Frist abgelaufen

Integriertes Geschäfts- und Personalmanagementsystem

Die Angebotsfrist ist am 07. Juli 2026 abgelaufen. Das Verfahren befindet sich in der Zuschlags- bzw. Abschlussphase. Ähnliche aktuelle Ausschreibungen ansehen ↓
Auftraggeber
Veröffentlicht
03.07.2026
Angebotsfrist
Gegenstand der Beschaffung ist ein integriertes Geschäfts- und Personalmanagementsystem einschließlich Softwarebereitstellung im Software-as-a-Service-Modell (SaaS), Cloudbetrieb, Implementierungsleistungen sowie Application-Management-Services (AMS) zur Abbildung der personalwirtschaftlichen, beamtenversorgungsrechtlichen, finanzwirtschaftlichen und administrativen Prozesse des Auftraggebers. Die Beschaffung umfasst die Bereitstellung und den Betrieb der Standardsoftware einschließlich Herstellerwartung und Support (Los 1) sowie die Implementierungs-, Migrations-, Schulungs-, Unterstützungs- und Application-Management-Leistungen (Los 2). Mit der Beschaffung des Systems verfolgt die ausschreibende Stelle das übergeordnete Ziel, ihre administrativen, personalwirtschaftlichen und finanzbezogenen Kernprozesse vollständig digitalisiert, standardisiert und auf eine zukunftssichere technische Grundlage zu stellen. Das System soll die Effizienz der Verwaltungsabläufe steigern, die Datenqualität und Nachvollziehbarkeit erhöhen, die Rechtssicherheit stärken und die Steuerungs- und Entscheidungsfähigkeit der Organisation verbessern. Die derzeitige Systemlandschaft ist geprägt durch heterogene Einzellösungen, eingeschränkte Integrationsfähigkeit und einen hohen Anteil manueller Bearbeitungsschritte. Dies führt zu redundanten Daten, einem erhöhten Fehlerpotenzial und einer erschwerten revisionssicheren Nachvollziehbarkeit von Prozessen. Vor diesem Hintergrund ist die Einführung eines modernen, integrierten Systems erforderlich, das sämtliche Kernprozesse der Verwaltung auf einer konsistenten, durchgängigen und skalierbaren Plattform abbildet. Die Zielsetzung der Beschaffung lässt sich wie folgt konkretisieren: a) Sicherer Betrieb in einer kontrollierten Umgebung: Durch die Bereitstellung des integrierten Geschäfts- und Personalmanagementsystems in einer Private-Cloud-Infrastruktur werden mandantenisolierte, geschützte und DSGVO-konforme Datenverarbeitungsprozesse gewährleistet. Dies umfasst insbesondere die sichere Verarbeitung personenbezogener Daten sowie die Einhaltung relevanter gesetzlicher Vorgaben wie BDSG und LDSG RLP. b) Zukunftsfähige, integrierte Prozesse: Einheitliche digitale Abläufe über alle Kernbereiche der Verwaltung – einschließlich Personal, Beamtenversorgung, Finanzen und Controlling – ermöglichen eine durchgängige, transparente und standardisierte Prozessgestaltung. Die systemübergreifende Konsistenz der Daten schafft eine belastbare Grundlage für operative und strategische Entscheidungen. c) Reduzierung manueller Aufwände: Standardisierte Workflows, automatisierte Routinetätigkeiten und integrierte Reporting- und Analysefunktionen entlasten Mitarbeitende, reduzieren Fehlerpotenziale und schaffen Kapazitäten für wertschöpfende Aufgaben. Gleichzeitig wird eine faktenbasierte Steuerung durch konsistente, aktuelle und qualitätsgesicherte Daten ermöglicht. d) Rechtssicherheit und Compliance: Es bildet alle relevanten rechtlichen Vorgaben ab, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Rechnungswesen, Haushalts- und Beamtenrecht. Revisionssichere Dokumentation, nachvollziehbare Prüf- und Genehmigungsprozesse sowie standardisierte Prüfschritte gewährleisten die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. e) Skalierbarkeit und Flexibilität: Die Private-Cloud-Umgebung erlaubt eine flexible Anpassung an steigende Datenmengen, wachsende Nutzerzahlen und zukünftige organisatorische Anforderungen. Dadurch wird das System zukunftssicher, erweiterbar und leistungsfähig für die langfristige Unterstützung der Verwaltungsprozesse. Durch die Implementierung eines integrierten Geschäfts- und Personalmanagementsystem in der Private Cloud entsteht somit eine integrierte, standardisierte und revisionssichere digitale Infrastruktur, welche die Grundlage für die kontinuierliche Digitalisierung und Optimierung der Kernprozesse der Verwaltung bildet. Das System ermöglicht eine effiziente, transparente und rechtskonforme Abbildung aller relevanten Vorgänge, reduziert redundante Prozesse und steigert die Steuerungsfähigkeit auf allen Ebenen der Organisation.
2 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
03.07.26
Teilnahmefrist
07.07.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Bad Dürkheim, Deutschland
E-Mail
info@ppa-duew.de
Telefon
063229360

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Der Bewerber hat die folgende Referenz (R3) nachzuweisen

    • Mindestens ein Referenzprojekt, das die Erbringung von
    • Application Management Services (AMS) für eine
    • vergleichbare Softwareanwendung belegt.
    • Die Referenz muss ebenso folgende Leistungen umfassen:
    • Betriebssupport einer produktiven Anwendung
    • Bearbeitung von Incidents und Service Requests über
    • ein Ticketsystem Durchführung von Wartungs- und Pflegeleistungen
    • Koordination und Umsetzung von Änderungen (Change Requests)
    • Zusätzlich muss die Referenz folgende Kriterien erfüllen:
    • Mindestlaufzeit:
    • Die Referenz muss eine Mindestlaufzeit von zwölf (12) Monaten
    • aufweisen. Soweit der Vertrag zum Zeitpunkt des Ablaufs der
    • Teilnahmefrist noch besteht, muss die tatsächliche
    • Leistungserbringung zu diesem Zeitpunkt bereits seit mindestens
    • zwölf (12) Monaten erfolgen. Maßgeblich für die zeitliche
    • Einordnung der Referenz ist bei laufenden Verträgen der
    • Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist, im Übrigen der
    • Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags. Die Referenz darf nicht
    • vor dem 01.01.2023 beendet worden sein oder muss zum
    • Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist seit mindestens
    • zwölf (12) Monaten bestehen.
    • Einsatz in einer Organisation vergleichbarer Größe oder Komplexität.
    • Sieht die Bewerbung des
    • Bewerbers einen Nachunternehmereinsatz vor, hat er dies in der
    • Bewerbung anzugeben. Der Bewerber hat die Leistungen, die er
    • beabsichtigt an Nachunternehmer weiterzugeben, in das
    • Nachunternehmerverzeichnis einzutragen und das
    • Nachunternehmerverzeichnis mit seiner Bewerbung einzureichen.
    • Nach Aufforderung hat der Bewerber nachzuweisen, dass ihm die
    • erforderlichen Kapazitäten der Nachunternehmer zur Verfügung
    • stehen. Die Nachunternehmen sind erst auf Anforderung namentlich
    • zu benennen und die entsprechenden Eignungsnachweise und
    • Verpflichtungserklärungen dieser vorzulegen. Die Vergabestelle
    • / der Auftraggeber behält sich vor, die Eignung der Nachunternehmer
    • zu überprüfen.
  • Der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft hat seine / ihre wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit durch Eigenerklärung nachzuweisen. Dabei müssen die folgenden Anforderungen insgesamt erfüllt sein

    • Der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft
    • erklärt, dass der Umsatz mit vergleichbaren Leistungen in den
    • letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren jeweils mindestens
    • EUR 2 Mio. netto betragen hat. Bei Bewerbergemeinschaften genügt
    • es, wenn ihre Mitglieder insgesamt die vorstehend geforderten
    • Umsätze erreichen. Soweit sich der Bewerber zum Nachweis
    • der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit auf die
    • Kapazitäten anderer Unternehmen gemäß § 47 VgV beruft, haften
    • der Bewerber und der jeweilige Eignungsgeber entsprechend dem
    • Umfang der Eignungsleihe gemeinsam für die Auftragsausführung.
    • Der Auftraggeber behält sich vor, zum Nachweis der erklärten
    • Umsätze die Jahresabschlüsse der letzten drei abgeschlossenen
    • Geschäftsjahre oder vergleichbare geeignete Nachweise anzufordern.
    • Der Bewerber muss über
    • mindestens 50 festangestellte Mitarbeiter verfügen, die in
    • Bereichen tätig sind, deren Leistungen mit der zu vergebenden
    • Leistung vergleichbar sind. Maßgeblich ist der Personalbestand
    • zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist. Bei
    • Bewerbergemeinschaften genügt es, wenn ihre Mitglieder
    • insgesamt die vorstehend geforderte Anzahl an Mitarbeitern
    • erreichen.
  • Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme je Schadensfall pro Versicherungsjahr für - Sach- und Personenschäden

    • 1 Mio €uro
    • - Vermögensschäden: 3 Mio €uro
    • - Vermögensschäden durch IT-Fehler: 3 Mio €uro
    • die mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen, bei
    • einem in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des EWR
    • zugelassenen Versicherungsunternehmen mit der Bewerbung
    • nachzuweisen. Der Nachweis ist durch eine aktuelle
    • Versicherungsbestätigung – nicht älter als ein Jahr bzw. noch gültig –
    • zu erbringen. Alternativ ist eine Erklärung des Versicherungsunternehmens
    • ausreichend, mit der dieses den Abschluss der geforderten
    • Versicherungsdeckung im Auftragsfall verbindlich zusichert
    • dies ist ebenso mit der Bewerbung einzureichen.
    • Bei Bewerbergemeinschaften ist die Haftpflichtversicherung in der
    • geforderten Höhe entweder für jedes Mitglied gesondert oder für
    • die Bewerbergemeinschaft insgesamt unter Einschluss aller
    • Mitglieder als Projektversicherung nachzuweisen.
    • Soweit der Bewerber im Rahmen der Eignungsleihe gemäß § 47 VgV die
    • wirtschaftliche oder finanzielle Leistungsfähigkeit eines anderen
    • Unternehmens in Anspruch nimmt, ist der Nachweis der
    • Haftpflichtversicherung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe
    • auch für dieses Unternehmen vorzulegen.
  • Auf der Grundlage der folgenden Kriterien werden die Bewerber ausgewählt (keine KO-Kriterien), die aufgefordert werden, ein Angebot einzureichen

    • (A) Referenz: Vergleichbarkeit von Implementierungs- und Einführungsprojekten
    • Mindestanforderungen: Die Referenz muss die produktive Einführung,
    • Migration oder Transformation eines ERP-Systems umfasst
    • haben. Die Referenz muss eine Mindestlaufzeit von zwölf (12) Monaten
    • aufweisen. Soweit der Vertrag zum Zeitpunkt des Ablaufs der
    • Teilnahmefrist noch besteht, muss die tatsächliche
    • Leistungserbringung zu diesem Zeitpunkt bereits seit mindestens
    • zwölf (12) Monaten erfolgen. Maßgeblich für die zeitliche
    • Einordnung der Referenz ist bei laufenden Verträgen der
    • Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist, im Übrigen der
    • Zeitpunkt der Beendigung des Vertrags. Die Referenz darf nicht
    • vor dem 01.01.2023 beendet worden sein oder muss zum
    • Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist seit mindestens
    • zwölf (12) Monaten bestehen.
    • Bewertet wird die Erfahrung des Bewerbers mit der Implementierung
    • und Einführung integrierter ERP-Software mit den Modulen HR,
    • Finanzen und Versorgung innerhalb komplexer Organisationsstrukturen.
    • Folgende Merkmale werden berücksichtigt:
    • 1. Einführung eines integrierten ERP-Systems mit den Modulen HR,
    • Finanzen und Versorgung
    • 2. Durchführung von Datenmigrationen oder Systemablösungen
    • 3. Integration mehrerer Fachmodule oder Schnittstellen
    • 4. Durchführung komplexer Customizing- oder Parametrisierungsleistungen
    • 5. Durchführung strukturierter Test-, Integrations- oder Abnahmeverfahren
    • 6. Durchführung einer Produktivsetzung (Go-Live)
    • 7. Einführung in Organisationen mit hoher bzw. vergleichbarer Nutzerzahl
    • oder mehreren organisatorischen Einheiten
    • Für die Bewerberauswahl nach § 51 VgV können dieselben Referenzen
    • wie für den Eignungsnachweis (s. R3) aber auch andere Referenzen
    • herangezogen werden. Die für die Bewertung benannten Referenzen
    • können identisch oder unterschiedlich sein.

Zuschlagskriterien

  • Preis: Preis 90 %

  • Präsentation

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Lose (2)

Vergabeunterlagen

Preisblatt42 KB2 Tabellen
Konzeptvorlage287 KB24 Seiten
Eigenerklärung124 KB4 Seiten
Eignungskriterien56 KB8 Seiten
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