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Einführung eines IDBT (ID basiertes Ticketing) Systems

Auftraggeber
Veröffentlicht
17.06.2026
Angebotsfrist
Ausschreibung zur Beschaffung von Dienstleistungen im Bereich Einführung eines verbundweiten, IDBT-basierten Check-In/Check-Out-Systems. Ziel ist ein barrierearmer und intuitiver Zugang zum ÖPNV für alle Fahrgastgruppen - unabhängig von Smartphone-Besitz, Sprachkompetenz oder detaillierten Tarifkenntnissen. Fahrgäste sollen künftig mit gängigen Zahlungsmitteln (Giro- oder Kreditkarte, RVV-Prepaidkarte sowie Apple Pay / Google Pay) ein- und auschecken können. Im Hintergrund erfolgt eine automatische Bestpreisabrechnung (z. B. Tagesdeckelung), sodass der Fahrgast keinen "falschen" Tarif mehr wählen kann. Gegenstand der Vergabe ist sind die o.g. Dienstleistungen sowie ergänzende Dienstleistungen, im Einzelnen: - zentrale Tarifdatenhaltung über einen bereits vorhandenen RVV-PKM Tarifrechner, an den das CiCo-Hintergrundsystem angebunden werden muss - Verarbeitung von Check-In/Check-Out-Ereignissen und Berechnung der Fahrpreise - Abbildung von Zahlungsprozessen in Zusammenarbeit mit einem Transit-PSP und einem Acquirer - Bereitstellung der Daten für Einnahmenaufteilung und Controlling - Ticketprüfung von UIC-Barcodes - VDV-KA-konforme Ticketprüfung inkl. Aktionslistenmanagement und Sperrlistenabruf In den Fahrzeugen kommen mobile Validatoren zum Einsatz, die: - die Check-In/Check-Out-Vorgänge erfassen und in der ersten Phase auch einen Ticketverkauf mit eingeschränkter Ticketauswahl ermöglichen, - EMV-kontaktlose Karten und mobile Wallets verarbeiten, - UIC und VDV-KA-Medien lesen und prüfen können inkl. Aktionslistenmanagement und Sperrlistenabruf - über IBIS/ITCS oder - falls alternativ möglich - über autonome Kommunikationswege (z. B. GPS-basierte Ortung) angebunden werden. Zudem sollen tragbare (transportable) Validatoren für z.B. OnDemand-Verkehre oder Ersatzbusse zum Einsatz kommen. Für die Einbindung des SPNV und der Bahnhaltepunkte sind stationäre Validatoren ein zentraler Baustein. Grundsätzlich werden fünf Umsetzungsvarianten betrachtet: - In Ausbauvariante 1 erfolgt die Befestigung des stationären Validators über eine Winkelsäule aus gebürstetem Edelstahl am stationären Ticketautomaten. Die Säule ist vom Bieter bereitzustellen, muss vandalismussicher ausgelegt sein und die Anbringung sowie Inbetriebnahme des Validators erfolgt durch den Bieter - In Ausbauvariante 2 wird der Validator an vorhandenen Entwertersäulen des AG montiert, wofür der Bieter eine geeignete Befestigungs- bzw. Adapterlösung vorzusehen hat - In Ausbauvariante 3 ist der stationäre Validator als autarke Einheit mit Solarpanel und Akkuspeicher auszuführen und mittels einer (lackierten) Stahl- oder Edelstahlsäule. bodenmontiert zu befestigen. Alternativ ist eine Befestigung an vorhandenen Beleuchtungsmasten oder vergleichbaren Infrastrukturen vorzusehen - In Ausbauvariante 4 erfolgt die Ausführung des stationären Validators mit Stromversorgung über das vorhandene Stromnetz der DB-Infrastruktur. Die Befestigung erfolgt über eine bodenmontierte (lackierten) Stahl- oder Edelstahlsäule, während die elektrische Anbindung einschließlich 50-Hertz-Prüfung durch den AG erfolgt - In Ausbauvariante 5 erfolgt die Montage des stationären Validators als Wandmontage an kommunalen Gebäuden. Die Stromversorgung erfolgt über einen Netzstromanschluss des jeweiligen Gebäudes, der durch den AG in Abstimmung mit der jeweiligen Kommune bereitgestellt wird. Der AN hat eine geeignete, vandalismussichere Wandhalterung sowie einen kompakten Installationskasten (Trafo/Netzteil) bereitzustellen. Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Schaffung eines interoperablen und zukunftsfähigen Systems, das sich schrittweise erweitern lässt. Das CiCo-System soll ausdrücklich als "atmendes System" verstanden werden, das neue Validatoren verschiedener Hersteller, weitere Verkehrsunternehmen, zusätzliche Haltepunkte und zukünftige Tarif- oder Produktentwicklungen aufnehmen kann, ohne dass grundlegende Systemwechsel nötig werden. Hierfür sind insbesondere folgende Prinzipien maßgeblich: - Herstellerunabhängigkeit der Endgeräte: Die Systemarchitektur soll vorsehen, dass unterschiedliche Validator-Hersteller eingebunden werden können. - Einsatz eines Transit-PSP mit Interoperabilitätsfunktion zu anderen Transit-PSP: Die Zahlungs- und Ereignisdaten sollen über einen Transit-PSP so verarbeitet werden, dass mehrere Gateways, Acquirer oder zusätzliche Kartenprodukte künftig ergänzt werden können. - Standardisierte Schnittstellen: Offene, dokumentierte und standardkonforme Schnittstellen (u. a. zu ITCS/IBIS, Tarifsystem, VDV-KA-Komponenten) sind verpflichtend. - Skalierbarkeit und Mandantenfähigkeit: Die Lösung soll so gestaltet sein, dass weitere Verkehrsunternehmen, neue Linienbündel und zusätzliche Tarifräume eingebunden werden können. - Zukunftssicherheit: Das System soll technologische Weiterentwicklungen (z. B. neue Kartentechnologien, weitere digitale Medien) sowie einen Wechsel des Transit Payment Service Providers aufnehmen können. Die bei den Bussen des Stadtwerks Mobilität bereits eingesetzten Validatoren der Firma Krauth sowie die auf dem EMV-Standard basierende Closed-Loop RVV-Prepaidkarte sollen in das System integriert werden. Der Rollout soll in drei Phasen erfolgen. In der ersten Phase sollen die SPNV-Haltepunkte sowie die Busse im Landkreis Straubing-Bogen, Landkreis Schwandorf und der Stadt Straubing mit Validatoren mit einer festen Produktauswahl ausgestattet und in Betrieb genommen werden. In der zweiten Phase sollen restlichen die SPNV-Haltepunkte und Busse im Landkreis Regensburg mit Validatoren ausgestattet werden, ohne dass diese in Betrieb genommen werden. In Phase 3 werden alle Validatoren im gesamten Verbundgebiet mit Check-In/Check-Out Funktionalität in Betrieb genommen oder auf diese umgestellt.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
17.06.26
Fragenfrist
10.07.26
Teilnahmefrist
16.07.26
Vertragsbeginn
19.10.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Regensburg, Deutschland
E-Mail
ausschreibungen@dasstadtwerk.de
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Telefon
+49 941601-0
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Website
https://www.rvv.de/
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Dieser Nachweis ist zu erbringen durch Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister bzw. vergleichbarer Nachweis. HINWEIS: Die geforderten Existenznachweise dürfen zum Zeitpunkt des Schlusstermins für den Eingang der Angebote nicht älter als sechs Monate sein

  • Der Bieter erklärt, dass er eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 5 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Versicherungsjahr abgeschlossen hat, die für die gesamte Auftragsausführung gültig ist oder für die gesamte Ausführungszeit des Auftrags abschließen wird. Das Einreichen einer Versicherungsbescheinigung ist NICHT erforderlich. Geforderte Mindeststandards: mindestens die geforderte Deckungssumme

  • Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft erzielte in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren folgenden Nettoumsatz: Geschäftsjahr : ___________ EUR netto Geschäftsjahr : ___________ EUR netto Geschäftsjahr : ___________ EUR netto

  • Die eingereichten Referenzen müssen die nachfolgend aufgeführten Leistungsbestandteile enthalten

    • - Mobile bargeldlose Ticketautomaten mit cEMV-UPOS-Terminals zur direkten bargeldlosen und kontaktlosen Bezahlung durch den Fahrgast mittels EMV-Bankkarte am mobilen bargeldlosen Ticketautomaten: Mindestens zwei (2) Referenzen mit je mind. 150 ausgerüsteten Fahrzeugen des ÖPNV (Straße oder Schiene). Hinweis: Lösungen, bei denen neben der EMV Bankkarte ein zusätzliches Medium für den Zahlungsprozess notwendig ist, erfüllen die Anforderung nicht. - Elektronisches Einstiegskontrollsystem: Mindestens eine Referenz mit mind. 150 Fahrzeugen des ÖPNV (Straße oder Schiene)
    • - Elektronische Fahrtberechtigungskontrolle von Chipkarten und Barcodes nach VDV-KA Standard. Mindestens eine Referenz mit mind. 150 Fahrzeugen des ÖPNV (Straße oder Schiene)
    • - Die Systeme müssen vollständig eingerichtet und durch den Auftraggeber abgenommen worden sein
    • - Die Systeme müssen für einen Zeitraum von 6 Monaten durchgängig in Betrieb gewesen sein. Zulässig sind nur Referenzprojekte, die auf dem Gebiet der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums, der Schweiz oder Großbritannien durchgeführt werden/wurden

Zuschlagskriterien

  • Gesamtangebotspreis netto: Die Preiswertung erfolgt aufgeteilt nach Betriebskosten und Einmalkosten. Die Betriebskosten werden mit 123 Punkten und die Einmalkosten mit 164 Punkten gewichtet, sodass sich eine maximale Gesamtpunktzahl von 287 Punkten ergibt. In beiden Kostenkategorien erhält jeweils das wirtschaftlich günstigste Angebot die volle Punktzahl. Angebote, deren Preis dem Doppelten oder mehr des günstigsten Angebots entspricht, werden mit 0 Punkten bewertet. Dazwischen wird linear interpoliert, wobei kaufmännisch auf 2 Stellen nach dem Komma gerundet wird. Die Gesamtbewertung des Preises ergibt sich aus der Summe der in beiden Kategorien erreichten Punkte.

  • Konzepte und SOLL-Anforderungen: Die Bewertungsmethodik ergibt sich hier aus den Angaben zu den Soll-Anforderungen im Lastenheft. Die Konzepte werden nach dem Grad der Erreichung der im Lastenheft zu den Konzepten formulierten Erwartungsziele bewertet. Dem Auftraggeber ist an einer möglichst qualitativ hochwertigen Umsetzung der Systemintegration innerhalb des förderrechtlich vorgegebenen Zeitplanes gelegen. Diese Aspekte sollen auf der Basis der in Lastenheft unter "Konzepte und Nachweise" aufgeführten Konzepte angeben und entsprechend bewertet werden. Insoweit sind 2 wertungsrelevante Teilkonzepte mit dem Angebot einzureichen, die wie folgt bewertet werden: Die Bewertung jedes der einzureichenden Konzepte erfolgt in Anlehnung an Schulnoten. Konzepte mit 20 Punkten: Ein sehr gutes Konzept erhält 20 Punkte, ein gutes Konzept 16 Punkte, ein befriedigendes Konzept 12 Punkte, ein ausreichendes Konzept 8 Punkte, ein mangelhaftes oder ungenügendes Konzept 0 Punkte. Erreicht das verbindliche Angebot für jedes Konzept nicht mindestens 8 Punkte, wird es ausgeschlossen. Konzepte mit 10 Punkten: Ein sehr gutes Konzept erhält 10 Punkte, ein gutes Konzept 8 Punkte, ein befriedigendes Konzept 6 Punkte, ein ausreichendes Konzept 4 Punkte, ein mangelhaftes oder ungenügendes Konzept 0 Punkte. Erreicht das verbindliche Angebot für jedes Konzept nicht mindestens 4 Punkte, wird es ausgeschlossen.

  • Transaktionsgebühren: Das Angebot mit den niedrigsten gewichteten durchschnittlichen Transaktionsgebühren erhält 41 Punkte. Angebote mit gewichteten durchschnittlichen Transaktionsgebühren, die höher als 2,1% sind, werden vom Verfahren ausgeschlossen. Alle anderen Angebote werden entsprechend proportional (linear) dazwischen gewertet. HINWEIS: Die Angabe der Transaktionsgebühren im Dokument Transaktionsrechner ist zwingender Bestandteil des Angebots.

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