Frist abgelaufen

Kläranlagen Untere Ahr in Remagen, Los 3: Tragwerksplanungsleistungen

Auftraggeber
Veröffentlicht
31.07.2024
Angebotsfrist
Gegenstand dieser Ausschreibung ist Los 3 - Leistungen der Tragwerksplanung sind die tragwerkplanerischen Leistungen für die Errichtung einer Groß-Kläranlage mit verschiedenen Gebäuden. Die Planung der Kläranlage selbst ist Gegenstand der Ausschreibung zu Los 1 und wurde bereits ausgeschrieben. Der Bearbeitungsumfang beinhaltet die Tragwerksplanung gemäß § 49 HOAI. Der Bearbeitungsumfang der Leistungen der Tragwerksplanung umfasst eine Vielzahl von einzelnen Objekten, die den Neubau der Kläranlage betreffen, die Pumpstation am alten Standort und die Verbindungsbauwerke. Die Bedarfsplanung geht derzeit von ca. 24 Objekten aus. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung ist der Baugrund am Standort des Neubaus der Kläranlage noch nicht abschließend geklärt. Auf dem Grundstück wurde über mehrere Jahre Abfall verkippt. Eine abschließende Entscheidung, ob und wie die Bauwerke standsicher auf diesem zu gründen sind ist noch nicht entschieden. Die Komplexität der planerischen Aufgabe kann insofern noch nicht abschließend beschrieben werden. Die Summe der anrechenbaren Kosten der Einzelbauwerke beträgt voraussichtlich 36.331.669,10 EUR (netto). Eine Einzelauflistung der anrechenbaren Kosten der Einzelbauwerke ergibt sich aus den Vergabeunterlagen. Zum zeitlichen Ablauf: eine genehmigungsfähige Planung der Leistungsphase 4 bis zum 30.09.2025 zu erstellen. Bauvorbereitende Maßnahmen sind ab Januar 2026 vorgesehen. Eine bauliche Realisierung der Maßnahme ist ab Oktober 2026 vorgesehen.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
31.07.24
Teilnahmefrist
02.09.24
Vertragsbeginn
01.12.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Sinzig, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
martin.hoffmann@azv-untere-ahr.de
Freischalten
Telefon
+49 2642 9826-17
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: 1. Erklärung des Bewerbers, dass durch die Person oder das Verhalten des Bewerbers oder dem Bewerber zuzurechnender Personen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB und § 19 MiLoG begründet sind. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. 3. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 4. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft. 5. Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen. 6. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte gemäß vorstehenden Ziffern 1 bis 5 für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.

  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: 1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). 2. Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB). 3. Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung. 4. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die vorgenannten Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderungen: I. Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams Das Büro muss eine der Maßnahme angemessene Zahl an Mitarbeitenden aufweisen. Wegen der Komplexität und der Eilbedürftigkeit der Maßnahme muss das Büro des Bieters/der Bietergemeinschaft mindestens über 10 Mitarbeiter verfügen, die berechtigt sind Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen oder nach den EU-Richtlinien berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur tätig zu werden. Das Projektteam muss mit mindestens fünf Personen besetzt sein, die berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen oder nach den EU-Richtlinien berechtigt sind, in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur tätig zu werden. Kleineren Büros wird im Hinblick darauf die Bildung einer Bewerber-/Bietergemeinschaft empfohlen. II. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers Es sind mindestens 4 Referenzobjekte anzugeben, die die nachfolgenden Bedingungen erfüllen: 1. Es müssen Planungsleistungen in den Leistungsphasen 2-6 im Sinne von § 51 HOAI erbracht worden sein. 2. Mindestens zwei Referenzen müssen realisierte, wasserberührte und abwasserberührte Becken als Betonbauwerk, die im leeren Zustand auftriebssicher herzustellen waren, zum Gegenstand haben, und deren anrechenbare Baukonstruktionskosten (KG 300) mindestens 1.000.000 EUR betragen haben. Diese Bauwerke müssen als "weiße Wanne" mit wasserundurchlässigem Stahlbeton konstruiert worden sein. 3. Mindestens zwei Referenzen müssen geeignet sein, die Erfahrung des Bewerbers mit Pfahlgründungen zu belegen. Allgemeines: Die zu 2. und 3. geforderten speziellen Nachweise dürfen in einer Referenz kumuliert werden. Es ist jedoch ein getrennter Nachweis durch Einreichung verschiedener Referenzen, die die entsprechende Erfahrung belegen, zulässig. Für alle Referenzen gilt jedoch, dass sie die Mindestanforderungen an die Ziffer 1 erfüllen müssen. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen.

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: 1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seines Umsatzes für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB). 2. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen 3. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will. 4. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderung: Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 3,0 Millionen EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 3,0 Millionen EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.

  • Objektive Kriterien zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden

    • 1. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungsleistungen anhand der eingereichten Referenzen die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen oben zu Ziffer 2 (wasserberührte pp. Becken) erfüllen (30%). 2. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungsleistungen anhand der eingereichten Referenzen die die Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen oben zu Ziffer 3 (Pfahlgründung) erfüllen (30%). 3. Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen in Jahren (Projektleitung und stellvertretende Projektleitung) (20 %). 4. Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen erfüllen (20 %). Jeweils für die zur Leistungserbringung vorgesehene Person (Projektleiter und stellv. Projektleiter). Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Für die Beurteilung der Eignungsauswahl werden nur Referenzen herangezogen, die eine aussagekräftige Beschreibung enthalten
    • eine nur namentliche Listenaufzählung ist nicht ausreichend.

Zuschlagskriterien

  • Preis der Leistung: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 10 Stunden Geschäftsführer - 20 Stunden Architekt/Ingenieur - 20 Stunden Techniker - 20 Stunden Zeichner/Schreibkraft

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Methoden für die Abstimmung mit den weiteren an der Planung Beteiligten zur Findung einer wirtschaftlichen Lösung: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Methoden für die Abstimmung mit den weiteren an der Planung Beteiligten zur Findung einer wirtschaftlichen Lösung" wird zunächst auf die Leistungsbeschreibung Bezug genommen. Die Anlage ist komplex. Der Tragwerksplaner hat verschiedene Anforderungen zu berücksichtigen. Diese sind neben der Statik unter anderem Auftriebssicherheit, Zuarbeit zum Fassadenkonzept oder Berücksichtigung des Kiesgruben-Untergrundes. Abstimmungen mit der Objektplanung Ingenieurbauwerke und mit der Objektplanung Gebäude und Fassadenkonzept sowie sonstigen Beteiligten im Planungsprozess sind daher erforderlich. Dies vorausgeschickt, erhält ein Angebot 0-3 Punkte, welches Methoden vorstellt, die Defizite in den Abstimmungsprozessen erwarten lassen. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das einen Vorschlag mit einer den Anforderungen genügenden Abstimmungsmethodik macht, nach dem zu erwarten ist, dass eine als wirtschaftlich zu bezeichnende Lösung gefunden werden kann. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das besonders gute Methoden für eine sinnvolle und effiziente Abstimmung vorschlägt, durch deren Umsetzung eine besonders wirtschaftliche Bauweise zu erwarten ist und zwar insbesondere im Hinblick auf die Gründungsproblematik.

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Konzept zur Optimierung einer planungs- und bauzeitoptimierten Errichtung der Bauwerke: Hinsichtlich des Wertungskriteriums wird auf die Leistungsbeschreibung Bezug genommen. Die Maßnahme ist eilbedürftig. Die abgestimmte Vorplanung muss 5 Monate nach Auftragserteilung erstellt sein. Eine genehmigungsfähige Planung der Leistungsphase 4 muss bis zum 30.09.2025 erstellt werden. Bauvorbereitende Maßnahmen sind ab März 2026 vorgesehen. Eine bauliche Realisierung der Maßnahme ist ab Oktober 2026 vorgesehen. Ein Angebot erhält 0-3 Punkte, welches nicht erwarten lässt, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das einen Vorschlag macht, mit dem die Terminerreichung grundsätzlich zu erwarten ist. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das Methoden vorschlägt, durch deren Umsetzung die Erreichung der Termine in einem besonderen Maße gesichert zu erwarten ist, etwa indem zeitliche Puffer vorgesehen sind und mit dem eine besondere Flexibilität in der zeitlichen Bearbeitung des Projektes vorgestellt wird.

  • Örtliche Präsenz, Methodik und Organisation in der Phase der ingenieurtechnischen und sonstigen Kontrollen: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Örtliche Präsenz, Methodik und Organisation in der Phase der ingenieurtechnischen und sonstigen Kontrollen" wird zunächst auf die Leistungsbeschreibung und die zu beauftragenden Besonderen Leistungen (Anlage 2 zum Vertrag) Bezug genommen. Für die Beurteilung werden herangezogen - die Präsenz und die Erreichbarkeit der Bauleitung - Berufserfahrungen und Qualifikation des zur Bauleitung vorgesehenen Personals - Methodik zur Sicherstellung einer mangelfreien und funktionsgerechten Ausführung des Tragwerks. 0-3 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine Leistungserbringung durch berufsunerfahrenes und nicht hinreichend qualifiziertes Personal angeboten wird und/oder von einer Präsenz der objektspezifischen Fachbauleitung der technischen Anlagen nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen auszugehen ist. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei grundsätzlich Qualitätsvolle Bearbeitung zu erwarten ist. 7-10 Punkte erhält darüber hinaus ein Angebot, mit dem Methoden vorgeschlagen werden, die eine mangelfreie und funktionsgerechte Ausführung des Tragwerks mit großer Sicherheit erwarten lassen. Die angegebene Punktespanne beschreibt den Beurteilungsspielraum der vergebenden Stelle hinsichtlich des Maßes der Zielerreichung oder Zielabweichung innerhalb des genannten Erwartungskorridors.

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