Frist abgelaufen

Neubau Campus Zentralklinikum Magdeburg – NCZMD Link zur Marktinformationsveranstaltung: https://www.youtube.com/live/c3XqABY7bBQ

Die Angebotsfrist ist am 19. Februar 2026 abgelaufen. Das Verfahren befindet sich in der Zuschlags- bzw. Abschlussphase. Ähnliche aktuelle Ausschreibungen ansehen ↓
Das Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R. (UKMD) bildet gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät (FME) der Otto-von-Guericke Universität (OvGU) die Universitätsmedizin Magdeburg (UMMD). In diesem Zusammenschluss werden Forschung, Lehre (FME) und Patientenversorgung (UKMD) vereint. Mit ca. 1.100 Betten ist die Universitätsmedizin das größte Krankenhaus der Stadt Magdeburg und auch die größte medizinische Einrichtung im nördlichen Sachsen-Anhalt. Die bauliche Klinikstruktur ist insbesondere durch Dezentralität geprägt. Der Hauptcampus mit einer Gesamtfläche von ca. 300.000 qm befindet sich an der Leipziger Straße 44. Die Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin sowie der stationäre Bereich der Universitätsaugenklinik sind am Außenstandort in der Gerhart-Hauptmann-Straße 35 verortet (Entfernung Luftlinie ca. 3 km). Der Hauptcampus ist durch eine Pavillonstruktur gekennzeichnet. Kliniken, Ambulanzen, Labore, Logistik sowie Forschung und Lehre sind dezentral auf dem Gelände verteilt. Insgesamt sind über beide Standorte 26 Kliniken sowie 19 Institute und weitere selbstständige bzw. zugeordnete Bereiche verteilt. Neben Forschung und Lehre bietet die Universitätsmedizin Magdeburg das gesamte Spektrum einer multiprofessionellen und hochspezialisierten medizinischen Maximalversorgung. Die gesamte Universitätsmedizin beschäftigt etwa 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Forschung, Lehre, Patientenversorgung und Verwaltung. Weiterhin sind insgesamt ca. 1.500 Studentinnen und Studenten an der Medizinischen Fakultät sowie weitere im Masterstudiengang Immunologie eingeschrieben. Die aktuelle bauliche Struktur des UKMD ist gekennzeichnet von einer dislozierten Gebäudestruktur, abgängiger baulichtechnischer Infrastruktur sowie weiten Wegen und nicht mehr zeitgemäßer Funktionsstrukturen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die UMMD für die künftigen Herausforderungen der universitären Medizin aufzustellen und drängende bauliche Probleme zu lösen. Der Neubau des Zentralklinikums soll die bisher dislozierten Kliniken und Funktionsstellen des Universitätsklinikums in einer zentralisierten und baulich-funktional optimierten Struktur zusammenführen und damit eine nicht mehr zeitgemäße Situation auflösen. Unter Berücksichtigung der Bestandsflächen in den Häusern 60a und 60b werden künftig ein Großteil der klinischen Bereiche und ein überwiegender Anteil der gesamten Nutzflächen des UKMD im Kom-plex Zentralklinikum verortet. Der Neubau des „Neuer Campus Zentralklinikum“ ist das größte Bauvorhaben des Landes Sachsen-Anhalt und erfolgskritisch für die Zukunftsfähigkeit des Standorts an der Leipziger Straße. Die planerische und bauliche Umsetzung ist dabei auf mehrere einzelne, voneinander abhängige Einzelvorhaben aufgeteilt. Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahmen sowie der heterogenen Art der Vorhaben ist dies sowohl inhaltlich als auch organisatorisch geboten. Das derzeit beschlossene Budget für die Gesamtmaßnahme beträgt ca. 1 Mrd. €, wovon ungefähr 650 Mio. € allein auf den Neubau des Zentralklinikums (Bauabschnitte 1 und 2) entfällt. Der Fokus der Gebäudefunktion soll auf den Einklang medizinisch zeitgemäßer und zukunftsfähiger Abläufe, effizienter betrieblicher Strukturen und sparsamer Lösungen gelegt werden. Daneben sind folgende Anforderungen zwingend zu berücksichtigen: • Es muss sichergestellt werden, dass eine moderne, sichere, wettbewerbsfähige, rechtskonforme Krankenversorgung am Standort der Universitätsmedizin Magdeburg möglich wird und die derzeitigen Sicherheitsrisiken minimiert werden. • Die Planung soll zukunftsfähig und innovativ sein. • Es soll ein höchstmöglicher Stand der Automatisierung berücksichtigt werden. • Die Planung des Zentralklinikums muss so erfolgen, dass ein hochgradig flexibler Bau entsteht. Diese Flexibilität soll ermöglichen, dass eine Umnutzung durch andere medizinische Fachrichtungen möglich ist; ggfs. auch infolge einer geänderten Medizinstrategie. Das komplexeste und medizinisch wichtigste Vorhaben ist dabei der Neubau des neue Zentralgebäudes für die Krankenversorgung, welches gemäß den Vorgaben der vorliegenden Masterplanung direkt an die Bestandsgebäude Haus 60a und Haus 60b anschließt und mit diesen eine Einheit bilden soll. Das neue Zentralgebäude ist in Planung, Ausführung und Be-trieb, aber auch in der Vorbereitung des Verfahrens ein hochkomplexes Projekt mit multifaktoriellen Abhängigkeiten und einer Vielzahl an Nutzern. Herausfordernd ist auch die Einordnung des neuen Baukörpers in die Bestandsstrukturen unter Berücksichtigung vorhandener, zum Teil denkmalgeschützter Bestandsgebäude. Aufgrund der komplexen Anforderungen an den Neubau des Zentralklinikums hat sich der Auftraggeber, die IPS GmbH, entschlossen diesen Teil des Gesamtprojektes als Integrierte Projektabwicklung (IPA) zu realisieren. Insgesamt werden folgende IPA-Partner in der Planung und Ausführung beauftragt: Schlüsselgewerk 1: ELT-Ausführung – Technische Ausrüstung (Elektrische Anlagen) Schlüsselgewerk 2: HLS-Ausführung – Technische Ausrüstung (ohne elektrische Anlagen) Schlüsselgewerk 3: Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung Schlüsselgewerk 4: Erweiterte Objektplanungsleistungen Schlüsselgewerk 5: MSR/GLT Planung und Ausführung Schlüsselgewerk 6: Medizintechnik Planung und Ausführung (KG 473), Schlüsselgewerk 7: Fachplanungsleistungen Tragwerksplanung Schlüsselgewerk 8: Ausführungsleistungen Ausbau Schlüsselgewerk 9: Ausführungsleistungen erweiterter Rohbau/Spezialtiefbau

Zeitplan

Veröffentlichung
21.01.26
Teilnahmefrist
19.02.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Magdeburg, Deutschland
E-Mail
info@ips-lsa.de
Telefon
+49 39 19 90 01 50 0
Website
https://ips-lsa.de/

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • Der Bewerber hat seine Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung nachzuweisen.
    • Diese Befähigung und Erlaubnis ist, sofern der Bewerber seinen Sitz in einem Staat hat, in welchem für die Berufsausübung die Eintragung in ein Berufsregister erforderlich ist, durch Vorlage der entsprechenden Eintragung als Nachweis vorzulegen
    • in anderen Fällen durch Vorlage eines Handelsregisterauszuges oder der Eintragung in die Handwerksrolle oder einer Gewerbeanmeldung.
    • Zudem ist die Anmeldung zur Berufsgenossenschaft nachzuweisen. Sollten ausländische Unternehmen aufgrund internationaler Vereinbarungen von der Pflicht zur Mitgliedschaft bei einer deutschen Berufsgenossenschaft befreit sein, haben sie nachzuweisen, dass sie in der Berufsgenossenschaft oder einer vergleichbaren Einrichtung ihres Heimatlandes versichert sind. Sofern eine solche Befreiung nicht besteht haben ausländische Unternehmen für den Fall, dass ihr Angebot den Zuschlag erhalten soll, spätestens vor Erteilung des Zuschlags die Versicherung in der deutschen Berufsgenossenschaft nachzuweisen.
  • Für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit gelten folgende Mindestanforderun-gen

    • Der durchschnittliche Jahresumsatz (netto) des Bewerbers, welchen dieser mit im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen (Bau- und Lieferleistungen für die Kostengruppen (KG) 440 und 450 nach DIN 276-1/218-12) vergleichbaren Leistungen in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren erzielt hat, muss
    • EUR 20.000.000,00
    • betragen. Der Nachweis erfolgt durch Eigenerklärung. Der Auftraggeber behält sich vor, vor Zuschlagserteilung eine oder mehrere der nachfolgenden Bestätigungen zu verlangen:
    • - entsprechende Bankerklärungen,
    • - Vorlage von Jahresabschlüssen oder Auszügen aus Jahresabschlüssen,
    • - eine Erklärung über den Gesamtumsatz und gegebenenfalls über den Umsatz für den Tätigkeitsbereich, der Gegenstand der Ausschreibung ist, höchstens in den letzten drei Geschäftsjahren und nur, sofern entsprechende Angaben verfügbar sind.
  • Es sind zwei Referenzen (sog. „Mindestreferenzen) vorzulegen, welche jeweils die nachfolgenden Anforderungen erfüllen müssen

    • Mindestreferenz 1
    • Gebäudeart/Gebäudenutzung: komplexe Gebäudetypologien, in diesem Sinne Gebäude der Honorarzone IV oder höher i.S.d. Anlage 10.2 zu § 34 HOAI
    • Erbrachte Leistungen: Anlagen der Honorarzone II (oder höher) gem. Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI
    • Baukosten der KG 440 und 450: min. EUR 5.000.000,00 (netto) nach DIN 276-1 2018-12 (gem. Kostenfeststellung)
    • Leistungserbringung: Fertigstellung innerhalb der letzten 10 Jahre vor Abgabe des Teilnahmeantrags
    • Mindestreferenz 2
    • Gebäudeart/Gebäudenutzung: komplexe Gebäudetypologien, in diesem Sinne Gebäude der Honorarzone IV oder höher i.S.d. Anlage 10.2 zu § 34 HOAI
    • Erbrachte Leistungen: Anlagen der Honorarzone II (oder höher) gem. Anlage 15.2 zu § 55 Absatz 3, § 56 Absatz 3 HOAI
    • Baukosten der KG 440 und 450: min. EUR 5.000.000,00 (netto) nach DIN 276-1 2018-12 (gem. Kostenfeststellung)
    • Leistungserbringung: Fertigstellung innerhalb der letzten 5 Jahre vor Abgabe des Teilnahmeantrags
    • („Leistungserbringung“ ist die Ausführung wesentlicher Teile der Leistung einschließlich der Abnahme)
    • Zum Nachweis hat der Bewerber die Vergabeunterlage Referenzen Teilnahmeantrag voll-ständig auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. Die Referenzen sind unternehmensbezogen einzureichen.
    • Die durchschnittliche Anzahl der beim Bewerber in den letzten drei abgeschlossenen Ge-schäftsjahren Beschäftigten der Lohngruppen des Bauhauptgewerbes einschließlich technischem Leitungspersonal im Leistungsbild Technische Ausrüstung Elektrische Anlagen muss
    • 100 Beschäftigte
    • betragen.
    • Der Nachweis erfolgt durch Eigenerklärung.
  • BESCHRÄNKUNG DES BIETERKREISES (AUSWAHLKRITERIEN) Der Auftraggeber wird aus geeigneten und nicht gemäß §§ 123, 124 GWB auszuschließenden Teilnahmeanträgen drei (3) bis fünf (5) Bewerber auswählen, die er für das Verhandlungsverfahren auf Basis der Vergabeunterlagen zur Abgabe von Erstangeboten auffordert. Die Auswahl der Bewerber erfolgt nach den nachfolgenden Auswahlkriterien

    • - Bewertung der Mindestreferenzen
    • - Anzahl der durchschnittlichen Beschäftigten
    • - Höhe des durchschnittlichen Umsatzes
    • - Erfahrung mit der frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess
    • - Erfahrung mit kooperativen Eignungskriterien
    • - Erfahrung mit Lean-Construction und
    • - Erfahrung mit BIM
    • Der Nachweis erfolgt durch Eigenerklärung.
    • Näheres zur Wertung ist der Vergabeunterlage Eignungskriterien und Wertung der Teilnahmeanträge sowie der Vergabeunterlage Wertungsmatrix Teilnahmewettbewerb zu entnehmen.

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Preisblatt42 KB2 Tabellen
Konzeptvorlage287 KB4 Seiten
Eigenerklärung124 KB8 Seiten
Eignungskriterien56 KB16 Seiten
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