Frist abgelaufen

Gesamtgutachterleistung

Die Angebotsfrist ist am 13. August 2026 abgelaufen. Das Verfahren befindet sich in der Zuschlags- bzw. Abschlussphase. Ähnliche aktuelle Ausschreibungen ansehen ↓
Auftraggeber
Veröffentlicht
14.07.2026
Angebotsfrist
Das ISEK Hillerheide, welches 2015 im Auftrag der Stadt Recklinghausen erarbeitet und vom Rat beschlossen wurde, definiert die folgenden fünf Leitprojekte zur Entwicklung des Stadtteils Hillerheide: 1. "Zukunftskonzept ehemalige Trabrennbahn" 2. "Städtebauliche Integration Blitzkuhlenstraße" 3. "Attraktive Mitte Gertrudisplatz" 4. "Stadtteilleben - vorhandenes ergänzen und vernetzen" 5. "Energetische Quartierssanierung" Gegenstand der Ausschreibung sind Gesamtgutachterleistungen im Zusammenhang mit einer CKW Belastungsfahne im Bereich des ehemaligen Trabrennbahnareals in Recklinghausen. Die CKW-Belastung geht auf eine industrielle Vornutzung im Bereich des heutigen Wohnquartiers Maybacher Heide zurück und wurde durch eine temporäre Bauwasserhaltung zur Herstellung eines Sees auf dem ehemaligen Trabrennbahngelände erneut akut.

Zeitplan

Veröffentlichung
14.07.26
Fragenfrist
06.08.26
Teilnahmefrist
13.08.26
Vertragsbeginn
01.11.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Erfüllungsort
Recklinghausen, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
vergabe@recklinghausen.de
Telefon
+49 2361-500
Website
https://www.recklinghausen.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Vergleichbarkeit der Leistungen (Wichtungsfaktor 6): 3 Punkte: Referenz umfasst fachgutachterliche Begleitung UND Durchführung von Monitoring- UND Sicherungs/Abwehrmaßnahmen einer P&T Anlage bei CKW-/Altlastenschaden inkl. Behördenkommunikation und Berichterstattung 2 Punkte: Referenz umfasst fachgutachterliche Begleitung UND Durchführung von Monitoring- ODER Sicherungs-/Abwehrmaßnahmen einer P&T Anlage bei CKW/Altlastenschaden 1 Punkt: Referenz umfasst Monitoring und/oder Sicherungs-/Abwehrmaßnahmen bei anderen Schadstoffen inkl. Berichterstattung 0 Punkte: Referenz umfasst nur Monitoring oder die fachgutachterliche Begleitung einer Sicherungs- bzw. Abwehrmaßnahme

  • Vergleichbarkeit der Leistungen (Wichtungsfaktor 3)

    • 2 Punkte: Die Referenz umfasst nachweislich Feldarbeiten in einem Bereich mit gesundheitsgefährdender Grundwasser- oder Bodenkontamination (z.B. LHKW/CKW, MKW, PAK) und es wird dargestellt, dass ein Arbeits- und Sicherheitsplan (A+S-Plan) oder vergleichbares Arbeitsschutzdokument gemäß TRGS 524 / DGUV-Vorschriften erstellt und angewendet wurde. 1 Punkt: Die Referenz umfasst Feldarbeiten in einem Bereich mit Gefahrstoffexposition (Grundwasser- oder Bodenkontamination), ohne dass ein A+S-Plan explizit nachgewiesen wird
    • die Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen geht aus der Projektbeschreibung jedoch sinngemäß hervor. 0 Punkte: Die Referenz enthält keine Angaben zu Feldarbeiten unter Gefahrstoffbedingungen, oder die Arbeiten fanden nachweislich in unkontaminierten Bereichen statt.
  • Vergleichbarkeit der Messstellen (Wichtungsfaktor 4): 4 Punkte: > 20 Messstellen 3 Punkte: > 15 Messstellen 2 Punkte: > 10 Messstellen 1 Punkt: > 5 Messstellen 0 Punkte: < 5 Messstellen

  • Vergleichbarkeit der Monitoringdauer (Wichtungsfaktor 2): 4 Punkte: > 24 Monate 3 Punkte: > 18 Monate 2 Punkte: > 12 Monate 1 Punkt: > 6 Monate 0 Punkte: < 6 Monate

  • Vergleichbarkeit der Bauaufgabe (Wichtungsfaktor 6): 3 Punkte: P&T Anlage zur Grundwasserreinigung (HZ > II) 2 Punkte: Andere verfahrenstechnische Anlage zur Grundwasserreinigung (HZ > II) 1 Punkt: Andere verfahrenstechnische Anlage im Bereich der Fachplanung "Technische Ausrüstung" ALG 7 und/oder der Objektplanung "Ingenieurbauwerke" (HZ > II) 0 Punkte: Referenz nicht vergleichbar mit der Bauaufgabe

  • Vergleichbarkeit der Bauaufgabe (Wichtungsfaktor 2)

    • 3 Punkte: Die Referenz umfasst die Planung einer Einleitung von aufbereitetem Wasser (Grundwasserreinigung oder vergleichbar) in ein Oberflächengewässer (Fließgewässer oder See) einschließlich der Erarbeitung von Unterlagen für eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Direkteinleitung gemäß § 57 WHG (Einleitgrenzwerte, Überwachungsparameter, Nachweisführung gegenüber der Wasserbehörde). 2 Punkte: Die Referenz umfasst die technische Planung für eine Einleitung in ein Oberflächengewässer (z.B. als Variante oder Option), ohne dass die vollständige wasserrechtliche Genehmigungsplanung nachgewiesen wird
    • oder die Referenz umfasst eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Einleitung in die Kanalisation mit zusätzlicher Abstimmung mit der Oberen Wasserbehörde (OWB). 1 Punkt: Die Referenz weist Erfahrung mit Einleitgenehmigungen für Grundwasserreinigungsanlagen allgemein nach (Einleitung in Kanalisation), ohne direkten Bezug zu Einleitungen in Oberflächengewässer
    • oder der Bewerber beschreibt nachvollziehbar vergleichbare Genehmigungsverfahren (z.B. Niederschlagswasserbehandlung, Regenwassereinleitung). 0 Punkte: Referenz nicht vergleichbar mit der Bauaufgabe

Zuschlagskriterien

  • Qualifikation und Erfahrung des Personals: Nachweis der Erfahrungen und Qualifikationen der vorgesehenen Projektleitung, stellv. Projektleitung und federführenden Projektbearbeitung für Monitoring Sicherungs- und Abwehrmaßnahmen sowie der Planung einer P&T Maßnahme, Behördenkommunikation, und vergleichbare Projekte. Darstellung der Qualifikation der für Feldarbeiten vorgesehenen Personen hinsichtlich Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen (TRGS 524) sowie - sofern vorhanden - Erfahrung mit gutachterlichen Leistungen im Kontext von Planfeststellungsverfahren oder Stadtentwicklungsprojekten.

  • Qualifikation und Erfahrung des Personals: Darstellung der Herangehensweise an die Aufgabenstellung des Gesamtmonitorings: Darstellung der ersten Schritte und Abläufe zur Herangehensweise an die Aufgabenstellung des Gesamtmonitorings auf Grundlage der veröffentlichten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und Anforderungen. Berücksichtigung finden insbesondere die Organisation und der Ablauf der Gesamtkoordination, die Konzeption und Durchführung des Monitorings und der Probenahme, die Berichterstellung, die Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie der Umgang mit Herausforderungen und Anpassungsbedarf. Darüber hinaus ist darzustellen, wie der Bieter die Einhaltung der Arbeitsschutzanforderungen bei Feldtätigkeiten in kontaminierten Bereichen (A+S-Plan, PSA-Konzept) sicherstellt sowie wie er den iterativen Abgleich mit der Planfeststellung zur Gesamtmaßnahme "Heidesee" organisatorisch und fachlich in den laufenden Monitoringbetrieb integriert. Ansätze und Arbeitsergebnisse aus vergleichbaren Referenzprojekten sowie die dort erzielten Erfolge können einbezogen werden.

  • Herangehensweise an die Aufgabenstellung der Planung einer P&T-Maßnahme: Darstellung der Herangehensweise an die Aufgabenstellung der Planung einer P&T-Maßnahme: Darstellung der ersten Schritte und Abläufe zur Herangehensweise an die Aufgabenstellung der Planungsleistungen für eine P&T-Maßnahme auf Grundlage der veröffentlichten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und Anforderungen. Im Fokus stehen, die Entwicklung eines schlüssigen Planungskonzepts, die Auswahl und Ausgestaltung technischer und organisatorischer Maßnahmen, die Einbindung relevanter Fachdisziplinen, die Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie der Umgang mit Herausforderungen und Anpassungsbedarf. Zusätzlich ist darzustellen, wie der Bieter die Planung der Einleitvarianten (Kanalisation als Übergangslösung, Heidesee und Bärenbach als Dauerlösung) konzeptionell strukturiert und mit den behördlichen Genehmigungsverfahren (insb. wasserrechtliche Erlaubnis für Einleitung in Oberflächengewässer) verknüpft. Ansätze und Arbeitsergebnisse aus vergleichbaren Referenzprojekten sowie die dort erzielten Erfolge können einbezogen werden.

  • Herangehensweise an den gutachterlichen Abgleich Planfeststellung / Verträglichkeitsnachweis Heidesee

    • Darstellung der Herangehensweise an den gutachterlichen Abgleich zwischen den vorliegenden Planfeststellungsunterlagen / Ausführungsplanungen zur Gesamtmaßnahme "Herstellung Heidesee" und der durch die P&T-Maßnahmen veränderten Grundwassersituation. Bewertet werden insbesondere: die Methodik zur Beantwortung der zentralen Fragen (GW-Zustrom zum See, Gewässergüte, Seewasserbilanz und Seebetrieb)
    • der Umgang mit der Datenunsicherheit und dem dynamischen Erkenntnisfortschritt
    • die Verknüpfung mit dem laufenden Monitoring und der Modellfortschreibung
    • die Eignung als behördengerechtes Abstimmungsinstrument gegenüber der UWB.

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Vergabeunterlagen

Projektplan37 KB32 Seiten
Vertragsbedingungen203 KB6 Seiten
Vertragsentwurf89 KB12 Seiten
Kalkulation42 KB2 Tabellen
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