Veröffentlichung 06.05.24 | Fragenfrist 03.06.24 | Teilnahmefrist 06.06.24 |
Eignungskriterien
Mindestanforderungen zur Erlaubnis der Berufsausübung
Mindestanforderungen zur technischen und finanziellen Leistungsfähigkeit: Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind nach § 45 VgV folgende Unterlagen vorzulegen: - Anlage E_6 / Erklärung über den Gesamtjahresumsatz sowie über den Jahresumsatz in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags innerhalb der letzten 3 Geschäftsjahre (2021 - 2023). Dabei sind folgende Jahresumsätze (netto) nachzuweisen: - mindestens 300.000 EUR (netto) pro Jahr in dem Tätigkeitsbereich des Auftrags, d.h. mit Planungsleistungen Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI - Anlage N_2 / Berufshaftpflichtversicherung mit Erklärung über folgende Deckungssummen >> für Personenschäden bis zu 2.00.000 EUR >> für sonstige Schäden bis zu 2.000.000 EUR bei einem, in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens. Die Berufshaftpflichtversicherung muss während der gesamten Vertragszeit unterhalten und nachgewiesen werden. Es ist zu gewährleisten, dass zur Deckung eines Schadens aus dem Vertrag Versicherungsschutz in Höhe der genannten Deckungssummen besteht. In jedem Fall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung pro Kalenderjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme beträgt. Hinweis: Bei Versicherungsverträgen mit Pauschaldeckungen ist eine Erklärung des Versicherungsunternehmens erforderlich, dass beide Schadenskategorien im Auftragsfall nebeneinander mit den geforderten Deckungssummen abgesichert sind. Die geforderte Sicherheit kann auch durch eine Erklärung des Versicherungsunternehmens erfüllt werden, mit der dieses den Abschluss der geforderten Haftpflichtleistungen und Deckungsnachweise im Auftragsfall zusichert. Bei Bewerbergemeinschaften sind ein entsprechender Nachweis oder eine entsprechende Versicherungsbestätigung des Versicherungsunternehmens von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
Mindestanforderungen zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit: - Anlage E_7 / Mitarbeiterzahlen Erklärung zur durchschnittlich jährlichen Beschäftigtenzahl des Unternehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren ersichtlich ist. >> Es sind mindestens 3 Architekten Dipl. Ing. (FH oder Univ. oder Master) inklusive Geschäftsführung nachzuweisen. - Anlage E_8 / Referenzen Auflistung geeigneter erbrachter Referenzprojekte für Planungsleistungen nach § 34 HOAI mit vergleichbaren Anforderungen hinsichtlich Schwierigkeitsgrad und Komplexität unter Angabe von: - der Projektbezeichnung, - der anrechenbaren Kosten netto (Summe der KGR 300+400 gem. DIN 276) - des Werts der eigenen erbrachten Leistung - des Leistungszeitraumes (Beginn LPH 5 MM/JJJJ, Ende bzw. Ende LPH 8 MM/JJJJ) - der Honorarzone - der erbrachten Leistungsphasen - des Leistungsbildes mit Beschreibung der Aufgabe und des Umfangs der Leistung, - der Art des Vertragsverhältnisses sowie - Nennung vergleichbarer Qualitätsanforderungen im Bezug auf die ausgeschriebene Projektaufgabe Es werden folgende Mindestanforderungen gestellt: - Jedes Referenzprojekt mit Zuordnung zu mind. HZ III - Bei mindestens 2 Referenzprojekten muss die LPH 8 im Zeitraum zwischen 10 Jahren vor Ende Teilnahmefrist bis Ende Teilnahmefrist abgeschlossen worden sein, ansonsten muss die LPH 8 zumindest begonnen worden sein. - Dem Bewerber/der Bewerbergemeinschaft zuzurechnende eigene durchgängige Leistungserbringung bei jeder Referenz für folgende Leistungsphasen nach HOAI mindestens LPH 5 - 8 (Entwurfsplanung bis einschließlich Objektüberwachung) - Mindestens 1 öffentlich gefördertes Referenzprojekt nach z.B. BayFAG oder vergleichbarem Landes- Bundes- oder EU-Förderverfahren mit erfolgter Fachbegleitung in der Fortschreibung der Projektdaten zum Fördermittelverfahren und abgeschlossener fachlicher Mitwirkung bei der Erstellung der Verwendungsnachweise - Mindestens 1 Referenzprojekt in Massivholzbauweise oder Holzständerbauweise - Mindestens 1 Referenzprojekt mit einem Projektvolumen der anrechenbaren Kosten der KGR 300+400 von mind. 5,0 Mio. EUR netto Es ist pro Referenz ein Ansprechpartner des jeweiligen Auftraggebers mit Telefonnummer und e-mail-Adresse zu benennen, der in der Lage ist, detaillierte Auskünfte über die benannte Referenz zu geben. - Anlage E_9 / Benennung der technischen Fachkräfte Angaben mit Namen und beruflicher Qualifikation der technischen Leitung und der für die Leistung vorgesehenen Verantwortlichen für die Qualitätskontrolle gem. § 46 Abs. 3 Nr. 2 VgV. Dabei sind nur jeweils die Personen anzugeben, die die Leistung tatsächlich verantworten und auch maßgeblich erbringen. Ergänzend sind die Referenzprofile zum fachlichen Lebenslauf und zu den beruflichen Erfahrungen des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters darzustellen und beizufügen: - Anlage E_9a / Referenzprofile des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters Folgende Mindestanforderungen werden an die Erfahrung des für den Einsatz vorgesehenen Personals gestellt: - Projektleiter mit Qualifikation als Ingenieur (Dipl. Ing. FH od. Univ. oder Master Architektur und mindestens 8 Jahren Berufserfahrung im Leistungsbild Objektplanung Gebäude und Innenräume nach § 34 HOAI und mind. 2 persönlichen mit in Umfang, Schwierigkeitsgrad und Aufgabenstellung vergleichbaren Referenzprojekten in Funktion als Projektleiter - Stellvertretender Projektleiter mit Qualifikation als Ingenieur (Dipl. Ing. FH od. Univ. oder Master Architektur und mindestens 6 Jahren Berufserfahrung im Leistungsbild Objektplanung Gebäude und Innenräume nach § 34 HOAI und mind. 2 persönlichen mit in Umfang, Schwierigkeitsgrad und Aufgabenstellung vergleichbaren Referenzprojekten in Funktion als Projektleiter oder stellv. Projektleiter - Insgesamt muss vom Projektleiter und stellvertretenden Projektleiter (kumulativ) ein persönliches Referenzprojekt inkl. fachlicher Begleitung in einem öffentlichen Förderverfahren z.B. nach BayFAG oder vergleichbarem Landes- Bundes- oder EU- Förderverfahren sowie fachlicher Mitwirkung bei der Erstellung des Verwendungsnachweises nachgewiesen werden. Alle weiteren für den Einsatz vorgesehenen Mitarbeiter sind lediglich zu benennen und deren berufliche Qualifikation darzustellen.
Eignungskriterien zur Bewerberauswahl: Alle Bewerber bzw. Bewerbergemeinschaften, die nicht ausgeschlossen worden sind und die Mindestanforderungen an die Eignung erfüllen werden zur Begrenzung der Anzahl der Bewerber nach Eignungskriterien bewertet. Dabei werden Wertungspunkte für die Vergleichbarkeit von Referenzen vergeben. Aufgrund der erreichten Wertungspunkte wird eine Rangfolge gebildet. Der Auftraggeber wird die drei bis fünf geeignetsten Bewerber mit der höchsten Punktzahl - unabhängig davon ob es sich hierbei um einen Bewerber oder eine Bewerbergemeinschaft (jeweils mit bzw. ohne Nachunternehmer) handelt - auffordern, ein Erstangebot abzugeben. Erfüllen mehrere Bewerber bzw. Bewerbergemeinschaften gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend der zugrunde gelegten Eignungskriterien zu hoch, wird die Auswahl unter den verbleibenden Bewerbern durch Los getroffen (§ 75 Abs.6 VgV). Neben der Erfüllung oben benannten Mindestanforderungen gilt nachstehender Wertungsmaßstab für die Bewertung der Referenzen. Es werden maximal 4 Referenzen berücksichtigt. Dabei werden Punkte vergeben für: - Öffentlich gefördertes Projekt z.B. nach BayFAG oder vergleichbarer Landes-, Bundes- oder EU-Förderrichtlinie (1 Pkt.) - Projektgegenstand ist entweder ein Neubau oder ein Erweiterungsbau (1 Pkt.) - Projekt unter Einhaltung der Richtlinien DIN 18040 (1 Pkt.) - Projekt mit nachhaltigen Bauweisen (1 Pkt.), bauunterhaltskostenreduzierenden Maßnahmen (1 Pkt.) sowie energiekostenreduzierenden Maßnahmen (1 Pkt.) >> max. 3 Pkt. - Bauweise ist entweder ein Holzbau oder ein Holzhybridbau (3 Pkt.) Pro nachgewiesener Projektanforderung pro Referenz werden o.g. Punkte vergeben. Insgesamt können somit für die Referenzen maximal 4 x 9 = 36 Punkte erzielt werden. Darüber hinaus werden die je zwei vom Projektleiter/stellv. Projektleiter einzureichenden persönlichen Referenzen bewertet. Dabei erfolgt pro nachgewiesener Projektanforderung pro persönlicher Referenz eine analoge Punktvergabe wie vorstehend. Dies gilt auch, wenn die Referenz bereits als Unternehmensreferenz eingereicht wurde und vom für den Einsatz vorgesehenen Projektleiter / stellv. Projektleiter in der jeweiligen Funktion als Projektleiter/stellv. Projektleiter erbracht wurde. Insgesamt können somit für die Referenzprofile des Projektleiters und des stellv. Projektleiters maximal 2 x 2 x 9 = 36 Punkte erzielt werden. In Summe können somit maximal 36 + 36 = 72 Punkte erzielt werden.
Zuschlagskriterien
Qualitative technische und fachliche Herangehensweise an das Projekt: Qualität der Herangehensweise im Hinblick auf >> Umsetzung der Planung in eine ressourcenschonende, nachhaltige Bauweise >> Maßnahmen zur Reduzierung der Bauunterhaltskosten und des Personalaufwand >> Baudurchführung im angrenzend laufenden Betrieb >> maximale Reduzierung von Interimsmaßnahmen / Provisorien >> zeitliche Optimierung der Bauabwicklung >> Erreichbarkeit & Reaktionszeiten sowie Präsenz vor Ort während der Bauphasen
Projektorganisation: Personaleinsatzplan inkl. Darstellung von >> Aufgabenverteilung >> Vertretungsregelungen sowie >> aufgewendete Kapazitäten der Teammitglieder für das Projekt in % bezogen auf eine Vollzeitstelle pro Leistungsphase >> Gewährleistung Kontinuität des Personaleinsatzes Kommmunikationsstruktur intern und extern sowie Schnittstellenbewältigung zur Koordination und Integration der Leistungen der anderen fachlich Beteiligten
Honorarangebot: Netto_Gesamthonorar: Grundleistungen und Besondere Leistungen / inkl. Nebenkosten
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