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Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin Umbau und Erweiterung Gebäude T: Gebäudeautomation

Auftraggeber
Veröffentlicht
16.07.2026
Angebotsfrist
Das Fritz-Haber-Institut (FHI) wurde im Jahr 1911 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem gegründet und 1953 in die MPG eingegliedert. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten steht das fundamentale Verständnis elementarer Prozesse in der physikalischen Chemie und damit des Zusammenhangs von Struktur, Reaktivität und Dynamik an Oberflächen, Grenzflächen, Nanostrukturen, Molekülen und Clustern. Aktuell besteht ein erhebliches Defizit an hochinstallierten, nass-chemischer Laborflächen mit für den robotisierten Betrieb geeignetem Aufbau. Zur Bedarfsdeckung soll das Gebäude T zu einem Laborbau umgebaut und erweitert werden. Die auf der Nordseite des sechseckigen Gebäudes angeordneten Bürokuben und die Mittelhalle sollen anteilig abgebrochen und die technische Ausrüstung komplett zurückgebaut werden. In die frei werdenden Flächen, zwischen den zwei teilabgebrochenen Kuben, soll der Erweiterungsbau in das bestehende Gebäude „eingeschoben“ werden. In diesem neu zu errichtenden Teilgebäude sollen sämtliche hochinstallierte Räume, wie Labore und Gefahrstofflager, sowie der Großteil der zentralen Technik und technischen Erschließung auf drei Geschossen, davon ein Kellergeschoss, untergebracht werden. Das „Kernstück“ des neuen Bereichs stellt dabei das KI-gesteuerten automatisierte Labor dar, dass im Erdgeschoss entstehen soll. Im darüber liegenden Geschoss sollen Nasschemie-Labore mit Auswerteplätzen entstehen, die in mehrere Laborräume unterteilbar sein sollen. Das zukünftige Gebäude T soll eine NUF von ca. 1.400 m² (ca. 3.370 m² BGF) umfassen, wobei sich die geplanten Nutzungsflächen wie folgt verteilen: - 80m² großen Chemielager, jeweils etwa 440 m² roboterbetriebenes KI-gestütztes Chemie-Großraumlabor, ca. 440 m² Nass-Chemielabore, ca. 340 m² Büroflächen, ca. 100 m² Lagerflächen. - Für die NUF 7 wurden ein Raumbedarf von ca. 100 m² ermittelt, für die Technikflächen ca. 500 m². - Die veranschlagten Gesamtbaukosten (KG 200 bis 700) belaufen sich für den Um- und Erweiterungsbau auf ca. 22.800.000 € netto. Im Laufe der Planungsphase zu erstellende Kostenermittlungen sind getrennt nach Kosten für den Erweiterungsbau sowie den Umbau / Sanierung des Bestandes zu ermitteln und in einer Gesamtaufstellung zusammen zu führen. KG 480 - Gebäudeautomation: Die Gebäudeautomation für Geb. T und L ist in die Managementbedieneinrichtung (MBE) des Bestands (Campus) einzubinden. Die aufzubauende Gebäudeautomationsanlage muss alle Teilanlagen des Gebäudes T und die Kälteerzeugung von Gebäude L steuern und regeln. Dies umfasst die Anlagenautomation (Heizungs-, Lüftungs-, Kälteanlagen, etc.). Meldungen aus den Bereichen Labor- und Elektrotechnik sind ebenfalls einzubinden, wie die zu planende Raumautomation. Der Standard BACnet-IP ist zwingend vorgegeben. Für die Gebäudeautomation ist ein physikalisch getrenntes Netzwerk aufzubauen. Die Planung der Integration ist Teil der zu vergebenden Leistung. Die AMEV – GA und die VDI 3814 Blatt 2.2 sind Planungsgrundlagen für die GA. Interim Maßnahmen, die notwendig sind, um den Betrieb der Bestandsgebäude aufrechtzuhalten, sind Teil des Auftragsumfanges. Die Gebäude T und L sind an die Infrastruktur (Stromversorgung, Datenleitungen, Zutrittskontrolle, BMA, etc.) des Campus angeschlossen. Besonderer Hinweis betr. Bieterfragen aufgrund besonderer äußerer Ereignisse (z.B. Sars-COV-2 oder Ukraine Krieg): Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotserstellung etwaige mögliche bzw. erkennbare Beeinträchtigungen, z.B. in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien und Produkten, Arbeitskräften, eine evtl. verzögerte Beibringung von geforderten Nachweisen, Auswirkungen auf etwaige Nachunternehmer etc. Fragen, die in diesem Zusammenhang auftreten, bitten wir rechtzeitig vor Angebotsfrist über das Nachrichtensystem der eVergabe zu stellen.

Zeitplan

Veröffentlichung
16.07.26
Fragenfrist
06.08.26
Teilnahmefrist
18.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
München, Deutschland
Vertragslaufzeit
73 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
bieterfragen@gv.mpg.de
Telefon
+49 8921080
Website
http://www.mpg.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages bestätigt der Bewerber, dass er nach den Rechtsvorschriften des Staats, in dem er niedergelassen ist, in das Berufs- oder Handelsregister dieses Staats eingetragen ist (für Bewerber mit Sitz in Deutschland

    • es wird bestätigt, dass der Bewerber in ein entsprechendes Handelsregister, Partnerschaftsregister bzw. Berufsregister ordnungsgemäß eingetragen ist, soweit der Bewerber zur Eintragung verpflichtet ist).
    • Weiter bestätigt der Bewerber mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages, dass die im Auf-tragsfall für die Leistungserbringung vorgesehenen Personen über die erforderliche Qualifikation als Architekten bzw. Ingenieure (oder vergleichbar) gem. § 75 Abs. 1 und 2 VgV verfügen.
  • Erklärung zum Personalbestand für entsprechende Dienstleistungen, die beauftragt werden sollen, für die Jahre 2023, 2024 und 2025, wobei die fest angestellte Mitarbeiter/innen in Vollzeit, inkl. Büro-Inhaber/in bzw. -Geschäftsführer/in sind. Teilzeitkräfte sind in Vollzeitäquivalente (VZÄ) entsprechend umzurechnen (ohne freie Mitarbeiter/innen, Praktikant/innen und Aushilfen). Geforderte Mindestanforderungen

    Mittelwert über die Jahre 2023 - 2025 ≥ 3 Personen (VZÄ). (Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet).

  • Mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages verpflichtet sich der zukünftige Auftragnehmer vor Auftragserteilung - jedoch erst nach Aufforderung durch die Auftraggeberin – zur Sicherung etwaiger Ersatzansprüche – eine Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung gem. Maßgaben des Vertrages (vgl. Anlage 06) abzuschließen bzw. eine verbindliche Bestätigung des Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers einzureichen, dass eine solche Versicherung abgeschlossen wird und die Versicherung für die Dauer des Vertragsverhältnisses zu unterhalten. Die Vorlage eines Versicherungsnachweises mit dem Teilnahmeantrag ist nicht erforderlich und nicht gewünscht. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft – spätere Arbeitsgemeinschaft (ARGE) – ist im Auftragsfall entweder der Abschluss einer derartigen Haftpflichtversicherung für die Arbeitsgemeinschaft bzw. eine verbindliche Bestätigung eines Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers, dass eine derartige Versicherung abgeschlossen wird nachzuweisen oder, wenn eine solche Versicherung für die ARGE nicht abgeschlossen werden soll, das Bestehen bzw. eine verbindliche Bestätigung eines Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers, dass eine derartige Versicherung abgeschlossen wird, von jedem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft nachzuweisen. Geforderte Mindestanforderungen

    • :
    • Folgende Deckungssummen sind für die Berufshaftpflichtversicherung mindestens erforderlich mit dem Teilnahmeantrag zu bestätigen und im Auftragsfall nachzuweisen:
    • - min. 3.000.000 EUR für Personenschäden und min. 1.000.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden
    • je pro Jahr 2-fach maximiert (bei Projektversicherung/Excedentendeckung 1-fach maximiert)
  • Erklärung zum Mindestjahresumsatz (netto) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren in dem Tätigkeitsbereich, der beauftragt werden soll. Geforderte Mindestanforderungen

    • (Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet):
    • ALG 8: Mittelwert in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren ≥ 40.000 € netto.
  • Mit der Einreichung des Teilnahmeantrages bestätigen der Bewerber, dass er über die erforderliche technische Ausstattung verfügt, um eine fachgerechte Leistungserbringung in dieser Beauftragung zu gewährleisten.

  • Übergeordnete Anforderungen an die Referenzen Nr. 01 bis 03

    • - Der Bewerber hat die Angaben zu den Mindestanforderungen sowie die Angaben, welche ggf. für die Erstellung einer Rangfolge erforderlich sind, in den Abschnitten Nr. 03 und Nr. 04 anzugeben. Die Beschreibung der Rangfolgebildung kann der Anlage 01, Kap. 4.2 entnommen werden.
    • - Zum Nachweis der beruflichen Eignung werden Referenzen gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV mit vergleichbaren Leistungen gewertet, deren LPH 8 innerhalb der letzten fünf Jahre ab Fristende zur Einreichung der Teilnahmeanträge mit (Teil-)Schlussrechnung oder Abnahme gem. VOB/B abgeschlossen wurde.
    • - Die Anforderungen an die Anwendung / Berücksichtigung von öffentlichem Vergaberecht (vgl. Referenz Nr. 03
    • Kap. 3.3) können über die dort abgefragte separate Referenz oder kumuliert über die Referenz Nr. 01 bzw. Referenz Nr. 02 nachgewiesen werden.
    • - Der Auftraggeber behält sich vor, die getätigten Angaben im Rahmen der Auswertung stichprobenhaft bei dem angegebenen Auftraggeber/innen auf Plausibilität zu überprüfen. Nicht wahrheitsgetreue Angaben führen zum Ausschluss aus dem Verfahren.
    • Referenz 1 (Pflicht):
    • Mindestanforderungen:
    • - Eine vergleichbare Leistung für den Umbau / die Sanierung / die Erweiterung eines Objektes als Laborgebäude oder vergleichbares Objekt mit besonderen technischen und organisatorischen Anforderungen in Bezug auf die vorgesehene Nutzung "Labor" im Bereich "Anlagengruppe 8" gem. Anlage 15.2 Objektliste HOAI 2021 mit mindestens einer HZ = III
    • - Eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Erbringung von mindestens 3 LPH im Bereich 1 - 3 und 5 - 9 (mind. LPH 3, 5 & 8)
    • - Eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Baukosten (KG 480) ≥ 200.000 € netto
    • - Abschluss der Referenz gem. Nr. 3.0 Anlage 03 (Eignungsmatrix) innerhalb der letzten 5 Jahre
    • Bewertung:
    • - Vergleichbarkeit der Bauaufgabe: (Wichtungsfaktor 4)
    • 3 Punkte: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz sehr vergleichbar. 12 Punkte
    • 2 Punkte: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz vergleichbar mit wenigen Abstrichen. 8 Punkte
    • 1 Punkt: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz vergleichbar, jedoch mit nennenswerten Abstrichen. 4 Punkte
    • - Vergleichbarkeit der erbrachten Leistungsphasen: (Wichtungsfaktor 2)
    • 6 Punkte: Erbringung von 8 Leistungsphasen 12 Punkte
    • 5 Punkte: Erbringung von 7 Leistungsphasen 10 Punkte
    • 4 Punkte: Erbringung von 6 Leistungsphasen 8 Punkte
    • 3 Punkte: Erbringung von 5 Leistungsphasen 6 Punkte
    • 2 Punkte: Erbringung von 4 Leistungsphasen 4 Punkte
    • 1 Punkt: Erbringung von 3 Leistungsphasen 2 Punkte
    • - Vergleichbarkeit des Bauvolumens: (Wichtungsfaktor 2)
    • 5 Punkte: ≥ 600.000 € 10 Punkte
    • 4 Punkte: ≥ 500.000 € 8 Punkte
    • 3 Punkte: ≥ 400.000 € 6 Punkte
    • 2 Punkte: ≥ 300.000 € 4 Punkte
    • 1 Punkt: ≥ 200.000 € 2 Punkte
    • - Vergleichbarkeit der Fläche: (Wichtungsfaktor 2)
    • 4 Punkte: ≥ 2.700 m²BGF 8 Punkte
    • 3 Punkte: ≥ 1.800 m²BGF 6 Punkte
    • 2 Punkte: ≥ 900 m²BGF 4 Punkte
    • 1 Punkt: ≤ 899 m²BGF 2 Punkte
    • Projektbesonderheiten (jeweils 1 Punkt
    • Wichtungsfaktor 6)
    • 1 Punkt: Teilabbruch mit Bestandserhalt 6 Punkte
    • 1 Punkt: Denkmalgeschütztes Gebäude 6 Punkte
    • 1 Punkt: Chemie-Labor oder vergleichbare Anforderungen 6 Punkte
    • - Umsetzung der Maßnahmen: (Wichtungsfaktor 4)
    • 2 Punkte: Laufender Betrieb in angrenzenden Gebäuden 8 Punkte
    • 1 Punkt: Keine Maßnahme mit laufendem Betrieb 4 Punkte
    • - Beachtung von öffentlichem Vergaberecht: (Wichtungsfaktor 2)
    • 4 Punkte: Vergaben gem. VOB/A 01. und 02. Abschnitt 8 Punkte
    • 3 Punkte: Vergaben gem. VOB/A 02. Abschnitt 6 Punkte
    • 2 Punkt: Vergaben gem. VOB/A 01. Abschnitt 4 Punkte
    • 1 Punkt: Keine Vergaben gem. VOB/A 2 Punkte

Zuschlagskriterien

  • Preis

  • Leistungsbewertung gemäß Kriterienkatalog: vgl. Anlage 01 "Allgemeine Vergabeunterlage", Kap. 4.4, "Bewertungssystematik" und Anlage 05 "Zuschlagskriterien"

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Preisblatt24 KB2 Tabellen
Projektplan156 KB32 Seiten
Eigenerklärung78 KB6 Seiten
Eignungskriterien37 KB12 Seiten
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