Frist abgelaufen

Planungs- und Bauleistungen für den Neubau einer Park- und Mobilitätsstation

Auftraggeber
Veröffentlicht
07.07.2025
Angebotsfrist
Der Ostalbkreis vertreten durch die Infrastrukturgesellschaft des Ostalbkreises mbH mit Sitz in Stuttgarter Str. 41, 73430 Aalen, beabsichtigt als Bauherr in Aalen - im Anschluss an das Baufeld des Neubaus des zweiten Verwaltungsstandortes - an der Wilhelm-Merz-Str. 20, eine Park- und Mobilitätsstation zu errichten. Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Beauftragung der Planung und schlüsselfertigen Errichtung einer Park- und Mobilitätsstation auf dem Gelände des Landratsamtes an der Wilhelm-Merz-Str. 20 in 73430 Aalen. Die Fertigstellung und Übergabe der schlüsselfertigen Park- und Mobilitätsstation ist bis spätestens Mitte Mai 2027 geplant.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
07.07.25
Fragenfrist
21.07.25
Teilnahmefrist
04.08.25
Vertragsbeginn
01.12.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Aalen, Deutschland
E-Mail
karl.kurz@ostalbkreis.de
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Telefon
07361 503-1300
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Die Befähigung zur Berufsausübung kann durch Eintragung in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (Präqualifikationsverzeichnis) nachgewiesen werden. Nicht präqualifizierte Bewerber oder Bewerber, deren Präqualifikation nicht den Nachweis der gestellten Eignungsanforderungen erfüllt, müssen die nachstehend genannten Unterlagen mit ihrem Teilnahmeantrag (auf Basis des zur Verfahrensstufe 2 bereitgestellten Formularsatzes) einreichen: Geforderte Mindeststandards zur Berufsausübung: 1) Aktueller (zum Zeitpunkt des Ablaufs der Bewerbungsfrist nicht älter als 6 Monate) Nachweis über eine gültige Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister oder der Handwerksrolle, soweit nach den jeweiligen Bestimmungen des Mitgliedsstaates am Sitz oder Wohnsitz des Bewerbers Entsprechendes verpflichtend vorgesehen ist. Für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind die jeweiligen Berufs- oder Handelsregister und die Bescheinigungen oder Erklärungen über die Berufsausübung in Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/18/EG (ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 65) aufgeführt. 2) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB bzw. § 6e EU VOB/A vorliegen. Etwaige Maßnahmen des Bewerbers zu einer Selbstreinigung nach § 125 GWB bzw. § 6f EU VOB/A sind als gesonderte Erklärung einzureichen und Eigenerklärungen zu Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 vom 08.04.2022 (EU-Sanktionspaket gegen Russland) 3) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 des AEntG, § 98c des AufenthG, § 19 des MiLoG, § 22 LkSG und § 21 des SchwarzarbG vorliegen. 4) Verpflichtungserklärung, dass die Vorgaben des Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (Landestariftreue- und Mindestlohngesetz - LTMG) eingehalten werden. Der öffentliche Auftraggeber akzeptiert als vorläufigen Nachweis auch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Detaillierte Angaben zu den Verfahrensstufen und den jeweiligen Anforderungen/Bedingungen sind diesem Verfahrensleitfaden (Abschnitt II.) zu entnehmen.

  • Nachweis über eine bestehende Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens 10 Mio. EUR für Personenschäden, Sach- und Vermögensschäden und eine Planungshaftpflichtversicherung (inklusive Schäden an der geplanten Sache) mit einer Deckungssumme von mindestens 7,5 Mio. EUR je Versicherungsfall für Personen- und sonstige Schäden. Bei einem in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmen. Im Falle von geringeren Versicherungssummen oder geringerer Maximierung der Ersatzleistung als vorstehend genannt, ist eine Bestätigung des Versicherungsunternehmens (in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen) einzureichen, aus der hervorgeht, dass im Auftragsfall die Versicherung an vorstehende Anforderungen angepasst werden wird. Bei Bewerbergemeinschaften sind ein entsprechender Nachweis oder eine entsprechende Versicherungsbestätigung des Versicherungsunternehmens von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen.

  • Auflistung Gesamtjahresumsatz netto der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.

  • Angabe/Eigenerklärung über den jährlichen Umsatz des Bewerbers zu Bauleistungen und andere Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung (Planung der Leistungsphase 5-8 und Bau von Park- und Mobilitätsstationen mit mind. 300 PKW-Stellplätzen) vergleichbar sind, bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Umsatz sämtlicher Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zu addieren. Der Umsatz muss im Durchschnitt mindestens netto EUR 4,0 Mio. betragen.

  • Angaben über die Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte für die zu beschaffende Leistung in der Leistungsphase 5-8 (Planung) und Bau, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal. Die Zahl der Arbeitskräfte muss mindestens 20 betragen, um Bepunktung zu erreichen

  • Angabe von mindestens einer und maximal zwei vergleichbaren Leistungen, die der Bewerber in den letzten sieben Jahren erbracht hat. Als vergleichbar angesehen werden Leistungen des Neubaus von oberirdischen Parkhäusern als schlüsselfertige Bauleistungen inkl. Planungsleistungen (sog. "Planen und Bauen") in Systembauweise oder konventioneller Bauweise mit mind. 300 Stellplätzen mit einer (teilweise) Schallschutzbekleidung. Die Leistung gilt als in den letzten sieben Jahren erbracht, wenn sie nach dem 01.07.2018 abgenommen wurde. Folgende Angaben sind in Bezug auf die Referenzprojekte gefordert

    • - Angabe der Projektbezeichnung
    • - Angabe des Unternehmens, das Auftragnehmer des Projektes ist
    • - Angabe des Auftraggebers
    • - Angabe eines Ansprechpartners beim Auftraggeber (Name, Telefon, E-Mail)
    • - Angaben zum Projekt - Gegenstand der Leistung (Neubau, Erbringung von Planungsleistungen mit den erbrachten Leistungsphasen, Erbringung von Bauleistungen)
    • - Ausführungszeitraum inklusive Datum der Abnahme durch den Auftraggeber
    • - Auftragssumme (in Euro, netto)
    • - Anzahl der PKW-Stellplätze
    • - Angaben zur ausgeführten Fassade
    • - Angaben zu Art und Umfang unterschiedlicher Nutzergruppen. Beigefügte Projektbeschreibungen sollen jeweils nicht mehr als max. 2 DIN-A4-Seiten umfassen. Es können maximal 2 Referenzen eingereicht werden.

Zuschlagskriterien

  • Ermittlung der Preispunkte: Die Ermittlung der Preispunkte (P) des Angebots erfolgt auf Basis des vom Bieter/der Bietergemeinschaft im Leistungsverzeichnis angebotenen Brutto-Gesamtangebotssumme nach den folgenden Rechenschritten: Das Angebot mit der niedrigsten Brutto-Gesamtangebotssumme erhält 60 Punkte, ein Angebot mit einer Brutto- Gesamtangebotssumme, die beim (mindestens) 1,5-fachen der niedrigsten Brutto-Gesamtangebotssumme liegt, erhält 0 Punkte. Ein Angebot mit einer Brutto-Gesamtangebotssumme, die zwischen dem 1,0-fachen und 1,5-fachen der niedrigsten Brutto-Gesamtangebotssumme liegt, erhält die Punktzahl, die sich aus der linearen Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma ergibt. Die sich daraus ergebende Summe sind die Preispunkte (P).

  • Konzept zur Fassadengestaltung, zur Nachhaltigkeit, zu Bauqualitäten und Unterhaltsaufwand: Zu beachten sind die Vorgaben des B-Plans und zum Schallschutz. Die Park- und Mobilitätsstation ist als offenes Parkhaus mit zumindest teilweisen begrünten Fassade und wenn möglich zudem mit einer PV-Anlage zu planen und zu errichten. Abstand zur Wilhelm-Merz-Str., Rückstau so gut es geht zu minimieren. Das Parkhaus befindet sich in zentraler Lage Vor dem Hintergrund dessen erwartet der AG Vorschläge für die Umsetzung der o.g. Vorgaben. Der Bieter soll sich bei der Fassadengliederung außerdem für die Erdgeschossebene mit der Fußgängerperspektive auseinandersetzen. Gewünscht wird eine innovative und nachhaltige Lösung einer Fassadenbegrünung in Verbindung mit einer architektonisch ansprechenden Gestaltung. Erwartet wird zudem eine Darstellung des Bieters, in welcher Weise bei dem Objekt Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Ebenso wird eine Beschreibung zu Bauweise und der Bauqualitäten erwartet sowie Angaben zum voraussichtlichen Aufwand/Umfang für den Unterhalt bzw. der Wartung des Objekts und der Fassade. Der Bieter hat eine Visualisierung der angebotenen Fassade sowie den erforderlichen Pflege-/Wartungsaufwand darzustellen. Das Konzept wird umso besser bewertet, je schlüssiger, je nachhaltiger u. wirtschaftlicher der Bieter die vom Auftraggeber gestellten Anforderungen umsetzt. Das Konzept soll auf nicht mehr als 4 DinA4-Seiten beschrieben/skizziert werden.

  • Optimierung der Funktionalität, d.h. des inneren Verkehrs-, Funktions- und Organisationskonzeptes, Zugangskontrollsystem: Der Auftraggeber stellt mit den Ausschreibungsunterlagen ein Verkehrs-, Funktions- und Organisationskonzept vor. Die Bieter erhalten Gelegenheit dieses Konzept zu optimieren. Dabei sollen Verbesserungen dahingehend vorgestellt werden, unnötigen Verkehr innerhalb des Gebäudes auf ein Minimum zu beschränken. Die Orientierung und die Sicherheit der Parkebenen soll bestmöglich für alle Verkehrsteilnehmer/Personen umgesetzt werden. Darüber hinaus ist das Konzept dahingehend aufzustellen, wie die unterschiedlichen Nutzer schnellstmöglich einen freien Stellplatz auffinden und die Parkebenen schnellstmöglich erreichen. Dabei steht es dem Bieter frei, die Anforderungen des Auftraggebers über technische (Parkleitsystem o.ä.) oder bauliche Maßnahmen zu erreichen. Der Bieter soll zudem ein effizientes, innovatives und nachhaltiges Konzept eines Zufahrtskontrollsystems ausarbeiten. Es soll bedienerfreundlich für den Auftraggeber als Betreiber sein. Die unterschiedlichen Nutzergruppen, und die Autokennzeichnung/-erfassung (auch der Mitarbeiter) sind zu berücksichtigen. Ebenso ist der Abstand zur Wilhelm-Merz-Str. zu berücksichtigen, um einen Rückstau in die Straße so gut es geht zu minimieren. Das Konzept wird umso besser bewertet, je schlüssiger Bieter die vom Auftraggeber gestellten Anforderungen umsetzt. Das Konzept soll auf nicht mehr als 4 DinA4-Seiten beschrieben/skizziert werden.

  • Konzept zu Baulogistik und optimierter Terminplan: Das Konzept soll darüber aufklären, wie der Bieter Lieferung, Verwaltung, Lagerung und Montage der Materialien vorsieht. Dabei soll der Bieter darstellen, wie er angesichts der begrenzten Materiallagerflächen vorgehen will und aufzeigen, wie viel Lagerfläche er für welchen Zeitraum benötigt. Dabei soll auch dargestellt werden, wie er die Anlieferung der Materialien plant, insbesondere mit welchem Vorlauf zum Einbau. Je schlüssiger der Bieter darstellt, dass die vom AG geforderten Erwartungen eingehalten werden desto besser wird dieser Teil des Konzepts bewertet. Konzept zu optimierter Terminplan Die Terminplanung des Auftraggebers sieht die folgenden vorläufigen Meilensteine vor: - Beauftragung: Anfang 12/2025 - Einreichung Bauantrag: spätestens Mitte 04/2026 - Beginn Planung Lph. 5: 05/2026 - Vorliegen Baugenehmigung: 08/2026 - Start Ausführung: frühestens 07/2026 - Fertigstellung Parkhaus: 04/2027 - Übergabe Parkhaus spätestens 10.05.2027 Der Auftraggeber kann sich Lösungen eines optimierten Bauablaufs vorstellen. Es ist ein Konzept wünschenswert, das die Übergabe spätestens zum Mai 2027 sicherstellt, bei gleichzeitigem Baubeginn des Parkhauses so spät wie möglich, um das Baugrundstück des Parkhauses so lange wie möglich als BE-Fläche für den Neubau Landratsamt zu nutzen. Es ist also Aufgabe des Bieters, Lösungen für den Bauablauf und die Bauabfolge zu erarbeiten, die die eigenen betrieblichen Möglichkeiten im Sinne des Projekts zur Sicherstellung eines optimierten Bauablaufs nutzt. Hierzu gehören auch Vorschläge zur Sicherung des Bauablaufs bei unvorhergesehenen Risiken und Störungen. Dabei sind nur folgende Meilensteine unverhandelbar: - Einreichung Bauantrag: spätestens Mitte 04/2026 - Übergabe Parkhaus: spätestens 10.05.2027 Der Bieter muss einen entsprechenden Bauzeitenplan mit dem Angebot vorlegen. Ergänzende Phasenpläne können zur Veranschaulichung eingereicht werden. Zu dem Konzept des Bieters gehört auch, mit welchem Personalkonzept er beabsichtigt die Baumaßnahme (inkl. Planungsphase) umzusetzen. Je schlüssiger, projektbezogener und anschaulicher die Sicherstellung des Bauablaufs unter Berücksichtigung der Übergabe und Inbetriebnahme umso besser wird das Konzept bewertet. Das Konzept soll auf nicht mehr als 6 DinA4-Seiten beschrieben werden.

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