aktivierung des Rathauses gehört zu den wichtigsten Schlüsselmaßnahmen des 2023 beschlossenen integrierten Entwicklungskonzepts (IEK): Das Gebäude prägt den Stadtraum erheblich, stellt durch seine Lage eine zentrale Schnittstelle dar und ist ein "Scharnier" zwischen dem Stadtteilzentrum und dem sich entwickelnden Kämmerei-Quartier auf dem etwa 40 ha großen Areal der ehemaligen Bremer Wollkämmerei. Das neue Quartiershaus soll als Ensemble bestehend aus dem wieder zu belebenden Rathaus und einem unmittelbar anschließenden Neubau entstehen. Der zu erstellende Anbau muss sich denkmalgerecht an den Bestandsbau anfügen. Trotz eines vergleichbar großen Bauvolumens soll sich der Erweiterungsbau dem Hauptgebäude unterordnen. Die Planung des Bestandsgebäudes und des Erweiterungsneubaus wird derzeit durch ein nicht offenen, einphasigen, hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV durchgeführt. Die Beauftragung dieser Leistungen ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Projekt wird als Maßnahme im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. In diesem werden national und international wahrnehmbare Projekte gefördert, von denen deutliche Impulse für die Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik ausgehen. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch ("Premiumqualität") hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und Beteiligungsprozesse aus. Die vorgesehenen Projektkosten belaufen sich auf ca. 8,85 Mio. EUR (netto) für die KG 300 - 500. Meilensteine des Projekts: - Leistungsphase 1-3: bis April 2027 - Leistungsphase 4: bis Mai 2027 - Baubeginn: 04.09.2028 - Geplante Fertigstellung Bestandsumbau: 01.09.2029 - Geplante Fertigstellung Erweiterungsneubau: 01.05.2030

Zeitplan

Veröffentlichung
17.07.26
Fragenfrist
12.08.26
Teilnahmefrist
17.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
200.000 €
Erfüllungsort
Bremen, Deutschland
Vertragslaufzeit
41 Tage
E-Mail
jan.frers@immobilien.bremen.de
Telefon
+49 (0421) 361 14753

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 2A

    • Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung über die geforderten Deckungssummen und über die Bereitschaft zur Erhöhung im Auftragsfall liegt vor. - Eigenerklärung über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mind. 1,5 Mio. Euro für Personenschäden und mind. 0,25 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert)
    • - Eigenerklärung über die Bereitschaft zur Erhöhung der Deckungssummen im Auftragsfall auf mind. 3,0 Mio. Euro für Personenschäden und mind. 1,5 Mio. Euro für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert).
  • 2B: Eigenerklärung über den Umsatz des Bewerbers im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) den Leistungsbereich Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI mind. 200.000 Euro (netto)

  • 3A: Erklärung über die Beschäftigtenanzahl: Jährliches Mittel der fachlich geeigneten festangestellten, operativ tätigen Mitarbeiter für die letzten 3 zusammenhängenden Geschäftsjahre inkl. Büroinhaber, Geschäftsführer etc. im den Leistungsbereich mind. 2 festangestellte Ingenieure bzw. Absolventen der Fachrichtung Bauingenieurwesen

  • 3B: Berufliche Qualifikation für den Leistungsbereich Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI, Ingenieur für den Leistungsbereich Tragwerksplanung (Nachweis durch Studiennachweis)

  • Bewertungsmerkmale: Vergleichbare Größe (0-2 Punkte) Ab mind. 4,0 Mio. Euro KG 300+400 (netto) (1 Punkt) oder Ab mind. 8,0 Mio. Euro KG 300+400 (netto) (2 Punkte) Vergleichbares Leistungsbild (0-2 Punkte) Die Leistungsphasen 2-4 der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI wurden bearbeitet. (1 Punkt) oder Die Leistungsphasen 2-6 der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI wurden bearbeitet. (2 Punkte) Vergleichbare Bauaufgabe (0-4 Punkte) eine Neubaumaßnahme. (1 Punkt) die Erweiterung an einem vorhandenen Standort mit Anbindung an die vorhandene Bausubstanz. (1 Punkt) eine Umbau- bzw. Sanierungsmaßnahme. (1 Punkt) eine Baumaßnahme, bei der denkmalschutzrechtliche Belange zu berücksichtigen waren. (1 Punkt) Präsentation von vergleichbaren Referenzprojekten für den Leistungsbereich Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI im Bewerbungsbogen und als Anlage auf max. einer DIN A3 Seite (einseitig, Querformat) pro Projekt unter Angabe der Projektbeschreibung, Leistungsumfang gem. HOAI und Leistungszeitraum, Baukosten (KG 300+400), maßgeblich beteiligten verantwortlichen Person, Projektbeteiligten, Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefonnummer. Es steht Ihnen frei, die Kontaktdaten des Bauherrn als Eigenerklärung mit Ansprechpartner, Anschrift, Telefonnummer, Faxnummer und E-Mailadresse oder ein Referenzschreiben oder Referenzbestätigung des Auftraggebers einzureichen. Bewertet werden je Bewerber die beiden besten eingereichten Referenzen für das Leistungsbild der Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI. Die Projekte müssen innerhalb der vergangenen 5 Jahre (Stichtag 01.01.2021) mit der Leistungsphase 8 (Objektplanung gem. §§ 33 HOAI) abgeschlossen worden sein. Es werden nur Projekte in die Wertung einbezogen, für die die entsprechenden Tabellen im Bewerbungsbogen ausgefüllt und die im angegebenen Wertungszeitraum abgeschlossen wurden. Bitte beachten Sie auch die unten aufgeführten Hinweise. Um einen größeren Bewerberkreis ansprechen zu können und damit einen ausreichenden Wettbewerb zu gewährleisten, wird der in § 46 Abs. 3 VgV vorgegebene Zeitraum von 3 Jahren auf einen Betrachtungszeitraum von 5 Jahren erhöht.

Zuschlagskriterien

  • Fachlicher Wert

    • Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der vorgesehenen operativen Projektleitung sowie der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung
    • Projekterfahrung des Projektteams insbesondere der vorgesehenen operativen Projektleitung und der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung in Bezug auf vergleichbare Projekte
    • Personaleinsatzplanung
    • Einbindung der operativen sowie stellvertretenden Projektleitung in andere parallel laufende Projekte.
  • Qualität

    • Auseinandersetzung mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen
    • Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und der zu bewertenden Potentiale/Risiken
    • Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität
    • Erläuterung des Schnittstellenverständnisses zur Objektplanung
    • Beitrag zur Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit.
  • Kommunikation und Verfügbarkeit

    • Vorgesehene Besprechungskultur innerhalb des Projekts
    • Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber und den weiteren Beteiligten während der Leistungsdurchführung
    • Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung gestellten Rahmenterminplan inkl. Prüfen auf Plausibilität des vorgegebenen Zeitrahmens von Planungsbeginn bis zur Fertigstellung.
  • Preis/Honorar: Honorarangebot: Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt. Abstufungen erfolgen bis auf zwei Nachkommastellen.

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Vergabeunterlagen

Preisblatt203 KB2 Tabellen
Präsentation89 KB16 Seiten
Eigenerklärung42 KB32 Seiten
Eignungskriterien287 KB6 Seiten
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