Frist abgelaufen

Kläranlagen Untere Ahr in Remagen, Objektplanungsleistungen für Ingenieurbauwerke/Gebäude/Freianlagen/Verkehrsanlagen / Planungsleistungen der maschinentechnen Ausrüstung/EMSR Technik/Elektrotechnik

Auftraggeber
Veröffentlicht
21.12.2023
Angebotsfrist
31.01.2024
Die Kläranlage Untere Ahr in Sinzig wurde von der Hochwasserkatastrophe 2021 schwer beschädigt. Eine vorläufige Wiederinbetriebnahme der Kläranlage am vorhandenen Standort wurde nach 5 Monaten wieder erreicht. Die Kläranlage sollte aber schon vor dem Ereignis aufgrund von Sanierungs- und Erweiterungsbedarf in erheblichem Umfang umgebaut werden. Im Zuge der 2021 begonnenen Planung wurde der Standort schon im Hinblick auf Hochwasserereignisse kritisch bewertet und als nicht wieder genehmigungsfähig eingestuft. Die nun ausgewählte Fläche für den Neubau der Kläranlage Untere Ahr liegt nördlich der B 266 auf einem Gelände, welches geodätisch etwa 7-8 m über dem alten Standort liegt und somit gesichert hochwasserfrei ist. Das Grundstück liegt im Stadtgebiet Remagen. Die Kläranlage Mayschoß wurde bei der Hochwasserkatstrophe komplett zerstört und wird am alten Standort nicht wieder errichtet. Das Einzugsgebiet (4.000 EW) wird an das Netz im Einzugsgebiet der Kläranlage Untere Ahr angeschlossen. Die planerischen Ziele sind wie folgt zusammenzufassen: Nach der Bedarfsplanung soll eine Kläranlage mit einer Ausbaugröße von mind. 174.000 E errichtet werden. Die zulaufenden Wassermengen betragen voraussichtlich 800 l/s. Ziele der 4ten Reinigungsstufe sind im Zuge der Planung festzulegen. Ein in energetischer und wirtschaftlicher Hinsicht optimierte Anlagenbetrieb ist angestrebt mit einem Höchstmaß an Anlagenverfügbarkeit. Eine Planung mit BIM ist vorgesehen. Es sollen auch Möglichkeiten von KI berücksichtigt werden. Der Einsatz von KI soll dabei eine Optimierung von Prozessen im Hinblick auf Ressourceneinsparung und Energieeffizienz umfassen. Ziel ist ein möglichst klimaneutraler Kläranlagenbetrieb.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
21.12.23
Abgabefrist
31.01.24
Vertragsbeginn
01.04.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Sinzig, Deutschland
E-Mail
Bernd.Lischwe@azv-untere-ahr.de
Freischalten
Telefon
+49 02642 9826-11
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: 1. Erklärung des Bewerbers, dass durch die Person oder das Verhalten des Bewerbers oder dem Bewerber zuzurechnender Personen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB und § 19 MiLoG begründet sind. 2. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. 3. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. 4. Erklärung des Bewerbers, dass er nicht zu den in Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 (Sanktionen VO) genannten Unternehmen oder Personen mit Russlandbezug gehört. Gehört der Bewerber einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Teilnahmeantrag zu erklären, dass dies auch nicht auf die verbundenen Unternehmen zutrifft. 5. Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er mit seinem Teilnahmeantrag einen Handelsregisterauszug oder einen den Rechtsvorschriften seines Heimatstaates entsprechenden Nachweis vorzulegen. 6. Ist der Bewerber zur Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft verpflichtet, hat er mit seinem Teilnahmeantrag eine entsprechende Mitgliedsbescheinigung vorzulegen. 7. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte gemäß vorstehenden Ziffern 1 bis 6 für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen auch von Dritten abzugeben.

  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

    • 1. Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). 2. Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB). 3. Der Bewerber mit seinem Teilnahmeantrag als Organigramm darzustellen, welche der für die Leistungserbringung vorgesehenen Personen im Auftragsfall welche Aufgaben der Projekt Durchführung übernehmen. 4. Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung. 5. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die vorgenannten Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. 6. Der Bewerber kann für eine Bewerbung ein Mehr an Eignung durch den Nachweis von Ausgeführten BIM-Projekten durch geeignete Referenzen Nachweisen. Geeignet sind solche Projekte bei denen eine BIM-Planung bei einem Bau- oder Anlagenbauprojekt bis einschließlich der LP 8 umgesetzt wurde und der Bieter den BIM-(Fach-)Koordinator gestellt hat. 7. Bewirbt sich der Bewerber als Bietergemeinschaft hat er mit dem Teilnahmeantrag zu erläutern, welches Mitglied der Bietergemeinschaft im Auftragsfall welche Aufgaben der Auftragsdurchführung übernimmt. 8. Die geforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen. Mindestanforderungen: I. Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Team der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen hierbei mindestens 10 Ingenieure wie folgt (Qualifikation als Ingenieur, Dipl.-Ing. oder Master, Fachrichtung Hochbau), davon: mindestens 3 Ingenieure für die Objektplanung des Ingenieurbauwerks
    • mindestens 2 Ingenieure für die Planung der technischen Ausrüstung aus dem Bereich der Maschinen und Verfahrenstechnik
    • mindestens 2 Ingenieure für die Planung der technischen Ausrüstung E-Technik und E MSR Technik umfassen. In jeder Fraktion darf auch ein Teammitglied anstelle eines Ingenieurs ein Techniker mit einer Berufserfahrung von mindestens 15 Jahren exklusive der Berufsausbildung sein. Kleinen Büros wird mit Hinblick darauf empfohlen, eine Bewerbergemeinschaft einzugehen. II. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Planung von vergleichbaren Maßnahmen durch geeignete Referenzen nachzuweisen: Es sind mindestens 3 Referenzobjekte anzugeben, die die nachfolgenden Bedingungen erfüllen: - Mindestens zwei Referenzen muss die Erbringung der Planungs- und Bauüberwachungsleistungen des Ingenieurbauwerks für Errichtung (Neubau oder grundlegender Umbau oder Erweiterung, d.h. Einschließlich der biologischen Abwasserreinigung und des Schlammwegs) einer Kläranlage mit vergleichbarer Größe (Größenklasse 5) zum Gegenstand haben. - Mindestens eine Referenz muss die Planung für die Errichtung (Neubau oder grundlegender Umbau oder Erweiterung, d.h. Einschließlich der biologischen Abwasserreinigung und des Schlammwegs) der maschinentechnischen Ausrüstung einer Kläranlage mit vergleichbarer Größe (Größenklasse 5) zum Gegenstand haben. - Mindestens eine Referenz muss die Planung für die Errichtung (Neubau oder grundlegender Umbau oder Erweiterung, d.h. Einschließlich der biologischen Abwasserreinigung und des Schlammwegs) der E-MSR-Technik und Elektrotechnik einer Kläranlage mit vergleichbarer Größe (Größenklasse 5) zum Gegenstand haben. - Mindestens zwei Referenzen muss die Erbringung der Planungs- und Überwachungsleistungen der Errichtung einer Kläranlage zum Gegenstand haben, bei der eine 4. Reinigungsstufe realisiert worden ist. Bei allen Referenzen müssen mindestens die Planungsleistungen für die Planung der Ingenieurbauwerke sowie der Technischen Ausrüstung (E-MSR-Technik sowie Elektrotechnik) die Anlagengruppe 7 (hier mindestens Leistungsphasen 2, 3, 4, 5 und 8) erbracht worden sein und die Fertigstellung (d.h. Abschluss der Leistungsphase 8, alternativ die Inbetriebnahme oder der Probebetrieb) muss nach dem 01.01.2018 erfolgt sein. Zur Erhöhung der Eignung können weitere Referenzen eingereicht werden. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Liste (siehe Teilnahmeantrag) genutzt werden. Maßgeblich bleibt der Inhalt der Bekanntmachung. Die angeforderten Auskünfte sind in Textform einzureichen.
  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: 1. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seines Umsatzes für Planungsleistungen, die mit den ausgeschriebenen Planungsleistungen vergleichbar sind, in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB). 2. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen 3. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will. 4. Die vorgenannten Auskünfte sind mit dem Teilnahmeantrag zu erklären. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung Dritter bedienen, sind die Auskünfte auf Verlangen der Vergabestelle auch von Dritten abzugeben. Mindestanforderung: Der Bewerber muss über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen, deren Deckungssumme für Personenschäden mindestens 5 Millionen EUR , für Umweltschäden mindestens 1 Millionen EUR und zusätzlich für sonstige Sach- und Vermögensschäden mindestens 5 Millionen EUR beträgt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen. Ausreichend ist eine Bescheinigung, dass die Versicherungssumme im Auftragsfall zur Verfügung steht. Die geforderten Nachweise sind in Textform einzureichen.

  • Objektive Kriterien zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden: 1. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen (Ingenieurbauwerke) von Neubauten/Erweiterungsbau von Kläranlagen, die die Mindestanforderungen an Referenzen erfüllen (15%), 2. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen der technischen Ausrüstung/Elektrotechnik und E-MSR Technik von Neubauten/Erweiterungsbau von Kläranlagen, die die Mindestanforderungen erfüllen (15%), 3. Erfahrung des Bewerbers mit der Erbringung von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen der technischen Ausrüstung/Maschinentechnik von Neubauten/Erweiterungsbau von Kläranlagen, die die Mindestanforderungen erfüllen (15%), 4. Gesammelte Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen anhand der eingereichten Referenzen, die die Mindestanforderungen erfüllen (15%), 5. Berufserfahrung der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen (15%), 6. Personelle Stärke des Projektteams (15%), 7. Erfahrung als BIM-Koordinator (10%). Zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen im vorgenannten Sinne sind der Projektleiter und der Stellvertreter, Planer und Bauüberwacher für das Ingenieurbauwerk, die technische Ausrüstung Maschinentechnik die technische Ausrüstung E-Technik und E MSR Technik. Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los. Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen.

Zuschlagskriterien

  • Preis der Leistung

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Methoden für die Planung einer energiesparenden und emissionsarmen Kläranlage

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten in der Planung (Bau und Betrieb)

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Konzept zur Optimierung einer planungs- und bauzeitoptimierten Errichtung der Kläranlage

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