Frist abgelaufen

Senftenberger Erlebnisbad - Sanierung

Auftraggeber
Veröffentlicht
10.11.2023
Angebotsfrist
11.12.2023
Die Stadt Senftenberg beabsichtigt, das bestehende Erlebnishallenbad durch einen Neubau des Erschließungs- und Funktionstraktes zu erweitern sowie das ursprüngliche Schwimmbad aus dem Jahre 1970 grundhaft zu sanieren sowie die technischen Anlagen zu erneuern. Hierzu erfolgte im Jahre 2020 die Beauftragung von Planungsleistungen für die Objekt- sowie Technische Anlagenplanung. Nach dem Baustart im Mai 2022 und der bereits erfolgten Errichtung des ersten Geschoßes (Kelleranbau) wurden am Bestandsbau der ursprünglichen Schwimmhalle erhebliche Betonschäden an tragenden Bauteilen im Untergeschoß festgestellt. Auf Grund der Notwendigkeit von Teilabbrüchen und grundhaften Sanierungsarbeiten wurde in 02.2023 ein Baustopp verfügt. Nach einer gutachterlichen Stellungnahme zur Bausubstanz sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtunge erfolgte in 07.2023 ein Beschluss zur Fortführung der Maßnahme. Dabei wird bei der als "Variante B" bezeichneten Lösung ("teilweiser Ersatzneubau einschließlich Instandsetzung des Altbestandes") von der kostengünstigsten und gleichzeitig wirtschaftlichsten Lösung ausgegangen. Es soll dieser Lösung im Rahmen der Vorplanung jedoch auch die in den Gutachten aufgezeigte "Variante C" ("kompletter Ersatzneubau des Altbestandes aus 1970") nochmals gegenübergestellt werden. Es ist beabsichtigt, unter Verwendung von wesentlichen Teilen der vorliegenden Planungen den Betrachtungsraum unter der Prämisse Schwimmbadplanung zu erweitern, da auf Grund der Bestandsschädigungen von einem Abriss des Schwimmbeckens, einschl. dessen Umgangsdecken auszugehen ist. Inhalt der Neuplanung ist des Weiteren die grundhafte Sanierung tragender Bauteile des Altbestandes, insbesondere von nachweislich geschädigten Betonbauteilen im Kellerbereich. Das Ursprungsbauwerk wurde im Jahr 1970 als Schwimmhalle mit einem 25 m Sportschwimmbecken über 5 Einzelbahnen neu errichtet (DDR-Typenbau "Anklam"). In den Jahren 1995/96 erfolgten der Umbau und die Erweiterung als Erlebnisbad. Bestandteil dieser Maßnahme waren die komplette Entkernung des Gebäudes, die Erweiterung durch einen Erlebnisbereich sowie ein unterkellerter Anbau mit Foyer und Funktionsbereichen. Im aktuell vorliegenden Projekt wurde der aus 1995/96 stammende Anbau bereits abgebrochen und soll durch eine Erweiterung über zwei Geschoße, sogenannter Funktions- und Erschließungsbau, ersetzt werden. Im Wesentlichen sind mit der aktuellen Maßnahme neben der gesamtheitlichen Schwimmbadplanung die aus baulichen und energetischen Gründen notwendigen Erneuerung technischer Komponenten, die Optimierung von diversen Funktionsabläufen sowie eine Anpassung bzw. die Umsetzung aktueller Anforderungen des Brandschutzes sowie des Arbeits- und Unfallschutzes vorgesehen. Darüber hinaus ist eine energetische Ertüchtigung der Altbauhülle geplant. Der Auftraggeber beabsichtigt, an dem der vorhandenen Planung zu Grunde liegenden Gesamtkonzept festzuhalten Die geplanten erforderlichen Maßnahmen im Bereich der Gebäudetechnik umfassen die Erneuerung der Trink- und Abwasseranlage, die Anpassung der Wärmeversorgungsanlage, die Ertüchtigung bzw. den Komplettaustauch der Raumlufttechnischen Anlagen (RTL), die Anpassung der Starkstromanlage bzw. Niederspannungsverteilung, den Austausch der Badwasseranlage (hier Austausch der Reglungstechnik sowie diverser Umwälzpumpen; Maßnahmen zur Wasseraufbereitung und Leitungsführungen) sowie eine Anlagenerneuerung im Bereich der Gebäudeautomation. Eine Brandmeldeanlage sowie eine flächendeckende Sicherheitsbeleuchtungsanlage sollen installiert werden. Folgende technische Anlagen wurden bereits im Zuge der Baumaßnahme bis zum aktuellen Baustopp erworben: Lüftungsgeräte, Aufzugsanlage, Teile der Badewassertechnik. Das zu beplanende Gebäude "Erlebnisbad Senftenberg" stellt planerisch ein Objekt im Sinne des § 2 Abs. 1 HOAI dar. Zur übersichtlicheren Darstellung der Planungsinhalte dient dessen Einteilung in drei "Gebäudeteile": I: "Altbau" - Baujahr 1970 inkl. des Ersatzneubaues des Schwimmerbecken II: "Erlebnisbereich" - Baujahr 1995/96 III "Erweiterungsbau - Baujahr ab 2022 Für die Gebäudeteile I und II liegen noch keine Planungen vor, lediglich Leistungen, welche in Verbindung mit der Planung des Gebäudeteils III stehen (z.B. Erneuerung der TGA-Versorgungs- und Leitungsanlagen). Darüber hinaus sind Leistungen zur Innenraumgestaltung der Gebäudeteile I und II vorhanden (Aufwertung Innenraum, Erneuerung der Umkleide- und Schrankanlagen). Für den Gebäudeteil III stellt sich der vorliegende Planungsstand wie folgt dar: Objektplanung (LPH 1 bis 5, LPH 6 = 80%), Tragwerksplanung (LPH 1 bis 6), Brandschutzkonzept, Bauphysik (LPH 1 bis 5) -Raumakustisches Gutachten -Energetische Gebäudeplanung Fachplanung Technische Ausrüstung HLS + ELT (LPH 1 bis 5; LPH 6 = 100%) für die Anlagengruppen 1-8 nach § 53 Abs. 2 HOAI Die für den Gebäudeteil III vorliegende Planung ist Grundlage für die weiteren Planungen des künftigen Auftragnehmers, der diese zu übernehmen und in seine Planungen zu integrieren hat. Die Vergütung der zu vergebenden Leistungen erfolgt hinsihtlich der Grundleistungen im Grundsatz auf Basis der in § 6 HOAI genannten Honorarparemeter und der in §§ 34 Abs. 3, 51 Abs. 1 und 55 Abs. 1 HOAI genannten Prozentsätze zur Honorarbewertung. Allerdings ist es Aufgabe der Bieter im Zuge der Angebotserstellung zu ermitteln, ob die für die im Rahmen der LPH 1 bis 6 zu erbringenden Leistungen aus den genannten Leistungsbildern aufgrund der bereits vorliegenden Planung angebotenen Honorare sich auf Grundlage der vollen Prozentsätze ergeben oder aber, ob diese reduziert angeboten werden (beispielhaft: Leistungsbild Objektplanung Gebäude LPH 1 bis 6 statt 63% nur 55%, insgesamt also statt 100% nur 92%). Die entsprechenden Eintragungen sind vom Bieter in Anlage 1 zum Vertrag (Leistungsbild) und in Anlage 2 zum Vertrag (Honorarermittlung) vorzunehmen.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
10.11.23
Abgabefrist
11.12.23

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Senftenberg, Deutschland
E-Mail
vergabe@senftenberg.de
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Telefon
+49 3573 701-0
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Referenzen Büro / Bewerber: Bewertet werden jeweils drei Referenzen für das Leistungsbild Objektplanung Gebäude und drei Referenzen für das Leistungsbild Fachplanung Technische Ausrüstung. Es können pro Referenz maximal 100 Punkte, insgesamt also maximal 600 Punkte erreicht werden: - Sanierungsmaßnahme DDR-Schwimmhalle Typenbau: 100 Punkte - Sanierungsmaßnahme Schwimmhalle: 80 Punkte - Neubau einer Schwimmhalle: 60 Punkte - sonstiges vergleichbares Objekt: 20 Punkte ("vergleichbar" meint: Leistungsbild Objektplanung Gebäude: Neubau/Sanierung mit Bausumme KG 300 von mehr als 8.000.000 EUR und Schwierigkeitsgrad IV entsprechend HOAI Leistungsbild Fachplanung Technische Ausrüstung HLS: Neubau/Sanierung mit Bausumme KG 400 (HLS) von mehr als 5.000.000 EUR und Schwierigkeitsgrad III entsprechend HOAI)

  • Referenzen Projektleiter Objektplanung: Bewertet werden drei Referenzen des Projektleiters für das Leistungsbild Objektplanung Gebäude. Es können pro Referenz maximal 100 Punkte, insgesamt also maximal 300 Punkte erreicht werden: - Sanierungsmaßnahme DDR-Schwimmhalle Typenbau: 100 Punkte - Sanierungsmaßnahme Schwimmhalle: 90 Punkte - Neubau einer Schwimmhalle: 60 Punkte - sonstiges vergleichbares Objekt: 20 Punkte ("vergleichbar" meint: Neubau/Sanierung mit Bausumme KG 300 von mehr als 8.000.000 EUR und Schwierigkeitsgrad IV entsprechend HOAI)

  • Referenzen Projektleiter Technische Ausrüstung (HLS): Bewertet werden drei Referenzen des Projektleiters für das Leistungsbild Fachplanung Technische Ausrüstung (HLS). Es können pro Referenz maximal 100 Punkte, insgesamt also maximal 300 Punkte erreicht werden: - Sanierungsmaßnahme DDR-Schwimmhalle Typenbau: 100 Punkte - Sanierungsmaßnahme Schwimmhalle: 90 Punkte - Neubau einer Schwimmhalle: 60 Punkte - sonstiges vergleichbares Objekt: 20 Punkte ("vergleichbar" meint: Leistungsbild Fachplanung Technische Ausrüstung HLS: Neubau/Sanierung mit Bausumme KG 400 (HLS) von mehr als 5.000.000 EUR und Schwierigkeitsgrad III entsprechend HOAI)

  • Haftpflichtversicherung: Vorliegen einer Haftpflichtversicherung mit einer jährlichen Deckungssumme von mindestens 3 Mio. EUR für Personenschäden und mindestens 3 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden Hierbei handelt es sich um eine Mindestanforderung. Wird diese, ggf. nach Nachfordern, nicht erfüllt, wird der Teilnahmeantrag augeschlossen.

  • Umsatz: Mindestumsatz des Bewerbers in den Jahren 2020, 2021 und 2022: jeweils mindestens 500.000,00 EUR pro Jahr Hierbei handelt es sich um eine Mindestanforderung. Wird diese, ggf. nach Nachfordern, nicht erfüllt, wird der Teilnahmeantrag augeschlossen.

  • Mitarbeiter: Angabe der Mitarbeiter ingesamt sowie der Führungskräfte / Angestellte, Architekten / Ingenieure sonstige jeweils in den Jahren 2020, 2021 und 2022 mit Angabe der Anzahl der Mitarbeiter in den Bereichen Planung und Bauleitung

Zuschlagskriterien

  • Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung: Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung (max. 450 Punkte) 1. Unterkriterien: Für diese Baumaßnahme wurden für einen Teil bereits Planungsleistungen und auch Bauleistungen erbracht. Es erfolgte ein Baustopp nach dem gravierende Mängel im UG beim Gewerk Betonsanierung vorgefunden wurden. Der Bereich des Schwimmerbeckens wurde bis dahin nicht beplant. Auf Grundlage dessen erstellt der Bieter konzeptionelle Überlegungen zur Umsetzung der Planung. Eventuelle Schwierigkeiten und Konflikpotntiale sind zu benennen und gegebenenfalls Lösungsansätze zu unterbreiten. maximal erreichbare Punktzahl: 150 Punkte 2. Unterkriterium Grundsätzlich ist die vorliegende Planung des Objekt 1 umzusetzen. Wie erfolgt Ihrerseits der Umgang mit der bereits bestätigten Planung, wo sehen Sie die Schnittstellen? Erläutern Sie die Schnittstellen anhand der Ihrerseits zu bewertenden Grundleistungen bis zur Ausführungsplanung. maximal erreichbare Punktzahl: 200 Punkte 3. Unterkriterium Für das Objekt 1 liegt eine Baugenehmigung vor. Wie ist die Genehmigungsplanung und das Genehmigungsverfahren für das Objekt 2 im Zusammenhang mit dem Objekt 1 zu sehen. maximal erreichbare Punktzahl: 100 Punkte

  • Methoden zur Kostensicherung

    • Darstellung von auftragsbezogenen Maßnahmen zur Sicherung der Kosteneinhaltung / Kostenkontrolle (max. 50 Punkte) Maßnahmen bei sich abzeichnenden sowie bei bereits eingetretenen Kostensteigerungen, Maßnahmen zur Gegensteuerung, Information des und Abstimmung mit dem AG bei sich abzeichnenden / eingetretenen Kostenüberschreitungen. Eine Darstellung der Maßnahmen und deren Erfolg anhand von Referenzen sind zulässig
    • dabei ist auch darauf einzugehen, welche Ursachen zu etwaigen Kostensteigerungen geführt haben. maximal erreichbare Punktzahl: 50 Punkte
  • Projektteam: Objektüberwachung - Bauüberwachung und Dokumentation (LPH 8 der Objektplanung Gebäude) (max. 100 Punkte) Bewertet wird die Berufserfahrung des verantwortlichen Mitarbeiters im Bereich Schwimmhallenbau Angabe des für die Bauüberwachung verantwortlichen Mitarbeiters unter Angabe von: Berufserfahrung im Schwimmhallenbau in Jahren: Stufe 1: über 10 Jahre Berufserfahrung: 100 Punkte, Stufe 2: über 6 bis 10 Jahre Berufserfahrung: 75 Punkte Stufe 3: über 3 bis 6 Jahre Berufserfahrung: 50 Punkte Stufe 4: darunter: 0 Punkte

  • Honorar / Stundensätze: Honorar (max. 400 Punkte) (s. die den Vergabeunterlagen beigefügten Honorartabellen, die zu verwenden sind) 1. Unterkriterium: Gesamthonorar Anzugeben ist das vom Bieter nach den Vorgaben des Auftraggebers zu berechnende Gesamthonorar einschließlich des Honorars für Besondere Leistungen / Beratungsleistungen und einschließlich der Nebenkosten. Der Bieter, der nach rechnerischer Prüfung der Berechnung das niedrigste Honorar beansprucht, erhält die Höchstpunktzahl. Ein fiktives Angebot mit einer doppelt so hohen Vergütung erhält 0 Punkte. Dazwischen wird linear interpoliert. max. erreichbare Punktzahl: 350 Punkte 2. Unterkriterium: Stundensätze Es sind drei Stundensätze anzubieten, für den Tragwerksplaner ist ein Stundensatz anzubieten. Für die Tragwerksplanung sind 15 Stunden anzubieten. Für die Angebotswertung wird eine Annahme an Stunden getroffen, die nach Zeitaufwand abgerechnet werden. Der Bieter, der nach rechnerischer Prüfung der Berechnung das niedrigste Honorar beansprucht, erhält die Höchstpunktzahl. Ein fiktives Angebot mit einer doppelt so hohen Vergütung erhält 0 Punkte. Dazwischen wird linear interpoliert. maximal erreichbare Punktzahl: 50 Punkte

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