Frist abgelaufen

Planungsleistungen des Leistungsbildes Tragwerksplanung und Bauphysik für die Sanierung und Neuordnung des Gebäudeensembles Joachimsthalsches Gymnasium Templin

Auftraggeber
Veröffentlicht
08.01.2024
Angebotsfrist
08.02.2024
Gegenstand der Ausschreibung in Los 4 sind Grundleistungen und Besondere Leistungen des Leistungsbildes Tragwerksplanung gemäß Anlage 14 zu § 51 HOAI sowie Grundleistungen und Besondere Leistungen des Leistungsbildes Bauphysik gemäß Anlage 1.2 HOAI. Die jeweiligen Grundleistungen und Besonderen Leistungen sind in der Anlage B1 "Leistungsbild Tragwerksplanung und Bauphysik" im Einzelnen aufgeführt und konkretisiert. Es findet eine gestufte Beauftragung statt.

Zeitplan

Veröffentlichung
08.01.24
Abgabefrist
08.02.24
Vertragsbeginn
01.06.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Templin, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
vergabe@est.eu
Telefon
+49 39872089450

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister

    • Folgende Unterlagen sind dem Teilnahmeantrag beizufügen:
    • a) Eigenerklärung, dass beim Bewerber keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in der aktuellen Fassung vorliegen. Die Eigenerklärungen sind für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und (im Falle einer Eignungsleihe) für die vorgesehenen Nachunternehmer gesondert vorzulegen (vgl. Formblatt 4.1 Eigenerklärung Ausschlussgründe)
    • b) ggf. (soweit beabsichtigt) Bewerbergemeinschaftserklärung, aus der sich die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft, die Absicht ihres Zusammenschlusses zu einer gesamtschuldnerisch haftenden Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall und der bevollmächtigte Vertreter ergeben (vgl. Formblatt 4.2 Bietergemeinschaftserklärung)
    • c) ggf. Nachunternehmererklärung, aus der sich ergibt, dass der Nachunternehmer im Auftragsfall verbindlich für die Ausführung der Nachunternehmerleistung zur Verfügung steht
    • ggf. mit Angaben zur Eignungsleihe (vgl. Formblätter 4.3 Erklärung Unteraufträge Eignungsleihe und 4.4 Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen)
    • d) betrifft die Eignungsleihe die finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, so muss der Nachunternehmer erklären, dass er im Umfang der Eignungsleihe für die Auftragsdurchführung haftet
    • (vgl. Formblätter 4.3 Erklärung Unteraufträge Eignungsleihe und 4.4 Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen)
    • e) Eigenerklärung Sanktionspaket wegen Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen (vgl. Sonderformular Russland-Embargo Vergabeverfahren)
    • f) Eigenerklärung Bieterinformation eforms
    • Nachweise und Erklärungen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind in einer Übersetzung vorzulegen. Soweit im Zusammenhang mit der Berufszulassung amtliche Bestätigungen gefordert werden, ist die Vorlage einer amtlichen Übersetzung notwendig.
    • Bitte berücksichtigen Sie, dass die zuvor genannten Ausführungen zu Erklärungen und Nachweisen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union auch für die Darlegung zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit der Bewerber aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gelten.
  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

    • Die Vergabestelle fordert zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit die Vorlage einer Eigenerklärung über den Umsatz des Bewerbers in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2020 bis 2022).
    • Geforderter Mindeststandard:
    • Die Vergabestelle fordert als Mindeststandard (Mindestbedingung) in den drei letzten abgeschlossenen Geschäftsjahren einen Jahresumsatz von jeweils 500.000 EUR. Ein durchschnittlicher Jahresumsatz verteilt auf die letzten drei Jahre reicht nicht aus, um die geforderte Mindestbedingung zu erfüllen. Bei Bewerbergemeinschaften muss der Umsatz für jeden Arge-Partner einzeln nachgewiesen werden
    • eine Addition der Umsätze ist ausgeschlossen.
  • Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

    • Die Vergabestelle fordert zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit
    • a) Angaben zur grundsätzlichen personellen Ausstattung des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft, insbesondere Angaben über die Zahl der beschäftigten Kräfte, gegliedert nach Berufsgruppen und zur Verfügung stehendem, qualifizierten Fachpersonal.
    • Geforderte Mindeststandards:
    • Die Vergabestelle fordert als Mindestbedingung eine durchschnittliche Mitarbeiterzahl in den letzten drei Jahren von 5 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeitern, ggf. inklusive Büroinhaber und dauerhaft zur Verfügung stehenden freien Mitarbeitern.
    • Bei Bewerbergemeinschaften und/oder beim Einsatz von Nachunternehmern kann die Mitarbeiterzahl insgesamt, also durch Addition der Mitarbeiter, nachgewiesen werden.
    • b) Ferner fordert die Vergabestelle die Vorlage einer Eigenerklärung mit inhaltlichen Erläuterungen zu Referenzen für vergleichbare Projekte mit folgenden Eigenschaften:
    • - eine Referenz mit Planungsleistungen im Leistungsbild Fachplanung Tragwerksplanung im Sinne von § 51 HOAI mit Bauwerkskosten (KG 300 und 400) von mindestens 10 Mio. netto und einer Bruttogrundfläche von mindestens 3.000 qm
    • - eine Referenz mit Planungsleistungen im Leistungsbild Fachplanung Tragwerksplanung im Sinne von § 51 HOAI, bei dem die Leistungsphasen 2 bis 6 im Sinne von § 51 Abs. 1 HOAI erbracht wurden
    • - eine Referenz mit Planungsleistungen Leistungsbild Fachplanung Tragwerksplanung im Sinne von § 51 HOAI, die dem Status Baudenkmal zuzuordnen sind, mit Bauwerkskosten (KG 300 und 400) von mindestens
    • 2 Mio. EUR netto
    • - eine Referenz mit Planungsleistungen im Leistungsbild Bauphysik zu einem Bestandsgebäude mit einer Bruttogrundfläche von mindestens 1.000 qm.
    • - eine Referenz zur Erstellung von Holzschutzgutachten zu einem Bestandsgebäude mit einer Bruttogrundfläche von mindestens 1.000 qm.
    • Für alle Referenzen gilt:
    • - Alle Projekte müssen nach dem 01.12.2013 begonnen haben, wobei als Beginn die Arbeitsaufnahme der Leistungsphase 2 gilt.
    • - Es ist möglich, dass ein Projekt mehrere der o.g. Referenzanforderungen erfüllt. Maßgeblich ist allein, dass alle Kriterien inhaltlich erfüllt sind.
    • - Bei Bewerbergemeinschaften und/oder beim Einsatz von Nachunternehmern können die geforderten Referenzen insgesamt, also durch Addition der Projekte, nachgewiesen werden.
    • Dem Angebotsvordruck sind fünf Formblätter für Referenzen beigefügt. Wie viele Formblätter ausgefüllt werden, richtet sich nach den vom Bieter ausgewählten Referenzen. Maßgeblich ist allein, dass die obigen Kriterien erfüllt sind. Ist dies z.B. bereits mit einem oder zwei Referenzen der Fall, müssen die weiteren Formblätter nicht ausgefüllt werden.

Zuschlagskriterien

  • Projektanalyse - max. 1.000 Punkte (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen [Hyperlink s. Pkt. 2.1.4], hier: Dokument "Zuschlagskriterien" [Ordner "Sonstiges"]: Die Vergabestelle erwartet von den Bietern keine Planungsleistungen im laufenden Vergabeverfahren. Sie erwartet aber, dass die Bieter sich mit den bekannt gegebenen Unterlagen, dem Masterplan 2023 sowie der Denkmalthematik und der Förderung des Projektes befassen und herausarbeiten, was aus Sicht der Bieter die zentralen Themenstellungen und Herausforderungen des Projekts im hiesigen Leistungsbild sind.

  • Zu erwartende Qualität der Planungsleistungen - insgesamt max. 3.000 Pkt. (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen [Hyperlink s. Pkt. 2.1.4], hier

    • Dokument "Zuschlagskriterien" [Ordner "Sonstiges"]: Die Vergabestelle muss sich ein Bild davon machen, wie der Bieter arbeitet und was sie daher an Planungsqualität erwarten kann. Auch hierzu erwartet die Vergabestelle keine Planungsleistungen. Die
    • Darstellung kann dabei anhand von realisierten Bauprojekten erfolgen, die mit dem geplanten Vorhaben vergleichbar sind, und kann durch Zeichnungen, Details, Skizzen, Diagramme, Tabellen u. ä., die die Arbeitsweise veranschaulichen, ergänzend verdeutlicht werden. Eine weitergehende Ausarbeitung ist nicht verlangt und wird auch nicht der Bewertung zu Grunde gelegt. Dies betrifft die folgenden Unterkriterien:
    • 1. Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz: Gefragt ist die Herangehensweise und Arbeitsweise bei der Erarbeitung der Tragwerke der betroffenen Gebäude unter Berücksichtigung der Besonderheiten der vorhandenen Gebäude, ihrer Geschossigkeit und des Denkmalschutzes (max. 1.500 Pkt.)
    • 2. Sanierungsprojekt in Bauabschnitten: Gefragt ist die Darstellung der Arbeitsweise bei einem Projekt, das in mehrere Abschnitte gegliedert werden muss, seien es zeitliche oder bauliche (max. 1.500 Pkt.)
  • Qualifikationen / Personaleinsatzkonzept - insgesamt max. 1.500 Pkt. (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen [Hyperlink s. Pkt. 2.1.4], hier

    • Dokument "Zuschlagskriterien" [Ordner "Sonstiges"]: Die Vergabestelle erwartet Erläuterungen zur konkreten beruflichen Qualifikation von Projektleitung, Bauleitung sowie den übrigen Teammitgliedern. Die Bewertung erfolgt getrennt wie folgt:
    • 1. Qualifikation Projektleitung / stellvertretende Projektleitung: Von Interesse für die Vergabestelle sind Ausbildung, berufliche Erfahrung / Werdegang und persönliche Referenzen in Bezug auf vergleichbare Projekte sowie zeitliche Verfügbarkeit (Einbindung in andere Projekte), aufgabenspezifisch relevante Zusatzqualifikationen, insb. öffentlicher Auftraggeber zu Fördermaßnahmen
    • Denkmalprojekten
    • Umbau-/Modernisierungsmaßnahmen
    • Schulbaumaßnahmen, Planungsleistungen der Bauphysik (max. 750 Pkt.)
    • 2. Projektspezifisch angebotene Kapazitäten: Von Interesse für die Vergabestelle ist die Darstellung aller weiteren Mitglieder des vorgesehenen Projektteams mit Aussagen zu ihren Qualifikationen/ Kompetenzen und zur zeitlichen Verfügbarkeit, inkl. Aussagen zu Vertretungsregelungen für alle Beteiligten (max. 750 Pkt.)
  • Projektorganisation und Koordination - insgesamt max. 2.000 Pkt. (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen [Hyperlink s. Pkt. 2.1.4], hier

    • Dokument "Zuschlagskriterien" [Ordner "Sonstiges"]: 1. Organisation der Arbeitsabläufe: Die Vergabestelle interessiert sich für die konkrete Organisation der Arbeitsabläufe im Team des Auftragnehmers (max. 500 Pkt)
    • 2. Einbindung des Auftraggebers in die Kommunikationsstruktur: Die Vergestelle interessiert sich, wie der Bieter gedenkt, die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem AG und den weiteren Beteiligten zu gestalten (max. 500 Pkt)
    • 3. Kosten und Terminmanagement: Die Vergabestelle interessiert sich für die Arbeitsweise des Auftragnehmers gemeinsam mit dem Objektplaner bei der Kosten- und Terminplanung, -steuerung und -optimierung inklusive projektspezifischer Prognose zu Einhaltung der angestrebten Kosten und Termine, bezogen auf die spezifischen Aufgaben des Tragwerksplaners (max. 500 Pkt)
    • 4. Umgang mit Krisensituationen: Die Vergabe interessiert sich für das Risikomanagement des Bieters in Zusammenarbeit mit dem Objektplaner, insbesondere bei Störungen im Planungsablauf und bei drohenden Kostenüberschreitungen und die Reaktionsmöglichkeiten bei der Tragwerksplanung (max. 500 Pkt)

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Projektplan287 KB24 Seiten
Vertragsbedingungen124 KB4 Seiten
Vertragsentwurf56 KB8 Seiten
Kalkulation24 KB2 Tabellen
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