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RMD Rhein-Main Deponie GmbH - Vergabe des Repowerings der BHKW-Anlage im Technikgebäude einschl. vollständigem Rückbau der Bestandsanlage sowie schlüsselfertiger Errichtung einer neuen BHKW-Anlage

Auftraggeber
Veröffentlicht
09.06.2026
Angebotsfrist
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist das Repowering der BHKW-Anlage im Technikgebäude der RMD Rhein-Main Deponie GmbH am Standort Rhein-Main-Deponiepark 3, 65439 Flörsheim am Main, einschließlich des vollständigen Rückbaus der bestehenden vier BHKW-Module (GM2, GM3, GM4, GM5) samt zugehöriger Nebenanlagen sowie der schlüsselfertigen Errichtung einer neuen BHKW-Anlage mit drei BHKW-Modulen. Die Vergabe erfolgt im Wege eines wettbewerblichen Dialogs nach § 119 Abs. 1, 2, 6 GWB i. V. m. § 14 Abs. 3 VgV i. V. m. § 18 VgV. Der Leistungsumfang umfasst insbesondere: die vollständige Demontage der bestehenden BHKW-Module einschließlich Generatoren, Kupplungen, Grundrahmen und Schwingungsentkopplungen; den Rückbau der Abgasanlagen, aller verbindenden Rohrleitungen sowie der elektrotechnischen Einrichtungen jeweils bis zu definierten Schnittstellen; die Lieferung und Errichtung von drei neuen BHKW-Modulen des Fabrikats INNIO Jenbacher Typ JMS 316 F25 (alternativ Typ JMS 316 F26 bei Nachweis der NOx-Grenzwerteinhaltung durch motorische Maßnahmen); die Lieferung und Errichtung einer Abgasanlage mit SCR-System zur NOx-Minderung einschließlich Abgaswärmetauschern; die Integration der bestehenden Schmieröl- sowie Zu- und Abluftanlage; die Errichtung des Warmwassersystems zur Wärmenutzung am Deponiestandort und zur Einspeisung in das Nahwärmenetz der Stadt Hochheim am Main; die Neuerrichtung der Niederspannungshauptverteilung und der Elektroinstallation; den vollständigen Rückbau und die Neuerrichtung der Motorensteuerungen (SPS); sowie die Inbetriebnahme und den Probebetrieb der Gesamtanlage. Während der gesamten Rückbau- und Errichtungsphase ist der kontinuierliche Weiterbetrieb des BHKW-Moduls GM8 sicherzustellen; Stillstandszeiten sind zu minimieren. Ziel ist die Errichtung einer hocheffizienten, emissionsarmen und betriebssicheren Anlage zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme unter Einhaltung aller relevanten gesetzlichen und technischen Anforderungen, insbesondere gemäß BImSchG, 44. BImSchV und TA Luft. Die Mindestwirkungsgrade betragen 41,9 % elektrisch, 43,7 % thermisch und 85,5 % gesamt. Ein weiterer wesentlicher Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Entwicklung einer für die RMD vorteilhaften Finanzierungskonstellation. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Auftraggeberin besteht nur eingeschränkt die Möglichkeit zur Tragung initialer Investitionsausgaben. Darüber hinaus ist die Stellung von Bürgschaften durch die RMD aufgrund ihrer öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund sollen im Rahmen der Dialogphase verschiedene Finanzierungsmodelle - insbesondere Mietkauf, Contracting und Miete - sowie alternative Gewährleistungs- und Sicherungsmechanismen erörtert und bewertet werden, die den berechtigten Sicherungsinteressen der Bieter unter Berücksichtigung der besonderen Situation der Auftraggeberin Rechnung tragen. Im Rahmen des Dialogverfahrens sollen ferner insbesondere folgende Aspekte konkretisiert werden: Bau- und Montageablauf einschließlich Rückbauphase, Schnittstellen und Integrationskonzept, Wartungs- und Servicekonzept, Wirtschaftlichkeit der Gesamtlösung, Beschaffungszeiten sowie vertragliche Eckpunkte einschließlich Vergütungsstruktur, Gewährleistungsumfang, Vertragsverlängerungsoptionen und Regelungen bei Vertragsende. Näheres ergibt sich aus den Vergabeunterlagen.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
09.06.26
Fragenfrist
18.06.26
Teilnahmefrist
06.07.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
comp-dial
Erfüllungsort
Flörsheim-Wicker, Deutschland
Vertragslaufzeit
10 Tage
E-Mail
vergabestelle@goerg.de
Freischalten
Telefon
+49 69170000-154
Freischalten
Website
https://www.deponiepark.de/
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Nachweis zur Befähigung und Erlaubnis der Berufsausübung nach § 44 VgV: a) Erklärung über Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB sowie § 22 Abs. 1 Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, oder anderenfalls entsprechende Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB. b) Aussagekräftige Unternehmensdarstellung unter Angabe von Firma, Sitz, Gegenstand, Rechtsform, Geschäftsleitung des Unternehmens, nebst einer kurzen Beschreibung des Tätigkeitsbereichs (Arbeitsbereiche, Leistungsspektrum) sowie der Benennung des Ansprechpartners. c) Aktueller Nachweis über den Eintrag in das Berufs- oder das Handelsregister des Landes, in dem der Bewerber ansässig ist oder ein gleichwertiger Nachweis. d) Verpflichtungserklärung über die Einhaltung des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes (HVTG). e) Eigenerklärung zu Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576 (Erklärung Russlandgeschäft). f) Bei Bewerbergemeinschaft und /oder Eignungsleihesituation: Eine aussagekräftige Darstellung (structure chart) der beabsichtigten Bewerber- / Bieterstruktur mit (Teil-)Leistungsbereichen.

  • Nachweise zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit nach § 45 VgV: a) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens sowie den Umsatz, soweit er Leistungen betrifft, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind (insbesondere Errichtung und Inbetriebnahme von BHKW-Anlagen einschließlich Rückbau und/oder Repowering), jeweils in den letzten fünf Jahren (2021 bis 2025). b) Nachweis einer branchenüblichen Haftpflichtversicherung im Falle der Beauftragung mit für Personen- und Sachschäden, Umweltschäden sowie für Vermögensschäden. Der Nachweis ist entweder durch eine Bestätigung des Versicherers über das Bestehen der Versicherung zu erbringen oder durch eine Bestätigung des Versicherers über die Bereitschaft, im Auftragsfall eine Versicherung bereitzustellen. c) Nachweis ausreichender Bonität durch Vorlage einer aktuellen Wirtschaftsauskunft einer Ratinggesellschaft, wie z. B. Creditreform, oder einer vergleichbaren Wirtschaftsauskunft, in Bezug auf die Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit.

  • Nachweise zur technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit nach § 46 VgV: a) Angaben über die Erbringung von einschlägigen Leistungen in den letzten fünf Jahren (2021 bis 2025) und des laufenden Jahres, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (insbesondere Errichtung und Inbetriebnahme von Mehrmotoren- BHKW-Anlagen einschließlich Rückbau und/oder Repowering und Rückbau bestehender Anlagen, ggf. mit Finanzierung), unter Angabe - je Referenz - von: - Art des Auftraggebers (privat oder öffentlich), - der Leistungszeit (Beginn/Ende), - Auftragsvolumen, - Art und Umfang der Leistungserbringung, insbesondere ob die Leistung unter Einbindung von Nachunternehmen erbracht worden sind, - ggf. Finanzierungsmodell, - Auftraggeber mit Ansprechpartner und Telefon-Nr. Mindestbedingungen: Der Bewerber muss mindestens zwei (2) abgeschlossene und in Betrieb genommene Referenzprojekte innerhalb der letzten fünf (5) Jahre nachweisen. Die Referenzprojekte müssen sich jeweils auf Mehrmotoren-BHKW-Anlagen mit einer installierten elektrischen Leistung zwischen 500 kW und 4 MW beziehen, wobei die betreffenden Anlagen aus mindestens zwei Motoren bestehen müssen. b) Erklärung zur Zahl der in den letzten drei Jahren (2023 bis 2025) jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (FTE), gegliedert nach Fachbereich. c) Nennung der für die Projektrealisierung vorgesehenen Projektleitung und deren Stellvertretung nebst Darlegung der jeweiligen Qualifikation sowie Nachweis von Deutschkenntnissen (mindestens Niveau C1 bei nicht Muttersprachlern). Mindestbedingung: Die für die Projektrealisierung vorgesehene Projektleitung und deren Stellvertretung muss jeweils über eine dokumentierte Fach- und Sachkunde sowie eine Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren in der Leitung vergleichbarer Projekte (Errichtung und/oder Repowering von BHKW-Anlagen) verfügen. d) Bewerbererklärung, welche Teile des Auftrags das Unternehmen unter Umständen als Unteraufträge zu vergeben beabsichtigt.

  • Auf der Grundlage der gemäß Abschnitt 5.1.9. vollständig eingereichten Unterlagen erfolgt die Auswahl der Teilnehmer durch Bewertung der Qualität und Güte der im Teilnahmewettbewerb vorgelegten vergleichbaren Referenzprojekte. Anhand der Kriterien werden die Bewerber ausgewählt, die zur zweiten Phase des Verfahrens eingeladen werden sollen.

Zuschlagskriterien

  • Preisliches Angebot

  • Güte und Qualität des Bau- und Montagekonzepts

  • Angebotener Terminplan

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