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Potenziale und Ansatzpunkte für den Ausbau einer leistungsfähigen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie – Machbarkeitsstudie mit besonderem Fokus auf strukturschwache Regionen in Deutschland

Auftraggeber
Veröffentlicht
16.07.2026
Angebotsfrist
24.08.2026
Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) gewinnt angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage sowie steigender Verteidigungsausgaben zunehmend an Bedeutung und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter stark wachsen. Zur SVI zählen Unternehmen, die Güter, Technologien, Software oder Dienstleistungen für die zivile Sicherheit sowie die militärische Landes- und Bündnisverteidigung bereitstellen oder Teil der entsprechenden Wertschöpfungskette sind. Strukturschwache Regionen, insbesondere in Ostdeutschland, verfügen aufgrund ihrer geografischen Lage und vorhandener Industrieflächen über ein erhebliches Potenzial für den Ausbau der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, sind bislang jedoch deutlich schwächer entwickelt als etablierte Standorte. Erste Ansiedlungen und Investitionen von Rüstungsunternehmen verdeutlichen die wachsende Bedeutung dieser Regionen als potenzielle Produktions- und Innovationsstandorte. Ziel des Vorhabens ist es, die wirtschaftlichen, infrastrukturellen und innovationsbezogenen Standortfaktoren sowie Entwicklungspotenziale systematisch zu analysieren, um die nachhaltige Ansiedlung und Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in strukturschwachen Regionen Deutschlands zu unterstützen.

Zeitplan

Fragenfrist
14.04.26
Veröffentlichung
16.07.26
Abgabefrist
24.08.26
Öffnung
25.08.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Geschätzter Wert
200.000 €
Erfüllungsort
Berlin, Deutschland
Vertragslaufzeit
6 Tage
KMU geeignet
Ja
E-Mail
vergabestelle@bmwe.bund.de
Telefon
0000

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Beleg

    • Sofern eine Pflicht zur Eintragung in einem [der in Anhang XI zur Richtlinie 2014/24/EU (Seite 160) über die öffentliche Auftragsvergabe genannten Register besteht, ein Auszug der Eintragung in Textform, der nicht älter als sechs Monate zum Ende der Angebotsfrist ist. Für Bewerber aus Deutschland sind die betreffenden Register das Handelsregister, die Handwerksrolle, das Vereinsregister, das Partnerschaftsregister oder die Mitgliederverzeichnisse der Berufskammern der Länder.
    • Der Beleg ist im Falle einer Bewerbergemeinschaft von allen Mitgliedern vorzulegen.
  • Der Bieter muss zum Nachweis der Erfahrung und Fachkunde Referenzaufträge in folgenden Bereichen nachweisen

    • - A: Zusammenstellung und Analyse eines Indikatorenkatalogs zur systematischen Analyse und Erfassung bedeutender wirtschaftlicher Tätigkeiten bzw. Branchen
    • - B: Konzeption und Durchführung von regionalwirtschaftlichen Analysen von Standortstärken und -potenzialen
    • Beleg: Eigenerklärung (Vordruck), u.a. mit folgenden Angaben:
    • - Leistungsgegenstand, Leistungszeitraum und Leistungsumfang mit grober Einordnung des Nettoauftragswertes,
    • - Inhaltliche Bezüge des Referenzauftrags zu ausgeschriebener Leistung,
    • - kurze Angaben zu Arbeitsergebnissen,
    • - Angabe von Auftraggeber/Leistungsempfänger mit konkreten Kontaktdaten einer zum Referenzauftrag auskunftsfähigen Person,
    • - eindeutige inhaltliche Zuordnung des Referenzauftrags zu einem oder mehreren der oben genannten Referenzbereiche
    • dies kann entweder durch explizite Kennzeichnung jeder einzelnen Referenz oder mithilfe einer vorangestellten Inhaltsübersicht erfolgen.
    • Anforderungen an Referenzaufträge:
    • - Es sind insgesamt mindestens zwei inhaltlich einschlägige Referenzaufträge (Unternehmensreferenzen) einzureichen.
    • - Dabei müssen die beiden oben genannten Bereiche A und B mit mindestens jeweils einem Referenzauftrag abgedeckt sein.
    • - Insgesamt sollen nicht mehr als 2 Referenzen pro oben genannten Referenzbereich eingereicht werden (d.h. insgesamt max. 4 Unternehmensreferenzen).
    • - Bieter können auch Referenzen von Unterauftragnehmern einreichen, sofern diese sich für den Fall der Auftragserteilung bereits zur Auftragsausführung verpflichtet haben
    • - Die Referenzaufträge müssen nach Inhalt, Methodik, Umfang und Komplexität mit dem zu vergebenden Auftrag vergleichbar sein, d.h., tragfähige Rückschlüsse auf die für den zu vergebenden Auftrag notwendige [Erfahrung/ Fachkunde/ Effizienz/ Verlässlichkeit] zulassen.
    • - Mit dem Referenzauftrag verbundene, hier relevante Leistungen müssen nach dem 01.01.2020 erbracht worden sein. Der Laufzeitbeginn kann ggf. auch bereits vor diesem Zeitpunkt liegen.
    • Sortierung und Prüfung:
    • - Die Referenzaufträge sind nach dem Grad ihrer Entsprechung zum Ausschreibungsgegenstand in dem Vordruck zu sortieren, beginnend mit der Referenz, die dem Anforderungsprofil dieser Ausschreibung am nächsten kommt.
    • - Hinweis zur Eignungsprüfung (Ja/Nein-Entscheidung): Die Prüfung der Referenzen dient ausschließlich der Feststellung, ob die Mindestanforderungen an die fachliche Eignung erfüllt sind. Es erfolgt keine qualitative Bewertung der Referenzen im Sinne einer Rangfolge der Bieter.
    • - Kein Vorteil durch Mehreingabe: Ein Bieter, der mehr als die Mindestanzahl an geeigneten Referenzen [pro Referenzbereich] einreicht, hat dadurch keinen Vorteil. Sobald die Prüfung der eingereichten Unterlagen ergibt, dass die geforderte Mindestanzahl an Referenzen die vorgegebenen Mindestanforderungen erfüllt, gilt die Eignung als nachgewiesen. Die Möglichkeit, bis zur zulässigen Höchstanzahl Referenzen einzureichen, dient der Sicherstellung des Eignungsnachweises. Sofern die Vergabestelle eine der vorrangig genannten Referenzen als nicht vergleichbar einstuft, werden die weiteren eingereichten Referenzen in der angegebenen Reihenfolge als Ersatz geprüft, um die geforderte Mindestanzahl an Referenzen zu erfüllen.
    • - Der Auftraggeber ist berechtigt, Angaben zu Referenzaufträgen durch die Kontaktaufnahme zu Ansprechpersonen beim jeweiligen Auftraggeber inhaltlich zu prüfen. Die Referenzangaben werden vertraulich behandelt und dienen ausschließlich der Beurteilung der Eignung.
    • Wichtiger Hinweis: Bei Unterschreiten der Mindestanzahl der Referenzen und/oder bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen an die einzelnen Referenzen wird der Bieter mangels Eignung ausgeschlossen.
    • Nichtvorliegen von Interessenkollisionen
    • Der Bewerber hat keine Interessen, die mit der Ausführung des Auftrags im Widerspruch stehen und sie nachteilig beeinflussen könnte. Sofern der Bewerber mit der Ausführung des Auftrags im Widerspruch stehende Interessen hat, muss substantiiert und glaubhaft dargelegt werden, dass die konkrete Interessenkollision die Auftragsausführung aufgrund struktureller, personeller und/ oder organisatorischer Vorkehrungen nicht nachteilig beeinflussen wird.
    • Beleg: Eigenerklärung (Vordruck) mit obenstehendem Inhalt
    • ggf. Leistungsfähigkeit im Fall der Eignungsleihe
    • Selbstverpflichtung des betreffenden Unterauftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber, bei einer Auftragserteilung die betreffenden Leistungen zu erbringen.
    • Beleg: Nachunternehmerverpflichtungserklärung (Vordruck).
    • ggf. Bewerbergemeinschaft
    • Im Falle einer Bewerbergemeinschaft (in der späteren Angebotsphase „Bietergemeinschaft“) müssen Angaben zu Rechtsform und Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft, zur Rollen- und Aufgabenverteilung sowie zum vertretungsberechtigten Mitglied der einzelnen Unternehmen der Bewerbergemeinschaft gemacht werden. Es ist ein bevollmächtigter Vertreter für die Bewerbergemeinschaft insgesamt zu benennen.
    • Die Bewerbergemeinschaftserklärung (Vordruck) ist im Falle einer Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
    • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen
    • Beleg: Eigenerklärung (Vordruck), dass keiner der in den §§ 123, 124 GWB aufgeführten Ausschlusstatbestände erfüllt ist. Diese ist bei einer Bewerbergemeinschaft für alle Mitglieder getrennt, bei einer beabsichtigten Unterauftragsvergabe von allen bereits feststehenden Unterauftragnehmern vorzulegen.

Zuschlagskriterien

  • Personal; Arbeitsorganisation und -abläufe; Umsetzungskonzept

    • Personal (Gewichtung 30% innerhalb des qualitativen Zuschlagskriteriums)
    • Arbeitsorganisation und -abläufe (Gewichtung 10% innerhalb des qualitativen Zuschlagskriteriums). Bitte erläutern Sie das vorgesehene Konzept für die Arbeitsorganisation und -abläufe: detaillierte Anforderungen siehe Ziff. 4.1.2 Verfahrensbeschreibung
    • Umsetzungskonzept (Gewichtung 60% innerhalb des qualitativen Zuschlagskriteriums) mit Unterkriterien (1)operative Umsetzung (15%), (2) Baustein A: Indikatorik und Datenanalyse (25%), (3) Baustein B und C Nutzung und Stärkung bestehender Potenziale der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie auf regionalwirtschaftlicher Ebene (20%)
  • Angebotspreis: Detaillierte Anforderungen siehe Verfahrensbeschreibung.

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Lose (1)

Vergabeunterlagen

Eigenerklärung124 KB16 Seiten
Eignungskriterien56 KB32 Seiten
Preisblatt24 KB2 Tabellen
Präsentation156 KB12 Seiten
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