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New Delhi, Neubau Deutsches Haus, Generalplanungsleistungen

Auftraggeber
Veröffentlicht
17.07.2026
Angebotsfrist
Gegenstand der Auftragsvergabe sind die nachfolgend beschriebenen Generalplanungsleistungen für die Errichtung eines Neubaus als "Deutsches Haus" auf der Liegenschaft 2, Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi, Indien. Die Generalplanungsleistungen umfassen die folgenden Vertragsmodule: •Objektplanung Gebäude •Objektplanung Freianlagen •Fachplanung Tragwerksplanung •Fachplanung Technische Ausrüstung (HLS,ELT) •Spezif. Leistungspflichten Thermische Bauphysik sowie Bau- und Raumakustik •Spezif. Leistungspflichten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) •Spezif. Leistungspflichten Brandschutz Das Deutsche Haus soll langfristig zur Unterbringung der Deutschen Schule New Delhi (DSND) und der Deutsch-Indischen Außenhandelshammer (AHK) dienen. Interimsweise soll in einer ersten Nutzungsphase zudem die Kanzlei der Deutschen Botschaft New Delhi untergebracht werden. Planungsziel ist ein Neubau, der den Anforderungen der ersten Nutzungsphase mit Kanzlei-Nutzung gerecht wird, insbesondere auch im Hinblick auf Sicherheitsanforderungen, der sich aber zugleich mit geringem Aufwand in der zweiten Nutzungsphase umnutzen lässt. Der Gebäudeteil, der von der AHK genutzt wird, wird nach dem Core-and-Shell-Ansatz geplant und errichtet. Die Planung des AHK-Teils umfasst Rohbau, Fassade und Außenanlagen. Der Ausbau inkl. TGA erfolgt in Eigenleistung und ist nicht Gegenstand der Planung. Der geplante Neubau soll, gemäß Vorentwurf, über vier oberirdische Geschosse und ein Untergeschoss verfügen. Die geplante Bruttogeschoßfläche beträgt ca. 6.400 m² im oberirdischen und 1.840 m² im unterirdischen Bereich. In der ersten Nutzungsphase sind folgende Funktionsbereiche unterzubringen: •Eingangsbereiche für die Nutzerbereiche •Rechts-, Konsular und Visastelle für Besucher •Kanzleibereich •Sicherheitsbereiche •Regionalarztpraxis •Klassenräume Grundschule •Lehrerzimmer und Verwaltungsbereich Schule •Turnhalle •Kindertagesstätte •Ausbauflächen AHK •Untergeschoß mit Technikräumen und Tiefgarage •Innenhof und Dachterrasse mit Überdachung Der Planer ist zur Umsetzung der planerischen Vorgaben und Qualitäten des Auftraggebers verpflichtet. Dabei hat er Abstimmungen mit den zuständigen Genehmigungsbehörden vorzunehmen, soweit erforderlich. Deutsche Normen und Regelwerke sind im Sinne eines Schutzzielabgleichs anzuwenden. Die Festlegung, ob nach deutschem oder indischem Standard geplant und gebaut werden soll, erfolgt im Einzelfall in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Ziel ist grundsätzlich eine möglichst lokale Bauweise. Es ist sicherzustellen, dass die Planung nach lokalem Planungsrecht genehmigungsfähig und unter weitgehend lokalen Gegebenheiten mit lokalen Vertragspartnern umsetzbar und wirtschaftlich ist. Die Planung der Freianlagen beinhaltet neben den Randflächen mit Perimeterschutz und Außenwache einen Innenhof, eine Dachterrasse, die Dachfläche und Teilflächen der Fassade. Art und Umfang der Fassadenbegrünung ist im Zuge der Fassadengestaltung festzulegen. Die Freianlagen sind entsprechend der klimatischen Gegebenheiten zu planen und die Sicherheitsanforderungen der Kanzlei sind zu erfüllen. Die Fachplanungsleistungen für Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung sind als Teil der Generalplanerleistungen zu erbringen. Der Auftrag umfasst ebenso die notwendigen o.g. spezif. Leistungspflichten sowie etwaige hier nicht genannten Leistungen, die zur Erzielung des jeweils vereinbarten Gesamterfolges erforderlich sind. Die grob geschätzten Bauwerkskosten (KG 200-600 und KG 750-790 nach DIN 276) belaufen sich auf ca. 25.411.902 EUR netto. Tag der Absendung der europaweiten Bekanntmachung an das Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Union: 16.07.2026

Zeitplan

Veröffentlichung
17.07.26
Teilnahmefrist
17.08.26
Vertragsbeginn
14.11.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
5.800.000 €
Erfüllungsort
Freiburg im Breisgau, Deutschland
E-Mail
poststelle.hbafr@vbv.bwl.de
Telefon
+49 761 3195 0
Website
https://www.bundesbau-bw.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Liste der wesentlichen, in den letzten drei Jahren erbrachten Leistungen mit Angabe der Gesamtbaukosten, der Leistungszeit, des Auftraggebers und der bearbeiteten Leistungsphasen (Referenz-/Objektliste). Für die Generalplanerleistungen und die Objektplanung Gebäude sind vom GP-Bewerber bzw. der Arbeitsgemeinschaft zwei Referenzprojekte als Erfahrungsnachweis vorzulegen

    • 1. Nachweis der Erfahrung mit Bauen im Ausland mit vergleichbaren örtlichen Gegebenheiten (Baukultur, Klima etc.) wie Indien sowie mit vergleichbarer Komplexität der Planungs- (und Koordinierungs)aufgabe.
    • 2. Nachweis der Erfahrung beim Bauen multifunktionaler Gebäude mit einer Mischung verschiedener Nutzer bei vergleichbarer Komplexität der Planungs- (und Koordinierungs)aufgabe.
    • Für die Tragwerksplanung, HLS, ELT sowie den Brandschutz ist je eine Referenz zum Nachweis der Erfahrung mit Bauen im Ausland mit vergleichbaren örtlichen Gegebenheiten (Baukultur, Klima etc.) wie Indien sowie bei vergleichbarer Komplexität der Planungsaufgabe vorzulegen.
    • Für die Tragwerksplanung ist zusätzlich eine Referenz für erdbebensichere Tragwerkslösung vorzulegen mit vergleichbarer Komplexität der Planungsaufgabe.
    • Die erforderlichen Angaben sind dem Teilnahmeantrag zu entnehmen.
    • Hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Referenzobjekte sowie der Eignung im Hinblick auf die beschriebenen spezifischen Anforderungen werden die in den bereitgestellten Bewertungsmatrizen (B_M106) aufgeführten Kriterien zur Wertung herangezogen.
    • Die Präsentation der Referenzobjekte soll auf max. 3 Seiten, Format max. A 3 erfolgen.
    • Hinweis:
    • Bewerber-/Bieter- und Arbeitsgemeinschaften haben gemeinschaftlich die geforderten Referenzen vorzulegen. Den Bewerber-/Bieter- und Arbeitsgemeinschaften können dabei Referenzen aller Mitglieder der Bewerber-/Bieter- und Arbeitsgemeinschaft zugerechnet werden.
    • Ist vorgesehen, einzelne Leistungen an eine Unterauftragnehmerin oder einen Unterauftragnehmer zu vergeben und soll deren oder dessen Eignung bei der Bewertung der Referenzen berücksichtigt werden, sind diese Leistungen schlüssig darzustellen und die nachfolgenden Ausführungen zur Eignungsleihe zu beachten.
    • Im Fall einer Eignungsleihe, sind die Referenzen jeweils für das Büro vorzulegen, auf dessen Eignung sich der Bewerber beruft. Zudem ist eine Erklärung dieses Büros vorzulegen, dass dem Bewerber die entsprechenden Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden und keine Ausschlussgründe vorliegen. Für die notwendigen Erklärungen sind die den Vergabeunterlagen beigefügten Muster B_M 107_1-3 zu verwenden
  • Name der Bewerberin oder des Bewerbers sowie Name und berufliche Qualifikation der vorgesehenen Projektleiterin oder des vorgesehenen Projektleiters Generalplaner. Angabe durch welche Planungsbüros die Leistungsbilder Gebäude, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung HLS und ELT und Brandschutz tatsächlich erbracht werden. Mehrfachbewerbungen als Subplaner/Unterauftragnehmer sind grundsätzlich möglich. Ausnahme sind Leistungen nach HOAI Teil 3 Abschnitt 1, hier ist eine Mehrfachbewerbung unzulässig. Mitglieder einer Arbeitsgemeinschaft können sich nicht gleichzeitig als Subplaner/Unterauftragnehmer bewerben. Im Falle einer Arbeitsgemeinschaft Angabe des bevollmächtigten Vertreters.

  • Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern

    • Der GP-Bewerber bzw. die Arbeitsgemeinschaft hat für sich sowie für die Subplaner/Unterauftragnehmer für Gebäude, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung HLS und ELT und Brandschutz die technische und berufliche Leistungsfähigkeit wie nachfolgend aufgeführt nachzuweisen:
    • Erklärung über die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten für entsprechende Dienstleistungen in den letzten drei Geschäftsjahren.
  • Angabe des Auftragsanteils für den möglicherweise Unteraufträge erteilt werden.

    • Erklärung über die Gewährleistung des Datenaustauschs gemäß Teilnahmeantrag.
    • Erklärung, dass eine Berufshaftpflichtversicherung mit im Teilnahmeantrag geforderten Deckungssummen vorliegt beziehungsweise vor Vertragsschluss besteht.
    • Die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr beträgt mindestens das Zweifache der Deckungssumme.
    • Erklärung, ob und auf welche Art wirtschaftliche Verknüpfungen mit anderen Unternehmen bestehen. Erklärung, ob Ausschlussgründe nach § 123 oder § 124 GWB vorliegen. Hinweis: Maßnahmen der Bewerberin oder des Bewerbers zur Selbstreinigung nach § 125 GWB sind als gesonderte Erklärung mit der Bewerbung einzureichen.

Zuschlagskriterien

  • Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals sowie deren Auslastung und Verfügbarkeit: Berufserfahrung und fachliche Qualifikation, soziale Interaktion im Team sowie Auslastung und Verfügbarkeit

  • Projektabwicklung: Herangehensweise an die gestellte Aufgabe anhand der Präsentation von maximal zwei Referenzobjekten, Methoden der Terminkontrolle/Kostenkontrolle und der Qualitätssicherung, Präsenz vor Ort

  • Preis: Honorar inkl. Zuschläge, Besondere Leistungen, Nebenkosten

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Preisblatt42 KB2 Tabellen
Konzeptvorlage287 KB32 Seiten
Eigenerklärung124 KB6 Seiten
Eignungskriterien56 KB12 Seiten
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