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Planungsleistungen Hochwasserschutz Wasserwerk Essen-Überruhr

Die Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) plant die nachhaltige Modernisierung des Hochwasserschutzes im Bereich der Wasseraufbereitungsanlagen in Essen-Überruhr entlang der Ruhr. Der bestehende Deich aus den 1960er-Jahren weist infolge alters- und materialbedingter Defizite sowie ungünstiger Baugrundverhältnisse erhebliche Schwächen hinsichtlich Standsicherheit und Dichtigkeit auf. Wiederholt traten bei Hochwasserereignissen - zuletzt im Juli 2021 - Sicker- und Qualmwasseraustritte sowie Vernässungen auf, die die Schutzfunktion des Deichsystems beeinträchtigen. Zusätzlich entsprechen wesentliche geometrische und konstruktive Parameter (u. a. Kronenbreite, Böschungsneigungen) nicht den aktuellen Regelwerken (DIN 19712). Vor diesem Hintergrund ist die Umsetzung eines umfassenden Sanierungskonzepts vorgesehen. Zentrales Element ist die Rückverlegung der bestehenden Hochwasserschutzlinie und der Neubau eines rund 1,2 km langen Deiches innerhalb des Betriebsgeländes. Der neue Deich wird als Drei-Zonen-Deich gemäß den Anforderungen für Deiche der Klasse I ausgeführt und auf das Bemessungshochwasser HQ1000 zuzüglich Freibord ausgelegt. Ergänzend sind befahrbare Deichkronen, Deichverteidigungswege sowie erforderliche Bauwerke und Anschlüsse vorgesehen. Parallel dazu wird der bestehende Deich durch die Herstellung von fünf überströmbaren Breschen geöffnet. Dadurch wird ein bislang abgetrennter Retentionsraum wieder an die natürliche Überflutungsdynamik der Ruhraue angebunden. Ziel ist die Verbesserung des Hochwasserschutzes durch zusätzliche Rückhalteräume sowie die ökologische Aufwertung der Auenlandschaft auf einer Fläche von über 45 ha. Das Planungsgebiet umfasst eine Länge von ca. 1,78 km im Bereich Essen?Überruhr-Hinsel und beinhaltet komplexe Randbedingungen, darunter bestehende wasserwirtschaftliche Anlagen, Leitungsinfrastrukturen, Schutzgebiete sowie artenschutzrechtliche Belange (insbesondere Lebensräume der Kreuzkröte). Im Zuge der Maßnahme sind zudem Rückbau-, Umverlegungs- und Anpassungsarbeiten an bestehenden Leitungen, Verkehrsflächen sowie technischen Anlagen erforderlich. Die Planung erfolgt unter Berücksichtigung wasserrechtlicher Genehmigungsanforderungen (Plangenehmigungsverfahren nach § 68 WHG) sowie ökologischer und technischer Rahmenbedingungen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nach derzeitigem Stand nicht erforderlich. Ziel des Vorhabens ist es, den Hochwasserschutz für das Betriebsgelände und die umliegenden Bereiche nachhaltig zu gewährleisten, die Anlage an den Stand der Technik anzupassen und gleichzeitig zusätzliche Retentionsräume zur Entlastung der Ruhr zu schaffen.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
01.07.26
Fragenfrist
17.07.26
Teilnahmefrist
24.07.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Essen, Deutschland
E-Mail
vergabestellesg1@gelsenwasser.de
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Telefon
0209 708 1782
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Sämtliche, von den Bewerbern zu erfüllenden Anforderungen einschließlich deren Klassifizierung als Eignungs-/Ausschlusskriterien stehen online über den Vergabemarktplatz zum Download oder zum Ausdruck zur Verfügung.

Zuschlagskriterien

  • 1. Herangehensweise an die Aufgabenstellung: 1.1 Darstellung der aus Sicht des Bieters bestehenden besonderen Herausforderungen in der Abwicklung der Planung = 20 Punkte 1.2 Vorgehensweisen zum Umgang mit den erkannten besonderen Herausforderungen = 20 Punkte 1.3 Ideen und Vorgehensweise zur Lösung der Aufgabenstellungen = 30 Punkte 1.4 Konzeptionelle Vorstellungen zum Ablauf = 30 Punkte

  • 2. Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Projektbearbeitung vorgesehenen Personen: 2.1 Projektleitung = 15 Punkte 2.2 Fachplanung Ing. Bau = 10 Punkte 2.3 Örtl. Bauüberwachung = 5 Punkte 2.4 Geotechnik = 10 Punkte 2.5 Hydraulik = 10 Punkte

  • 3. Projektorganisation und -koordination, Sicherstellung ausreichender Kapazitäten und Klarheit der Organisation/ Schnittstellen: 3.1 Erläuterung des Aufbaus der Projektorganisation einschließlich Organigramm = 20 Punkte 3.2 Angaben zu Schnittstellen und ihrer Gestaltung = 20 Punkte 3.3 Angaben, wie die Verfügbarkeit ausreichender Personalkapazitäten sichergestellt wird = 10 Punkte

  • 4. Honorar: Die Honorarbewertung wird wie folgt vorgenommen: Das günstigste angebotene Honorar erhält die maximale Punktzahl (300). Die weiteren Angebote erhalten prozentual weniger Punkte entsprechend ihrem prozentual höheren Angebotshonorar (Bsp.: 20 % höheres Honorar entspricht 20 % weniger Punkten = 240 Punkte). Angebote, die >= 100 % teurer als das günstigste Honorar sind, erhalten 0 Punkte.

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Eignungskriterien287 KB6 Seiten
Preisblatt124 KB2 Tabellen
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