Frist abgelaufen

Gestaltung der lndoor Spiele- und Erlebniswelt "Feenstein" durch Umbau einer ehemaligen Confiserie an den Saalfelder Feengrotten

Auftraggeber
Veröffentlicht
15.05.2026
Angebotsfrist
Gegenstand des Verfahrens ist die Entwicklung eines interdisziplinären Gesamtkonzepts für eine ganzjährig nutzbare Indoor-Erlebniswelt ("Feenstein") am Standort Saalfeld. Die Maßnahme erfolgt durch Umbau und Sanierung eines bestehenden, eingeschossigen Gebäudes (ehemalige Confiserie), das in der ersten Hälfte der 1990er Jahre für Verkaufs- sowie für Produktions- und Büronutzungen errichtet wurde und derzeit ungenutzt ist. Die Bruttogrundfläche beträgt ca. 960 m², die Nettogrundfläche ca. 850 m². Das Angebot richtet sich insbesondere an die Kernzielgruppe Familien mit Kindern im Alter von ca. 4-12 Jahren. Gleichzeitig soll das Konzept so entwickelt werden, dass auch Begleitpersonen sowie jüngere oder ältere Kinder emotional in das Erlebnis eingebunden werden, d.h. die Erlebnisdramaturgie generationsübergreifend funktioniert und eine hohe Aufenthaltsqualität für die gesamte Familie geschaffen wird. Weiterhin soll das bestehende touristische Angebot der Feengrotten ergänzt und erweitert und eine hohe Aufenthaltsqualität für Kinder und begleitende Erwachsene innerhalb eines gemeinsamen Erlebnisbereichs geboten werden. Gefordert ist keine klassische Indoor-Spielanlage, sondern eine räumlich und szenografisch entwickelte Erlebnisarchitektur, die auf analogen, sinnlichen und atmosphärischen Qualitäten basiert und sowohl eine dramaturgisch geführte Erstbegehung als auch eine freie, wiederholbare Nutzung bei Folgebesuchen ermöglicht. Inhaltlich ist ein konsistentes Gesamtkonzept zu entwickeln, das die Themen Natur, Bergbau, Magie und Fantasie miteinander verbindet und diese durch Materialität, Lichtführung und Raumabfolgen in eine eigenständige Erlebnisqualität übersetzt. Die räumliche Organisation hat sich an einem hybriden Nutzungssystem zu orientieren und umfasst Durchlaufräume zur Führung und Orientierung (ca. 40-50 %), Erlebnisräume für aktive Nutzung und Interaktion (ca. 30 %) sowie Verweilräume zur Aufenthaltsverlängerung und Nutzungstiefe (ca. 20-30 %), die als zusammenhängendes System mit fließenden Übergängen auszubilden sind. Neben einer klaren Wegeführung ist eine bewusste Durchlässigkeit vorzusehen, um alternative Nutzungen und wiederholte Besuche zu ermöglichen. Die Erlebnisdramaturgie soll eine nachvollziehbare Abfolge aus Einstieg, Aktivierung, Verdichtung, Entschleunigung, Höhepunkt und Rückführung abbilden. Die Interaktion ist überwiegend analog, physisch und haptisch auszubilden, digitale Elemente sind dort vorzusehen, wo sie einen funktionalen oder inhaltlichen Mehrwert bieten; Bestandteil des Konzepts ist insbesondere die Verbindung analoger Gestaltung mit digitaler Weiterverarbeitung, beispielsweise im Rahmen eines Kreativmoduls. Die Gestaltung erfolgt ohne Tageslicht und basiert auf gezielter Inszenierung durch künstliche Beleuchtung, Materialien sowie akustische und haptische Elemente, wobei eine robuste, langlebige und wartungsarme Umsetzung mit möglichst geringem technischem Komplexitätsgrad anzustreben ist. Neben den Erlebnisflächen sind alle funktionalen Bereiche, insbesondere Empfang und Ticketing, Garderobe, Shop, Gastronomie, Sanitäranlagen, Personalbereiche, Lagerflächen sowie Technik- und Nebenräume, in das Gesamtkonzept zu integrieren und so anzuordnen, dass der Erlebnisfluss nicht beeinträchtigt wird. Die Planung erfolgt innerhalb eines Investitionsrahmens von ca. 3,8 Mio. EUR netto und hat sich an den Kostengruppen gemäß DIN 276 (KG 200-700) zu orientieren, wobei dem Zusammenspiel von Baukonstruktion (KG 300) und Szenografie und Ausstattung (KG 600) eine besondere Bedeutung zukommt. Die Außenanlagen (KG 500) sind als Bestandteil des Gesamtkonzepts zu berücksichtigen und umfassen neben funktionalen Anforderungen insbesondere die Gestaltung der Wegeführung, eine atmosphärische Beleuchtung sowie die Ausprägung eines klar erkennbaren und identitätsstiftenden Eingangsbereichs; ergänzend können gestalterische Elemente, kleinere Spielimpulse sowie ein thematisch abgestimmtes, pflegearmes Pflanzkonzept vorgesehen werden, um den Übergang zwischen Außenraum und Erlebniswelt zu inszenieren. Insgesamt ist ein Konzept zu entwickeln, das eine wirtschaftlich tragfähige, betrieblich effiziente und langfristig nutzbare Lösung darstellt und Architektur, Szenografie, Nutzung und Betrieb zu einem unverwechselbaren Objekt der Fantasie und Magie mit Überraschungen und klarem Alleinstellungscharakter als konsistentes Gesamtsystem verbindet.

Zeitplan

Veröffentlichung
15.05.26
Fragenfrist
08.06.26
Teilnahmefrist
12.06.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Saalfeld / Saale, Deutschland
Vertragslaufzeit
36 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
info@feengrotten.de
Telefon
+49 36715504-0
Website
https://feengrotten.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Nachweise gemäß § 45 (1) Nr. 1 VgV (Eigenerklärung über den jährlichen Gesamtumsatz - das jährliche Gesamthonorar - für entsprechende Leistungen in den letzten drei Geschäftsjahren)

  • Angaben nach § 46 (3) Nr. 1 VgV (Eigenerklärungen) - konkret auf die Bewerbung abgestellte Referenzen (vergleichbare Leistungen, in den letzten zehn Jahren)

    • Bezeichnung der Baumaßnahme, Angabe des Ausführungszeitraums (von- bis), Kosten / Baukosten gemäß DIN 276 (brutto), der erbrachten Leistungsphasen, der Größenordnung (Bruttogrundrissfläche BGF), des Projektleiters, des Bauleiters sowie des Auftraggebers (Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer). Gewünscht ist der Nachweis von Fachkunde und Erfahrungen: für die Objektplanung Gebäude: Umbau / der Sanierung von Gebäude mind. HZ III für Veranstaltung- bzw. Ausstellungshallen
    • für die Szenografie: Inszenierung + Gestaltung thematischer Flächen und Räume, bei denen Inhalte vermittelt werden, durchschnittliche Planungsanforderungen, mind. HZ B/III, die Gestaltung einer Spiele- oder Erlebniswelt ist von Vorteil für die Tragwerksplanung die Planung von Tragwerken mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, insbesondere schwierige statisch bestimmte und statisch unbestimmte ebene Tragwerke mind. HZ IIl, die Planung von Tragwerken für Ausstellungshallen oder vergleichbar ist von Vorteil.
  • - Auskunft nach § 46 (3) Nr. 2 VgV (Eigenerklärung) - Name, berufliche Qualifikation, Art der Berufserfahrung und Berufserfahrung in Jahren der Personen, die die Leistung tatsächlich erbringen - Angaben nach § 46 (3) Nr. 6 VgV (Eigenerklärungen) - Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für die Inhaberin/den Inhaber oder Führungskräfte des Unternehmens sowie die Personen, die die Leistung tatsächlich erbringen - Angaben nach § 46 (3) Nr. 8 VgV (Eigenerklärungen) - jährliche Anzahl und Zusammensetzung der Beschäftigten der letzten drei Jahre

  • 1.

    • Objektplanung Gebäude - Architekten und bauvorlageberechtigte Ingenieure - Zur Bewerbung sind zugelassen in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässige "Architekten (Hochbau)" gemäß § 75 (1) VgV sowie "Ingenieure" gemäß § 75 (2) VgV, die bauvorlageberechtigt sind, - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. 2.: Innenausstattung, Szenografie - Szenografen, szenografische Planungsbüros, Büros für Ausstellungsgestaltung, Künstler - Innenarchitekten - Zur Bewerbung sind zugelassen in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässige Szenografen, Ausstellungsgestalter, "Innenarchitekten", Künstler gemäß § 75 (1) VgV - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. 3. Tragwerksplanung - § 75 Abs. 2 VgV - Berufsstand der Ingenieure, Fachgebiet Tragwerksplanung mit Nachweisberechtigung Standsicherheitsnachweis - Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden. Nachweis der beruflichen Befähigung des Bewerbers und der Führungskräfte des Unternehmens, Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Auftragsfall die Leistung erbringen sollen, Benennung des Projektleiters und des Bauleiters, Nachweis der beruflichen Qualifikation jeweils durch Nachweis der Berufszulassung
    • handelt es sich bei dem Bewerber um eine juristische Person, ist eine Kopie des Handelsregisterauszuges einzureichen
  • Nachweise gemäß § 45 (1) Nr. 1 VgV (Eigenerklärung über den jährlichen Gesamtumsatz - das jährliche Gesamthonorar - für entsprechende Leistungen in den letzten drei Geschäftsjahren)

  • Angaben nach § 46 (3) Nr. 1 VgV (Eigenerklärungen) - konkret auf die Bewerbung abgestellte Referenzen (vergleichbare Leistungen, in den letzten zehn Jahren)

    • Bezeichnung der Baumaßnahme, Angabe des Ausführungszeitraums (von- bis), Kosten / Baukosten gemäß DIN 276 (brutto), der erbrachten Leistungsphasen, der Größenordnung (Bruttogrundrissfläche BGF), des Projektleiters, des Bauleiters sowie des Auftraggebers (Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer). Gewünscht ist der Nachweis von Fachkunde und Erfahrungen: für die Objektplanung Gebäude: Umbau / der Sanierung von Gebäude mind. HZ III für Veranstaltung- bzw. Ausstellungshallen
    • für die Szenografie: Inszenierung + Gestaltung thematischer Flächen und Räume, bei denen Inhalte vermittelt werden, durchschnittliche Planungsanforderungen, mind. HZ B/III, die Gestaltung einer Spiele- oder Erlebniswelt ist von Vorteil für die Tragwerksplanung die Planung von Tragwerken mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, insbesondere schwierige statisch bestimmte und statisch unbestimmte ebene Tragwerke mind. HZ IIl, die Planung von Tragwerken für Ausstellungshallen oder vergleichbar ist von Vorteil.

Zuschlagskriterien

  • Bewertung Konzeptentwurf: Inhaltliche und konzeptionelle Qualität, Erlebnisqualität und Nutzerorientierung, Gestalterische und räumliche Qualität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit, Programmerfüllung

  • Projektanalyse, Methodik, Herangehensweise

    • Darstellung der prinzipiellen, bewerbertypischen Herangehensweise an die Planungsaufgabe anhand von vergleichbaren Projekten, Methodik und wesentliche Arbeitsschritte (in den Ausführungen soll der Bezug zur konkreten Aufgabenstellung hergestellt und die Herangehensweise anhand von realisierten Projekten erläutert werden)
    • Strategie und Organisation der Erarbeitung der Aufgabenstellung (LP 1) unter Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen, Bewerbertypischer Ansatz zur Umsetzung einer wirtschaftlichen Lösung in Bezug auf Betrieb und Folgekosten, Aussagen zur Kostenoptimierung in Planungs- und Bauphase
    • Zeitbedarf für Leistungsphasen, vorgesehene Maßnahmen zur Einhaltung von Terminzielen für das Vorhaben im Auftragsfalle (Planungs-, Bau- und Ausstattungsterminverfolgung und -einhaltung), Bewältigung von Leistungsstörungen.
  • Projektteam/Projektorganisation

    • Vorstellung des Projektteams, Verfügbarkeit + Präsenz Projektleiter, Bauleiter, Aufgabenverteilung innerhalb des Projektteams, Absicherung bei Urlaub, Krankheit
    • Darstellung des bewerbertypischen Projekt- und Qualitätsmanagements, Maßnahmen zur Einhaltung von Qualität, Darstellung der Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Fördermitteln einschließlich Beantragung und Abrechnung
    • Kooperation zwischen Architekt, Szenograf und Tragwerksplanung, Planung Technische Ausrüstung in Planung und Realisierung, Koordination der Leistungen mit Leistungen anderer Beteiligter.
  • Honorarforderungen

    • Summe Honorare Grundleistungen Objektplanung Gebäude, Szenografie und Tragwerksplanung einschließlich Umbauzuschlag und Nebenkosten
    • Summe Honorare Besondere Leistungen + Nebenkosten
    • Zeithonorare Architekt, Szenograf, Tragwerksplanung (Summe der Stundensätze bei Wichtung der Sätze Büroinhaber und Angestellte Architekten / Ingenieure 2-fach, sonstige Büromitarbeiter 1-fach).

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Vergabeunterlagen

Preisblatt78 KB2 Tabellen
Projektplan37 KB6 Seiten
Eigenerklärung203 KB12 Seiten
Eignungskriterien89 KB24 Seiten
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