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Nationale Kontaktstelle Schlüsseltechnologien (NKS)

Zur Umsetzung der Forschungsrahmenprogramme (FRP) der Europäischen Union haben sich die teilnehmenden Staaten verpflichtet, ein Informations- und Beratungssystem einzurichten. Grundlage für die Einrichtung und Tätigkeit der sog. Nationalen Kontaktstellen (NKS) sind die „Leitsätze der Europäischen Kommission für die Einrichtung Nationaler Kontaktstellen“ (für Horizont Europa). Diese Leitsätze werden durch ein "Gemeinsames Pflichtenheft" des EU-Büros und der Nationalen Kontaktstellen (gültige Version vom 01.10.2024 als Anlage zur Leistungsbeschreibung) ergänzt. Die Bundesregierung unterhält ein Netzwerk von Nationalen Kontaktstellen (NKS). Dieses informiert und berät einerseits die Teilnehmer/-innen am FRP und unterstützt andererseits die Bundesregierung bei der Gestaltung und Durchführung des FRP. Ziel der NKS ist es, eine hohe, effiziente und effektive Beteiligung deutscher Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen - KMU) an den Fördermaßnahmen der Europäischen Union, insb. des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, sicherzustellen. Die Aufgaben beziehen sich inhaltlich bis 31.12.2027 auf die bisher unter dem 9. FRP etablierten Förderthemen zu den digitalen und industriellen Schlüsseltechnologien die in den beiden Programmausschusskonfigurationen der Cluster „Digital, Industry and Space“, „Civil Security for Society“ für Cybersicherheit, sowie den Bereich Mobilität im Cluster „Climate, Energy and Mobility“ behandelt werden. Ab voraussichtlich 01.01.2028 beziehen sich die Aufgaben inhaltlich auf die Förderthemen des 10. FRP zu Schlüsseltechnologien, welche zurzeit in den Policy Windows 1 (Sauberer Übergang und Industrielle Dekarbonisierung) und 3 (Digitale Führung) des Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit verortet sind. Im Sinne der Kontinuität, die Schlüsseltechnologien weiterhin synergetisch zu bündeln, werden die Werkstoffinnovationen mitabgedeckt. Zu den Aufgaben gehört auch die Begleitung anderer Programmteile des FRP, wie bspw. aus dem Programmteil Innovation des „European Innovation Council (EIC)“ oder des „European Institute for Technology and Knowledge and Innovation Centres (EIT-KIC)“, sofern relevante technologieorientierte Aktivitäten verankert sein können oder sich entsprechende Förderaktivitäten (z.B. Missionen oder sonstige Partnerschaften) über verschiedene Programmteile erstrecken.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
15.06.26
Abgabefrist
16.07.26
Öffnung
16.07.26
Vertragsbeginn
01.10.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
E-Mail
vergabe@bmftr.bund.de
Freischalten
Telefon
Website
www.bmftr.bund.de
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Nachweis der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister oder vergleichbares Register (nicht älter als sechs Monate, wobei für die Berechnung der Tag maßgeblich ist, an dem die Angebotsfrist endet), soweit die Eintragung für den jeweiligen Leistungserbringer nach den jeweils einschlägigen Rechtsnormen vorgeschrieben ist (Auszug in Kopie beizufügen) (Angabe im Bieterbogen Ziffer VI).

  • Erklärung zu möglichen Interessenkonflikten gemäß § 46 Abs. 2 VgV (Angabe im Bieterbogen Ziffer VII.1).

  • Vorlage geeigneter Referenzen über früher ausgeführte Aufträge innerhalb der letzten drei Jahre (maßgeblich für die Berechnung ist der Tag, an dem die Angebotsfrist endet) mit Angabe des Kunden, des Auftragsgegenstandes, des Auftragswerts und des Zeitraums der Leistungserbringung (Angaben im Bieterbogen Ziffer VII.2). Geeignet sind Referenzen, die folgende Gesichtspunkte nachweisen

    • • Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der europäischen Zusammenarbeit mit wesentlichem Bezug zu Forschung und Innovation, insbesondere Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit europäischen Organisationen.
    • • Kenntnisse und Erfahrungen zu den Förderangeboten, -konditionen und Verfahren der Forschungs- und Innovationsförderung der Europäischen Union, u.a. den Europäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation.
    • • Kenntnisse und Erfahrungen in der Förderberatung zu europäischen Forschungsrahmenprogrammen
    • • Kenntnisse und Erfahrungen zu den Förderangeboten, -konditionen und Verfahren der Forschungsförderung des Bundes.
    • • Kenntnisse und Erfahrungen zur Forschungspolitik in den für Deutschland maßgeblichen Partnerstaaten innerhalb der EU (z.B. Frankreich, Niederlande, Polen, Tschechien, Spanien) und außerhalb der EU (z.B. USA, China, Japan).
    • • Kenntnisse und Erfahrungen bei der Zusammenarbeit im europäischen Kontext, z.B. mit der europäischen Kommission sowie Vertretungen von Stakeholdern in Brüssel (z.B. von Forschungseinrichtungen oder Industrieverbänden).
    • • Kenntnisse und Erfahrungen in der Konzeption und Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen im Rahmen der Fachkommunikation (z.B. Durchführung von Bürgerdialogen, Gestaltung von Internetauftritten, Social Media Begleitung) auf dem Gebiet der europäischen Zusammenarbeit.
    • • Kenntnisse und Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Fachveranstaltungen mit über 250 Teilnehmer/-innen.
    • • Kenntnisse und Erfahrungen im Themenfeld „Schlüsseltechnologien“ – insb. in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Künstliche Intelligenz, Supercomputing, Robotik, IT-Sicherheit, Mikroelektronik, Photonik, Quantentechnologien, Materialforschung und Werkstoffinnovationen, Batterietechnologien, Produktions- und Dienstleistungsforschung und Mensch-Technik-Interaktion.
    • Eine Referenz kann mehrere Erfahrungsbereiche abdecken. Es sind jedoch insgesamt mindestens 3 verschiedene Referenzen zu benennen.
  • Angaben zu den Qualifikationen und den fachbezogenen Erfahrungen der zum Einsatz gelangenden verantwortlichen bzw. leitenden Mitarbeiter/innen (Angaben im Bieterbogen Ziffer VII.3 / Qualifikationsprofil). Ausführliche Darstellung der Qualifikationen und fachbezogenen Erfahrungen der für die Leistungserbringung vorgesehenen verantwortlichen bzw. leitenden Mitarbeiter/innen des Bieters. Für die vorgesehenen verantwortlichen bzw. leitenden Mitarbeiter/innen müssen folgende Qualifikationen anhand der Qualifikationsprofile jeder bzw. jedes einzelnen der einzusetzenden Mitarbeiter/innen nachgewiesen werden, wobei für jede der im Folgenden genannten Qualifikationen Referenzen vorzulegen sind

    • • Mind. 3-jährige Erfahrungen als Projektleiter/in (für mindestens eine/n Mitarbeiter/in mindestens eine Referenz)
    • • Fachkenntnisse auf den Gebieten der nationalen und europäischen Forschungs- und Innovationspolitiken (für mindestens eine/n Mitarbeiter/in mindestens eine Referenz)
    • • Mind. 3-jährige Berufs- und Beratungserfahrung im Bereich der europäischen Forschungs- und / oder Innovationsförderung (für mindestens eine/n Mitarbeiter/in mindestens eine Referenz)
    • • Fachkenntnisse in einem oder mehreren Bereichen der Schlüsseltechnologien (für mindestens eine/n Mitarbeiter/in mindestens eine Referenz)
    • • Falls weitere Personen mit leitenden Aufgaben betraut werden sollen (z.B. Personen, die für einen bestimmten Projektteil verantwortlich sein sollen): mind. 3-jährige Erfahrungen dieser Personen als leitende(r) Mitarbeiter/in jeweils mindestens eine Referenz
  • Angabe der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen, unabhängig davon, ob sie dem Unternehmen angehören oder nicht (Angaben im Bieterbogen Ziffer VII.4 / Qualifikationsprofil)

    • Ausführliche Darstellung der Qualifikationen der technischen Fachkräfte oder der technischen Stellen, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden sollen. Für die Erbringung des Auftrags müssen mindestens Mitarbeiter mit den folgenden Qualifikationen verfügbar sein und die Qualifikation muss anhand der Qualifikationsprofile jeder bzw. jedes einzelnen der einzusetzenden Mitarbeiter/innen nachgewiesen werden:
    • • Mind. 3-jährige Berufserfahrung auf den Gebieten der nationalen und europäischen Forschungs- und Innovationspolitiken (für mindestens fünf Mitarbeiter/-innen)
    • • Europarechtliche Fachkenntnisse für die Arbeit mit Legislativvorschlägen der Europäischen Kommission (für mindestens zwei Mitarbeiter/-innen)
    • • Mind. 3-jährige Berufs- und Beratungserfahrung im Bereich der europäischen Forschungs- und / oder Innovationsförderung (für mindestens fünf Mitarbeiter/-innen)
    • • Fachkenntnisse in einem oder mehreren Bereichen der Schlüsseltechnologien (für mindestens fünf Mitarbeiter/-innen)
    • • Erfahrung auf den Gebieten Veranstaltungsmanagement (für mindestens zwei Mitarbeiter/-innen), Fachkommunikation - insbesondere Social Media (für mindestens eine/n Mitarbeiter/-in) und Bürgerbeteiligung (für mindestens eine/n Mitarbeiter/-in)
    • • Berufserfahrung im Vergaberecht (für mindestens zwei Mitarbeiter/-innen)

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