Frist abgelaufen

Planungsleistungen zum Neubau von Trinkwasserhochbehältern am „Lausehoch“ zur Erschließung des HTP

Auftraggeber
Veröffentlicht
28.06.2024
Angebotsfrist
10.09.2024
Auf Flächen der Städte Magdeburg und Wanzleben-Börde sowie der Gemeinde Sülzetal ist die Errichtung eines großflächigen Areals für die industrielle und gewerbliche Nutzung des sog. „High-Tech-Parks“ (HTP) vorgesehen. Die erfolgreiche Entwicklung und Annahme von neuen Gewerbe- und Industrieflächen setzen das Angebot einer zuverlässigen und leistungsfähigen Infrastruktur voraus. Hierzu gehört, als wesentliche und zentrale Grundlage, die Anbindung des HTP an die bestehenden Systeme der Trinkwasserversorgung. Aufgrund der Ansiedlung wasserintensiver Unternehmen sind negative Auswirkungen auf die bestehenden Versorgungsysteme der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH und der Städtischen Werke Magdeburg GmbH & Co. KG in jedem Fall zu vermeiden. Daher sind im Verlauf der redundanten Wasserzuführung Speicherkapazitäten zu planen. Diese sollen über Hochbehälter im Bereich der natürlichen Geländeerhebung „Lausehoch“ im Südwesten der Landeshauptstadt Magdeburg realisiert werden. Vor diesem Hintergrund vergibt die Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG (SWM) einen Auftrag über Planungsleistungen für den Neubau von Trinkwasserhochbehältern. Der Auftrag umfasst Planung der ganzheitlichen technischen Ausrüstung, der zugehörigen Mess-, Steuer- und Regeltechnik, sowie die Anschlüsse an das öffentliche Netz und des zugehörigen Betriebsgeländes. Es ist ein Speichervolumen von mindestens 25.000 m³ zu beplanen, welches modular auf 40.000 m³ erweiterbar ist. Die Beauftragung ist jeweils projektstufenweise vorgesehen. Die erste Projektstufe, die Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist, umfasst die Planungsleistungen bis zum Abschluss der Genehmigungsplanung (Lph. 1-4). Die Projektstufe 2 betrifft die Lph 5. Die Projektstufe 3 umfasst die Lph 6-8. Die Projektstufen 2 und 3 werden optional/stufenweise beauftragt. Auf die Beauftragung der weiterenLeistungen/Projektstufen besteht kein Rechtsanspruch. Der Auftraggeber behält sich insbesondere auch vor, einen Generalunternehmer mit den weiteren Planungs- und Bauleistungen zu beauftragen.

Zeitplan

Veröffentlichung
28.06.24
Fragenfrist
29.07.24
Teilnahmefrist
29.07.24
Abgabefrist
10.09.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
de-comp-w-call
Erfüllungsort
Bonn, Deutschland
E-Mail
ticket@bescha.bund.de
Telefon
0228 99 610 1234

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 1) Eigenerklärung nach §123 und §124 GWB, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. 2) Bei Kapitalgesellschaften aktueller (zum Zeitpunkt des Ablaufs der Bewerbungsfrist nicht älter als 6 Monate) Nachweis über eine Eintragung im Handelsregister. 2.1) Nachweis der Eintragung ins Berufsregister bzw. Eintrag (Mitgliedschaft) in Architektenkammer bzw. Ingenieurkammer des/der Projektverantwortlichen oder eines anderen festen Mitglieds des vorgesehenen Projektteams. 2.2) Nachweis einer Bauvorlageberechtigung des Planers der Hochbehälter gem. § 64 BauO LSA. 3) Eigenerklärung zur Einhaltung restriktiver Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands. 4) Eigenerklärung, ob und auf welche Art das Unternehmen wirtschaftlich mit anderen Unternehmen verknüpft ist. 5) Eigenerklärung zur Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit nach TVergG LSA 6) Bewerbergemeinschaften haben mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung Bewerbergemeinschaft/Bietergemeinschaft gemäß Vordruck des Auftraggebers einzureichen. Bewerbergemeinschaften haben den Teilnahmeantrag lediglich einmal einzureichen. Folgende Bestandteile des Teilnahmeantrags sind für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft gesondert vorzulegen

    • - Unternehmensdaten und Ansprechpartner
    • - Aktueller Auszug aus dem Handelsregister bei Kapitalgesellschaften
    • - Eigenerklärung Berufshaftpflichtversicherung
    • - Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB
    • - Eigenerklärung zu einem etwaigen Bezug zu Russland
    • 7) Will ein Bewerber im Hinblick auf die erforderliche Leistungsfähigkeit und Fachkunde die Kapazitäten anderer Unternehmen in
    • Anspruch nehmen, hat er mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung Einsatz der Nachunternehmer
    • gemäß des Vordrucks des Auftraggebers einzureichen und die dort geforderten Angaben zu Drittunternehmen zu machen.
    • Er hat ferner nachzuweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden,
    • beispielsweise indem er für jedes vorgesehene Drittunternehmen eine Verpflichtungserklärung (Eigenerklärung des Drittunternehmens) mit seinem Teilnahmeantrag vorlegt.
    • Nimmt ein Bewerber im Hinblick auf die einschlägige berufliche Erfahrung die Kapazitäten eines anderen Unternehmens in Anspruch, muss dieses Unternehmen die Leistung,
    • für die die Kapazitäten benötigt werden, tatsächlich erbringen. Nimmt ein Bewerber die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle
    • Leistungsfähigkeit in Anspruch, so haften der Bewerber und das Drittunternehmen für die Auftragsausführung im Umfang der Eignungsleihe als Gesamtschuldner.
    • Zum Nachweis der Eignung sind für diese Dritte in jedem Fall mit dem Teilnahmeantrag die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sowie ein Organigramm vorzulegen,
    • aus dem die geplante Projektstruktur unter Beteiligung Dritter hervorgeht. Die übrigen Bestandteile des Teilnahmeantrags sind insoweit auch für Dritte vorzulegen,
    • wie sich der Bewerber auf die in dem jeweiligen Dokument des Dritten dokumentierte Eignung beruft.
    • 1) Nachweis (nicht älter als 12 Monate), dass eine Berufshaftpflichtversicherung wie in Ziffer 5.1.12) benannt besteht oder
    • Bestätigung/Eigenerklärung über Abschluss für den Fall des Zuschlags über eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen pro Schadenfall für
    • Personenschäden in Höhe von 3 000 000 EUR und für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) in Höhe von 3 000 000 EUR
    • bei einem, in einem Mitgliedsstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen
    • Versicherungsunternehmen. Die Versicherung muss über die hiesige Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben. Die Versicherung muss mindestens 2
    • Schadensfälle je Jahr abdecken (MINDESTANFORDERUNG).
    • 2) Angabe Gesamtumsatz in den Geschäftsjahren 2021 - 2023.
    • 3) Angabe des erwirtschafteten Umsatzes mit Planungsleistungen nach der HOAI muss in den drei
    • Geschäftsjahren (2021 - 2023) mindestens EUR 600.000 € netto in jedem Geschäftsjahr betragen haben (MINDESTANFORDERUNG).
    • 1) Angabe über die Zahl der in den letzten 3 Jahren (2021, 2022 und 2023)
    • jahresdurchschnittlich beschäftigen Arbeitskräfte a) insgesamt b) davon Führungskräfte c) davon
    • festangestellte Architekten/Ingenieure (Vollzeit) und davon Einsatz als Bauleitungspersonal d) sonstige Beschäftigte.
    • 2) In den letzten drei Jahren (2021, 2022, 2023) muss der Bewerber mindestens 5 festangestellte, vollzeitäquivalente
    • Architekten/Ingenieure in jedem Jahr beschäftigt haben (MINDESTANFORDERUNG).
    • 3) Angabe und Beschreibung von Referenzen über vergleichbare Leistungen in den aus-geschriebenen Leistungsbildern
    • aus den letzten 15 Jahren (zwischen dem 01.01.2008 und dem Schlusstermin zur Abgabe der Teilnahmeanträge).
    • Dabei müssen die erbrachten Leistungsphasen innerhalb des vorbeschriebenen Zeitraums liegen.
    • Die Referenzen haben im Wesentlichen folgenden Angaben zu beinhalten:
    • - Bezeichnung des Projekts
    • - die beauftragten Leistungen (und Leistungsphasen)
    • - die Honorarzone
    • - die Objektbeschaffenheit mit Kennzahlen (z.B. Speichervolumen)
    • - die Leistungszeit
    • - die Baukosten des Auftraggebers (nach Kostengruppen gem. DIN 276)
    • - die Nutzungsart
    • - die Besonderheiten des Projekts
    • - ggf. eingebundene Planer
    • - Auftraggeber samt eines Ansprechpartners beim Auftraggeber mit Telefonnummer
    • 3.1) Referenz(en) für die federführende Erbringung von Generalplanungs- und Überwachungsleistungen für einen
    • Behälterneubau mit mindestens 5.000 m³ Fassungsvermögen für wasserwirtschaftliche Anlagen oder vergleichbarer Projekte.
    • 3.2) Referenz(en) für das Leistungsbild Ingenieurbauwerke nach § 43 HOAI für die Planung eines Neubaus, einer Sanierung oder
    • einer Erweiterung eines Behälters für die Flüssigkeits- oder Wasserspeicherung mit einem Fassungsvermögen von mindestens 2.500
    • m³.
    • 3.3) Referenz(en) für das Leistungsbild Tragwerksplanung nach § 51 HOAI für die Tragwerksplanung eines Neubaus, einer Sanierung
    • oder einer Erweiterung eines Behälters für die Flüssigkeits- oder Wasserspeicherung mit einem Fassungsvermögen von mindestens
    • 5.000 m³.
    • 3.4) Referenz(en) für das Leistungsbild Ingenieurbauwerke nach § 43 HOAI für die Planung von Neubauten, Sanierungen oder
    • Erweiterungen für Anlagen der öffentlichen oder einer innerbetrieblichen Wasserversorgung.
    • 3.5) Referenz(en) für das Leistungsbild Verkehrsanlagen nach § 47 HOAI für die Planung von Verkehrsanlagen ten, Sanierungen oder
    • Erweiterungen für Anlagen der öffentlichen oder einer innerbetrieblichen Wasserversorgung.
    • Das jeweilige Referenzprojekt ist auf max. 3 DIN A4 Seiten darzustellen. Weitere anzugebende Einzelheiten zu den jeweils geforderten
    • Referenzen ergeben sich aus den nachfolgenden Darstellungen sowie den diesem Teilnahmeantrag beigefügten Mustern (s.u., Muster
    • 2ff. in Formblatt 3), die von Bewerbern/Bewerbergemeinschaften ausgefüllt einzureichen sind.
    • Geforderte Mindeststandards: 1) Mindestens 1 Referenz für die Erbringung von Generalplanungsleistungen, Leistungsphasen 2 bis 4
    • HOAI aus den letzten 15 Jahren (s.o.)
    • mindestens folgende Leistungsbilder müssen von der Generalplanungsreferenz umfasst sein:
    • Ingenieurbauwerk, Tragwerksplanung, mindestens Baukosten für die KG 300 - 500 i.H.v. 4.000.000 € brutto.
    • 2) Mindestens 1 Referenz für Ingenieurbauwerke mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, mind. Honorarzone III, mindestens aus den
    • letzten 15 Jahren (s.o.), mindestens LP 2-4
    • mindestens Baukosten für die KG 300 i.H.v. 1.500.000 € brutto.
    • 3) Mindestens 1 Referenz zur Tragwerksplanung mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, mind. Honorarzone III, mindestens aus den
    • letzten 15 Jahren (s.o.), mindestens LP 2-4
    • mindestens Baukosten für die KG 300 i.H.v. 1.500.000 € brutto.

Zuschlagskriterien

  • Qualitätskriterium-Name

    • Planungskonzeption Gewichtung: 50
    • Qualitätskriterium-Name: Darstellung Projektteam Gewichtung: 10
    • Qualitätskriterium-Name: Gesamteindruck der Angebotspräsentation Gewichtung: 10
    • Kostenkriterium-Name: Honorarangebot Gewichtung: 30

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Vergabeunterlagen

Vertragsentwurf156 KB12 Seiten
Kalkulation78 KB2 Tabellen
Präsentation37 KB4 Seiten
Vertragsbedingungen203 KB8 Seiten
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