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Vergabe von Leistungen für die BIM-Gesamtkoordination – Neubau Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation, Standort Riebeckplatz in Halle (Saale) - VgV 86-25

Auftraggeber
Veröffentlicht
17.07.2026
Angebotsfrist
24.08.2026
Leistungen der BIM-Gesamtkoordination

Zeitplan

Veröffentlichung
17.07.26
Fragenfrist
14.08.26
Abgabefrist
24.08.26
Öffnung
24.08.26
Vertragsbeginn
02.11.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Vertragsart
Rahmenvereinbarung
Erfüllungsort
Halle (Saale), Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
zentrale-beschaffung.aib@sachsen-anhalt.de
Telefon
000

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • Eignungskriterien gemäß § 45 VgV Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
    • Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung einer EU-Versicherungsgesellschaft mit den Mindestdeckungssummen von 3.000.000 EUR für Personenschäden und 3.000.000 EUR für Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall. Die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen.
    • Mindestanforderung ist die rechtskräftig unterschriebene Erklärung einer EU-Versicherungsgesellschaft, dass im Auftragsfall die objektbezogene Versicherung garantiert wird. Die Erklärung der Versicherungsgesellschaft muss der Eigenerklärung beigelegt werden. Eine Eigenerklärung des Bieters ist nicht ausreichend.
    • Wenn die geforderten Deckungssummen und die geforderte zweifache Maximierung nicht erreicht werden, so ist eine Erklärung des Versicherers beizufügen, dass die Deckungssummen / die Maximierung im Auftragsfall angepasst werden oder im Auftragsfall eine objektbezogene Versicherung abgeschlossen wird. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft zu erbringen. Für geplante Nachunternehmer muss keine Versicherungsbestätigung vorliegen. Der Nachweis des Versicherers darf nicht älter als 12 Monate zum Schlusstermin/der Angebotsfrist sein. Der Nachweis ist als Anlage in Kopie beizufügen.
    • Eignungskriterien gemäß § 45 VgV Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
    • Es wird ein durchschnittlicher Mindestjahresumsatz für Honorarumsätze im Bereich BIM-Gesamtkoordination sowie Objektplanung unter Anwendung der BIM-Methodik der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre von 300.000,- € netto gefordert. Bei Bietergemeinschaften werden die jeweiligen durchschnittlichen Jahresumsätze addiert. Der Nachweis erfolgt über die Eigenerklärung mittels Angabe der entsprechenden Honorarumsätze des Bieters / der Bietergemeinschaft der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre.
  • Eignungskriterien gemäß § 46 VgV Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Unternehmensbezogene Referenzen

    • Nennung von mindestens zwei unterschiedlichen unternehmensbezogenen Referenzen mit Angabe von Projektbezeichnung, Auftraggeber und Ansprechpartner/Telefonnummer beim Auftraggeber über vergleichbare Aufträge aus dem Bereich Objektplanung Gebäude.
    • Als vergleichbarer Auftrag werden Projekte angesehen, die jeweils den folgenden Anforderungen a) bis f) gesamthaft entsprechen:
    • a) Wahrgenommene Funktion: BIM-Gesamtkoordination
    • b) Gewerkeübergreifender, softwareneutraler Datenaustausch im Projekt über IFC
    • c) BIM-Gesamtkoordination mindestens im Zuge der Lph 2 bis 5 nach HOAI
    • d) Abschluss der Leistungsphase 5 im Zeitraum seit 01/2019
    • e) Baukosten der KG 300 und 400 nach DIN 276 über zusammen 50 Mio. Euro netto
    • f) BIM-Gesamtkoordination von - neben der Objektplanung Gebäude - mindestens 2 weiteren externen Fachgewerken für mindestens 5 verschiedene Anwendungsfälle (AwF) analog der „Arbeitshilfe Anwendungsfallsteckbriefe“ des Masterplan BIM für Bundesbauten. Der Nachweis erfolgt über die Eigenerklärung.
  • Eignungskriterien gemäß § 46 VgV Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Geeignete Arbeitsplätze

    Gefordert wird, dass im Auftragsfall mindestens zwei geeignete BIM-Arbeitsplätze für die Bearbeitung der vergabegegenständlichen BIM-Leistungen zur Verfügung stehen. Der Nachweis erfolgt über die Eigenerklärung.

    • Eignungskriterien gemäß § 46 VgV Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
    • Gefordert wird, dass durchschnittlich mindestens 3 Beschäftigte als qualifizierte BIM-Gesamtkoordinatoren/innen in den letzten drei Kalenderjahren sowie aktuell (2026) mit mind. 3 Jahren Berufserfahrung im vergabegegenständlichen Tätigkeitsbereich (BIM-Gesamtkoordination mit neutralen Datenschnittstellen (IFC)) beim Bieter/der Bietergemeinschaft zur Verfügung standen bzw. stehen. Die hier angegebenen Beschäftigten müssen über mindestens eine der folgenden Berufsqualifikationen (bzw. eine vergleichbare Berufsqualifikation eines anderen EU-Mitgliedstaates) verfügen: Dipl.-Ing. / Bachelor oder Master of Arts/of Science/of Engineering. Der Nachweis erfolgt über die Eigenerklärung unter Nennung der in den Jahren 2023 bis 2026 vorhandenen Personale gemäß der Anforderungen. Bei Bietergemeinschaften werden die Durchschnittswerte addiert.
  • Eignungskriterien gemäß § 46 VgV Technische und berufliche Leistungsfähigkeit Erklärung zur personellen Projektstruktur und Qualifikation

    • Für das Projekt müssen mindestens 2 Personen in den Funktionen „BIM-Gesamtkoordinator/in“ (BIM-GK) sowie „Stellvertretende/r BIM-Gesamtkoordinator/in“ (stellv. BIM-GK) zur Verfügung stehen, welche über die zur Erfüllung der vergabegegenständlichen Leistungen erforderlichen, praxisorientierten Kompetenzen und modell-, werkzeug- und prozessbezogenen sowie organisatorischen, koordinativen und kommunikativen Fertigkeiten verfügen sowie nachfolgende Anforderungen erfüllen:
    • BIM-Gesamtkoordinator/in (BIM-GK):
    • Mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss der Fachrichtung Architektur, Bauingenieurwesen oder vergleichbarer Qualifikation mit fachlich-planerischem Schwerpunkt sowie mit mindestens 7 Jahre Berufserfahrung im Bereich Hochbau sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung als BIM-Gesamtkoordinator/in bei Hochbauvorhaben unter Anwendung neutraler Datenaustauschformate (IFC). Eigenständige Bearbeitung von mindestens 2 Projekten als BIM-Gesamtkoordinator/in mit Leistungen mindestens in den Leistungsphasen (Lph) 2 bis 5 nach HOAI innerhalb der letzten 7 Jahre sowie die praktische Umsetzung von mindestens 8 der aufgelisteten Anwendungsfälle entsprechend der „Arbeitshilfe Anwendungsfallsteckbriefe“ des Masterplan BIM für Bundesbauten. Der Nachweis erfolgt mittels der Eigenerklärung.
    • Die Berufserfahrung ist durch einen tabellarischen Lebenslauf (Mindestangaben: Arbeitgeber, Beschäftigungszeitraum, Rolle und Aufgaben) und der Hochschulabschluss ist durch Vorlage des entsprechenden Abschlusszeugnisses nachzuweisen.
    • Stellvertretende/r BIM-Gesamtkoordinator/in (stellv. BIM-GK):
    • Mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss der Fachrichtung Architektur, Bauingenieurwesen oder vergleichbarer Qualifikation mit fachlich-planerischem Schwerpunkt sowie mit mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich Hochbau sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung als BIM-Koordinator/in bei Hochbauvorhaben unter Anwendung neutraler Datenaustauschformate (IFC). Eigenständige Bearbeitung von mindestens 1 Projekt als BIM-Koordinator/in mit Leistungen mindestens in den Leistungsphasen (Lph) 2 bis 5 nach HOAI innerhalb der letzten 7 Jahre sowie die praktische Umsetzung von mindestens 5 der aufgelisteten Anwendungsfälle gemäß der „Arbeitshilfe Anwendungsfallsteckbriefe“ des Masterplan BIM für Bundesbauten. Der Nachweis erfolgt mittels der Eigenerklärung.
    • Die Berufserfahrung ist durch einen tabellarischen Lebenslauf (Mindestangaben: Arbeitgeber, Beschäftigungszeitraum, Rolle und Aufgaben) und der Hochschulabschluss ist durch Vorlage eines entsprechenden Abschlusszeugnisses nachzuweisen.

Zuschlagskriterien

  • Qualität der Projektbearbeitung

    • Zuschlagskriterium 1:
    • 1) Qualifikation von Mitarbeitenden über Schulungen zum Thema BIM
    • – Nachweis mittels personengebundenen Zertifizierungen und Qualifikationsnachweisen für die im Projekt benannten BIM-Koordinatoren/innen
    • a) BIM-Gesamtkoordinator/in
    • Nachweis einer Qualifizierung/Zertifizierung in Anlehnung an VDI 2552 – Blatt 8.3
    • = 10 Punkte, Gewichtung 20 %
    • b) Stellv. BIM-Gesamtkoordinator/in
    • Nachweis einer Qualifizierung/Zertifizierung in Anlehnung an VDI 2552 – Blatt 8.3
    • = 10 Punkte, Gewichtung 13 %
    • Beschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann
    • Die Wertung der Honorarangebote erfolgt mit Hilfe einer Wertungsmatrix. Mit der Wertungsmatrix soll das annehmbarste Honorarangebot ermittelt werden. Wertungskriterien sind die Honorarangebotssumme und ein Katalog von Zuschlagskriterien, die eigens für die Vergabe erstellt wurden. Für alle Wertungskriterien werden jeweils Punkte vergeben. Das Angebot mit der höchsten Punktzahl soll den Zuschlag erhalten. Dabei wurden bereits vor der Angebotseinholung die Wertungskriterien sowie deren Wichtung festgelegt.
  • Qualität der Projektbearbeitung

    • Zuschlagskriterium 2
    • 2) BIM-Erfahrung mit komplexen Bauvorhaben
    • Referenz zu Fachplanung BIM-Gesamtkoordination, mind. in den Leistungsphasen 1-5 (Abgeschlossene Planungsleistungen nicht älter als 01.01.2019) in öffentlich genutzten Gebäuden, mind. Honorarzone IV, mit mindestens einer der folgenden Nutzungen: Museum, Versammlungsstätte, Bürogebäude.
    • o Kurze Projektbeschreibung (max. eine DIN A3-Seite) mit aussagekräftigen Zeichnungen, Darstellungen, textlichen Ausführungen, Baudaten (Kosten KG300-400, Bauzeit, Planungszeitraum, Gebäudeklasse, Honorarzone) und Angabe der Bauherrenschaft ist beizulegen. Es kann hierbei eine Eignungsreferenz verwendet werden.
    • = 10 Punkte
    • Beschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann
    • siehe unter Zuschlagskriterium 1
  • Qualität der Projektbearbeitung

    • Zuschlagskriterium 3:
    • 3) Zusätzliche BIM-Erfahrungen über Grundkenntnisse hinaus
    • Über die für die BIM-Gesamtkoordination erforderlichen Grundkenntnisse und Erfahrungen hinaus verfügt der Bieter über weitergehende BIM-Kompetenzen. Als Grundkenntnisse gelten insbesondere die Fähigkeit zur BIM-Gesamtkoordination einschließlich der Koordination von Fachmodellen, der Durchführung von Kollisionsprüfungen, der Organisation des Informationsaustauschs sowie der Anwendung der einschlägigen BIM-Methodik.
    • Für die nachfolgend aufgeführten zusätzlichen Erfahrungen können Wertungspunkte erzielt werden. Das Vorliegen der jeweiligen Erfahrung ist durch ein kurzes Referenzblatt (max. eine DIN-A4-Seite) nachzuweisen. Hierfür kann auch eine bereits im Rahmen der Eignungsprüfung eingereichte Referenz verwendet werden.
    • a) Durchführung von 4D- und/oder 5D-Simulationen zur Verknüpfung von Bauwerksmodellen mit Termin- und Kosteninformationen.
    • b) Generierung projektspezifischer Auswertungen oder Fachanwendungen auf Grundlage des BIM-Modells (z. B. Massenermittlungen für Ökobilanzierungen, FM-Auswertungen oder Bauablaufsimulationen).
    • c) Nachweis eines eingeführten und angewendeten Qualitätsmanagementsystems (z. B. nach DIN EN ISO 9001 oder vergleichbar), das auch die BIM-Prozesse umfasst.
    • d) Verfügbarkeit und praktischer Einsatz digitaler Werkzeuge für die BIM-gestützte Projektabwicklung, z. B. Tablets, Drohnen, 3D-Laserscanner, Robotersysteme oder vergleichbare Technologien zur Baustellendokumentation oder Bestandserfassung.
    • e) Weitere, über die Grundkenntnisse hinausgehende BIM-Erfahrungen oder innovative BIM-Anwendungen, die einen erkennbaren Mehrwert für die Projektbearbeitung bieten (z. B. BIM-basierte Nachhaltigkeitsbewertungen, Digital Twin, automatisierte Regelprüfungen, KI-gestützte Modellanalysen oder vergleichbare Anwendungen).
    • Für jede nachgewiesene und vom Auftraggeber als erfüllt anerkannte Zusatzkompetenz gemäß den Buchstaben a) bis e) werden 2 Punkte vergeben. Maximal können 10 Punkte erreicht werden.
    • Beschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann
    • siehe unter Zuschlagskriterium 1
  • Qualität der Projektbearbeitung

    • Zuschlagskriterium 4:
    • 4) Benennung eines weiteren/dritten vergleichbaren Mitarbeiters für die BIM-Gesamtkoordination
    • Mit Hochschul- / Fachhochschulabschluss der Fachrichtung Architektur / Bauingenieurwesen oder vergleichbarer Qualifikation mit fachlich-planerischem Hintergrund sowie mindestens 5 Jahren Berufserfahrung im Bereich Hochbau sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung als BIM-Koordinator/in (BIM-Koordination mit neutralen Datenschnittstellen (IFC)) bei Hochbauvorhaben.
    • Nachweis einer Qualifizierung/Zertifizierung in Anlehnung an VDI 2552 – Blatt 8.3
    • = 10 Punkt
    • Beschreibung der anzuwendenden Methode, wenn die Gewichtung nicht durch Kriterien ausgedrückt werden kann
    • siehe unter Zuschlagskriterium 1

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Eignungskriterien37 KB4 Seiten
Preisblatt203 KB2 Tabellen
Präsentation89 KB16 Seiten
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