Veröffentlichung 09.07.26 | Fragenfrist 29.07.26 | Teilnahmefrist 10.08.26 | Vertragsbeginn 01.10.26 |
Eignungskriterien
Der Bieter muss nachweisen, dass eine Berufshaftpflichtversicherung bei einem in der Europäischen Union ansässigen Versicherungsunternehmen besteht, wonach für Personenschäden und Vermögens- und Sachschäden jeweils eine Deckungssumme von mindestens 5 Millionen EUR (3-fach maximiert pro Jahr) zur Verfügung steht. Bei Bietergemeinschaften ist vorsorglich darauf hinzuweisen, dass spätestens in der eventuellen Angebotsphase ein entsprechender Gesamtversicherungsnachweis erforderlich ist, dass für die Tätigkeit in einer Arbeitsgemeinschaft mit den Mitgliedern der Bietergemeinschaft Versicherungsschutz besteht, bzw. im Falle der Auftragserteilung Bestand haben wird
Erklärungen über den Gesamtumsatz des Unternehmens (bei Arbeitsgemeinschaften gilt der Gesamtumsatz) sowie den Umsatz pro Geschäftsjahr der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023 bis 2025) in den hier nachgefragten Leistungsbereichen und sonstige damit zusammenhängende oder ähnliche Leistungen. Mindestumsatz p.a. (gemittelt) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren in Höhe von - bei Los 1: 4 Mio. EUR brutto - bei Los 2: 2 Mio. EUR brutto
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten. Voraussetzung ist die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung "Architekt", "Beratender Ingenieur" oder "Ingenieur". Auswärtige Bewerber mit der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfüllen die fachliche Voraussetzung für ihre Bewerbung, wenn ihre Berechtigung zur Führung der oben genannten Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anerkennung von Berufsqualifikationen gewährleistet ist. Juristische Personen erfüllen diese Voraussetzungen, sofern deren satzungsgemäßer Geschäftszweck auf Planungs- bzw. Ingenieurleistungen gerichtet ist und sie einen verantwortlichen Berufsangehörigen im vorstehenden Sinne benennen. Zusätzlich zu Los 1: - Bauvorlageberechtigung im Sinne der BauO NRW - Qualifikation als Staatlich anerkannter Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz Zusätzlich zu Los 2: - Berechtigung gemäß § 54 Abs. 4 Nr. 2 BauO NRW zur Benennung als Qualifizierte Tragwerksplanende
Die Bewerber (ggf. in Summe als Bietergemeinschaft) müssen in den letzten drei Jahren durchschnittlich eine Beschäftigung von - zu Los 1: mind. 40 Mitarbeiter - zu Los 2: mind. 20 Mitarbeiter nachweisen können, wobei mind. 25 % dieser Mitarbeiter über eine gemäß Niveau 6 gem. europäischem bzw. deutschem Qualifikationsrahmen, gleichrangig mit Master Architektur M. Sc. oder Dipl.-Ing. Architekt verfügen müssen.
Es müssen als Eignungsnachweis im Sinne von § 46 VgV mindestens drei Referenzen zu den jeweiligen Losen benannt werden, die jeweils den nachfolgend definierten Anforderungen, je Los, genügen müssen: Zu Los 1: Planungsleistungen zu Krankenhausbauten mit den folgenden Pflichtanforderungen - Neubau Krankenhaus mit Stationen oder Funktionsabteilungen iV. mit Umbauarbeiten im Bestand - einem Bauvolumen (Kostengruppen 300 und 400) von mindestens 40 Millionen EUR brutto im engen, räumlich funktionalen und zeitlichen Zusammenhang - und der Verwendung öffentlicher Fördermittel (Förderquote mind. 50 % im Sinne von § 99 Nr. 4 GWB der geschätzten Baukosten, da dies wesentliche Auswirkungen auf die Vergabe der bauausführenden Leistungen hat, insbesondere Erfahrung im Umgang mit der VOB/A-EU hat) - Der Auftragsumfang des Bieters zu der Referenz soll sich über jeweils mind. 4 Leistungsphasen erstrecken - Mind. zwei der Referenzen sollen sich auf erfolgreich abgeschlossene Projekte beziehen, zu der der Bieter auch die Leistungsphase 8 einschließlich der Übergabe des Objektes zur Nutzung an den Bauherrn innerhalb der letzten sieben Jahre bewirkt hat. Zu Los 2: - Mind. 5-stöckiges Gebäude für eine öffentlich zugängliche Nutzung, wie z.B. Krankenhaus, Ärztehaus, Universitätsinstitute etc. - einem Bauvolumen (Kostengruppen 300 und 400) von mindestens 40 Millionen EUR brutto im engen, räumlich funktionalen und zeitlichen Zusammenhang - Der Auftragsumfang des Bieters zu der Referenz soll sich über jeweils mind. 3 Leistungsphasen erstrecken - Mind. zwei der Referenzen sollen sich auf erfolgreich abgeschlossene Projekte beziehen, zu der der Bieter auch die Leistungsphase 5 innerhalb der letzten sieben Jahre abgeschlossen hat und das Objekt zur Nutzung an den Bauherrn inzwischen übergeben wurde. Neben den drei Pflichtreferenzen, die im Teilnahmeantrag als Eignungskriterium zu benennen sind, dürfen bis zu sieben weitere Referenzen (bezogen auf das gesamte Unternehmen des Bieters) auf dem dafür vorgesehenen Formblatt "Zusätzliche Referenzen" gemäß Anlage 2.3.benannt werden. Die Pflichtreferenzen müssen den je Los genannten Anforderungen entsprechen. Die zusätzlichen Referenzen können grundsätzlich frei gewählt werden, werden jedoch anhand der gleichen Kriterien wie die drei Pflichtreferenzen bewertet. Danach werden in der Auswahlentscheidung bis zu maximal 10 Referenzen berücksichtigt. Jede Referenz darf zusätzlich zu den Angaben auf den Formblättern auf max. einer DIN-A4-Seite zusätzlich erläutert werden. Die Bewertung erfolgt auf Basis der mit der Vergabeunterlage bereit gestellten Auswahlmatrix (Anlage 2.4) anhand folgender Merkmale und Gewichtung: - Zahl der vergleichbaren Referenzen (die mindestens die jeweils die beiden ersten Mindestkriterien gemäß IV. c) iii) zum Planungsgegenstand und zu den anrechenbaren Baukosten erfüllen): Gewichtung: 25 % - Inhaltliche Vergleichbarkeit des Projektes mit der beabsichtigten Maßnahme Gewichtung: 25 % - Beauftragter Leistungsumfang anhand der jeweiligen Leistungsphasen der HOAI, vorzugsweise Los 1 Leistungsphasen 1 bis 8, bzw. Los 2 Leistungsphasen 1 bis 5 und Stand der Realisierung anhand abgeschlossener Leistungsphasen: Gewichtung: 25 % - Einbeziehung von Fördermitteln mit einer Förderquote von mind. 50 % der geschätzten Baukosten: Gewichtung: 25 % Einzelheiten zur Punktevergabe und der zugrundeliegenden Unterkriterien sind der Vergabeunterlage und der damit bereit gestellten Anlage 2.4. Auswahlmatrix zu entnehmen.
Zuschlagskriterien
Wertungsmatrix: Die Wertung der Angebote erfolgt anhand einer Kombination von Preis und Qualitätskriterien wie folgt: 1. Qualitätskriterium - Name: Fachkompetenz der Projektleitung (Beurteilung anhand der allgemeinen Berufserfahrung und der spezifischen Erfahrung als verantwortlicher Projektleiter) Gewichtung 15 % 2. Qualitätskriterium - Name: Fachkompetenz der stellv. Projektleitung (Beurteilung anhand der allgemeinen Berufserfahrung und der spezifischen Erfahrung als (mit-) verantwortlicher Projektleiter) Gewichtung 10 % 3. Qualitätskriterium - Kurzkonzept (Max. 10 Seiten) zur Darstellung der geplanten Herangehensweise an die Aufgabenstellung, insbesondere zu Kosten-, Termin- und Qualitätsmanagement Gewichtung 45 % 4. Preis Gewichtung 30 % Die Wertungsmatrix zur Punktevergabe in der Angebots-/Verhandlungsphase wird zur Kenntnisnahme zur Verfügung gestellt als Anlage 2.5 erlangt jedoch erst nach Überleitung in die Angebots-/Verhandlungsphase Bedeutung.
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