Frist abgelaufen

Netzdatenplattform

Die Angebotsfrist ist am 08. Juni 2026 abgelaufen. Das Verfahren befindet sich in der Zuschlags- bzw. Abschlussphase. Ähnliche aktuelle Ausschreibungen ansehen ↓
Auftraggeber
Veröffentlicht
11.05.2026
Angebotsfrist
Die swa Netze GmbH betreibt die Verteilnetze in Augsburg und der Region. Das Stromnetz umfasst ca. 2.500 km Kabelnetz, rund 350 km Freileitungen, etwa 1.061 Trafostationen (inkl. Einspeiserstationen) sowie ca. 180.000 Stromzähler; versorgt werden über 350.000 Menschen in der Region. Diese Größenordnung definiert Anforderungen an Skalierbarkeit, Datenqualität, Integrationsfähigkeit und einen sicheren, revisionsfähigen Betrieb. Die Niederspannung entwickelt sich von einem passiven Verteilbereich zu einem aktiv zu führenden System. Dezentraler Zubau (PV, Wärmepumpen, Elektromobilität, Speicher) erhöht die Volatilität und verschiebt Engpässe in die Fläche; regulatorisch gefordert ist die netzdienliche Nutzung von Flexibilitäten bei hoher Systemsicherheit. Daraus folgt die zentrale Aufgabe: Steuern in der Niederspannung – nicht als Summe isolierter Funktionen, sondern als durchgängige Fähigkeit, aus Daten ein konsistentes Lagebild abzuleiten und selektive, regelkonforme Maßnahmen umzusetzen Die NS-Netzdatenplattform adressiert diese Aufgabe als technische Basis. Sie konsolidiert Betriebs-, Ereignis‑ und Stammdaten aus Feld und Systemwelt und stellt eine einheitliche Sicht auf den Netzzustand bis in die letzte Meile bereit. Standardisierte, offene Schnittstellen binden bestehende Systeme (z. B. Leit‑, GIS‑/Asset‑, Markt‑ und Prozesssysteme) ein und ermöglichen eine konsistente, gesicherte Datenbereitstellung für Betrieb, Planung und Berichtspflichten. Fokus liegt auf Interoperabilität: ein modularer, skalierbarer Aufbau mit entkoppelten Komponenten vermeidet proprietäre Abhängigkeiten und schützt Investitionen. Informationssicherheit und Datenschutz sind integraler Bestandteil. Rollen‑ und Rechtekonzepte, datenschutzfreundliche Konfigurationen, nachvollziehbare Protokollierung sowie dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen unterstützen einen regelwerkskonformen, revisionssicheren Betrieb. Technische Schnittstellen werden nach Stand der Technik abgesichert; Betriebsmodelle berücksichtigen Hochverfügbarkeit, Wiederanlauf und definierte Verantwortlichkeiten. Im operativen Betrieb führt die Plattform zu höherer Transparenz über Zustände und Ereignisse, verkürzt Reaktions‑ und Wiederherstellungszeiten und reduziert Mehrfachpflege sowie manuelle Transfers. Selektive Eingriffe ersetzen pauschale Begrenzungen und ermöglichen eine netzdienliche Nutzung dezentraler Flexibilitäten. Für Planung und Optimierung werden Daten konsistent bereitgestellt und können für Analysen, Prognosen und Szenarien genutzt werden. Die Architektur unterstützt die schrittweise Erweiterung um zukünftige Anwendungsfälle ohne Medienbrüche. Für SWA Netze bedeutet dies, die vorhandene Systemlandschaft strukturiert einzubinden und die Datenqualität über definierte Prozesse zu sichern. Die Plattform stellt klar definierte Verantwortungs‑ und Datenflüsse bereit, unterstützt Prüf‑ und Nachweisverpflichtungen und schafft eine belastbare Grundlage für Audit‑ und Berichtsanlässe. Gleichzeitig ermöglicht die entkoppelte, standardbasierte Architektur die Weiterentwicklung in dem Maße, in dem Feldinfrastruktur, Gerätebestand und Marktprozesse wachsen. In Summe bildet die NS‑Netzdatenplattform das technische Fundament, um die Niederspannung als aktives System beherrschbar zu machen. Sie liefert ein konsistentes Lagebild, ermöglicht regelkonforme, wirksame Eingriffe und stellt offene, gesicherte Datenflüsse für Betrieb, Planung und regulatorische Anforderungen bereit. Damit adressiert die Lösung die neue Kernaufgabe „Steuern in der Niederspannung“ sachgerecht und wirtschaftlich – heute und mit Blick auf die nächsten Ausbaustufen.

Zeitplan

Veröffentlichung
11.05.26
Teilnahmefrist
08.06.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Augsburg, Deutschland
Vertragslaufzeit
60 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
methoden-einkauf@sw-augsburg.de
Telefon
082165005330

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • lfd. Nr. 1) Darstellung des Unternehmens mit folgenden Angaben

    • - Firmenprofil
    • -Unternehmensgröße (Sitz, Niederlassungen, …)
    • - Geschäftsstruktur
    • - vollständige und detaillierte Eignerstruktur der gesamten Unternehmens- / Konzerngesellschaft
  • lfd. Nr. 2) Nachweis über den Eintrag in einer Handwerksrolle (Kopie nicht älter als 6 Monate, Kopie) ein Berufsregister oder das Register einer Industrie- und Handelskammer oder eines Registers einer Institution/Einrichtung/Behörde jeweils nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaates, in dem der Bieter ansässig ist.

    • lfd. Nr. 3) Bestätigung in Form einer Eigenerklärung auf einem Formblatt (zum Download verfügbar auf der Vergabeplattform „subreport ELViS“), dass kein Ausschlussgrund entsprechend § 123 Abs. 1 und 4 GWB vorliegt. Alternativ zur Eigenerklärung auf dem Formblatt kann der Bewerber zum Nachweis entsprechend §123 Abs. 1 GWB einen Bundeszentralregisterauszug (Auskunft aus dem Gewerbezentralregister nach § 150 GewO
    • Führungszeugnis ist nicht ausreichend!) bzw. mehrere Bundeszentralregisterauszüge der Personen, die zur Geschäftsführung berufen sind oder Handlungsvollmacht besitzen einreichen. Der Stichtag der Bundeszentralregisterauszüge darf zum Zeitpunkt des Angebotes nicht länger als 3 Monate zurückliegen. Der Nachweis entsprechend § 123 Abs. 4 GWB ist in diesem Fall separat zu erbringen. Ausländische Unternehmen haben ggf.vergleichbare Nachweise ihres Herkunftslandes in deutscher Sprache oder beglaubigter Übersetzung abzugeben bzw.die Eigenerklärung in Bezug auf ausländische den in § 123 Abs. 1 GWB vergleichbare Strafnormen abzugeben.
  • lfd. Nr. 1) Darstellung des Unternehmens mit folgenden Angaben

    • - Firmenprofil
    • -Unternehmensgröße (Sitz, Niederlassungen, …)
    • - Geschäftsstruktur
    • - vollständige und detaillierte Eignerstruktur der gesamten Unternehmens- / Konzerngesellschaft
  • lfd. Nr. 2) Nachweis über den Eintrag in einer Handwerksrolle (Kopie nicht älter als 6 Monate, Kopie) ein Berufsregister oder das Register einer Industrie- und Handelskammer oder eines Registers einer Institution/Einrichtung/Behörde jeweils nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaates, in dem der Bieter ansässig ist.

    • lfd. Nr. 3) Bestätigung in Form einer Eigenerklärung auf einem Formblatt (zum Download verfügbar auf der Vergabeplattform „subreport ELViS“), dass kein Ausschlussgrund entsprechend § 123 Abs. 1 und 4 GWB vorliegt. Alternativ zur Eigenerklärung auf dem Formblatt kann der Bewerber zum Nachweis entsprechend §123 Abs. 1 GWB einen Bundeszentralregisterauszug (Auskunft aus dem Gewerbezentralregister nach § 150 GewO
    • Führungszeugnis ist nicht ausreichend!) bzw. mehrere Bundeszentralregisterauszüge der Personen, die zur Geschäftsführung berufen sind oder Handlungsvollmacht besitzen einreichen. Der Stichtag der Bundeszentralregisterauszüge darf zum Zeitpunkt des Angebotes nicht länger als 3 Monate zurückliegen. Der Nachweis entsprechend § 123 Abs. 4 GWB ist in diesem Fall separat zu erbringen. Ausländische Unternehmen haben ggf.vergleichbare Nachweise ihres Herkunftslandes in deutscher Sprache oder beglaubigter Übersetzung abzugeben bzw.die Eigenerklärung in Bezug auf ausländische den in § 123 Abs. 1 GWB vergleichbare Strafnormen abzugeben.

Zuschlagskriterien

  • max. 50 Punkte

    • Das Angebot mit dem günstigsten Preis erhält 50 Punkte. Die nachfolgenden Angebot erhalten in jenem Verhältnis weniger Punkte, als ihre jeweiligen Angebotssummen in Prozentpunkten teurer sind als das günstigste Angebot (reziproker Ansatz).
    • Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"
  • max. 50 Punkte

    • Die Gesamtanzahl der erreichten Punkte wird prozentual auf die Gesamtpunktzahl des fachlichen Inhalts von 50 Punkten umgelegt.
    • Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"
  • max. 50 Punkte

    • Das Angebot mit dem günstigsten Preis erhält 50 Punkte. Die nachfolgenden Angebot erhalten in jenem Verhältnis weniger Punkte, als ihre jeweiligen Angebotssummen in Prozentpunkten teurer sind als das günstigste Angebot (reziproker Ansatz).
    • Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"
  • max. 50 Punkte

    • Die Gesamtanzahl der erreichten Punkte wird prozentual auf die Gesamtpunktzahl des fachlichen Inhalts von 50 Punkten umgelegt.
    • Details siehe Dokument "Zuschlagskriterien und Gewichtung"

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Eigenerklärung78 KB12 Seiten
Eignungskriterien37 KB24 Seiten
Preisblatt203 KB2 Tabellen
Projektplan89 KB8 Seiten
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