Frist abgelaufen

Sanierung Schulzentrum Ehrenkirchen - Fachplanung Tragwerksplanung für die Objektplanung Gebäude nach HOAI §§ 49 ff.

Auftraggeber
Veröffentlicht
23.02.2024
Angebotsfrist
-Situation- Die Gemeinde Ehrenkirchen liegt ca. 15 Kilometer südlich von Freiburg im Breisgau am Rande des Markgräflerlandes im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Sie entstand durch Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Ehrenstetten, Kirchhofen, Norsingen, Offnadingen und Scherzingen in den Jahren 1973/74. In Ehrenkirchen leben heute etwa 7.600 Einwohner in einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Die Gemeinde verfügt über eine sehr gute Infrastruktur mit Einkaufs- und Dienstleistungszentren, Schulen, Kindertagesstätten mit Ganztagesbetreuung, Ärzten, Apotheken und einem Alten- und Pflegeheim. Mit dem Ziel der Verbesserung des Erscheinungsbilds, der Akzeptanz und der Identität der Ortsmitte von Ehrenkirchen wurde eine Gesamtkonzeption für die städtebauliche Erneuerung des Ortes erstellt und in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Dieses städtebauliche Sanierungsgebiet "Ortszentrum / ehemalige Grundschule Kirchhofen" umfasst verschiedene Kommunalbauten, wie Rathaus und Feuerwehrgebäude sowie auch das Schulzentrum mit Mehrzweckhalle. -Bauliche Anlage- Im Gebäude des Schulzentrums sind die Jengerschule und die Kirchberghalle untergebracht. Die Kirchberghalle wurde als Mehrzweckhalle im Jahr 1979 gemeinsam mit der neuen Hauptschule (heute: Gemeinschaftsschule) in Betrieb genommen, mit der sie baulich und funktional in unmittelbarer Verbindung steht. Die Hallenfläche von 22 x 45 m ist in zwei Abschnitte von 22 x 18 m und 22 x 27 m unterteilbar. Die Halle dient seither dem Schul- und Vereinssport und ist zugleich die größte und zentrale Veranstaltungshalle für die Gesamtgemeinde Ehrenkirchen mit allen ihren Ortsteilen. Alljährlich finden hier circa 15-20 Großveranstaltungen des kulturellen, ortsgemeinschaftlichen so-wie Vereinslebens statt. Nach gut 40-jährigem Betrieb ist die Kirchberghalle nicht mehr zeitgemäß in Bezug auf die Anforderungen des Sportbetriebs als auch der Nutzung als Kultur- und Festhalle. Dies betrifft sowohl den baulichen und energetischen Zustand der Gebäudehülle mit Dachflächen und Fassaden wie auch den Zustand im Inneren des Gebäudes, besonders hinsichtlich der Wand-, Boden- und Deckenoberflächen, der technischen Anlagen für Sanitär, Lüftung, Heizung und Elektrik sowie des Brandschutzes und der Barrierefreiheit. Der Schulteil hat zwar in den vergangenen Jahren verschiedene partielle Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfahren, muss aber im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung in das energetische Sanierungskonzept für das Gesamtgebäude einbezogen werden, insbesondere bezüglich der Fassaden und der Lüftungstechnik. Das Vorhaben am Gebäude des Schulzentrums umfasst die energetische Sanierung zur Verbesserung der Energieeffizienz und erhält daher über die KfW einen Investitionszuschuss aus dem Programm Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Kommunen. -Leistungsart- Gegenstand des Auftrags sind folgende Leistungen für das Projekt Sanierung Schulzentrum: A: Leistungsbild nach HOAI 2021, Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 1 Tragwerksplanung für die Erweiterung des bestehenden Gebäudes durch den Anbau einer WC-Anlage im Erdgeschoss (ca. 80 m²) a) Grundleistungen nach Anlage 14 (zu § 51 Absatz 5, § 52 Absatz 2) b) Besondere Leistungen: - Statische Nachweise an nicht zum Tragwerk gehörende Konstruktionen (z.B. Absturzsicherungen, Fassaden); - Erfassen von Bauzuständen infolge Rück- und Anbaus (im Übergangsbereich Bestand/Neubau); - Entwurf und Berechnung von Sicherungsmaßnahmen für o.g. Bauzustände; - Nachweise zum Konstruktiven Brandschutz; - Nachweis der Erdbebensicherung; - örtliches Überprüfen von Planungsdetails an der vorgefundenen Substanz (im Übergangsbereich Bestand/Neubau); - Mitwirken an der Überwachung der Ausführung der Tragwerkseingriffe; - Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks; - Ingenieurtechnische Kontrolle der Bewehrung vor dem Betonieren; B: Statische und konstruktive Zustandsuntersuchung und Bewertung des Bestands insbesondere für folgende Bauteile: a) Dachtragwerk aus vorgespannten Trägern (Spannbetonbindern); b) Fassadenplatten aus Betonfertigteilen; mit folgendem Leistungsprogramm: Vorbereitung der Zustandserfassung: - Besichtigung der Bauteile vor Ort; - Sichtung / Prüfung vorhandener Unterlagen und Informationen zum Objekt; - Ausarbeitung eines Untersuchungskonzeptes / Untersuchungsprogramms; Mitwirken bei der Durchführung der Zustandserfassung / Betontechnologischen Untersuchung: - visuelle Zustandserfassung; - Zerstörungsfreie Untersuchungen (z.B. Betondeckung); - Ergänzende zerstörende Untersuchungen (z.B. Carbonatisierungstiefe); - Laboruntersuchungen; - Auswertung und Zusammenstellung der Ergebnisse und ggf. Schadensbilder; Beurteilung des Bauwerkzustands: - Aussagen zur Tragsicherheit; - Aussagen zur Gebrauchstauglichkeit; - Maßnahmenempfehlung für Instandhaltungs-/ Instandsetzungsmaßnahmen; Es ist beabsichtigt, den Auftrag zunächst für die Grund- und Besonderen Leistungen der Leistungsphasen 1 - 4 zu vergeben und die weiteren Leistungsphasen entsprechend der Bereitstellung der Finanzmittel stufenweise, ggf. auch abschnittsweise zu beauftragen. Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Leistungsphasen besteht nicht. Im Leistungsumfang enthalten sind alle Planungsaufgaben und alle erforderlichen Nebenleistungen, die zur sachgerechten und vollständigen Ausführung der Planung gehören bzw. erforderlich sind. Der Leistungsbeginn ist unmittelbar nach Auftragserteilung ab Mai 2024 vorzusehen. Die Bauausführung soll nach Abschluss der Planung ab ca. Mitte 2025 bis 2027 erfolgen.

Zeitplan

Veröffentlichung
23.02.24
Teilnahmefrist
26.03.24
Vertragsbeginn
13.05.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Ehrenkirchen, Deutschland
E-Mail
muenchau@klotzundpartner.de
Telefon
+49 761 38708-14
Website
https://www.ehrenkirchen.de

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung

    • Mit dem Teilnahmeantrag sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben (Beabsichtigt ein Bewerber, die Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Dritten (Unterauftrag / Eignungsleihe) zu erbringen, müssen die nachfolgend genannten Nachweise / Angaben auch für diese erbracht werden): (a) Nachweis über die Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung: Bewerber müssen nachweisen, dass für sie die Voraussetzungen des § 18 LBOVVO für den Wegfall der bautechnischen Prüfung und der Eintrag in die „Liste nachweisberechtigter Personen im Bereich Standsicherheit“ bei der Ingenieurkammer Baden-Württemberg oder entsprechender Stelle anderer Länder vorliegen. (b) Ist der Bewerber eine juristische Person, hat er die folgenden Nachweise zu erbringen: 1. Nachweis der Vertretungsberechtigung für den bevollmächtigten Vertreter
    • 2. Nachweis, dass die auftragsgegenständlichen Leistungen zu deren satzungsgemäßem Geschäftszweck gehören
    • 3. Namen und berufliche Befähigung der Personen, die für die Erbringung der Leistung als verantwortlich vorgesehen sind
    • (c) Ist der Bewerber eine Bewerbergemeinschaft, hat er die folgenden Nachweise zu erbringen: 1. Erklärung aller Mitglieder zur Bildung einer Bietergemeinschaft
    • 2. Nachweis der Vertretungsberechtigung für den bevollmächtigten Vertreter
    • 3. Darstellung welches Mitglied welche Leistung erbringen wird. 4. Erklärung, dass alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft als Gesamtschuldner haften.
  • Berufshaftpflichtversicherung: Mit dem Teilnahmeantrag sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben (Beabsichtigt ein Bewerber, die Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Dritten (Unterauftrag / Eignungsleihe) zu erbringen, müssen die nachfolgend genannten Nachweise / Angaben auch für diese erbracht werden): (a) Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung für Personen- und sonstige Schäden, deren Deckungssummen mindestens 5.000.000 EUR für Personenschäden und 1.000.000 EUR für sonstige Schäden betragen. Die Ersatzleistung des Versicherers beträgt mindestens das 3-fache der Deckungssumme pro Jahr. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Versicherungsnachweis für jedes Mitglied zu führen. Im Falle einer geringeren Deckung der Haftpflichtversicherung ist eine Bestätigung der Versicherung ausreichend, dass im Auftragsfall die Deckungssumme entsprechend erhöht werden kann. (b) Eignungsleihe nach § 47 Abs. 3 VgV: nimmt ein Bewerber oder Bieter die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit in Anspruch, so verlangt der Auftraggeber eine gemeinsame Haftung des Bewerbers oder Bieters und des anderen Unternehmens für die Auftragsausführung, entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe.

  • Anzahl des fachtechnisch qualifizierten Personals: Mit dem Teilnahmeantrag sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben (Beabsichtigt ein Bewerber, die Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Dritten (Unterauftrag / Eignungsleihe) zu erbringen, müssen die nachfolgend genannten Nachweise / Angaben auch für diese erbracht werden): Anzahl der im Bereich Fachplanung Tragwerksplanung in den letzten 3 Jahren (jeweils durchschnittlich) und aktuell (Stand: 08.02.2024) qualifizierten Beschäftigten (festangestellte Fach- und Führungskräfte einschließlich Inhaber, jedoch ohne kaufmännische und administrative Mitarbeiter, Auszubildende, Aushilfen und Praktikanten). Die max. Bewertung wird erzielt mit 3 Vollzeitbeschäftigten im Mittel (Teilzeitbeschäftigte können entsprechend ihrer Teilzeit angerechnet werden).

  • Referenzprojekte

    • Mit dem Teilnahmeantrag sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben (Beabsichtigt ein Bewerber, die Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit Dritten (Unterauftrag / Eignungsleihe) zu erbringen, müssen die nachfolgend genannten Nachweise / Angaben auch für diese erbracht werden): Früher ausgeführte Leistungen der Fachplanung Tragwerksplanung für die Objektplanung Gebäude (volles Leistungsbild der LPH 1-6 bzw. 8 und Fertigstellung ab 2016) mit folgenden Leistungsmerkmalen:
    • — Objekte mit mit anrechenbaren Kosten von mindestens 0,5 Mio. € brutto (anrechenbare Kosten nach § 50 HOAI zuzügl. Mwst.)
    • die max. Bewertung wird mit 4 abgeschlossenen Objekten erzielt, Gewichtung (Prozentanteil, genau): 20
    • — Objekte mit vergleichbarer Anforderung: Planen im Bestand (LPH 1-6)
    • die max. Bewertung wird mit 2 abgeschlossenen Objekten erzielt, Gewichtung (Prozentanteil, genau): 20
    • — Objekte mit vergleichbarer Anforderung: Bauen im Bestand (LPH 8)
    • die max. Bewertung wird mit 2 abgeschlossenen Objekten erzielt, Gewichtung (Prozentanteil, genau): 20
    • — Objekte mit vergleichbarer Anforderung und vergleichbaren Besonderen Leistungen: Umbau / Modernisierung von Baukonstruktionen aus Stahlbeton
    • die max. Bewertung wird mit 2 abgeschlossenen Objekten erzielt, Gewichtung (Prozentanteil, genau): 20
    • Hinweise: Eignungsleihe nach § 47 Abs. 3 VgV: nimmt ein Bewerber oder Bieter die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche technische Leistungsfähigkeit in Anspruch, so verlangt der Auftraggeber die Erklärung des anderen Unternehmens, dem Bewerber die für den Auftrag erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Eignungsleihe nach § 47 Abs. 3 VgV: nimmt ein Bewerber oder Bieter die Kapazitäten eines anderen Unternehmens im Hinblick auf die erforderliche berufliche Leistungsfähigkeit in Anspruch, so verlangt der Auftraggeber die Erklärung des anderen Unternehmens, die Leistung zu erbringen, für die diese Kapazitäten benötigt werden.

Zuschlagskriterien

    • Projektorganisation (Funktionen und Aufgaben der Teammitglieder, Vertretungen und Redundanzen) und Projektabwicklung (Organisation, Kommunikation, Qualitätssicherung) in den einzelnen Projektphasen
    • Gewichtung 15%
    • Qualifikation und Erfahrung des betrauten Personals in der Projektleitung
    • Beurteilung anhand der persönl. Vorstellung eines vergleichbaren Referenzprojektes
    • Gewichtung 15%
    • Qualifikation und Erfahrung des übrigen Projektteams für die Planung / Objektüberwachung
    • Beurteilung anhand der persönl. Vorstellung vergleichbarer Referenzprojekte
    • Gewichtung 15%
    • Präsenz / Verfügbarkeit vor Ort in der Planungs- und Ausführungsphase
    • Gewichtung 25%

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Vergabeunterlagen

Konzeptvorlage287 KB24 Seiten
Vertragsbedingungen124 KB4 Seiten
Vertragsentwurf56 KB8 Seiten
Kalkulation24 KB2 Tabellen
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