Frist abgelaufen

Projekt Refill Pipelinebau TRM inkl. Q1 L182

Auftraggeber
Veröffentlicht
26.07.2024
Angebotsfrist
1. Beschreibung Projekt Refill: 1.1 Die Leipziger Stadtwerke versorgen rund ein Drittel der Einwohner Leipzigs über das ca. 500 Kilometerlange Fernwärmeverbundnetz mit Wärme. Aufgrund der Bestrebungen in Leipzig, bis 2040 klimaneutral zu sein, sollen die vorhandenen Infrastrukturen neu gedacht werden. Ein erster Schritt dazu ist der Ausstieg aus der Kohle und dem damit verbundenen Bezugsende von Wärme aus dem Kraftwerk Lippendorf. Zur Kompensation dieser Wärmemengen kann neben der Eigenerzeugung in neuen Kraftwerken ein signifikanter Anteil der Fernwärme aus bisher nicht genutzter industrieller Abwärme stammen. Die Industrieanlagen der TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland (nachfolgend: „TRM“) beherbergen großes Potenzial einer externen Wärmenutzung. Die Übergabe der nutzbaren Abwärmemengen soll über eine neu zu errichtende Wärmeübertragerstation (nachfolgend „WÜST“) auf dem Betriebsgelände der TRM (Flurstück 969, Flur 3, GB Spergau, Blatt 1067) an eine rund 19 kilometerlange Verbindungstrasse nach Kulkwitz erfolgen. Dort wird ebenfalls eine neue Druckerhöhungsstation im Zuge des Projektes errichtet. Vorstehendes wird insgesamt als „Projekt“ bezeichnet. 1.2 Damit das Projekt realisiert werden kann, ist eine öffentlich-rechtliche Vorhabengenehmigung in Gestalt eines Planfeststellungsbeschlusses erforderlich. 1.3 Das Projekt ist in vier Bauabschnitte für den Pipelinebau, inklusive jeweiliger Sonderbauwerke, unterteilt. Der erste Bauabschnitt (nachfolgend „BA1“) befindet sich nördlich der Ortschaft Spergau (Sachsen-Anhalt, Landkreis Saalekreis), überwiegend auf dem Werksgelände der TRM. BA1 beinhaltet örtlich die Querung 1 (nachfolgend „Q1“) der Landesstraße L182 (Spergauer Straße), inkl. Startgrube (östlich an der Spergauer Straße - L182, außerhalb des Raffineriegeländes), Zielgrube (an der Straße „WC“, auf dem Gelände der TRM) sowie 180m Fernwärmetrasse von der Startgrube Q1, entlang der Straße WC (im Straßenkörper, auf dem Gelände der TRM) bis zur neu geplanten WÜST. Das Betriebsgelände der TRM ist eine munitions- und altlastenverdächtige Grundstücksfläche. 2. Aufgabenstellung Pipelinebau TRM inkl. Q1 L182: 2.1 Der Auftragnehmer übernimmt die Realisierung des BA1, welcher zusammengefasst Q1 in geschlossener Bauweise, inkl. Start- und Zielgrube, Rohrvortrieb sowie die Verlegung von 180m-Fernwärmetrasse DN700/900 Kunststoffmantelrohr (nachfolgend „KMR“) von der Startgrube Q1, entlang der Straße WC (Gelände TRM) bis zur neu geplanten WÜST, inkl. Mitverlegung von 2x Kabelschutzrohr DA 110 und 1x Kabelschutzrohr DA 90, beinhaltet. 2.2 Die Gesamtleistung des Auftragnehmers ist in die fünf folgenden Gewerke untergliedert: Gewerk 1 – Vorarbeiten - Einrichten der Baustelle - Verkehrssicherung - Koordinierungsleistungen - Beweissicherung, etc. Gewerk 2 – Tiefbauleistungen - Straßenaufbruch, Tiefbauarbeiten (Grabenbau mit Wasserhaltung) - Erdarbeiten - Sicherung und Umverlegung von Bestandsleitungen - Verfüllung - Wiederherstellen der Oberflächen, etc. Gewerk 3 – Rohrbauleistungen - Verlegung der Fernwärme als Kunststoffmantelrohr, etc. Gewerk 4 – Spezialtiefbauleistungen - Herstellung der Start- und Zielgrube für den Rohrvortrieb (Gewerk 5) - Rückbau der Start- und Zielgruben Gewerk 5 – Rohrvortrieb - Durchörterung der Spergauer Straße im geschlossenen Verfahren 2.3 Zum Leistungsumfang des Auftragnehmers gehört u. a. auch eine möglicherweise erforderliche Spülung der Rohleitungen sowie die Errichtung und bauzeitliche Unterhaltung eines Reptilienschutzzaunes im räumlichen Zusammenhang mit der Startgrube und einer Gesamtlänge von ca. 200 m. Es ist davon auszugehen, dass die Verlegung und Montage von KMR- Einheiten im geböschten, verbauten oder unverbauten Gräben und verbauten Baugruben erfolgt. Während der Bauausführung ist der sensible Umgang mit dem Betriebsgelände der TRM zu beachten. Die Arbeitsbereiche und Lagerflächen auf dem Betriebsgelände der TRM sind bereits vorabgestimmt und zwingend einzuhalten.

Zeitplan

Veröffentlichung
26.07.24
Teilnahmefrist
26.08.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Leipzig, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
info@netz-leipzig.de
Telefon
+49 341 121 40
Website
http://www.netz-leipzig.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • 1. Nachweis über aktuell gültige Eintragung in ein Berufsregister und/oder Handelsregister gemäß Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 26. Februar 2014
    • 2. Eigenerklärung, dass in der Person des Bewerbers keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen
    • 3. Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 AEntG, 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG und § 22 LkSorgPflG vorliegen
    • 4. Kurze Unternehmensdarstellung
    • 5. Eigenerklärung zum Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 betreffend Sanktionen gegen Russland
  • 1. Eigenerklärungen über den Gesamtumsatz des Bewerbers/ des Mitgliedes der Bewerbergemeinschaft/ des Nachunternehmers der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre; 2. Eigenerklärungen über den Umsatz des Bewerbers/ des Mitgliedes der Bewerbergemeinschaft/ des Nachunternehmers der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Leistungen, die mit dem Auftragsgegenstand vergleichbar sind; 3. Nachweis des Versicherungsschutzes, der sämtliche vertragliche Leistungen während der gesamten Vertragslaufzeit abdeckt

    • 3.1 Betriebs- und Umwelthaftpflichtversicherung mit den (Mindest-) Deckungssummen in Höhe von 5 Mio. EUR pauschal für Personen-, Umwelt-, Sach- und Vermögensschäden (jeweils zweifach maximiert p.a.). 3.2. Umweltschadensversicherung (mit industriell üblichen Standards) mit einer (Mindest-) Deckungssumme in Höhe von 5 Mio. € je Fall für Umweltschäden. Der Nachweis des Versicherungsschutzes kann durch eine Bestätigung der Versicherung (z. B. in Form einer Kopie der Versicherungspolice) geführt werden. Bei Nichtbestehen oder Unterschreitung der geforderten Berufshaftpflichtversicherung sind mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung des Versicherers und eine Eigenerklärung des Bewerbers vorzulegen, dass im Auftragsfall der Versicherungsschutz mit den geforderten Deckungssummen abgeschlossen wird.
    • Geforderte Mindeststandards:
    • zu 1. Gesamtumsatz: Im weiteren Verfahren werden nur diejenigen Bewerber berücksichtigt, die in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren einen durchschnittlichen Gesamtumsatz von mindestens 1,0 Mio. € (je Geschäftsjahr) erzielt haben.
  • 1. Tabellarische Referenzaufstellung der Referenzen im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen, jeweils unter konkreter Benennung des Auftragsgebers nebst Ansprechpartner und Erreichbarkeit, des Auftragsgegenstandes und der Fertigstellung und Inbetriebnahme; 2. Namentliche Benennung und Organigramm des/ der für die Auftragsausführung vorgesehenen Bauleiters inklusive Lebenslauf nebst Angaben zur beruflichen Qualifikation sowie zur beruflichen Erfahrung der letzten 10 Jahre im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen und Sprachkenntnisse, sowie die Vorlage von mind. einer persönlichen Referenz des Bauleiters; 3. Namentliche Benennung und Organigramm des/ der für die Auftragsausführung vorgesehenen Schweißfachingenieurs inklusive Lebenslauf nebst Angaben zur beruflichen Qualifikation sowie zur beruflichen Erfahrung der letzten 10 Jahre im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen und Sprachkenntnisse, sowie die Vorlage von mind. einer persönlichen Referenz des Schweißfachingenieurs; 4. Namentliche Benennung und Organigramm des/ der für die Auftragsausführung vorgesehenen Poliers inklusive Lebenslauf nebst Angaben zur beruflichen Erfahrung der letzten 10 Jahre im Hinblick auf die ausgeschriebenen Leistungen und Sprachkenntnisse; 5. Nachweis (Zertifikat) eines in der EU akkreditierten Unternehmens über die Einrichtung eines anerkannten Qualitätsmanagementsystems entsprechend der Norm DIN EN ISO 9001 oder gleichwertig; 6. Nachweis (Zertifikat) eines in der EU akkreditierten Unternehmens über die Einrichtung eines anerkannten Umweltmanagementsystems entsprechend der Norm ISO 14001 oder EMAS Umweltmanagement oder gleichwertig; 7. Eigenerklärung über das Vorhandensein von Zertifizierungen des Unternehmens und ggf. Vorlage eines entsprechenden Nachweises zu folgenden Zertifizierungssystemen

    • Zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem nach AMS BAU, SCC, SCP, OS-HAS 18001 oder DIN ISO 45001 oder gleichwertig
    • 8. Nachweis der Zertifizierung des Unternehmens als Fachbetrieb nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) durch Vorlage eines gültigen, durch eine anerkannte SVO oder GÜG gemäß §§ 52 und 57 AwSV, ausgestellten Zertifikats oder gleichwertig
    • 9. Nachweis der Zertifizierung nach DVGW-Arbeitsblatt GW 301 G/W1 (Qualifikationskriterien für Rohrleitungsbauunternehmen) durch Vorlage eines gültigen Zertifikats eines in der EU akkreditierten Unternehmens oder gleichwertig
    • 10. Eigenerklärung über die Ausführung nach einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, behördlichen Genehmigungen und technischen Regelwerken
    • 11. Nachweis der Zertifizierung nach AGFW-Arbeitsblatt FW 601: „FW1 st“ durch Vorlage eines gültigen Zertifikats eines in der EU akkreditierten Unternehmens oder gleichwertig
    • 12. Eigenerklärung zur Abwicklung des Projekts und der Kommunikation in deutscher Sprache
    • 13. Eigenerklärung über die elektronische Angebotsbearbeitung mit GAEB XML.
    • Geforderte Mindeststandards:
    • zu 1. Unternehmensreferenzen:
    • a) mindestens 1 Referenzprojekt Spezialtiefbau (Spundwand) mit Fertigstellung und Inbetriebnahme innerhalb der letzten 3 Jahre (Stichtag: Ende Teilnahmefrist) und
    • b) mindestens 1 Referenzprojekt Rohrvortriebsverfahren, welches folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
    • -­ ≥ DN 800 und
    • - Fertigstellung und Inbetriebnahme innerhalb der letzten 5 Jahre (Stichtag Ende Teilnahmefrist)
    • c) mindestens 2 Referenzprojekte Fernwärmebau inklusive Tiefbau, welche folgende Anforderungen kumulativ erfüllen:
    • - ≥ DN 300
    • - ≥ PN 16 und
    • - Fertigstellung und Inbetriebnahme innerhalb der letzten 8 Jahre (Stichtag: Ende Teilnahmefrist).
    • Hinweis: Deckt ein Referenzprojekt mehrere oder alle drei Mindestanforderungen ab, kann es für mehrere/alle Anforderungen verwendet werden. Unabhängige Einzelprojekte/Referenzen sind nicht zwingend notwendig. Es ist aber zu beachten, dass für den Fernwärmeausbau inklusive Tiefbau mindestens zwei Referenzprojekte vorzulegen sind.
    • zu 2. Bauleiter:
    • a) Der Bauleiter hat einen Studiennachweis eines (Fach-)Hochschulstudiums im Bauwesen, Maschinenbau, Versorgungstechnik, Verfahrenstechnik, Schiffbau oder eines vergleichbaren Studiums zu erbringen.
    • b) Er hat einen Nachweis seiner Berufserfahrung in vergleichbarer Funktion als Projektleiter/Bauleiter im Bereich Tief- und Rohrbau bei der Errichtung und Instandsetzung von Rohrleitungen im Geltungsbereich der Regelwerke TRFL, DVGW und AGFW von insgesamt 5 Jahren zu erbringen.
    • c) Der Bauleiter hat mindestens eine persönliche Referenz aus dem Bereich Tief- und Rohrbau einer erdverlegten Fernwärmeleitung vorzulegen, welche folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
    • - mindestens 0,5 km Länge
    • - Nennweite ≥ DN 300
    • - Druckstufe ≥ PN 16 und
    • - in den letzten 5 Jahren fertiggestellt und in Betrieb genommen (Stichtag: Ende Teilnahmefrist).
    • Hinweis: Eine Personalunion zwischen Bauleiter und Schweißfachingenieur ist möglich.
    • zu 3. Schweißfachingenieur:
    • a.) Der Schweißfachingenieur hat einen Studiennachweis eines (Fach-)Hochschulstudiums im Bauwesen, Maschinenbau, Versorgungstechnik, Verfahrenstechnik oder eines vergleichbaren Studiums zu erbringen.
    • b) Er hat einen Nachweis seiner Berufserfahrung in vergleichbarer Funktion im Bereich Tief- und Rohrbau bei der Errichtung und Instandsetzung von Rohrleitungen im Geltungsbereich der Regelwerke TRFL, DVGW und AGFW von insgesamt 5 Jahren zu erbringen.
    • c) Mindestens eine persönliche Referenz aus dem Bereich Rohrbau einer erdverlegten Fernwärmeleitung/ Stahlmedienleitung, welche folgende Anforderungen kumulativ erfüllt:
    • - Nennweite ≥ DN 500
    • - Druckstufe ≥ PN 16 und
    • - in den letzten 5 Jahren fertiggestellt und in Betrieb genommen (Stichtag: Ende der Teilnahmefrist).
    • Hinweis: Eine Personalunion zwischen Bauleiter und Schweißfachingenieur ist möglich.

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Vertragsentwurf287 KB24 Seiten
Kalkulation124 KB2 Tabellen
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