Frist abgelaufen

Generalplanerleistungen für kreislaufgerechtes Bauen mit nutzergetragenem Selbstausbau

Auftraggeber
Veröffentlicht
10.12.2025
Angebotsfrist
Die AndersBauen Karl-Marx-Allee 1 gGmbH (Auftraggeberin) ist ein gemeinnütziger Bauträger, der die Projektentwicklung für einen geplanten Mieterausbau von sanierten Bestandsgebäuden in Berlin übernimmt. Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt: - Herstellung und Aktivierung von kuratierten Ausbauflächen zur flexiblen Nutzbarkeit und Aneignung für die Stadtbewohner und als wesentlicher Beitrag für die Identität des entstehenden Quartiers; das Interaktionspotential zwischen öffentlichem Raum und Erdgeschosszone soll sowohl zum umgebenden Stadtraum als auch zu den quartierseigenen Innenbereichen erhöht werden. - Menschen sollen befähigt werden, offene Räume für Viele als inklusive Treffpunkte im Quartier gemeinsam vor Ort und nach dem Prinzip der Bauhütten gemeinsam mit den Nutzenden durch Selbstausbau zu realisieren; niedrigschwellige Ausbaustandards, Prinzipien der zirkulären Materialverwendung und Selbstausbau der Nutzenden sollen langfristig niedrige Mieten am Standort sicherstellen. - Eine Dokumentation des nutzergetragenen Selbstausbaus mit einem Fokus auf zirkuläres Bauen soll die Übertragbarkeit im Hinblick auf gestalterische Qualität im Selbstbau, Anwendung als Schablone für andere Akteure im Selbstbau und den Einsatz von öffentlich-rechtlichen Mitteln für zirkuläres Bauen befördern. Grundstück und die für den geplanten Mieterausbau vorgesehenen Gebäude stehen im Eigentum des Landes Berlins. Die Bestandsgebäude werden derzeit im Auftrag des Landes Berlin vertreten durch die BIM GmbH in BNB Silber Standard saniert und anschließend im veredelten Rohbau und im sanierten Dach und Fach im Rahmen eines mietvertraglichen Verhältnisses an die Auftraggeberin übergeben. Auf den an die Auftraggeberin vermieteten Flächen sollen Räume für Kunst, Kultur, Bildung, Soziales und Wohnen, entstehen. Diese sozio-kulturelle Nutzung der Flächen erfolgt durch ausgewählte Institutionen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales, Bildung, Nachbarschaft, Klima und Ernährung und wird durch öffentlich zugängliche Erdgeschossnutzungen mit zusätzlichen Gemeinschaftsflächen und Optionsräumen in den Regelgeschossen ergänzt. Der Ausbau der Flächen soll als ökologisch nachhaltige, innovative und zukunftsfähige Architektur mit einem inklusiven Mehrfachnutzungskonzept für eine hohe Nutzungsintensität (24/7) erfolgen, um einen möglichst niedrigen Flächenverbrauch pro Kopf zu erreichen. Öffentlich zugängliche Flächen werden dadurch effizienter nutzbar und durch kompakte und flächensparende Nutzungen, sowie Raumdoppelnutzungen einem großen Nutzerkreis dauerhaft zugänglich gemacht. Für die Umsetzung des geplanten Mieterausbaus sucht die Auftraggeberin einen Generalplaner inklusive Objektplanung Gebäude und Innenräume, Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung sowie beratende Leistungen zur Bauphysik, wobei eine stufenweise Beauftragung mit folgenden Leistungsbausteinen geplant ist: 1. Grundleistung Objekt- und Fachplanung in den LPH 5 - LPH 9 sowie beratende Leistungen zur Bauphysik, 2. zusätzliche Leistungen Planung und Koordination im Zusammenhang mit kreislaufgerechtem Bauen, 3. zusätzliche Leistungen Planung nutzergetragener Selbstausbau 4. zusätzliche Leistungen Dokumentation des nutzergetragenen Selbstausbaus mit einem Fokus auf zirkuläres Bauen insbesondere im Hinblick auf gestalterische Qualität im Selbstbau, Anwendung als Schablone für andere Akteure im Selbstbau und den Einsatz von öffentlich-rechtlichen Mitteln für zirkuläres Bauen 5. Erforderliche Leistungen Abstimmung mit, Einarbeitung und Umsetzung von Vorgaben und Ergebnissen aus der wissenschafltichen Begleitung der TU Berlin Im Rahmen der Planung und Koordination im Zusammenhang mit kreislaufgerechtem Bauen (2.) sind für die Auftraggeberin folgenden Grundprinzipien in absteigender Gewichtigkeit von essenzieller Bedeutung für den Mieterausbau und vom Auftragnehmer im Rahmen seiner Leistungen umzusetzen: - Planung von Bauteilen mit wiederverwendeten Bauteilen von Rückbau-Projekten - Planung von Bauteilen mit Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen für positive Ökobilanzierungen (CO2 Senken) - Planung von Bauteilen nach dem Prinzip Design for Disassembly (Vermeidung von Verbundsystemen, zerstörungsfreie Rückbaufähigkeit mit anschließender Wiederverwendung bei Nutzungsänderungen oder in anderen Bauprojekten) in Bezug auf zukünftige Nutzungsänderungen, Umbauten etc. Der Mieterausbau folgt dem Kerngedanken, graue Energie in Umbau und Modernisierung möglichst stark zu reduzieren. Dieses Ziel wird über die Nutzung von kreislaufgerechten bzw. wiederverwendbaren und rückbaufähigen Bauteilen, den Einsatz von Naturbaustoffen (Holz, Lehm, Stroh, etc.) sowie der teilweisen Wiederverwendung von TGA Bauteilen aus gesammelten Materialien von Rückbau-Baustellen aus Berlin erreicht. Sämtliche Arbeiten für Gebäudeteile ohne Anforderungen an Standsicherheit und Brandschutz sollen konsequent kreislaufgerecht ausgeführt werden. In diesem Rahmen sollen insbesondere folgende Leistungen erbracht werden: - Planungsaufgaben bzgl. kreislaufgerechter Materialverwendung & Urban Mining - Planungsaufgaben unter Einbeziehung nachwachsender Rohstoffe und Co2 Senken - Design for Disassembly - Digitale Erfassung und Dokumentation (BIM & Materialpässe) - TGA nach DfD und Wiederverwendung von Baumaterialien - Ökobilanzierung & CO2-Berechnung - Systematisierung von Entscheidungsprozessen - Prototypenentwicklung & Nutzer:innenintegration

Zeitplan

Veröffentlichung
10.12.25
Fragenfrist
07.01.26
Teilnahmefrist
19.01.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
kb@andersbauen.berlin
Telefon
000

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 5.1. Eintragung in das Handelsregister Der Bewerber hat einen aktuellen Auszug aus dem Handelsregister/Berufsregister oder eine Kopie desselben einzureichen (der Auszug soll zum Zeitpunkt des Fristendes für den Teilnahmeantrag nicht älter als 6 Monate sein). a) Mindestanforderung: Keine. b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: Keine.

  • 5.2. Allgemeiner Jahresumsatz Gefordert ist eine Erklärung (siehe Eignungsformblatt) über den allgemeinen Jahresumsatz in Euro (netto) des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, d. h. für die Geschäftsjahre, welche in den Jahren 2022, 2023, 2024 abgeschlossen wurden. Auf Verlangen sind geeignete Nachweise (z.B. Bilanzen und Jahresabschlüsse oder vergleichbare Dokumente) vorzulegen. a) Mindestanforderung: Der durchschnittliche allgemeine Jahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024) muss mind. 1,5 Mio. Euro (netto) betragen. b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: Keine.

  • 5.3. Spezifischer Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich: Generalplanung Gefordert ist eine Erklärung (siehe Eignungsformblatt) zum spezifischen Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags: Generalplanung in Euro (netto) des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, d. h. für die Geschäftsjahre, welche in den Jahren 2022, 2023, 2024 abgeschlossen wurden. Auf Verlangen sind geeignete Nachweise (z.B. Bilanzen und Jahresabschlüsse oder vergleichbare Dokumente) vorzulegen. a) Mindestanforderung: Der durchschnittliche spezifische Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags: Generalplanung der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024) muss mindestens 500.000 Euro (netto) betragen. b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: Keine.

  • 5.4. Spezifischer Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich: Objektplanung Gefordert ist eine Erklärung (siehe Eignungsformblatt) zum spezifischen Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags: Objektplanung in Euro (netto) des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, d. h. für die Geschäftsjahre, welche in den Jahren 2022, 2023, 2024 abgeschlossen wurden. Auf Verlangen sind geeignete Nachweise (z.B. Bilanzen und Jahresabschlüsse oder vergleichbare Dokumente) vorzulegen. a) Mindestanforderung: Der durchschnittliche spezifische Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags: Objektplanung der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024) muss mindestens 500.000 Euro (netto) betragen. b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: Keine.

  • 5.5. Berufliche Risikohaftpflichtversicherung: Berufs-/Haftpflichtversicherung a) Mindestanforderung: Gefordert ist die Erklärung (siehe Eignungsformblatt) einer bestehenden Berufs- / Haftpflichtversicherung mit Angabe der Deckungssumme je Versicherungsfall - für Personenschäden: mind. 3 Mio. Euro - für Sachschäden: mind. 3 Mio. Euro - für Vermögens-, einschließlich Umweltschäden: mind. 3 Mio. Euro mit Angabe des Versicherungsunternehmens, wobei die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres jeweils das Zweifache dieser Deckungssumme beträgt. Alternativ kann eine Erklärung abgegeben werden, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird. Auf Verlangen sind geeignete Nachweise vorzulegen (Versicherungsnachweis nicht älter als sechs Monate bzw. Bescheinigung eines Versicherers, dass eine Berufshaftpflichtversicherung in dieser Höhe abgeschlossen werden kann). b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: Keine.

  • 5.6. Referenzen zu bestimmten Dienstleistungen: Unternehmensreferenzen im Bereich zirkuläres Bauen bzw. Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen im Bestand oder Neubau Wünschenswert sind 3 Referenzen. Der Bewerber hat nach ihrer Art vergleichbare Leistungen nachzuweisen und dafür Unternehmensreferenzen einzureichen, die hinsichtlich der Art der Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind. Für die geforderten Referenzen stellt die Auftraggeberin ein Formular (siehe Eignungsformblatt) mit den Bewerbungsformblättern zur Verfügung, das von dem Bewerber genutzt werden soll. Die Darstellung jeder Referenz muss folgende Angaben beinhalten: - Name des Unternehmens/Bewerbers//Mitglieds der Bewerbergemeinschaft, welcher die Referenz erbracht hat - Name und Adresse des Referenzauftraggebers sowie Benennung des dortigen Ansprechpartners mit Telefonnummer/E-Mail-Adresse - Benennung des Referenzprojektes (Titel) - Kurzbeschreibung des Referenzprojektes, insbesondere Projektbeschreibung hinsichtlich der Umsetzung des zirkulären Bauens bzw. Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen im Bestand und Neubau - Ort der Ausführung - Angaben zur Leistungsart. Als von Leistungsart vergleichbare Referenzen werden von der Auftraggeberin ausschließlich folgende Leistungen angesehen: Leistungsart: (1) Planungsleistung im Bereich zirkuläres Bauen bzw. Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen im Bestand oder Neubau: Der Mieterausbau folgt dem Kerngedanken, graue Energie in Umbau und Modernisierung möglichst stark zu reduzieren. Dieses Ziel wird u.a. über die Nutzung von kreislaufgerechten bzw. wiederverwendbaren und rückbaufähigen Bauteilen erreicht. Dieser Ansatz des zirkulären Bauens zielt darauf ab, Ressourcen möglichst effizient und umweltschonend zu nutzen - und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg. Im Zentrum steht die Idee der Kreislaufwirtschaft, also Materialien und Produkte so zu verwenden, dass sie nach ihrer Nutzung wiederverwendet oder zurückgeführt werden können, anstatt sie zu entsorgen, z.B. mit zirkulär gewonnen Fenstern, Türen, Baumaterialien für Wände, (2) Erbringung von Planungsleistungen ab 2018, (3) Erbringung von Planungsleistungen abgeschlossen oder derzeitig in Bearbeitung, (4) Bearbeitung mit BIM, (5) Projekt mit mind. 1.500 qm BGF, (6) aus der Kurzbeschreibung des Referenzprojektes geht eindeutig hervor, wie der Ansatz zirkuläres Bauen bzw. Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen im Bestand und Neubau konkret umgesetzt wurde. a) Mindestanforderung: Gefordert ist mindestens eine Referenz, welche die dargestellte Leistungsart vollständig umfasst. b) Bewertung im Rahmen der Bewerberreduzierung: (1) Die über die Mindestanforderung hinaus vorgelegten Referenzen werden jeweils zunächst auf die Erfüllung der geforderten Leistungsart geprüft. Eine Referenz kann nur dann Berücksichtigung finden, wenn die entsprechend zugehörige Leistungsart vollständig dargelegt wurde. (2) Je eingereichter Referenz, die die Leistungsart vollständig abdeckt, erhält der Bewerber 10 Punkte, andernfalls 0 Punkte.

Zuschlagskriterien

    • Das Zuschlagskriterium "Preis" nimmt 30 % der Gesamtwertung ein. Gesamtsumme Honorar (Addition der Honorarangebote sämtlicher Planungsgewerke
    • die jeweils ausgewiesenen Stundensätze werden dabei zu Wertungszwecken jeweils mit dem Faktor 50 multipliziert) Der Bieter muss als Anlage zum Angebot auf der Basis der einzelnen ausgefüllten Honorarblätter und unter Berücksichtigung der Multiplikation der Stundensätze mit dem Faktor 50 auf der Grundlage der anrechenbaren Kosten eine vorläufige Honorarermittlung erstellen. Die dortige Gesamtsumme aller Planungsgewerke bilden dann die Grundlage für die preisliche Wertung. Das jeweils preisniedrigste Angebot erhält 10 Punkte. Für die nachfolgenden Angebote wird die Punktzahl wie folgt bestimmt: "Punktzahl Bieter =(Niedrigster Preis * 10 )/Preis Bieter Die Ergebnisse werden auf zwei Nachkommastellen gerundet. Anschließend wird die Auftraggeberin die jeweiligen Punktzahlen gemäß Ziffer. 7.1, dort Position 1 der Bewertungsmatrix in der Aufforderung zur Abgabe eine Teilnahmeantrags gewichten. Die Auftraggeberin ist berechtigt, Angebote auszuschließen, deren Preise - ggf. auch einzelne Preispositionen - spekulativ bzw. nicht marktgerecht abgegeben wurden. Vergleichsmaßstab sind die eigenen Schätzungen der Auftraggeberin und die Vergleichspositionen anderer Bieter.
  • Das Zuschlagskriterium "Qualität" nimmt 70 % der Gesamtwertung ein. Die Unterkriterien des Zuschlagskriteriums sind: 1. Leistungserbringungskonzept mit Teilkonzept 1 - Kreislaufgerechtes Bauen und Teilkonzept 2- Nutzergetragener Selbstausausbau. 2. Testaufgaben. Nähere Informationen zur Untergewichtung und Anforderungen dieser Unterkriterien siehe Ziffer III. 7. der Aufforderung zur Abgabe eines Teilnahmeantrags.

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