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MPI für Biogeochemie, Jena - Erweiterung Institutsgebäude: Objektplanung Gebäude

Auftraggeber
Veröffentlicht
22.07.2026
Angebotsfrist
Das Anfang 2003 fertiggestellte Institutsgebäude gliedert sich in drei Gebäudeteile, A, B und C, die durch eine geschoßübergrei-fende Eingangshalle und weitere unterirdische Bauteile (z.T. Be-lichtung über einen Innenhof) verbunden sind. Der Raumbedarfs-plan für den Erweiterungsbau umfasst im Wesentlichen Standard-flächen für Labor- und Büronutzung sowie Sonderflächen für das Gewächshaus mit Technikum. Auf Grund der veränderten wis-senschaftlichen Arbeitsweise ist der Einbau von Gewächshaus - Kabinen und Technikum-Kabinen innerhalb eines zusammenhän-genden großen Gewächshauses erforderlich. Hierdurch kann eine energetisch optimierte Klimastabilität in den einzelnen Kabinen erreicht werden (‚Haus-in-Haus-Prinzip‘). Als Standort für den Erweiterungsbau bleibt, auch auf Grund der Grundstücksituation mit Hanglage, nur die Fläche des vorhandenen Gewächshauses. Dieses muss auf Grund der neuen wissenschaftlichen Anforde-rungen abgerissen und durch einen Gewächshaus/Technikum-Neubau im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau ersetzt werden. Dadurch resultieren Umbauarbeiten auch am und im Be-standsgebäude, in der technischen Infrastruktur und den Ver- und Entsorgungsleitungen im Erdreich. Provisorische Maßnah-men sichern den Institutsbetrieb während der Bauphase. Aktuell ist keine Interimsunterbringung notwendig und anvisiert. Der Leistungsumfang betrifft hauptsächlich folgende Baumaß-nahmen am MPI für Biochemie in Jena: - Abbruch altes Gewächshaus, - Erweiterungsbau eines Institutsgebäudes mit Büro-, Sonder- und Laborflächen - Neubau eines Gewächshauses - daraus resultierende Umbauarbeiten am/im Bestandsgebäude sowie in der technischen Infrastruktur und bei den Ver- und Ent-sorgungsleitungen im Erdreich Die voraussichtlichen Bauwerkskosten der Maßnahme EBIO 001 betragen 7,5 Mio. € (netto) KG 300+400, die Gesamtbaukosten (KG 200-700, ohne KG 611 u. KG 612) auf 12,5 Mio. € (netto). Der Erweiterungsbau für die Büro- und Laborflächen wird sich auf die Ebenen OG 1, EG, U-1 und evtl. U- 2 erstrecken. Analog zu den Bestandsgebäude soll der Erweiterungsbau als Zweibund mit einer verbreiterten Mittelzone zur Erschließung ausgebildet wer-den. Auf Grund der statischen Abfangmaßnahmen zum Bestand (rück-verankerte Bohrpfahlwand), entsteht ggfs. auf der Ebene U-2 ein halbes Geschoß. Hier könnten weitere Technikräume und eine weitere Anlieferungszone (auf Grund der Hanglage) unterge-bracht werden. Die Verbindung zum Bestand erfolgt über einen Verbindungssteg im OG 1. Das zwingende Erfordernis dafür ergibt sich aus der Vorgabe der Wissenschaft, dass der Erweite-rungsbau zusammen mit den Bestandsgebäuden ein Forschungsinstitut ergibt, als eine funkti-onale Einheit mit kurzen Wegen und witterungsunabhängiger Verbindung zwischen den verschiedenen Forschungseinheiten. Weiterhin ist die Verbindung zu den Bestandsgebäuden auf der Ebene U-1 umsetzbar. Der Raumbedarfsplan für den Erweiterungsbau umfasst im Wesentlichen Standardflächen für Labor- und Büronutzung. Die Flä-chen belaufen sich ca. auf 590 m² NUF 1-6. Die zusätzlich erforderlichen Stellplätze (12 Stück) werden in den Außenanlagen verortet, eine Tiefgarage ist nicht möglich. Weitere Details sind der Anlage 01 zu entnehmen. Gegenstand dieses VgV-Vergabeverfahrens sind die erforderlichen Leistungen der „Objektplanung Gebäude gem. § 34 in Verbindung mit Anlage 10 der HOAI 2021 in den LPH 1 bis 9, zzgl. Besonderer Leistungen. Besonderer Hinweis betr. Bieterfragen aufgrund besonderer äußerer Ereignisse (z.B. Sars-COV-2 oder Ukraine Krieg): Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Angebotserstellung etwaige mögliche bzw. erkennbare Beeinträchtigungen, z.B. in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien und Produkten, Arbeitskräften, eine evtl. verzögerte Beibringung von geforderten Nachweisen, Auswirkungen auf etwaige Nachunternehmer etc. Fragen, die in diesem Zusammenhang auftreten, bitten wir rechtzeitig vor Angebotsfrist über das Nachrichtensystem der eVergabe zu stellen.

Zeitplan

Veröffentlichung
22.07.26
Fragenfrist
11.08.26
Teilnahmefrist
21.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
München, Deutschland
Vertragslaufzeit
65 Tage
E-Mail
bieterfragen@gv.mpg.de
Telefon
+49 8921080
Website
http://www.mpg.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages bestätigt der Bewerber, dass er nach den Rechtsvorschriften des Staats, in dem er niedergelassen ist, in das Berufs- oder Handelsregister dieses Staats eingetragen ist (für Bewerber mit Sitz in Deutschland

    • wird bestätigt, dass der Bewerber in ein entsprechendes Handelsregister, Partnerschaftsregister bzw. Berufsregister ordnungsgemäß eingetragen ist, soweit der Bewerber zur Eintragung verpflichtet ist.
    • Weiter bestätigt der Bewerber mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages, dass die im Auftragsfall für die Leistungserbringung vorgesehenen Personen über die erforderliche Qualifikation als Architekten bzw. Ingenieure (oder vergleichbar) gem. § 75 Abs. 1 und 2 VgV verfügen.
    • Der Nachweis der Bauvorlageberechtigung einer für die Genehmigungsplanung verantwortlichen Person (z.B. Eintragung in die Liste der Architektenkammer) ist dem Teilnahmeantrag beizufügen.
  • Erklärung zum Personalbestand für entsprechende Dienstleistungen, die beauftragt werden sollen, für die Jahre 2023, 2024 und 2025, wobei die fest angestellte Mitarbeiter/innen in Vollzeit, inkl. Büro-Inhaber/in bzw. -Geschäftsführer/in sind. Teilzeitkräfte sind in Vollzeitäquivalente (VZÄ) entsprechend umzurechnen (ohne freie Mitarbeiter/innen, Praktikant/innen und Aushilfen). Geforderte Mindestanforderungen

    Mittelwert über die Jahre 2023 - 2025 ≥ 3 Personen (VZÄ). (Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet).

  • Mit Einreichung dieses Teilnahmeantrages verpflichtet sich der zukünftige Auftragnehmer vor Auftragserteilung - jedoch erst nach Aufforderung durch die Auftraggeberin – zur Sicherung etwaiger Ersatzansprüche – eine Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung gem. Maßgaben des Vertrages (vgl. Anlage 06) abzuschließen bzw. eine verbindliche Bestätigung des Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers einzureichen, dass eine solche Versicherung abgeschlossen wird und die Versicherung für die Dauer des Vertragsverhältnisses zu unterhalten. Die Vorlage eines Versicherungsnachweises mit dem Teilnahmeantrag ist nicht erforderlich und nicht gewünscht. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft – spätere Arbeitsgemeinschaft (ARGE) – ist im Auftragsfall entweder der Abschluss einer derartigen Haftpflichtversicherung für die Arbeitsgemeinschaft bzw. eine verbindliche Bestätigung eines Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers, dass eine derartige Versicherung abgeschlossen wird nachzuweisen oder, wenn eine solche Versicherung für die ARGE nicht abgeschlossen werden soll, das Bestehen bzw. eine verbindliche Bestätigung eines Versicherers bzw. eines Versicherungsmaklers, dass eine derartige Versicherung abgeschlossen wird, von jedem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft nachzuweisen. Geforderte Mindestanforderungen

    • Folgende Deckungssummen sind für die Berufshaftpflichtversicherung mindestens erforderlich mit dem Teilnahmeantrag zu bestätigen und im Auftragsfall nachzuweisen:
    • - min. 5.000.000 EUR für Personenschäden und min. 3.000.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden
    • je pro Jahr 2-fach maximiert (bei Projektversicherung/Excedentendeckung 1-fach maximiert)
  • Erklärung zum Mindestjahresumsatz (netto) in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren in dem Tätigkeitsbereich, der beauftragt werden soll. Geforderte Mindestanforderungen (Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet)

    Mittelwert in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren ≥ 380.000 € netto. (Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet).

  • Mit der Einreichung des Teilnahmeantrages bestätigt der Bewerber, dass er über die erforderliche technische Ausstattung verfügt, um eine fachgerechte Leistungserbringung in dieser Beauftragung zu gewährleisten.

  • Übergeordnete Anforderungen an die Referenzen Nr. 01 bis 03

    • -Der Bewerber hat die Angaben zu den Mindestanforderungen sowie die Angaben, welche ggf. für die Erstellung einer Rangfolge erforderlich sind, in den Abschnitten Nr. 03 und Nr. 04 anzugeben. Die Beschreibung der Rangfolgebildung kann der Anlage 01, Kap. 4.2 entnommen werden.
    • -Zum Nachweis der beruflichen Eignung werden Referenzen gem. § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV mit vergleichbaren Leistungen gewertet, deren LPH 8 innerhalb der letzten fünf Jahre ab Fristende zur Einreichung der Teilnahmeanträge mit (Teil-)Schlussrechnung oder Abnahme gem. VOB/B abgeschlossen wurde.
    • -Die Anforderungen an die Anwendung / Berücksichtigung von öffentlichem Vergaberecht (vgl. Referenz Nr. 03
    • Kap. 3.3) können über die dort abgefragte separate Referenz oder kumuliert über die Referenz Nr. 01 bzw. Referenz Nr. 02 nachgewiesen werden.
    • -Die Auftraggeberin behält sich vor, die getätigten Angaben im Rahmen der Auswertung stichprobenhaft bei dem angegebenen Auftraggeber/innen auf Plausibilität zu überprüfen. Nicht wahrheitsgetreue Angaben führen zum Ausschluss aus dem Verfahren.
    • Referenz 1 (Pflicht):
    • Mindestanforderungen:
    • - Eine vergleichbare Leistung für den Erweiterungsneubau eines Objektes gem. Anlage 10.2 Objektliste HOAI 2021 mit mindestens einer HZ ≥ IV
    • - Eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Erbringung von mindestens der LPH 3, 5 & 8 im Bereich der LPH 1 - 9
    • - Eine vergleichbare Leistung für ein Objekt mit Baukosten von ≥ 3.000.000 € netto
    • - Abschluss der Referenz gem. Nr. 3.0 Anlage 03 (Eignungsmatrix) innerhalb der letzten 5 Jahre
    • Bewertung:
    • - Vergleichbarkeit der Bauaufgabe: (Wichtungsfaktor 6)
    • 3 Punkte: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz sehr vergleichbar. 18 Punkte
    • 2 Punkte: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz vergleichbar mit wenigen Abstrichen. 12 Punkte
    • 1 Punkt: Bauaufgabe ist in Bezug auf die gestellten Mindestanforderungen und die konkreten Projektrahmenbedingungen gem. Ziff. 4 "Referenzangaben zur Rangfolgebildung" unter "Kurze Beschreibung der Leistung [...]" bzw. der vom Bieter beigefügten Anlage zur Referenz vergleichbar, jedoch mit nennenswerten Abstrichen. 6 Punkte
    • - Vergleichbarkeit der erbrachten Leistungsphasen: (Wichtungsfaktor 2)
    • 6 Punkte: Erbringung von 8 Leistungsphasen 12 Punkte
    • 5 Punkte: Erbringung von 7 Leistungsphasen 10 Punkte
    • 4 Punkte: Erbringung von 6 Leistungsphasen 8 Punkte
    • 3 Punkte: Erbringung von 5 Leistungsphasen 6 Punkte
    • 2 Punkte: Erbringung von 4 Leistungsphasen 4 Punkte
    • 1 Punkt: Erbringung von 3 Leistungsphasen 2 Punkte
    • - Vergleichbarkeit des Bauvolumens: (Wichtungsfaktor 2)
    • 7 Punkte: ≥ 4.740.000 € 14 Punkte
    • 6 Punkte: ≥ 4.450.000 € 12 Punkte
    • 5 Punkte: ≥ 4.160.000 € 10 Punkte
    • 4 Punkte: ≥ 3.870.000 € 8 Punkte
    • 3 Punkte: ≥ 3.580.000 € 6 Punkte
    • 2 Punkte: ≥ 3.290.000 € 4 Punkte
    • 1 Punkt: ≥ 3.000.000 € 2 Punkte
    • - Vergleichbarkeit der Fläche: (Wichtungsfaktor 2)
    • 5 Punkte: ≥ 2.000 m²BGF 10 Punkte
    • 4 Punkte: ≥ 1.500 m²BGF 8 Punkte
    • 3 Punkte: ≥ 1.000 m²BGF 6 Punkte
    • 2 Punkte: ≥ 500 m²BGF 4 Punkte
    • 1 Punkt: ≤ 499 m²BGF 2 Punkte
    • - Projektspezifika: (Wichtungsfaktor 2, jeweils 1 Punkt)
    • 1 Punkt: Umsetzung eines Laborbaus 2 Punkte
    • 1 Punkt: Umsetzung eines Gewächshaus 2 Punkte
    • 1 Punkt: Umsetzung von Lean-Management 2 Punkte
    • - Umsetzung der Maßnahmen: (Wichtungsfaktor 4)
    • 3 Punkte: Laufender Betrieb in angrenzenden Gebäuden (baulich verbunden) 12 Punkte
    • 2 Punkte: Laufender Betrieb in angrenzenden Gebäuden (nicht baulich verbunden) 8 Punkte
    • 1 Punkt: Keine Maßnahme mit laufendem Betrieb 4 Punkte
    • - Beachtung von öffentlichem Vergaberecht: (Wichtungsfaktor 2)
    • 4 Punkte: Vergaben gem. VOB/A 01. und 02. Abschnitt 8 Punkte
    • 3 Punkte: Vergaben gem. VOB/A 02. Abschnitt 6 Punkte
    • 2 Punkt: Vergaben gem. VOB/A 01. Abschnitt 4 Punkte
    • 1 Punkt: Keine Vergaben gem. VOB/A 2 Punkte

Zuschlagskriterien

  • Preis

  • Leistungsbewertung gemäß Kriterienkatalog: vgl. Anlage 01 "Allgemeine Vergabeunterlage", Kap. 4.4, "Bewertungssystematik" und Anlage 05 "Zuschlagskriterien"

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Vertragsbedingungen42 KB24 Seiten
Vertragsentwurf287 KB4 Seiten
Kalkulation124 KB2 Tabellen
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